Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • abhängige Persönlichkeitsstörung
    Unselbstständigkeit, anklammerndes Verhalten, Angst vor Alleinsein
  • Abwehrmechanismus
    Form des Ich-Umgangs mit bedrohlichen inneren und äußeren Reizen
  • Adoptionsmethode
    indirekte Einflussschätzung durch den Vergleich von Adoptivgeschwistern und normalen Geschwistern
  • Adrenalin
    Neurotransmitter
  • affektiv
    gefühlsmäßig
  • Affektivität
    Neigung zu häufigen oder intensiven Gefühlen positiver oder negativer Art
  • Aggregation
    Mittelung mehrerer Messungen
  • Aggregationsprinzip
    Erhöhung der Reliabilität durch Aggregation
  • aggregierte Messung
    Ergebnis einer Aggregation
  • akquisitive Selbstdarstellung/Selbstüberwachung
    Selbstdarstellung/Selbstüberwachung mit dem Ziel, durch andere positiv bewertet zu werden
  • Akteur-Partner-Inderdependenz Modell (APIM)
    dyadisches Pfadmodell, in dem die beurteilte Beziehungsqualität durch Merkmale der Beurteiler (Akteureffekt) und ihres Partners (Partnereffekt) vorhergesagt wird
  • Akteureffekt
    Parameter im Modell von Kenny, der eine Verhaltensdisposition einer Person beschreibt aktive
  • Aktivierung
    physiologische Erregungsintensität
  • Allel
    spezifische Variante eines Gens
  • Alltagspsychologie
    System tradierter Überzeugungen über menschliches Erleben und Verhalten
  • ambulantes Monitoring
    physiologische Messung oder Verhaltensmessung im Alltag
  • Amygdala
    Teil des limbischen Systems
  • anale Phase
    psychoanalytisch: Entwicklungsphase mit Anus als primärer erogener Zone
  • Androgene
    primär männliche Geschlechtshormone (Sammelbegriff )
  • ängstliche Persönlichkeitsstörung
    Besorgtheit, Überempfindlichkeit, Minderwertigkeitsgefühle
  • Anreiz einer Situation
    subjektiver Wert der Folgen einer Situation, gewichtet mit ihren subjektiven Wahrscheinlichkeiten
  • Anschlussbedürfnis
    Bedürfnis nach sozialem Kontakt
  • antisoziales Verhalten
    Verhalten, das kulturelle Normen verletzt
  • Antwortskala
    Format für die Beantwortung eines Items, z. B. ja/nein (bei Frage), richtig/falsch gelöst (bei Aufgabe)
  • Arbeitsgedächtnis
    Modellvorstellung nach der die Fähigkeit zum simultanen Durchführen einfacher Aufgaben durch die Kapazität des Kurzzeitgedächtnisses gefordert wird
  • Arbeitsmodell von Beziehungen
    auf Bindungserfahrungen fußendes Beziehungsschema für enge Beziehungen
  • Arbeitsteilung
    Geschlechtsunterschied in arbeitsbezogenen Tätigkeiten
  • Art
    Biologie: Klasse von Lebewesen, die sich untereinander fortpflanzen können
  • Assessment Center
    Situationssequenz zur Diagnose arbeitsbezogener Fähigkeiten
  • Assoziationsstärke
    Stärke, mit der zwei Begriffe untereinander assoziiert werden
  • Attribution
    subjektive Ursachenzuschreibung für Handlungsergebnisse
  • autonomer Agent
    in virtuellen Welten: Akteur mit eigenem Verhalten, das gar nicht oder nur teilweise vom Spieler beeinflussbar ist
  • autonomes Nervensystem
    Teil des Nervensystems, bestehend aus Sympathikus und Parasympathikus
  • Balken
    Nervenstrang zwischen den beiden Großhirnhälften
  • Bandbreiten-Vertrauens-Dilemma
    Breit definierte Persönlichkeitsmessungen decken viele Verhaltensregelmäßigkeiten mit relativ geringer Validität ab, eng definierte Persönlichkeitsmessungen decken wenige Verhaltensregelmäßigkeiten mit hoher Validität ab
  • Bedürfnis
    1. aktueller Zustand: Abweichung zwischen Istwert und Sollwert in einem Regelkreismodell der Motivation 2. Eigenschaft: Sollwert in einem Regelkreismodell der Motivation
  • Behaviorismus
    Paradigma der Psychologie, das sich auf beobachtbares Verhalten beschränken wollte
  • Beliebtheit
    soziometrisch: Zahl erhaltener positiver Wahlen
  • Beobachtungslernen
    Lernen durch Imitation des Verhaltens anderer
  • bereichsspezifische Eigenschaft
    Eigenschaft mit niedriger Konsistenz zwischen verschiedenen Situationsklassen
  • Berufsprestige
    kulturelle Bewertung des ausgeübten Berufs
  • Bewältigungsstil
    Art des Umgangs mit Belastungen
  • Bewertungsdisposition
    Werthaltung oder Einstellung
  • Beziehung
    soziale Beziehung
  • Beziehungsaggression
    Versuch, soziale Beziehungen anderer zu schädigen
  • Beziehungseffekt
    Parameter im Modell von Kenny, der eine Beziehung unabhängig von Akteur- und Partnereffekt charakterisiert
  • Beziehungsmatrix
    Schema zur einheitlichen Beschreibung mehrerer Beziehungen derselben Person
  • Beziehungsschema
    kognitive Repräsentation einer Beziehung bei einer der beiden Bezugspersonen
  • Beziehungsstatus
    Qualität der Beziehungsmatrix einer Person
  • Bezugsgruppe
    Gruppe von Menschen, mit denen man sich vergleicht
  • Big Five
    die fünf Hauptfaktoren von Persönlichkeitsunterschieden
  • Bildungsniveau
    höchster bisher erreichter Bildungsabschluss
  • Bindung
    enge Beziehung, wobei eine der beiden Bezugspersonen der anderen Schutz bei Gefahr bietet oder bieten sollte
  • Bindungsqualität
    Qualität einer Bindung
  • Bindungsstil
    individuelle Bindungsqualität (sicher, ängstlich, vermeidend, desorganisiert-desorientiert)
  • Bisexualität
    Disposition, durch Menschen beiderlei Geschlechts sexuell erregt zu werden
  • Black Box
    behavioristisches Konzept, wonach Prozesse, die zwischen Reiz und Reaktion vermitteln, nicht untersuchbar sind
  • Bogus-Pipeline-Technik
    Technik zur Reduzierung bewusster Verfälschungstendenzen in der Einstellungsmessung
  • Challenge-Test
    pharmakologischer Provokationstest
  • Charakter
    psychoanalytisch: Persönlichkeit
  • chromosomales Geschlecht
    durch die Geschlechtschromosomen definiertes Geschlecht
  • Clusteranalyse
    statistisch: Verfahren, Profile nach Ähnlichkeit zu gruppieren
  • Cohens kappa
    Maß für die zufallskorrigierte Übereinstimmung von zwei Klassifikationen derselben Objekte
  • deaktivierende Strategie
    Bindungstheorie: Verleugnung von Bindungsbedürfnissen und Verzicht auf soziale Unterstützung beim vermeidenden Bindungsstil
  • deviante Gruppe
    Gruppe von Menschen, die Normen für antisoziales Verhalten teilt
  • differentielle Fragestellung
    Frage nach interindividuellen Unterschieden
  • differentielle Psychologie
    Psychologie der interindividuellen Unterschiede
  • direkte Einflussschätzung
    Schätzung des Einflusses eines Prädiktors auf eine Eigenschaft durch die Korrelation zwischen Prädiktor und Eigenschaft
  • diskriminante Validität
    Ausmaß, in dem eine Messung niedriger mit Kriterien niedriger Validität korreliert als mit Kriterien hoher Validität
  • Disposition
    überdauernde Verhaltenstendenz einer Person
  • dissoziale Persönlichkeitsstörung
    Missachtung und Verletzung der Rechte anderer, keine dauerhaften Beziehungen
  • distale Variable
    indirekt über proximale Variablen wirkender Einfluss
  • divergentes Denken
    Erzeugung vielfältiger Lösungen für unklar definierte Probleme
  • Dopamin
    Neurotransmitter
  • doppelte Minderungskorrektur
    Korrektur einer Korrelation für die Unreliabilität beider korrelierten Variablen
  • DRD4-Gen
    Gen auf dem 11. Chromosom mit 3–8 Wiederholungen der Basensequenzen, das mit dem Streben nach Neuigkeit und Hyperaktivität in Zusammenhang gebracht wird
  • DSM-IV
    Klassifikattionssystem für psychiatrische Störungen
  • dynamische Interaktion
    Wechselwirkung zweier Variablen über die Zeit
  • dynamischer Interaktionismus
    Paradigma der Persönlichkeitsentwicklung, nach der Persönlichkeit und Umwelt in dynamischer Interaktion stehen
  • Effektgröße
    statistisch: Mittelwertsdifferenz ausgedrückt als Vielfaches der Standardabweichung
  • egozentriertes Netzwerk
    individuelles Netzwerk
  • Eigenschaft
    überdauerndes Merkmal einer Person
  • eineiige Zwillinge
    Zwillinge, die derselben Eizelle entstammen
  • Einfühlsamkeit
    soziale Fähigkeit von Eltern, die eine sichere Bindung ihrer Kinder fördert
  • Einstellung
    Art der Bewertung konkreter Objekte der Wahrnehmung
  • emisch
    Eigenschaft eines psychologischen Konstrukts, kulturspezifisch zu sein
  • emotional-instabile Persönlichkeitsstörung
    Instabilität in Gefühlen und Verhalten
  • emotionale Intelligenz
    soziale Kompetenz plus Fähigkeit der emotionalen Selbstregulation
  • emotionale Kompetenz
    wie bei: emotionale Intelligenz
  • emotionale Selbstregulation
    adäquates Erleben und Ausdrücken von Emotionen
  • emotionale Stabilität
    Gegenteil von Neurotizismus
  • enge Beziehung
    soziale Beziehung, die durch besondere psychologische Nähe charakterisiert ist
  • Epigenetik
    Teil der Biologie, der sich mit epigenetisch kodierten Zuständen der Genaktivität von Zellen beschäftigt, die an Tochterzellen weitergegeben werden, aber nicht auf Änderungen des Genoms beruhen
  • Epigenom
    epigenetische Markierung des Genoms in Form von Methyl-Kodierung, Histon-Kodierung und RNA-Interferenz-Kodierung
  • erfahrene Unterstützung
    subjektive Wahrnehmung der Unterstützung
  • Erfolgsmotiv
    Motiv, Erfolg zu erreichen
  • erhaltene Unterstützung
    tatsächlich erhaltene Unterstützung
  • erogene Zone
    psychoanalytisch: lustvoll besetzter Körperbereich
  • Erregung
    Intensität der physiologischen Erregung
  • Erwartung
    subjektive Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses
  • Erwartung-mal-Wert-Modell
    Modell der Motivation, nach dem die Motivationsstärke das Produkt von Erwartung und Wert der Handlungsfolgen ist
  • Erwartungsbereich
    Bereich der wahrscheinlichen Abweichung des gemessenen Wertes vom wahren Wert
  • Es
    psychoanalytisch: Quelle der Libido
  • etisch
    Eigenschaft eines psychologischen Konstrukts, in allen Kulturen vorzukommen
  • Evolution
    Entwicklungsprozess der Entstehung und Veränderung von Arten
  • Evolutionspsychologie
    Paradigma der Psychologie, das nach evolutionären Wurzeln des Erlebens und Verhaltens und den vermittelnden psychologischen Mechanismen sucht
  • evolvierter psychologischer Mechanismus
    evolvierter, genetisch fixierter, bereichs- und kontextspezifischer psychologischer Mechanismus
  • Expertise
    Erwerb von Wissen und besonderen Fertigkeiten, z. B. im Bereich von Mathematik, Musikinstrument spielen
  • externale Attribution
    Attribution auf äußere Umstände
  • Externalisierungsprobleme
    Syndrom aus Aggressivität, antisozialem Verhalten und Drogenkonsum
  • externe Personalauswahl
    Auswahl für einen Arbeitsplatz
  • Extraversion
    Lebhaftigkeit oder Geselligkeit
  • Extremitätstendenz
    Disposition zu mehr oder weniger extremen Antworten in Fragebögen
  • F-Skala
    Faschismusskala, misst Autoritätshörigkeit
  • Fähigkeit
    Eigenschaft, die Leistung ermöglicht
  • Faktor
    statistisch: Ergebnis einer Faktorenanalyse
  • Faktorenanalyse
    statistisch: Verfahren der Reduktion korrelierender Variablen auf wenige Dimensionen (Faktoren)
  • Faktorladung
    statistisch: Korrelation einer Variable mit einem Faktor
  • Faktorwert
    statistisch: Wert einer Person auf einem Faktor
  • feindseliger Attributionsstil
    Tendenz, das Verhalten anderer als feindselig wahrzunehmen
  • Feldstudie
    Studie unter Alltagsbedingungen
  • Fitness
    Biologie: Reproduktionsrate eines Gens oder Genoms
  • Fixierung
    psychoanalytisch: Verhaftung in Entwicklungsstufe aufgrund ungelöster Konflikte
  • Fragebogen
    Persönlichkeitsskala oder -inventar
  • Fremde-Situation-Test
    Beobachtungsparadigma zur Messung der Bindungsqualität in der frühen Kindheit
  • Frequenzabhängige Selektion
    Mechanismus der natürlichen Selektion, bei dem die Fitness eines Gens von seiner Häufigkeit in der Population abhängt
  • Fünffaktorenmodell
    Annahme, dass die Big Five die fünf wichtigsten Dimensionen von Persönlichkeitsunterschieden sind
  • g-Faktor
    Faktor von Intelligenztests, der die allgemeine Intelligenz repräsentiert
  • Gehemmtheit
    Disposition zu gehemmtem Verhalten
  • Gen
    funktionale Einheit des Genoms
  • Gen-Umwelt-Interaktion
    statistische Wechselwirkung zwischen einem bestimmten Gen und bestimmten Umweltbedingungen
  • genetische Distanz
    Unähnlichkeit von Populationen in Bezug auf viele genetische Marker
  • genetische Varianz
    genetischer Effekt
  • genetischer Effekt
    Einfluss des Genoms relativ zur Umwelt auf eine Eigenschaft
  • genetischer Marker
    Stoffwechselprodukt, das auf das Vorhandensein eines bestimmten Allels hinweist
  • genetischer Verwandtschaftsgrad
    Grad der genetischen Ähnlichkeit mit Verwandte
  • genetisches Geschlecht
    genetisch definiertes Geschlecht
  • Genom
    Gesamtheit der genetischen Information im Zellkern
  • Genom-Umwelt-Interaktion
    statistische Wechselwirkung zwischen Genom und Umwelt
  • Genom-Umwelt-Kovarianz
    Häufung bestimmter Genome in bestimmten Umwelten
  • Genomweite Assoziationsstudie (GWAS)
    Versuch, genetische Unterschiede auf der Ebene von SNPs zu identifizieren
  • Geschlecht
    Geschlecht im biologischen Sinn (sex) oder im psychologischen Sinn (gender)
  • Geschlechtertrennung
    Tendenz zu gleichgeschlechtlichen Interaktionen
  • Geschlechtskonstanz
    Wissen über die Stabilität und Unveränderbarkeit des Geschlechts
  • Geschlechtsrolle
    Geschlechtsstereotyp über angemessenes Verhalten eines der beiden Geschlechter
  • geschlechtsspezifische Eigenschaft
    Eigenschaft nur eines der beiden Geschlechter
  • Geschlechtsstereotyp
    kulturelle Meinung über die beiden Geschlechter
  • geschlechtstypische Eigenschaft
    Eigenschaft, die innerhalb der beiden Geschlechter unterschiedlich verteilt ist
  • Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung
    Geschwindigkeit des Zugriffs zum Kurz- oder Langzeitspeicher
  • Geselligkeit
    Eigenschaft, sozialen Kontakt zu suchen und zu mögen
  • geteilte Umwelt
    von Personenpaaren (z. B. Geschwistern) geteilte Umweltbedingungen
  • geteilte Umwelteffekte
    Umwelteffekte, die Personenpaare (z. B. Geschwister) ähnlich machen
  • Gewissenhaftigkeit
    Eigenschaft, genau und zuverlässig zu arbeiten
  • Glück(lichsein)
    affektive Komponente des Wohlbefindens
  • Halbgeschwister
    Geschwister mit nur einem gemeinsamen Elternteil
  • Halo-Effekt
    Einfluss einer auffälligen Eigenschaft auf die Beurteilung anderer Eigenschaften derselben Person
  • Handlung
    planmäßiges Verhalten
  • Handlungskontrolle
    Prozess der Initiierung und Ausführung von Handlungen
  • Handlungsorientierung
    Disposition, Handlungen ohne zu zögern und ausdauernd auszuführen
  • Handlungsüberzeugung
    bewusst repräsentierte Stile der Erwartungsbildung, Handlungskontrolle und Ergebnisattribution
  • Heterosexualität
    Disposition, durch Menschen des anderen Geschlechts sexuell erregt zu werden
  • heterotype Stabilität
    Stabilität einer Eigenschaft bei unterschiedlichem Messverfahren in unterschiedlichem Alter
  • Hippocampus
    Teil des limbischen Systems
  • histrionische Persönlichkeitsstörung
    Heischen nach Aufmerksamkeit und übertriebener Emotionsausdruck
  • Homo erectus
    Vorform des heutigen Menschen
  • Homo sapiens sapiens
    Heutige Menschen (biologische Art). Die Neandertaler gehören nicht hierzu, sondern zur übergeordneten Klasse Homo sapiens
  • Homogamie
    Ähnlichkeit der Eltern in einer bestimmten Eigenschaft
  • Homologie
    Biologie: Ähnlichkeit von Arten aufgrund eines gemeinsamen evolutionären Vorfahrens
  • Homosexualität
    Disposition, durch Menschen des eigenen Geschlechts sexuell erregt zu werden
  • homotype Stabilität
    Stabilität einer Eigenschaft bei konstantem Messverfahren
  • Hormon
    Träger der Informationsübertragung über die Blutbahn
  • hormonelles Geschlecht
    hormonell definiertes Geschlecht
  • HPA-Achse
    hormonelles System, das die Ausschüttung der Nebennierenmarkshormone regelt
  • HPG-Achse
    hormonelles System, das die Ausschüttung der Geschlechtshormone regelt
  • hyperaktivierende Strategie
    Bindungstheorie: Übertreibung von Gefahren und ängstliche Überwachung von Bezugspersonen beim ängstlichen Bindungsstil
  • Hypophyse
    Hirnanhangsdrüse, Teil des hormonellen Systems
  • Hypothalamus
    steuert das vegetative Nervensystem
  • ICD-10
    Klassifikationssystem zur Klassifikation von Krankheiten
  • Ich
    psychoanalytisch: Mittler zwischen Es, Außenwelt und Über-Ich
  • idiographisch
    einzelfallbezogen
  • implizite Einstellung
    weitgehend nichtbewusst repräsentierte, automatische Bewertung von Objekten der Wahrnehmung
  • impliziter Assoziationstest
    Test zur Erfassung individueller impliziter Einstellungen und Selbstkonzepte
  • implizites Selbstkonzept
    weitgehend nichtbewusst repräsentierte assoziative Struktur des Selbstkonzepts
  • impulsive Informationsverarbeitung
    weitgehend nichtbewusst repräsentierte, automatische Verarbeitung von Information
  • In-Gruppe
    Bezugsgruppe, der man angehört und mit deren Zielen man sich identifiziert
  • indirekte Einflussschätzung
    Schätzung bestimmter Arten von Einflüssen auf eine Eigenschaft durch die Korrelation zwischen Personen, die diese Einflussart teilen (z. B. Zwillinge)
  • Individualismus
    Werthaltung, die die Unabhängigkeit von anderen betont
  • individuelle Konsistenz
    statistisch: Ähnlichkeit der z-Werte einer Person in zwei Variablen
  • individuelles Netzwerk
    die sozialen Beziehungen einer Person
  • Inhaltsvalidität
    Ausmaß, in dem ein Messverfahren eine repräsentative Stichprobe der zu erfassenden Inhalte tatsächlich erfasst
  • inklusive Fitness
    Fitness eines Gens unter Berücksichtigung seiner Reproduktion in genetisch Verwandten
  • Integrität
    Vertrauenswürdigkeit
  • Intellekt
    Disposition, intellektuell-künstlerisch aufgeschlossen zu sein
  • Intelligenz
    Fähigkeit zu hoher Bildung
  • Intelligenzalter
    Intelligenz ausgedrückt als durchschnittliche Intelligenz einer bestimmten Altersstufe
  • Interaktion
    1. soziale Interaktion 2. statistische Interaktion 3. dynamische Interaktion
  • Interaktion zwischen Ebenen
    In statistischen Mehrebenenmodellen Effekte eines Prädiktors auf höherer Ebene auf Zusammenhänge auf unterer Ebene
  • Interaktionismus
    Paradigma der Persönlichkeitspsychologie, das statistische und dynamische Interaktionen zwischen Persönlichkeit und Umwelt betont
  • Interesse
    Bewertung einer Handlung als anziehend
  • interindividueller Unterschied
    Unterschied zwischen Personen
  • Interkorrelationen
    alle Korrelationen zwischen mehr als zwei Variablen
  • internale Attribution
    Attribution auf Merkmale der Person
  • Internalisierungsprobleme
    Syndrom aus negativem Selbstwertgefühl, Einsamkeit und Depression
  • interne Konsistenz
    Reliabilität einer Skala auf der Basis der Interkorrelationen ihrer Items
  • interne Personalauswahl
    Auswahl für eine Fortbildungsmaßnahme oder für eine Versetzung
  • Internettestung
    Testung durch Tests im Internet
  • Intervallskala
    Skala, bei der Differenzen von Zahlen psychologisch interpretierbar sind
  • intraindividueller Unterschied
    Unterschied innerhalb einer Person
  • Intraklassenkorrelation
    Variante der Korrelation, die Unterschiede in den Mittelwerten und Varianzen der beiden korrelierten Variablen als Abweichungen wertet (z. B. in der Zwillingsforschung)
  • intrapsychische Bewältigung
    Veränderung der Situationsbewertung oder der hierdurch ausgelösten Gefühle bei Belastung
  • Introversion
    Gegenteil von Extraversion
  • Inzest-Tabu
    kulturelle Norm zur Vermeidung des Geschlechtsverkehrs mit nahen Verwandten
  • IQ
    Maß der allgemeinen Intelligenz
  • Item
    Frage oder Aufgabe zur Erfassung einer Eigenschaft
  • Item-Bias
    Eigenschaft eines Testitems, in unterschiedlichen Populationen unterschiedliche Korrelate aufzuweisen
  • Kaukasier
    Hellhäutiger (Europäer, Araber, Inder)
  • Killerzelle
    Lymphozyt des angeborenen Immunsystems
  • klassisches Konditionieren
    Lernen bedingter Reize
  • Kodetermination
    Bedingung einer Variable durch zwei Einflüsse
  • Koedukation
    gemeinsamer Unterricht beider Geschlechter
  • Kohärenz
    Korrelation zweier Messungen derselben Eigenschaft in derselben Situation
  • Kollektivismus
    Werthaltung, die die Eingebettetheit in eine In-Gruppe betont
  • Kombinationsmethode
    indirekte Einflussschätzung durch den Vergleich von mehr als zwei Typen von Personenpaaren (z. B. Zwillinge und Adoptivgeschwister)
  • Komorbidität
    gleichzeitiges Auftreten zweier Krankheiten
  • Komparationsforschung
    nach William Stern: Vergleich zweier Personen in vielen Eigenschaften
  • konditionale Entwicklungsstrategie
    genetisch fixierte, umweltabhängige Lenkung der Individualentwicklung in eine bestimmte Richtung
  • Konfidenzintervall
    Bereich der wahrscheinlichen Abweichung des wahren Wertes vom gemessenen Wert
  • kongenitale adrenale Hyperplasie
    genetisch bedingte frühe hormonelle Vermännlichung
  • konkurrente Validität
    Ausmaß, in dem eine Messung ein zeitgleich erhobenes Kriterium vorhersagt
  • Konsistenz
    meist: transsituative Konsistenz
  • Konsistenzdebatte
    durch Mischel ausgelöste Debatte, ob eine niedrige transsituative Konsistenz gegen das Konzept der Persönlichkeitseigenschaft spricht
  • Konstrukt
    nicht beobachtbares, empirisch verankertes theoretisches Konzept
  • Konstruktvalidität
    Ausmaß, in dem eine Messung tatsächlich das Konstrukt erfasst, das erfasst werden soll
  • Kontextualismus
    Annahme, dass psychologische Konstrukte vergleichbar zwischen Populationen sind, wenn ihre Operationalisierung und Interpretation kulturell angepasst wird
  • Kontinuität einer Eigenschaft
    zeitliche Konstanz einer Eigenschaft (als Konstrukt)
  • Kontrasteffekt
    Verhaltensgenetik: Überschätzung der Unähnlichkeit von Geschwistern durch ihre Bezugspersonen
  • konvergente Validität
    Ausmaß, in dem eine Messung hoch mit Kriterien hoher Validität korreliert
  • konvergentes Denken
    schrittweises Lösen vorgegebener Probleme
  • Korrelation
    statistisch: Maß des linearen Zusammenhangs zwischen zwei Variablen
  • Korrelationsforschung
    nach William Stern: Beschreibung des Zusammenhangs zweier Eigenschaften in einer Population
  • Korresponsivitätsprinzip
    Menschen suchen aufgrund bestimmter Persönlichkeitsmerkmale Situationen auf, in denen diese Merkmale wiederum verstärkt werden
  • Kortex
    Großhirnrinde
  • Kortisol
    Hormon
  • Krankheitsverhalten
    Einnehmen einer Krankenrolle (unabhängig von objektivierbaren Krankheitssymptomen)
  • Kreativität
    Fähigkeit zum divergenten Denken
  • Kreuzkorrelation
    Korrelation zwischen zwei unterschiedlichen Variablen zu unterschiedlichen Zeitpunkten
  • Kriterium
    Variable, auf die sich die Kriteriumsvalidität bezieht
  • Kriteriumsvalidität
    Ausmaß, in dem eine Messung mit einem Kriterium des zu erfassenden Konstrukts korreliert
  • kritisches Lebensereignis
    irreguläres, emotional bedeutsames Ereignis
  • Kultur
    1. menschgemachte Umwelt einer Population 2. Intellekt/Offenheit als Eigenschaft
  • kulturelle Dimension
    Dimension, auf der Kulturen sich in dem Mittelwert ihrer Mitglieder unterscheiden
  • Kurzzeitgedächtnis
    Modellvorstellung, nach der Informationen kurzfristig dort gespeichert werden
  • Laborstudie
    Studie unter künstlich hergestellten Bedingungen
  • Lageorientierung
    individuelle Tendenz, Handlungen zögerlich und unbeständig auszuführen
  • Längsschnittstudie
    mehrfache Erhebungen in größerem Zeitabstand
  • Langzeitgedächtnis
    Modellvorstellung, nach der Informationen langfristig dort gespeichert werden
  • latentes Motiv
    weitgehend unbewusstes Motiv
  • Lebenszufriedenheit
    kognitive Komponente des Wohlbefindens
  • Leistung
    Ergebnis von Handlungen, die nach einem Gütemaßstab bewertet werden (gut/schlecht)
  • Leistungsmotiv
    Motiv, Leistung zu erbringen
  • Leung-Bond-Methode
    faktorenanalytische Technik in kulturvergleichenden Studien, die den Effekt einer Standardisierung innerhalb von Populationen auf die faktorielle Struktur individueller Merkmale prüft
  • lexikalischer Ansatz
    Reduktion der Eigenschaftsworte einer Sprache auf wenige Faktoren
  • Libido
    psychoanalytisch: psychische Energie
  • Logbuch
    Protokoll bestimmter Ereignisse, die sofort nach ihrem Auftreten aufgezeichnet werden
  • Machtmotiv
    Motiv, eigene Interessen auch gegen die Interessen anderer durchzusetzen
  • Mangelbedürfnis
    Istwert weicht im Regelkreismodell der Motivation nur sporadisch vom Sollwert ab
  • manifestes Motiv
    verbalisiertes Motiv
  • MAOA-Gen
    Gen auf dem X-Chromosom, das in der Normalvariante durch das Enzym Monoaminoxidase A Überschüsse an Neurotransmittern reduziert
  • Median-Split
    statistisch: Teilung einer Stichprobe nach der unteren/oberen Hälfte einer Verteilung
  • Mediationsanalyse
    Prüfung, ob die Korrelation zwischen zwei Variablen durch eine dritte Variable (Mediator) vermittelt wird
  • Mediatorvariable
    statistisch: Variable, die den Zusammenhang zweier anderer Variablen (teilweise) erklärt
  • Mehrebenenmodell
    1. Design psychologischer Studien, in denen die Konstrukte auf mehreren Ebenen gemessen werden (z. B. verschiedene Arten von Urteilern) 2. Statistisches Modell für die Analyse hierarchisch geordneter Daten (z. B. Schüler in Klassen)
  • mentale Rotation
    Aufgabe, bei der Bilder dreidimensionaler Gegenstände auf Identität bis auf räumliche Veränderung geprüft werden
  • Metaanalyse
    statistisch: Verfahren, die Ergebnisse verschiedener Studien zum selben Thema zusammenzufassen
  • Mich
    eigene Person als Objekt der eigenen Wahrnehmung
  • Minderungskorrektur
    Korrektur einer Korrelation für die Unreliabilität einer der beiden korrelierten Variablen
  • minimale Anomalie
    unauffällige körperliche Störung, die auf Schwangerschaftsprobleme hinweist
  • Misserfolgsmotiv
    Motiv, Misserfolg zu vermeiden
  • mitochondriale DNS
    genetische Information in den Mitochondrien, die von der mütterlichen Eizelle abstammen
  • Mittelwertsstabilität
    Stabilität von Eigenschaftsmittelwerten, die alterstypische Veränderungen in der Persönlichkeit anzeigen können
  • Moderatorvariable
    statistisch: Variable, die auf die Korrelation zweier anderer Variablen Einfluss nimmt
  • molekulargenetische Persönlichkeitsforschung
    direkte Einflussschätzung der Wirkung bestimmter Allele auf die Persönlichkeit
  • Mongolenfalte
    Falte über dem Augenlid bei mongoliden Populationen
  • Motiv
    Bewertungsdisposition für Handlungsfolgen (Persönlichkeitseigenschaft)
  • Motivation
    aktuelle motivationale Lage oder Prozess der aktuellen Motivierung
  • multiple Korrelation
    statistisch: Maß des linearen Zusammenhangs zwischen einer Variable und mehreren optimal gewichteten Prädiktoren
  • multiple Regression
    statistisch: Vorhersage einer Variable durch mehrere Prädiktoren
  • Multitrait-Multimethod-Matrix
    Interkorrelationen mehrerer Eigenschaften, die jeweils mit mehreren Methoden gemessen wurden
  • Mutation
    zufällige Veränderungen des Genoms
  • Nachahmungslernen
    Lernen durch Imitation des Verhaltens anderer
  • Narzissmus
    Disposition zu Selbstüberschätzung und Überempfindlichkeit gegenüber Kritik
  • narzisstische Persönlichkeitsstörung
    Selbstüberschätzung, mangelnde Empathie
  • natürliche Selektion
    umweltabhängige Senkung der Reproduktionsrate eines Gens oder Genoms
  • natürliches Experiment
    experimentähnliche korrelative Studie, in der die Werte der unabhängigen Variablen vorgefunden und als Konsequenz eines Kausalfaktors interpretiert werden
  • Neuron
    Nervenzelle
  • neuronale Plastizität
    Fähigkeit des Gehirns, sich umweltabhängig zu entwickeln
  • Neurotizismus
    Disposition zu übermäßiger Besorgtheit
  • Neurotransmitter
    Träger der Informationsübertragung zwischen zwei Nervenzellen
  • nichtadditiver genetischer Effekt
    statistische Wechselwirkung zwischen mehreren Genen
  • nichtgeteilte Umwelt
    individuelle Umweltfaktoren, die innerhalb von Personenpaaren (z. B. Geschwistern) variieren
  • nichtgeteilte Umwelteffekte
    Umwelteffekte, die Personenpaare (z. B. Geschwister) unähnlich machen
  • nichtverbale Intelligenz
    Leistung in nichtsprachlichen Intelligenzaufgaben
  • Nominalskala
    Skala, bei der nur die (Un-)Gleichheit von Zahlen psychologisch interpretierbar ist
  • nomologisches Netzwerk
    Interkorrelationen zwischen unterschiedlichen Operationalisierungen desselben Konstrukts
  • nomothetisch
    bezogen auf allgemeine Gesetzmäßigkeiten
  • Noradrenalin
    Neurotransmitter und Hormon
  • Objektbeziehung
    psychoanalytisch: enge Beziehung, v. a. Eltern-Kind- und Partnerbeziehung
  • Objektbeziehungstheorien
    psychoanalytische Ansätze, die Objektbeziehungen betonen
  • Ödipuskomplex
    psychoanalytisch: ungelöster Konflikt des Jungen zwischen Begehren der Mutter und Angst vor Vater
  • Ödipuskonflikt
    psychoanalytisch: Konflikt des Jungen zwischen Begehren der Mutter und Angst vor Vater
  • Offenheit
    Eigenschaft, intellektuell-künstlerisch aufgeschlossen zu sein
  • Ökologie
    nichtkulturelle Umwelt einer Population
  • Ökologischer Fehlschluss
    Fehlschluss von Zusammenhängen auf höherer Ebene auf Zusammenhänge auf unterer Ebene bei hierarchisch geordneten Daten (z. B. Menschen in Kulturen)
  • Online Dating
    Partnersuche im Internet
  • operantes Konditionieren
    Lernen durch Verstärkung
  • Operationalisierung
    Angabe eines Messverfahrens für ein Konstrukt
  • orale Phase
    psychoanalytisch: Entwicklungsphase mit Mund als primärer erogener Zone
  • orthogonale Faktoren
    statistisch: unkorrelierte Faktoren
  • Östradiol
    primär weibliches Geschlechtshormon
  • Östrogene
    primär weibliche Geschlechtshormone (Sammelbegriff )
  • Out-of-Africa-Hypothese
    Hypothese, dass alle heutigen Menschen von einer in Südostafrika lebenden Population von Homo sapiens sapiens abstammen
  • Oxytocin
    Hormon
  • Paradigma
    theoretischer Ansatz und seine Methodik
  • Paralleltestreliabilität
    Korrelation einer Skala mit einem Paralleltest
  • Paralleltests
    Tests, deren Korrelation so hoch ist wie ihre mittlere Reliabilität
  • paranoide Persönlichkeitsstörung
    Misstrauen und Argwohn gegenüber anderen
  • Partnereffekt
    Parameter im Modell von Kenny, der beschreibt, welches Verhalten eine Person bei anderen hervorruft
  • Partnerschaftsstabilität
    Dauer einer Partnerschaft (Ehe) bis zur Trennung
  • Partnerschaftszufriedenheit
    Zufriedenheit mit einer Partnerschaft (Ehe)
  • passive Genom-Umwelt-Kovarianz
    Ähnlichkeit zwischen Genom und Umwelt, die durch genetisch Verwandte der Person hervorgerufen wird
  • Personalauswahl
    arbeitsbezogene Auswahl von Personen
  • Personalentwicklung
    Fortbildung durch Betrieb oder Organisation
  • persönliche Umwelt
    die gesamte Situationsexposition einer Person
  • persönliches Ziel
    bewusst repräsentiertes, individuell für wichtig gehaltenes längerfristiges Ziel
  • Persönlichkeit
    Gesamtheit aller Persönlichkeitseigenschaften einer Person
  • Persönlichkeitsdisposition
    Disposition, in der sich Menschen unterscheiden
  • Persönlichkeitseigenschaft
    überdauerndes Merkmal, in dem sich Menschen unterscheiden
  • Persönlichkeitsentwicklung
    langfristige Veränderung der Persönlichkeit
  • Persönlichkeitsfaktor
    durch Faktorenanalyse bestimmter Faktor von Eigenschaftsmessungen
  • Persönlichkeitsinventar
    diagnostisches Instrument, das aus mehreren Persönlichkeitsskalen besteht
  • Persönlichkeitsprototyp
    Persönlichkeitstyp, repräsentiert durch eine typische fiktive Person
  • Persönlichkeitspsychologie
    empirische Wissenschaft der Persönlichkeit
  • Persönlichkeitsskala
    mehrere Items, die dieselbe Eigenschaft messen sollen
  • Persönlichkeitsstörung
    tiefgreifendes, stabiles, pathologisches Persönlichkeitsmuster
  • Persönlichkeitstyp
    Gruppe ähnlicher Personen
  • Pfadanalyse
    statistisch: Verfahren der Kausalanalyse auf der Grundlage von Korrelationen
  • Pfadkoeffizient
    statistisch: Maß der Einflussstärke eines Prädiktors auf eine Variable bei Kontrolle aller anderen berücksichtigten Prädiktoren
  • phallische Phase
    psychoanalytisch: Entwicklungsphase mit Phallus als primärer erogener Zone
  • Phallometrie
    physiologische Messung des Penisumfangs als Maß der sexuellen Erregung des Mannes
  • Phenylketonurie
    genetisch bedingte Stoffwechselstörung, die unbehandelt die Intelligenz beeinträchtigt
  • physische Attraktivität
    Schönheit
  • physisches Merkmal
    körperliches Merkmal als Teil der Persönlichkeit
  • Piepsertechnik
    Protokoll bestimmter Ereignisse zu vorbestimmten Zeitpunkten, die durch einen Piepston signalisiert werden
  • Polyandrie
    Familienform, bei der eine Frau mehrere Ehemänner hat
  • Polygynie
    Familienform, bei der ein Mann mehrere Ehefrauen hat
  • Population
    geographisch-historisch eingegrenzte Gruppe von Menschen
  • Populationsgenetik
    Genetik der interindividuellen Unterschiede in einer Population auf der Basis indirekter Einflussschätzungen
  • potentielle Unterstützung
    subjektive Überzeugung, Unterstützung zu finden, wenn es nötig ist
  • prädiktive Validität
    Ausmaß, in dem eine Messung ein späteres Kriterium vorhersagt
  • Prävalenz
    relative Häufigkeit einer Diagnose
  • Priming
    Technik zur Messung impliziter Einstellungen
  • problemorientierte Bewältigung
    Veränderung belastender Situationen durch eigenes Handeln
  • Progesteron
    primär weibliches Geschlechtshormon
  • projektiver Test
    Motivdiagnostik durch freie Beschreibung mehrdeutiger Bilder
  • protektive Selbstdarstellung/Selbstüberwachung
    Selbstdarstellung/Selbstüberwachung mit dem Ziel, negative Bewertung durch andere zu vermeiden
  • proximale Variable
    unmittelbar wirkender Einfluss
  • proximate Erklärung
    Erklärung durch einen individuellen biologischen oder psychologischen Mechanismus
  • Prozess der gegenseitigen Nötigung
    Eskalation aggressiven Verhaltens durch Aggression-Gegenaggression
  • Psycho(neuro)endokrinologie
    Wissenschaft vom (neuronal vermittelten) Zusammenhang zwischen Erleben und Verhalten einerseits und Hormonen andererseits
  • Psycho(neuro)immunologie
    Wissenschaft vom (neuronal vermittelten) Zusammenhang zwischen Erleben und Verhalten einerseits und der Aktivität des Immunsystems andererseits
  • Psychoanalyse
    Paradigma der Psychologie, das von einer unbewussten Verarbeitung psychischer Energie ausgeht
  • Psychographie
    nach William Stern: Beschreibung vieler Eigenschaften bei einer Person
  • psychologisches Geschlecht
    psychologisch definiertes Geschlecht
  • Q-Faktorenanalyse
    statistisch: Faktorenanalyse von Profilen
  • Q-Sort
    Beurteilung, wie gut vorgegebene Eigenschaften eine Person charakterisieren
  • QTL
    genetischer Marker für eine Eigenschaft
  • Quartil
    statistisch: Viertel einer Verteilung
  • Querschnittstudie
    Studie an mehreren Variablen zum gleichen Zeitpunkt
  • radikaler Relativismus
    Annahme, dass psychologische Konstrukte nicht zwischen Populationen vergleichbar sind
  • Rangordnungsskala
    Skala, bei der nur Rangplätze von Zahlen psychologisch interpretierbar sind
  • Rangordnungsstabilität
    Stabilität der interindividuellen Unterschiede in einer Persönlichkeitseigenschaft (s. Stabilität einer Eigenschaft)
  • Rasse
    durch genetisch bedingte körperliche Oberflächenmerkmale wie Hautfarbe und Gestalt definierte Population
  • Rassismus
    Herabwürdigung anderer Rassen, beruhend auf Stereotypisierung ihrer Verschiedenheit von der eigenen Rasse
  • Rationalskala
    Skala, bei der Quotienten von Zahlen psychologisch interpretierbar sind, hat wohldefinierten Nullpunkt
  • räumliche Visualisierung
    Fähigkeit, Bilder zu erkennen, die in anderen Bildern enthalten sind
  • räumliche Wahrnehmung
    Fähigkeit zur räumlichen Wahrnehmung unabhängig von der eigenen Position im Raum
  • Reaktionshierarchie
    individuelle Rangordnung von Reaktionen in einer bestimmten Situation
  • reaktive Genom-Umwelt-Kovarianz
    Ähnlichkeit zwischen Genom und Umwelt, die durch Interaktionspartner der Person hervorgerufen wird
  • reflektive Informationsverarbeitung
    teilweise bewusst repräsentierte Verarbeitung von Information
  • Regression
    1. psychoanalytisch: Rückfall auf frühere Stufe der Triebdynamik 2. statistisch: Vorhersage einer Variable durch einen Prädiktor
  • Reliabilität
    Zuverlässigkeit einer Messung
  • Represser
    Person mit Neigung zur Angstverdrängung
  • resilienter Persönlichkeitstyp
    Persönlichkeitstyp, der durch hohe Resilienz charakterisiert ist
  • Resilienz
    Disposition zur flexiblen, situationsangemessenen Kontrolle eigener Gefühle und Handlungsimpulse
  • Retestreliabilität
    kurzfristige Stabilität einer Messung
  • S-R-Inventar
    Fragebogen aus Items, in denen Situationen und Reaktionen für dieselbe Eigenschaft systematisch variieren
  • säkularer Trend
    historischer Wandel im Mittelwert oder in der Varianz von Eigenschaften
  • schizoide Persönlichkeitsstörung
    Distanziertheit in sozialen Beziehungen und eingeschränkter emotionaler Ausdruck
  • Schüchternheit
    Gehemmtheit in sozialen Situationen
  • schwache Einstellung
    Einstellung mit langer Reaktionszeit in Einstellungsmessung
  • Sedimentationshypothese
    Annahme, dass alle wichtigen Persönlichkeitseigenschaften umgangssprachlich durch Eigenschaftsworte repräsentiert sind
  • Selbst
    eigene Person
  • Selbstaufmerksamkeit
    Aufmerksamkeitszuwendung zur eigenen Person oder zum Eindruck anderer über einen selbst
  • Selbstbewusstheit
    Disposition zur Selbstaufmerksamkeit
  • Selbstdarstellung
    Versuch, den Eindruck anderer über einen selbst durch eigenes Verhalten zu beeinflussen
  • Selbstkonzept
    Bild von der eigenen Person
  • Selbstüberschätzung
    Überschätzung sozial erwünschter und Unterschätzung sozial unerwünschter eigener Eigenschaften
  • Selbstüberwachung
    Tendenz, die eigene Selbstdarstellung bewusst zu kontrollieren
  • Selbstwert(gefühl)
    Bewertung der eigenen Person
  • selbstwertdienliche Verzerrung
    Tendenz, sich selbst oder die Umwelt so wahrzunehmen, dass dies den Selbstwert stärkt
  • Selbstwirksamkeit
    subjektive Kompetenzerwartung
  • Selektive Partnerwahl
    Partnersuchende halten aktiv nach Partnern Ausschau, die ihnen ähnlich sind; das kann zu einer Verzerrung von Heritabilitätsschätzungen führen
  • selektive Platzierung
    nicht zufällige Zuordnung von Adoptivkindern zu ihren Adoptiveltern, kann zu einer Ähnlichkeit von biologischen und Adoptiveltern führen
  • Serotonin
    Neurotransmitter
  • Setting
    personunabhängige Situationsdefinition
  • sexuelle Orientierung
    Disposition, durch Menschen eines bestimmten Geschlechts sexuell erregt zu werden
  • sexuelle Rekombination
    zufällige Kombination der Allele von Mutter und Vater während der Meiose
  • Situationsexposition
    Häufigkeit/Dauer, mit der eine Person bestimmten Situationen ausgesetzt ist
  • Situationshierarchie
    individuelle Rangordnung von Situationen für ein bestimmtes Verhalten
  • Skala
    1. Persönlichkeitsskala 2. Antwortskala
  • SNP
    Baustein der DNS (Basenpaar), das zwischen Mitgliedern derselben biologischen Art variiert (z. B. zwischen Menschen)
  • SOK-Modell
    Entwicklungsmodell beruhend auf selektiver Optimierung und Kompensation
  • soziale Beziehung
    Merkmal einer Dyade, bestehend aus Interaktionsmuster und Beziehungsschemata der beiden Bezugspersonen
  • soziale Handlungskompetenz
    Geschick im Umgang mit anderen
  • soziale Homogamie
    Partnersuchende finden einander, weil sie sich in derselben sozialen Umwelt (soziale Schicht, Bildungsniveau, Milieu) aufhalten
  • soziale Intelligenz
    soziale Kompetenz
  • soziale Interaktion
    Wechselwirkung zwischen den Reaktionen zweier Personen in derselben Situation
  • soziale Kompetenz
    Durchsetzungs- und Beziehungsfähigkeit
  • soziale Sensitivität
    Einfühlungsvermögen in andere
  • soziale Unterstützung
    erhaltene, erfahrene oder potentielle Unterstützung
  • sozialer Vergleich
    Vergleich der eigenen Person mit einer Bezugsgruppe
  • Soziales Investitionsprinzip
    Interindividuelle Unterschiede in der alterstypischen Entwicklung entstehen durch differentielle Investition in altersabhängige soziale Rollen (z. B. erste Partnerschaft)
  • soziales Netzwerk
    die wechselseitigen Beziehungen vieler Personen
  • Soziobiologie
    Paradigma der Biologie, das nach evolutionären Wurzeln sozialen Verhaltens sucht
  • Soziometrie
    Erhebung der sozialen Beziehungen in einer Gruppe durch positive oder negative Wahlen
  • sozioökonomischer Status
    Eigenschaft der Familie, bestimmt durch Ausbildungsniveau, Berufsprestige und Einkommen der Eltern
  • Soziosexualität
    Tendenz zu Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern
  • Spearman-Brown-Formel
    Formel, die die Reliabilität einer aggregierten Messung vorhersagt
  • Speed Dating
    strukturierte Partnersuche mittels kurzer, direkt aufeinander folgender Interaktionen mit vielen potentiellen Partnern
  • SRY-Gen
    geschlechtsdeterminierendes Gen
  • Stabilität einer Eigenschaft
    zeitliche Konstanz der z-Werte der Eigenschaftsmessung, erfasst durch Korrelation
  • Stabilität eines Eigenschaftsprofils
    zeitliche Konstanz der Form eines Eigenschaftsprofils, erfasst durch Korrelation
  • Standardabweichung
    statistisch: Maß der Variabilität von Messungen (Wurzel aus Varianz)
  • starke Einstellung
    Einstellung mit kurzer Reaktionszeit in Einstellungsmessung
  • statistische Interaktion
    nichtadditive Wirkung zweier Variablen auf eine dritte
  • Strukturelle Stabilität
    Stabilität der Konstruktvalidität einer Persönlichkeitseigenschaft, ermittelt über die Stabilität der Faktorenstruktur bzw. der Interkorrelation zwischen Items oder Untertests
  • symbolischer Interaktionismus
    Annahme, dass das Selbstkonzept durch die Meinung wichtiger Bezugspersonen über einen selbst geprägt wird
  • T-Helferzelle
    Lymphozyt des erworbenen Immunsystems
  • T-Killerzelle
    Lymphozyt des erworbenen Immunsystems
  • TAT
    Thematischer Apperzeptionstest, ein spezieller projektiver Test
  • Temperament
    Persönlichkeitsbereich, der sich auf das „Wie“ des Verhaltens bezieht
  • Tendenz zu sozial erwünschten Antworten
    interindividuell variierende Tendenz zu sozial erwünschten Antworten in Fragebögen
  • Terzil
    statistisch: Drittel einer Verteilung
  • Testosteron
    primär männliches Geschlechtshormon
  • transsituative Konsistenz
    Korrelation einer Eigenschaftsmessung zwischen Situationen
  • Trennschärfe
    Korrelation zwischen einem Item und dem Rest der Skala
  • Typ-A-Bindung
    vermeidender Bindungsstil
  • Typ-B-Bindung
    sicherer Bindungsstil
  • Typ-C-Bindung
    ängstlich-ambivalenter Bindungsstil
  • Typ-D-Bindung
    desorganisiert-desorientierter Bindungsstil
  • Über-Ich
    psychoanalytisch: internalisierte kulturelle Normen
  • überkontrollierter Persönlichkeitstyp
    Persönlichkeitstyp, der durch übermäßige Emotions- und Motivationskontrolle charakterisiert ist
  • ultimate Erklärung
    Erklärung durch Reproduktionsvorteile in der evolutionären Vergangenheit
  • Umwelt
    Gesamtheit aller externen Einflüsse auf eine Person bzw. ihr Genom
  • Umweltdetermination
    Annahme, dass Menschen Opfer ihrer Umwelt sind
  • unabhängiges Selbstkonzept
    Selbstkonzept bei Individualismus
  • Ungeselligkeit
    Gegenteil von Geselligkeit
  • Universalismus
    Annahme, dass psychologische Konstrukte vergleichbar zwischen Populationen sind und ihre Operationalisierung und Interpretation kulturunabhängig erfolgen kann
  • unterkontrollierter Persönlichkeitstyp
    Persönlichkeitstyp, der durch mangelnde Emotions- und Motivationskontrolle charakterisiert ist
  • Validität
    Gültigkeit einer Messung
  • Varianz
    statistisch: Maß der Variabilität von Messungen (Quadrat der Standardabweichung)
  • Variationsforschung
    nach William Stern: Beschreibung der Verteilung einer Eigenschaft in einer Population
  • verbale Intelligenz
    Leistung in sprachlichen Intelligenzaufgaben
  • Verhaltensaktivierungssystem
    System nach Gray, das die Reaktion auf konditionierte Belohnungsreize organisiert
  • Verhaltensgenetik
    Populationsgenetik des Verhaltens
  • Verhaltenshemmungssystem
    System nach Gray, das die Reaktion auf Neuigkeit und konditionierte Bestrafungsreize organisiert
  • vernetztes Selbstkonzept
    Selbstkonzept bei Kollektivismus
  • Verteilung
    statistisch: Häufigkeiten der Werte einer Variable
  • Verträglichkeit
    Disposition, freundlich zu sein
  • videounterstütztes Erinnern
    Erfragen interner Zustände in einer Situation bei Zeigen eines Videos der Situation
  • virtuelle Welt
    Psychologie: simulierte Welt mit Agenten, die teilweise autonom sind
  • vorbewusst
    psychoanalytisch: psychischer Inhalt, der bewusst gemacht werden kann
  • Wachstumsbedürfnis
    Sollwert chronisch höher als Istwerte in Regelkreismodell der Motivation
  • wahrer Wert
    Wert auf Konstruktebene
  • Werthaltung
    Art der Bewertung übergeordneter Ziele oder Handlungen zur Erreichung von Zielen
  • Wohlbefinden
    subjektiver Aspekt der psychischen Gesundheit
  • z-Transformation
    statistisch: Verfahren, das Messwerte in z-Werte umwandelt (standardisiert)
  • z-Wert
    statistisch: standardisierte Werte (Mittelwert 0, Standardabweichung 1)
  • zentrales Nervensystem
    Teil des Nervensystems, bestehend aus Gehirn und Rückenmark
  • Zirkumplexmodell
    zweidimensionales Kreismodell für Persönlichkeitsdimensionen, deren Korrelation durch einen Winkel zueinander repräsentiert ist
  • zwanghafte Persönlichkeitsstörung
    ständige Beschäftigung mit Ordnung, Perfektion und Kontrolle
  • zweieiige Zwillinge
    Zwillinge, die unterschiedlichen Eizellen entstammen
  • Zwillingsmethode
    indirekte Einflussschätzung durch den Vergleich von ein- und zweieiigen Zwillingen