Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • Adaptive Strategieselektion
    Wenn Entscheidungsstrategien in Abhängigkeit von den Merkmalen der Situation so ausgewählt werden, dass der kognitive Aufwand minimiert und die Entscheidungsqualität maximiert wird.
  • Adaptive/heuristische Werkzeugkiste
    Bezeichnet ist ein von Gerd Gigerenzer geprägtes Konzept, nach dem Menschen über eine Reihe von Heuristiken verfügen, die ihnen die Anpassung an verschiedene Urteils-, Entscheidungs- und Problemlösesituationen erlauben.
  • Affect-Infusion-Model
    Das Affect-Infusion-Model von Joseph Forgas bietet eine integrative theoretische Perspektive, in der die Effekte von positivem und negativem Affekt in Abhängigkeit von Motiven, bzw. den jeweils verfolgten Zielen, thematisiert wird.
  • Affekt
    Siehe „Gefühl“
  • Affektheuristik
    Bei bestimmten Entscheidungsstrategien, wie der Affektheuristik, folgt die Entscheidung in erster Linie den Gefühlen, die angesichts der Optionen in der Person entstehen.
  • Aha-Erlebnis
    Ein starkes subjektives Erlebnis von plötzlichem Verstehen eines Phänomens.
  • Allais-Paradox
    Maurice Allais verglich zwei strukturidentische Lotteriewahlaufgaben. In der ersten Aufgabe (Wahl zwischen A und B) führte eine Option (A) zu sicheren Konsequenzen, während bei der zweiten (A’und B’) immer riskante Konsequenzen vorlagen - Menschen präferieren bei der ersten Aufgabe eher die sichere Option A, bei der zweiten jedoch eher B’.
  • Analoges Problemlösen
    Das Nutzen von Erfahrungen durch übertragen der Prinzipien aus einem Bereich (Quelldomäne) auf einen anderen Bereich (Zieldomäne).
  • Analytische vs. nichtanalytische Entscheidungsstrategien
    Von einer analytischen Entscheidungsstrategie spricht man, wenn die Person ihre Entscheidung auf der Basis der Bewertung der Konsequenzen der Optionen trifft (z.B. lexikografische Regel). Bei nichtanalytischen Entscheidungsstrategieen wird die Entscheidung auf der Basis anderer Variablen gefällt, die in keinem direkten Zusammenhang mit den Konsequenzen der Optionen stehen (z.B. Münzwurf, Rat des Experten folgen, seinem Gefühl folgen etc.).
  • Antizipierte Emotion
    Aus Erfahrung wissen wir, dass bestimmte Konsequenzen zu bestimmten Emotionen führen können. Diese kognitiv repräsentierten Emotionen können dann als Kriterien bei der Entscheidung berücksichtigt werden. Bei der Antizipation von Gefühlen neigen Menschen dazu, deren Stärke zu unter- und deren Dauer zu überschätzen.
  • Assimilation
    Die Anpassung eines Urteils an einen (Vergleichs-)Standard.
  • Aufmerksamkeit
    Die menschliche Informationsverarbeitungskapazität ist begrenzt. Es muss eine Auswahl an Informationen für die weitere Verarbeitung getroffen werden. Für diese selektive Orientierung ist Aufmerksamkeit notwendig.
  • Axiome rationalen Entscheidens
    Die Nutzentheorie wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts axiomatisiert, d.h., ihre Grundannahmen wurden präzise herausgearbeitet und die Prinzipien rationalen Entscheidens genau definiert.
  • Barriere
    Verhindert die unmittelbare Überführung eines Ausgangs- in den Zielzustand; unterschieden werden Interpolations-, Synthese- und dialektische Barrieren.
  • Basisrate
    Bei der Basisrate handelt es sich um die absolute Häufigkeit, mit der ein bestimmtes Ereignis eintritt oder mit der ein bestimmtes Merkmal in einer Population vorliegt.
  • Bedauern
    Diese Emotion entsteht, wenn die gewählte Option zu einem schlechteren Ergebnis führt, als die nicht gewählte. Die Antizipation dieser Emotion und der Wunsch nach deren Vermeidung ist von großer Bedeutung beim Entscheiden.
  • Begrenzte Rationalität
    Ein von Herbert Simon eingeführtes Modell menschlichen Entscheidens. Demnach befördert eine Reihe von Mechanismen (z.B. Entscheidungsstrategien, Person- und Umweltfaktoren) eine zufriedenstellende Balance zwischen Aufwand und Entscheidungsgüte - trotz der kognitiven Begrenzungen, denen das Denken unterliegt.
  • Beschreibungsbasierte Entscheidungen
    Entscheidungen können auf der Basis von Beschreibungen der Konsequenzen oder aufgrund erfahrungsbasierten Wissens gefällt werden. In der Forschung werden häufig beschreibungsbasierte Entscheidungen untersucht, während unsere Alltagsentscheidungen häufig erfahrungsbasiert sind.
  • Besitztumseffekte
    Bezeichnen das Phänomen, dass allein der Besitz eines Objektes zu dessen Aufwertung beim Besitzer führt.
  • Bestätigungstendenz
    Zur Bestätigungstendenz kommt es, wenn Personen vor ihren Urteilen oder Entscheidungen überproportional solche Informationen suchen, die ihren Erwartungen oder Hypothesen entsprechen.
  • Bias
    Systematisch fehlerhafte Urteilstendenz.
  • Bildgebende Verfahren
    Strukturelle und funktionelle (Positronenemissionstomografie, PET; funktionelle Magnetresonanztomografie, fMRT) Verfahren, mit denen neuronale Aktivitäten kognitiven Prozessen zugeordnet werden.
  • Blickbewegungsmessung
    Die Analyse von Blickbewegungen (Sakkaden und Fixationen) erlaubt eine direkte, prozessbegleitende Erfassung des Problemlöseverhaltens.
  • Blickregistrierung
    Forschungsmethode der Prozessverfolgung. Mithilfe einer computergesteuerten Videoapparatur werden entscheidungsrelevante Informationen am Monitor dargeboten und Augenposition und Augenbewegung des Entscheiders bei der Informationssuche aufgezeichnet.
  • Bottom-up-Prozesse
    Vom Stimulusinput her beeinflusste Informationsverarbeitung.
  • Bounded Rationality
    Siehe „Begrenzte Rationalität“.
  • Certainty Effekt
    Phänomen, dass Personen dazu tendieren, eine Option mit sicherem Gewinn über eine Option mit riskantem oder unsicherem Gewinn zu präferieren, selbst wenn die risikoreiche Option einen höheren erwarteten Wert hat.
  • Computersimulierte Szenarien
    Erzeugung realistischer Simulationsumgebungen mit Vernetztheit und Dynamik, mit denen Versuchspersonen steuernd umzugehen haben.
  • Confirmation Bias
    Siehe „Bestätigungsfehler“
  • Deduktives Urteilen
    Hier wird von allgemeinen Prinzipien auf das Vorliegen spezifischer Merkmale geschlossen (z.B. vom Wissen um die mangelnde Glaubwürdigkeit einer Person auf den Wahrheitswert einer ihrer Aussagen).
  • Denken
    Kognitive Aktivität von Menschen mit induktiven, schlussfolgernden, problemlösenden, kreativen und urteilenden Schwerpunkten.
  • Deskriptive Theorien
    Deskriptive Theorien haben den Anspruch, Urteilen, Entscheiden oder Problemlösen zu erklären oder vorherzusagen.
  • Dissonanztheorie
    Eine Konsistenztheorie, die Leon Festinger formulierte. Nach der Dissonanztheorie erzeugen widersprüchliche oder unvereinbare Kognitionen in der Person einen motivationalen Spannungszustand (Dissonanz), der auf Reduktion drängt. Durch Addition, Subtraktion oder Veränderung von Kognitionen kann dieser Zustand reduziert und kognitive Konsonanz hergestellt werden.
  • Distinktheit
    Stellt eine der Dimensionen dar, nach denen Menschen Informationen berücksichtigen, wenn sie z.B. ein Urteil über einen Kausalzusammenhang treffen sollen. Die Dimension Distinktheit beschreibt die Berücksichtigung der Besonderheit einer Situationen für das Urteil.
  • Dynamik
    Dynamik im Sinne der möglichen Veränderung einer gegebenen Situation über die Zeit hinweg; zwingt den Problemlöser dazu, mögliche Veränderungen der gegebenen Situation zu bedenken und Prognosen über zukünftige Situationsentwicklungen zu machen.
  • Effektgesetz
    Wurde von Edward Thorndike beschrieben. Wenn eine Reaktion in einer bestimmten Reizsituation unmittelbar zu befriedigenden Konsequenzen führt, dann erhöht sich gemäß dem Effektgesetz die Auftretenswahrscheinlichkeit dieser Reaktion, wenn der Organismus wieder auf dieselbe Reizsituation trifft.
  • Einsicht
    Die plötzlich und unerwartet im Bewusstsein auftauchende Lösung eines lange ungelöst gebliebenen Problems.
  • Einstellung
    Bewertung eines Einstellungsobjekts (z.B. einer Person oder einer Partei) auf der Dimension positiv–negativ.
  • Elementare Informationsprozesse
    Beschreiben die kognitiven Bausteine von Entscheidungsregeln (z.B. zwei Werte vergleichen, zwei Werte addieren etc.). Über die Anzahl wird der kognitive Aufwand einer Entscheidungsstrategie abgeleitet.
  • Elimination by Aspects
    Analytische, nonkompensatorische Entscheidungsstrategie, die die Werte der Konsequenzen mit einem Kriterium vergleicht. Wird das Kriterium nicht erreicht, wird die entsprechende Option ausgeschlossen und der Vergleich auf dem nächsten Kriterium fortgesetzt. Gewählt wird schließlich die Option, die als einzige den Ausschlussprozess besteht.
  • Embodiment
    Perspektive, welche die Tatsache betont, dass Menschen nicht nur abstrakte Informationsverarbeiter sind, sondern in einem Körper leben, der mit einer konkreten, komplexen und dynamischen Umwelt interagiert. Von daher werden sensorische und motorische Systeme für das Verständnis von menschlichen Handlungen als äußerst relevant betrachtet.
  • Emotion
    Emotionen sind dynamische Prozesse, die von konkreten Ereignissen ausgelöst werden. Sie sind gekennzeichnet durch eine Reaktionstriade bestehend aus Veränderungen auf der neurophysiologischen, der Gefühls- (Affekt-) und der Verhaltensebene.
  • Endowment-Effekt
    Siehe „Besitztumseffekte“.
  • Entscheiden
    Entscheiden ist der Prozess des Wählens zwischen mindestens zwei Optionen, mit dem Ziel, erwünschte Konsequenzen zu erreichen und unerwünschte Konsequenzen zu vermeiden.
  • Entscheidungsbaum
    Grafische Hilfe zur Veranschaulichung der Struktur von Entscheidungssituationen, ihren Elemente und deren Relationen.
  • Entscheidungsstrategien, analytische, nichtanalytische
    Regeln der Informationssuche und des Entscheidens, von denen angenommen wird, dass sie Menschen tatsächlich verwenden, z.B. lexikografische Regel.
  • Enttäuschung
    Diese Emotion entsteht, wenn die gewählte Option zu schlechteren Ergebnissen führt, als die Person erwartet hatte. Die Antizipation dieser Emotion und der Wunsch nach deren Vermeidung ist von großer Bedeutung beim Entscheiden.
  • Epiphänomen
    Eine Erscheinung, die zusammen mit anderen in bestimmten Kontexten auftritt, aber selbst darin keine weitere Wirkung entfaltet. Die klassische rationalistische Perspektive der Entscheidungsforschung versteht Gefühle als ein Epiphänomen der kognitiven Bewertung.
  • Equal Weight Rule
    Analytische, kompensatorische Entscheidungsstrategie die die Werte der Konsequenzen innerhalb der Option aufsummiert, ohne sie zu gewichten. Die Alternative mit dem höchsten Summenwert wird gewählt.
  • Erfahrungsbasierte Entscheidungen
    Entscheidungen können auf der Basis von Beschreibungen der Konsequenzen oder aufgrund erfahrungsbasiertem Wissens gefällt werden. In der Forschung werden häufig beschreibungsbasierte Entscheidungen untersucht, während unsere Alltagsentscheidungen häufig erfahrungsbasiert sind.
  • Erwartungswert
    Ergibt sich aus der Summe (Σ) der Werte (v, „value“) der Konsequenzen (i) die mit ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit (p, „probability“) gewichtet werden.
  • Expected Value
    Siehe „Erwartungswert“.
  • Experimenteraum
    Enthält Zustände des Problemraums, die durch Operatorenanwendung erzeugt werden.
  • Expertise
    Die Leistung in einer spezifischen Domäne, die auf Erfahrung zurückgeht.
  • Eye Tracking
    Siehe „Blickregistrierung“.
  • Feedback
    Feedback ist ein Begriff aus der Systemtheorie, der sich auf Rückkoppelungsprozesse bezieht. Die erfahrenen Konsequenzen von Handlungen, nach deren Ausführung, sind eine wichtige Form des Feedbacks.
  • Feedbackumwelten, freundlich vs. gefährlich
    Liefern unzuverlässiges, mehrdeutiges, unzuverlässiges, falsches oder gar kein Feedback (gefährlich) bzw. liefern regelmäßig Feedback, das eindeutig und zuverlässig ist (freundlich).
  • Feeling of Knowing
    Als Feeling of Knowing werden Urteile über die Wahrscheinlichkeit bezeichnet, mit der man selber Wissensfragen beatnworten kann. Es zeigt sich, dass diese oft weniger mit der tatsächlichen Wahrscheinlichkeit zu tun haben als mit der objektiven Schwierigkeit der Fragen.
  • Fluency
    Unter Fluency versteht man die Leichtigkeit und Ungestörtheit bzw. Flüssigkeit, mit der kognitive Prozesse erlebt werden.
  • Framing
    Art der Darstellung der Konsequenzen von Optionen, z. B. durch sprachliche Mittel. Verändert sich das Framing sollten sich die Werte und Wahrscheinlichkeiten der Konsequenzen dabei nicht verändern.
  • Framing-Effekt
    Präferenzumkehr in Abhängigkeit des Framings, z.B. Darstellung der Konsequenzen als Gewinne versus Verluste.
  • Gambling Paradigm
    Siehe „Lotterieparadigma“.
  • Gefühl
    Bezeichnet im Kontext der Entscheidung die Reaktion auf einen Stimulus, die als mehr oder minder angenehme (positive) oder unangenehme (negative) Empfindung von der Person erlebt wird. Gefühle sind ein Teil des emotionalen Erlebens.
  • Gewichtungsfunktion
    Psychophysikalische Funktion der Prospect Theory. Sie stellt dar, wie objektive Wahrscheinlichkeiten subjektiv wahrgenommen werden.
  • Handlung
    Handlungen beruhen auf Intentionen, setzen freie Entscheidungen voraus und müssen verantwortet werden.
  • Hautleitwert
    Ein peripherphysiologischer Indikator für emotionale Erregung.
  • Heuristiken
    Faustregeln zum Urteilen und Entscheiden unter Unsicherheit. Sie sind vereinfachend, kapazitätssparend und hinreichend genau, können aber auch zu systematischen Fehlern führen.
  • Hypothesenraum
    Enthält die über einen Problemraum generierten Hypothesen.
  • Hypothesentheorie
    Nach der Hypothesentheorie der sozialen Wahrnehmung beginnt jeder soziale Urteilsprozess mit einer Hypothese. Wie sehr die Wahrnehmung von der ausgewählten Erwartungshypothese beeinflusst wird, hängt von ihrer Verfügbarkeit und Stärke ab. Das Ziel eines Wahrnehmungsvorgangs besteht in der Regel darin, eine Hypothese zu bestätigen.
  • Illusorische Korrelation
    Wenn eine subjektive Beziehung (z.B. der wahrgenommene Zusammenhang zwischen zwei Variablen) systematisch von einer objektiven Beziehung abweicht.
  • Induktives Urteilen
    Hier wird vom Konkreten und Besonderen auf das Allgemeine und Abstrakte geschlossen (z.B. vom Beobachten bestimmter Leistungen auf die Intelligenz einer Person).
  • Information
    In der Informationstheorie der von der Bedeutung unabhängige Gehalt einer Nachricht.
  • Informationsverarbeitende Modelle
    Hier geht es um die häufig vorgenommene Unterteilung in verschiedene Verarbeitungsstufen, die sich auf eine zeitliche geordnete Abfolge von Ereignissen bezieht. Auf jeder dieser Stufen werden dann spezifische Operationen durchgeführt und die so veränderten Informationen an die nächste Stufe weitergeleitet.
  • Input-Output Modelle
    Siehe „Strukturmodelle“.
  • Intentionalität
    Die Absichtlichkeit menschlicher Handlungen, das Bindeglied zwischen Wunsch und Tun.
  • Intransitivität
    Merkmal einer inkonsistenten Präferenzordnung, z.B. wenn Option A über B, B über C, aber C über A präferiert wird (im gegenteiligen Fall würde A über C präferiert).
  • Intransparenz
    Intransparenz im Sinne fehlender Informationen über die Problemlage macht ein komplexes Problem zu einer Entscheidungssituation unter Unsicherheit und zwingt den Problemlöser, Informationen in der richtigen Menge und Qualität zu beschaffen.
  • Intuition
    Aus der Lernperspektive wird Intuition als ein Denkprozess definiert, dessen Input hauptsächlich aus implizitem Wissen besteht, das durch verschiedene Mechanismen assoziativen Lernens im Langzeitgedächtnis abgespeichert wurde. Intuition äußert sich in einem spontanen Gefühl (beispielsweise auf der Dimension angenehm–unangenehm oder häufig–selten), das als eine Basis für intuitive Urteile und Entscheidungen dienen kann.
  • Iowa-Kartenwahl-Aufgabe
    Forschungsmethode, bei der Probanden sich wiederholt zwischen Typen von Lotterien (präsentiert als Kartenstapel) entscheiden müssen und unmittelbar nach jeder Wahl (Zug einer Karte von einem bestimmten Stapel) Rückmeldung über Gewinne bzw. Verluste erhalten.
  • Isomorphe Modelle
    Siehe „Prozessmodelle“.
  • Kategorien
    Menschen strukturieren die Wahrnehmung ihrer Umwelt mithilfe von Kategorien. Beispiele hierfür sind Schemata und Stereotypen.
  • Kausalattributionen
    Kausalattributionen bezeichnen das Ergebnis eines Prozesses, bei dem das eigene Verhalten oder das Verhalten anderer Personen auf innere oder äußere Bedingungen bzw. Ursachen bezogen wird.
  • Kognition
    Die Gesamtheit aller Funktionen und Prozesse, die mit der Aufnahme, Speicherung und Wiederverarbeitung von Informationen zu tun haben.
  • Kognitive Belastung
    Steigt bei Problemen infolge selektiver Aufmerksamkeit bzw. aufgrund der beschränkten Verarbeitungskapazität an und kann bei Überlastung zu Störungen führen.
  • Kognitive Ökonomie
    Das Bestreben, mit minimalem Mitteleinsatz maximalen Effekt zu bewirken.
  • Kognitive Täuschung
    Systematischer Fehler des Urteilens, Denkens oder des Gedächtnisses. Der Begriff bezieht sich auf die Parallele zu optischen Täuschungen. Hier wie dort geht es darum, dass es zu einer zuverlässigen Abweichung von der „Realität“ kommt.
  • Kompensatorische Strategien
    Integrieren Werte von Konsequenzen innerhalb einer Option, sodass sich variierende Wertausprägungen in der Gesamtbewertung ausgleichen können. Im gegenteiligen Fall wird dieser Ausgleich nicht vorgenommen, sondern Optionen auf den einzelnen Werten ihrer Konsequenzen verglichen.
  • Komplexes Problem
    Besteht in einer großen Zahl unbekannter Lücken, die sich teilweise erst im Verlauf der Problembearbeitung auftun; es handelt sich um eine schlecht definierte Situation.
  • Komplexität
    Komplexität im Sinne vieler beteiligter Variablen überschreitet die begrenzte Kapazität der menschlichen Informationsverarbeitung und zwingt den Problemlöser zu komplexitätsreduzierenden Maßnahmen.
  • Konsequenzen
    Optionen führen zu Konsequenzen (Ergebnissen), die einen Wert (positiv, negativ) für den Entscheider haben.
  • Konsistenztheorie
    Klasse von kognitiven Theorien, die postulieren, dass Menschen nach Konsistenz zwischen Kognitionen über das Selbst streben. Siehe auch „Dissonanztheorie“.
  • Kontingenzen
    Das Erkennen und akkurate Beurteilen von Zusammenhängen zwischen Ereignisklassen ist eine der grundlegendsten kognitiven Funktionen und ein zentrales Merkmal adaptiver Intelligenz. Untersuchungen zum Erkennen von Zusammenhängen zwischen Ereignisklassen beziehen sich meistens darauf, dass Kontingenzen zwischen zwei Variablen bestehen.
  • Kontrasteffekt
    Das Urteil weicht in eine den Erwartungen entgegengesetzte Richtung von der tatsächlich vorliegenden Ausprägung eines Verhaltensmerkmals ab.
  • Kreativität
    Das Herstellen neuer Assoziationen und das Ziehen von Analogieschlüssen.
  • Lautes Denken/Verbalprotokoll
    Die während einer Problembearbeitung ablaufenden Denkprozesse werden kontinuierlich verbalisiert.
  • Law of Effect
    Siehe „Effektgesetz“.
  • Lexikografische Regel
    Analytische, nonkompensatorische Entscheidungsstrategie, die zuerst die Werte der Konsequenzen der Optionen auf dem wichtigsten Attribut vergleicht. Wenn eine Option hier besser abschneidet als alle anderen, wird diese gewählt. Ist dies nicht der Fall, wird zum nächsten Attribut übergegangen, so lange bis ein Attribut die eine oder andere Option besser abschneiden lässt.
  • Lotterieparadigma
    Bei dem Lotterieparadigma handelt es sich um eine häufig verwendete Untersuchungsmethode der empirischen Entscheidungsforschung, bei der den Probanden die Optionen (typischerweise Lotterien), deren Werte (Gewinne, Verluste) und Wahrscheinlichkeiten vollständig vorgegeben werden.
  • Mere Ownership Effect
    Siehe „Besitztumseffekte“.
  • Metakalkül-Modelle der Strategiewahl
    Metakalkül-Modelle der Strategiewahl postulieren, dass Menschen zwischen Entscheidungsstrategien wählen, indem sie deren Vorteile (erwartete Genauigkeit der Entscheidung) und Nachteile (kognitiver Aufwand) abwägen.
  • Metakognition
    Auseinandersetzung mit den eigenen kognitiven Prozessen.
  • Mittel-Ziel-Analyse
    In der Mittel-Ziel-Analyse vergleicht der Problemlöser den Ausgangs- mit dem Zielzustand, bildet passende Zwischenziele und sucht nach den für die jeweiligen Ziele einsetzbaren Mitteln und verkleinert so systematisch die Distanz zwischen den zwei Problemzuständen.
  • Motivation
    Das Streben nach Zielen oder wünschenswerten Zielobjekten. Beispiele sind sozialer Anschluss, Selbstwertdienlichkeit und Streben nach Konsistenz.
  • Mouselab
    Computergesteuerte Entscheidungsumwelt und Forschungsmethode der Prozessverfolgung. Optionen und Attribute werden in Form einer Matrix präsentiert. Die Felder verbergen die Konsequenzen. Mithilfe der Computermaus können Informationen über die Konsequenzen in der Matrix gesucht werden. Das Computerprogramm protokolliert das Suchverhalten und die Entscheidungen.
  • Normative Theorien
    Normative Theorien stellen ideale Regeln für das Urteilen, Entscheiden oder Problemlösen auf. Sie erheben aber nicht den Anspruch, diese Phänomene zu erklären oder vorherzusagen.
  • Notfallreaktion des kognitiven Systems
    Stressähnliche Symptome beim Lösen von komplexen Problemen; eine genetisch vorgegebene Reaktion auf unspezifische Gefahrensituationen; dient der Herstellung einer Bereitschaft für schnelle und allgemeine Reaktionen.
  • Nutzen
    Stellt den subjektiven Wert dar, den eine Konsequenz für ein Individuum besitzt.
  • Nutzentheorie
    Entscheidungstheorie, die vorhersagt, dass Personen die Option mit dem höchsten erwarteten Nutzen wählen.
  • Ökologische Rationalität
    Die Nutzung von Umweltstrukturen bei der Entscheidungsfindung.
  • Olympisches Modell
    Vollständige Informationsverarbeitung ist einem Menschen aus pragmatischen Gründen und wegen seiner eingeschränkten kognitiven Kapazität nicht möglich. Nach Herbert Simon wäre dazu nur ein übermenschliches Wesen in der Lage. In Anspielung darauf, bezeichnete er die nutzentheoretischen Prinzipien des Entscheidens als olympisches Modell.
  • Option
    Optionen sind die Alternativen, zwischen denen ein Entscheider wählen kann. Dies können Handlungen, Objekte, Pläne oder Strategien sein.
  • Orbifrontaler Kortex
    Gehirnregion des vorderen Frontallappens direkt hinter den Augen. Er scheint eine Schlüsselrolle bei der Vermittlung von Gefühlen und Kognitionen im Entscheidungsprozess zu spielen.
  • Paramorphe Modelle
    Siehe „Strukturmodelle“.
  • Persuasion
    Beeinflussung von Einstellungen über die Kommunikation.
  • Phänomen
    Ein beobachtbares oder erfahrbares Geschehen; Sachverhalte, die auf empirischen Daten beruhen.
  • Phasenmodell des Entscheidens
    Teilt den Prozess des Entscheidens in eine präselektionale, selektionale und postselektionale Phase.
  • Phineas Gage
    Phineas Gage war ein Eisenbahnarbeiter, der einen Unfall überlebte, bei dem sein orbitofrontaler Kortex weitestgehend zerstört wurde. Obwohl seine kognitiven Fähigkeiten intakt waren, hatte er schwere Defizite beim Entscheiden und Planen von Handlungen.
  • Polytelie
    Mehrere (eventuell konfligierende) Ziele werden simultan verfolgt und verlangen Kompromissbildung.
  • Präferenzrelation
    Bei der Wahl zwischen zwei Optionen kann ein Entscheider die eine Option der anderen vorziehen oder indifferent zwischen beiden sein.
  • Präskriptive Modelle
    Präskriptive Modelle liefern Anleitungen und Techniken für das Urteilen, Entscheiden oder Problemlösen, die Menschen helfen sollen, sich dem Ideal normativer Theorien anzunähern.
  • Primacy-Effekt
    Übergewichtung der Information, die als erste dargeboten wurde.
  • Primat der Gefühle
    Nach Wilhelm Wundt, einem der Begründer der modernen Psychologie, sind Gefühle den Kognitionen („Vorstellungselementen“) vorgeordnet.
  • Priming
    Methode der unbewussten Voraktivierung von Wissensinhalten im Gedächtnis.
  • Prinzip der Dominanz
    Prinzip rationaler Entscheidungen, das aus der Axiomatisierung der Nutzentheorie folgt. Es verlangt, dass nie eine Option präferiert wird, die einen geringeren Erwartungswert hat als eine andere.
  • Prinzip der Invarianz
    Prinzip rationaler Entscheidungen, das aus der Axiomatisierung der Nutzentheorie folgt. Es verlangt, dass die Darstellung der Optionen und ihrer Konsequenzen irrelevant für die Präferenzordnung ist.
  • Prinzip der Unabhängigkeit
    Prinzip rationaler Entscheidungen, das aus der Axiomatisierung der Nutzentheorie folgt. Es verlangt, dass die Präferenzordnung unabhängig von den Konsequenzen ist, die die Optionen teilen.
  • Prinzip der vollständigen Ordnung
    Prinzip rationaler Entscheidungen, das aus der Axiomatisierung der Nutzentheorie folgt. Es verlangt, dass Optionen hinsichtlich ihrer Präferenz verglichen und transitiv (widerspruchsfrei, konsistent) geordnet werden können.
  • Problemlösen
    Problemlösen bedeutet das Beseitigen eines Hindernisses oder das Schließen einer Lücke in einem Handlungsplan durch bewusste kognitive Aktivitäten, die das Erreichen eines beabsichtigten Ziels möglich machen sollen.
  • Problemraum
    Umfasst alle möglichen Zustände, die sich bei der Bearbeitung eines Problems durch Anwendung entsprechender Operatoren erzeugen lassen.
  • Prospect Theory
    Die Prospect Theory ist von Daniel Kahneman und Amos Tversky entwickelte SEU-Theorie, die versucht, Verletzungen der Prinzipien rationalen Entscheidens zu erklären.
  • Prozessmodelle
    Prozessmodelle (isomorphe Modelle) beanspruchen, die Prozesse zu beschreiben und vorherzusagen, die Urteilen, Entscheidungen oder Problemlösungen zugrunde liegen.
  • Pupillometrie
    Aus dem Pupillendurchmesser können Rückschlüsse auf die Arbeitsgedächtnisbelastung, die Konzentration und andere emotionale und motivationale Komponenten gezogen werden.
  • Reaktionshierarchie
    Nach Auftrittswahrscheinlichkeit geordnete Rangfolge möglicher Reaktionen auf einen Reiz.
  • Recency-Effekt
    Übergewichtung der Information, die als letzte in einer Reihe dargeboten wurde.
  • Referenzpunkt
    Die Prospect Theory nimmt an, dass bei Entscheidungen die Wertfunktion an einem situationsabhängigen Referenzpunkt geankert ist. Ursprung und spezifischer Verlauf der Wertfunktion sind damit situationsabhängig.
  • Regret
    Siehe „Bedauern“.
  • Risikosuche
    Tendenz zur Präferenz einer riskanten Option über eine Option mit sicheren Konsequenzen. Tritt eher bei Entscheidungen auf, bei denen es um Verluste geht.
  • Risikovermeidung
    Tendenz zur Präferenz einer sicheren Option über eine Option mit riskanten Konsequenzen. Tritt eher bei Entscheidungen auf, bei denen es um Gewinne geht.
  • Riskante Entscheidungen
    Entscheidungssituationen, bei denen die Konsequenzen von Optionen nicht mit Sicherheit eintreten, aber deren Wahrscheinlichkeiten eindeutig bestimmt werden können.
  • Routinen
    Gelernte Handlung oder Abfolge von Handlungen, die aufgrund des Wissens der Person als Standardlösung für wiederkehrende Entscheidungssituationen in Frage kommt.
  • Rückfallfehler
    Wenn eine Person sich gegen eine Routine entscheidet und dann entgegen ihrer Intention wieder die Routine ausführt spricht man von Rückfallfehler.
  • Rückwärtsstrategie
    Von Novizen bevorzugter Rückgriff auf Mittel-Ziel-Analysen (Schluss vom Effekt auf die Ursache).
  • Salienz
    Mit Salienz wird die Unterschiedlichkeit und Auffälligkeit eines Reizes in Relation zum Kontext bezeichnet.
  • Satisficing Rule
    Analytische, nonkompensatorische Entscheidungsstrategie, nach der jede Konsequenz einer Option mit einem Kriterium verglichen wird. Die erstbeste Option, deren Konsequenzen gleich oder besser den Kriterien sind, wird gewählt.
  • Sequenzeffekte
    Der Einfluss der Darbietungsreihenfolge von Informationen auf ein Urteil.
  • Sequenzielle Problemstellungen
    Die Lösung eines Problems macht das Durchlaufen vieler äußerlich sichtbarer Zwischenschritte erforderlich.
  • SEU-Theorie
    Die SEU-Theorie nimmt an, dass die Option mit dem höchsten subjektiv zu erwartenden Nutzen gewählt wird.
  • Signalentdeckungstheorie
    Diese Technik dient zur Bestimmung einer (absoluten) Schwelle. Wie leise kann beispielsweise ein Ton sein, damit er noch gehört wird? Die Signalentdeckungstheorie (SET) geht davon aus, dass das Antwortverhalten einer Person bei einer Aufgabe wie der Darbietung von schwachen Tönen, die aus einem Rauschen herausgehört werden sollen, nicht nur durch die Sensitivität der Wahrnehmung bestimmt wird, sondern auch durch einen Urteils- bzw. Entscheidungsprozess, der mit der Lautstärke der Töne an sich nichts zu tun haben muss.
  • Social Judgment Theory
    Nach der Social Judgment Theory haben Menschen meistens keinen direkten Zugang zu den Zuständen dieser Welt. Sie erschließen sie stattdessen aus der Beobachtung mehrdeutiger Hinweisreize.
  • Soziale Kognition
    Die Forschung in diesem Bereich beschäftigt sich im Wesentlichen damit, wie Menschen sich selbst und andere beurteilen. Dieser Ansatz betont in besonderer Weise die Bedeutung von Prozessen der Informationsverarbeitung, die zwischen den beobachteten Gegebenheiten in der sozialen Umwelt und den darauf bezogenen Urteilen vermitteln.
  • Soziale Vergleiche
    Der Vergleich des Selbst mit anderen Personen.
  • Spreading-Apart-Effekt
    Die Aufwertung einer gewählten Option bei gleichzeitiger Abwertung einer ausgeschlagenen Option nach der Entscheidung wird in der konsistenztheoretischen Forschung als Spreading-Apart-Effekt bezeichnet.
  • St.-Petersburg-Paradox
    Dem St.-Petersburg-Paradox liegt eine von Daniel Bernoulli geschilderte Lotterie zugrunde, bei der der mögliche Geldgewinn unendlich hoch ist. Aus der Sicht der Wert-Erwartungs-Theorie erscheint es paradox, dass Menschen nur geringe Beträge bieten, um diese Lotterie mit unendlich hoher Gewinnaussicht spielen zu dürfen.
  • Stimmung
    Gute und schlechte Stimmungen sind Gefühle mit geringer Intensität, die sich nicht auf ein konkretes Objekt richten, sondern den Hintergrund unseres Erlebens darstellen.
  • Strategie
    Strategien sind (langfristige) Vorgehensweisen, die sich auf die Erreichung übergeordneter Ziele beziehen.
  • Strukturmodelle
    Strukturmodelle (paramorphe, Input-Output-Modelle) haben den Anspruch, das Ergebnis des Urteilens, Entscheidens oder Problemlösens vorherzusagen, ohne den zugrunde liegenden psychischen Prozess zu beschreiben.
  • Taktik
    Konkrete (kurzfristige) Umsetzung von strategischen Zielen in operatives Handeln.
  • Top-down-Prozesse
    Einflüsse des (Vor-)Wissens auf das Urteilen und Entscheiden.
  • Transitivität
    Siehe „Intransitivität“.
  • Turm von Hanoi
    Eine bestimmte Zahl an Scheiben ist konzentrisch auf einen von drei Stäben gesteckt und muss durch schrittweise Verschiebung auf einen der beiden anderen Stäbe platziert werden.
  • Undertrading
    Konzept aus der ökonomischen Entscheidungsforschung. Wenn auf einem Markt weniger Güter gehandelt werden, als nach dem mittleren Marktpreis zu erwarten gewesen wäre, spricht man von Undertrading.
  • Unsichere Entscheidungen
    Entscheidungssituationen, bei denen die Konsequenzen von Optionen nicht mit Sicherheit eintreten und zudem die genauen Wahrscheinlichkeiten nicht bestimmt werden können.
  • Unterbrechungsmechanismus
    Nach Herbert Simon fungieren Gefühle und Emotionen auch als Unterbrechungsmechanismus laufender Handlungen. Sie signalisieren Veränderungen in der inneren und äußeren Umwelt, steuern die Aufmerksamkeit und motivieren die Person, sich neuen Entscheidungen oder Problemen zuzuwenden.
  • Utility Theory
    Siehe „Nutzentheorie“.
  • Valenz
    Bei evaluativen Urteilen wird ein Urteilsobjekt auf einer evaluativen Dimension bewertet, beispielsweise auf einer Skala positiv–negativ, gut–schlecht oder angenehm–unangenehm.
  • Validität
    Allgemeine Gültigkeit einer (wissenschaftlichen) Aussage.
  • Verbale Protokolle
    Verbale Protokolle stellen eine Methode dar, wie man Prozesse des Entscheidens nachverfolgen kann. Dazu bittet man Probanden, während ihrer Entscheidung laut zu denken.
  • Vernetztheit
    Vernetztheit im Sinne vieler Beziehungen zwischen den beteiligten Variablen macht die Effekte von Eingriffen in ein derartiges Netzwerk schwerer vorhersagbar und zwingt den Problemlöser die Abhängigkeiten in einem Modell abzubilden.
  • Vorwärtsstrategie
    Typischerweise greifen Experten auf umfangreiches Fall- und Hintergrundwissen zurück und wenden dieses Wissen auf das Problem an.
  • Vorwissen
    Das in eine Urteils- oder Problemsituation mitgebrachte Verständnis von Ausgangs- und Zielsituation sowie die Kenntnis der verfügbaren Mittel.
  • Wahrnehmung
    Wahrnehmung bezeichnet das, was von den mit Sinnesorganen aufgenommenen Informationen erfasst wird. Im Rahmen der Social-Cognition-Forschung wird damit die erste Informationsverarbeitungsstufe bezeichnet.
  • Weighted Additive Rule
    Analytische, kompensatorische Entscheidungsstrategie die eine lineare Regel zur Informationsintegration verwendet, d.h. die gewichteten Werte der Konsequenzen werden innerhalb einer Option aufsummiert. Die Alternative mit dem höchsten gewichteten Summenwert wird gewählt.
  • Wert-Erwartungs-Theorie
    Entscheidungstheorie, die vorhersagt, dass Personen die Option mit dem höchsten Erwartungswert wählen.
  • Wertfunktion
    Psychophysikalische Funktion der Prospect Theory. Sie stellt dar, wie objektive Werte subjektiv wahrgenommen werden.
  • Wiederholte Entscheidungen
    Im Alltag bewältigen Menschen eine Fülle von Entscheidungssituationen. Wiederholte Entscheidungen unterscheiden sich strukturell von neuen, weil man bereits eine bewährte Option (Routine) kennt, für die man sich wieder entscheiden könnte.
  • Ziele
    Ziele motivieren Akteure zu Handlungen und sind definiert als vorweggenommene Handlungsfolgen.