Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • Faschismusskala, misst Autoritätshörigkeit
  • Der F-Test ist der Signifikanztest der Varianzanalyse. Er prüft das Verhältnis von aufgeklärter zu nicht aufgeklärter Varianz. Er wird auch dafür verwendet Regressionsmodelle inferenzstatistisch zu prüfen.
  • F-Verteilung
    Linksschiefe Verteilung mit dem Mittelwert von 1, ausschließlich im positiven Bereich, dient zur Bestimmung der Wahrscheinlichkeit eines F-Werts, abhängig von Zähler und Nennerfreiheitsgraden des F-Bruchs
  • Kennwert des Varianzenvergleichs und speziell der Varianzanalyse; berechnet sich aus der Division der größeren Varianz durch die kleinere (ANOVA: Varianz „zwischen“ durch Varianz „innerhalb“). An der F-Verteilung wird geprüft, ob die Zählervarianz signifikant größer ist als die Nennervarianz
  • FAA („Fragebogen zur Arbeitsanalyse“)
    Deutsche Bearbeitung des „Position Analysis Questionnaire“ (PAQ) von Frieling und Hoyos.
  • Therapie im klassischen Kontext, dem sich Patienten und Therapeut von Angesicht zu Angesicht begegnen (Gegensatz zu Onlinetherapie).
  • Fachdidaktisches Wissen
    Wissen darüber, wie fachliche Inhalte durch Instruktion vermittelt werden können.
  • Alle Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die sich auf die Organisation, Aufgaben, Prozesse sowie den eigenen Arbeitsplatz beziehen.
  • Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die der Bewältigung bekannter beruflicher Problemsituationen in einem bestimmten Tätigkeitsbereich dienen.
  • fachspezifischer Studierfähigkeitstest
    In Deutschland war für das Fach Medizin ein fachspezifischer Studierfähigkeitstest (Test für Medizinische Studiengänge, TMS) entwickelt worden. Allerdings wurde beschlossen, ihn 1997 letztmalig einzusetzen, weil durch die Beschränkung der Niederlassungsfreiheit für Ärzte nunmehr weniger Studienbewerber in das Fach drängten, was den Aufwand nicht mehr rechtfertigen würde. Inzwischen kommt ein Nachfolgetest an einigen Universitäten in Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz (unter dem Namen EMS) wieder zum Einsatz.
  • Facial Action Coding System (FACS)
    Das FACS (Ekman u. Friesen, 1978) ist ein objektives Kodierungsverfahren zur Beschreibung von sichtbaren Gesichtsausdrücken. Das Verfahren unterscheidet 44 einzelne kleinste, noch erkennbare Muskelbewegungen im Gesicht, auch „Aktionseinheiten“ genannt („action units“, AUs).
  • Ausblenden, schrittweises Zurücknehmen einer therapeutischen Hilfestellung, um Selbständigkeit des Patienten zu erreichen.
  • Eigenschaft, die Leistung ermöglicht
  • Grundlegende und stabile individuelle Handlungsgrundlagen zur erfolgreichen Bewältigung verschiedenartiger Aufgaben und Situationen.
  • Fahreignungsdiagnostik
    Die Fahreignungsdiagnostik befasst sich mit unterschiedlichen Aspekten der Fahreignung. Je nach Begutachtungsanlass und Fragestellung liegt der Schwerpunkt etwa auf Verhaltensgewohnheiten im Umgang mit Alkohol, der Persönlichkeit des Fahrers oder auf bestimmten Merkmalen der Leistungsfähigkeit. Im Fall der Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung oder bei Zweifeln an der psychischen Leistungsfähigkeit stehen eindeutig kognitive Leistungsmerkmale im Vordergrund. Bei Straftaten, die im Zusammenhang mit der Kraftfahreignung oder der Teilnahme am Straßenverkehr stehen, können Persönlichkeitsmerkmale wie die Bereitschaft zu ausgeprägt impulsivem Verhalten begutachtungsrelevant sein. Damit kommt wieder das diagnostische Interview (»Exploration«) als Methode infrage, eventuell auch Fragebögen, die jedoch verfälschbar sind.
  • Fahrerlaubnisverordnung
    Die rechtliche Grundlage für eine Begutachtung der Fahreignung stellt die »Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr« (kurz Fahrerlaubnisverordnung) vom 18.08.1998 (BGBl. I, S. 2214) in der Fassung des Inkrafttretens vom 01.01.2011 dar.
  • Das Gütemerkmal »Fairness« spielt eine Rolle, wenn ein Test zur Auswahl von Bewerbern eingesetzt wird. Ein Test gilt als fair, wenn er nicht bestimmte Personengruppen systematisch benachteiligt.
  • Ein Test erfüllt dieses Gütekriterium, wenn die resultierenden Testwerte zu keiner systematischen Benachteiligung bestimmter Personen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu ethnischen, soziokulturellen oder geschlechtsspezifischen Gruppen führen.
  • Bezeichnet in der Terminologie der Varianzanalyse eine unabhängige Variable. Die in einem Experiment realisierten Bedingungen einer unabhängigen Variable heißen Stufen eines Faktors
  • Im Rahmen der Varianzanalyse ist ein Faktor eine unabhängige Variable, deren Bedeutung für eine abhängige Variable überprüft wird
  • statistisch: Ergebnis einer Faktorenanalyse
  • Faktoren, die die Handlungsauswahl beeinflussen
    Wahl der Handlungsalternativen: Die Reaktionszeit nimmt kontinuierlich mit der Anzahl der Reaktionsalternativen zu. Reiz-Reaktions-Kompatibilität: Reaktionskompatible Reize erleichtern die Reaktionsauswahl, wahrscheinlich weil Reize Reaktionen mit Merkmalsüberlappung automatisch aktivieren. Wiederholung: Bei kurzen zeitlichen Abständen zwischen den Reaktionen begünstigen Reaktionswiederholungen die Leistung. Übung: Ausdauernde Übung führt zur Beschleunigung von Prozessen, die bei der Auswahl von Handlungen beteiligt sind. Automatische Auswahl: Lange Übung bestimmter Reiz-Reaktions-Kombinationen kann dazu führen, dass der Prozess der Reaktionsauswahl übersprungen werden kann, indem man ihn dem Reiz überlässt.
  • Die Faktorenanalyse bündelt die Variablen gemäß ihrer Interkorrelationen zu Faktoren. Man unterscheidet explorative Faktorenanalysen („exploratory factor analysis“, EFA), die ohne Vorannahmen durchgeführt werden und keine Signifikanzprüfung enthalten, von konfirmatorischen Faktorenanalysen („confirmatory factor analysis“, CFA), bei denen ein Faktorladungsmuster als Hypothese vorgegeben und inferenzstatistisch geprüft wird.
  • Faktorenanalyse
    statistische Methode zur Identifizierung von Gruppen verwandter Items (die man auch _Faktoren_ nennt) in einem Test. wird zum Nachweis verschiedener Leistungsdimensionen eingesetzt, aus denen sich der Gesamttestwert eines Menschen ergibt.
  • Datenreduzierendes Verfahren zur Bestimmung der dimensionalen Struktur korrelierter Merkmale
  • Faktorenanalyse
    statistisch: Verfahren der Reduktion korrelierender Variablen auf wenige Dimensionen (Faktoren)
  • Faktorenanalyse auf Länderebene
    Eine Auswertung von Daten über viele Länder hinweg, bei der die Durchschnittsantwort auf jedes einzelne Item einer Umfrage für jedes einzelne Land als Analyseeinheit behandelt wird.
  • Faktorenanlyse (FA)
    Mathematisches Verfahren zur Entdeckung (explorative FA) oder Überprüfung (konfirmatorische FA) von gemeinsamen Dimensionen der verschiedenen Items eines Messinstrumenetes (z. B. eines Tests).
  • Faktorielles Experiment
    Ein Experiment, in dem zwei oder mehr unabhängige Variablen innerhalb des gleichen Designs manipuliert werden.
  • Korrelation zwischen einer Variablen und einem Faktor (Faktorenanalyse)
  • statistisch: Korrelation einer Variable mit einem Faktor
  • Die Gewichtungszahl λjk einer beobachteten Variablen j auf dem latenten Faktor k heißt Faktorladung und beschreibt die Stärke des Zusammenhangs zwischen Faktor und Variable (meist Item). Sie kann bei orthogonal rotierten Faktoren als Korrelation interpretiert werden.
  • Der Faktorwert kennzeichnet die Position einer Person auf einem Faktor (Faktorenanalyse)
  • statistisch: Wert einer Person auf einem Faktor
  • Der Faktorwert fki gibt an, wie stark ein Faktor Fk bei der i-ten Person ausgeprägt ist.
  • Gemäß Kritischem Rationalismus ist jedes Wissen fehlbar und somit nur hypothetisches Wissen bzw. Vermutungswissen. Ein letztgültiger Wahrheitsanspruch kann, wie das Münchhausen-Trilemma verdeutlicht, nicht begründet werden (Fallibilismus; „fallibilism“).
  • Die Fallstudie stellt eine holistische Forschungsmethode dar, mit der interessierende Fälle ganzheitlich, unter Einbeziehung ihres Kontextes und unter Verwendung verschiedener Datenquellen und Erhebungsverfahren umfassend untersucht werden. Sie kann als Einzel- oder als multiple, als holistische oder eingebettete, als beschreibende oder erklärende Fallstudie realisiert sein.
  • False-Belief-Paradigma
    Klassisches Paradigma zur Überprüfung der Theory of Mind. Geprüft wird dabei, inwiefern eine Person trotz Informationsprivileg gegenüber einer anderen Person erkennen kann, dass diese Person andere Überzeugungen hat, selbst wenn diese falsch sind.
  • Der Kritische Rationalismus beschreibt Erkenntnisfortschritt als Aussondern nicht-bestätigter Theorien durch Falsifikation bzw. umgekehrt als Zurückbehalten von nichtfalsifizierten – d. h. vorläufig bestätigten bzw. bewährten – Theorien. Er wird deswegen auch als Falsifikationismus („falsificationism“) sowie als Kritizismus („criticism“) bezeichnet und stellt ein ausdrückliches Gegenmodell zu dem auf Verifikation basierenden Empirismus bzw. Positivismus dar.
  • Falsifikationsprinzip
    Wissenschaftliche Herangehensweise, bei der eine Hypothese durch unstimmige Beobachtungen verworfen wird.
  • Gruppe von Menschen, die durch nahe und dauerhafte Beziehungen miteinander verbunden sind und (perspektivisch) einen erzieherischen /sozialisatorischen Kontext für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen bereitstellt.
  • Familie in Tieren
    Für diesen projektiven Test (Brehm-Gräser, 2001) aus der Gruppe der zeichnerischen- und Gestaltungsverfahren benötigt man ein Blatt Papier und Stifte. Das Kind wird aufgefordert, sich seine Familie als Tiere vorzustellen und sie zu malen. Die Zeichnung wird inhaltlich und formal gedeutet; das Manual bietet dazu jedoch keine wissenschaftlich fundierten Auswertungs- und Interpretationsregeln.
  • Familie-Beruf-Konflikt (F-B-Konflikt)
    F-B-Konflikte bezeichnen Störungen des Berufslebens (B) durch gleichzeitige Anforderungen im familiären Bereich (F).
  • Familiendiagnostik
    Schneewind (2010) betrachtet Familien als sich entwickelnde, sich selbst regulierende soziale Systeme. Erfolgen Interventionen, kann die familienpsychologische Diagnostik den Zustand vor der Intervention, den Verlauf und den Zustand danach beschreiben.
  • Die Art und Weise, in der die Familie als Ganzes funktioniert.
  • Besonderheit der systemischen Therapie: Einsatz von symbolisch-methaphorischem Verfahren, zur symbolischen Darstellung von Beziehungen und Interaktionsmustern von Familienmitgliedern zueinander, um systemisches Verständnis über eigene Person und Beziehungsmuster zu anderen zu entwickeln.
  • Hierin werden verschiedene Stufen der Familienentwicklung postuliert, die durch mehr oder weniger tiefe Einschnitte voneinander abgegrenzt sind.
  • Behandelt die Familie als Gesamtsystem. Sie geht davon aus, dass das unerwünschte Verhalten des Einzelnen von anderen Familienmitgliedern beeinflusst oder sogar geleitet wird, und versucht, die Familienmitglieder zu einer positiven Beziehung und besserer Kommunikation zu bringen.
  • Familientherapie
    Therapie, die die Familie als Gesamtsystem behandelt. Sie geht davon aus, dass das unerwünschte Verhalten des Einzelnen von anderen Familienmitgliedern beeinflusst oder auf sie gerichtet ist.
  • Farbadaptation ist die Verschiebung des Farbeindrucks durch einen farbigen Adaptationsreiz.
  • Farbassimilation bedeutet, dass ein Farbreiz die Farbe des umgebenden Farbreizes annimmt.
  • Farbblindheit, kortikal ist ein kortikales Phänomen. Sie kann ganz oder teilweise auftreten. Sie ist zu unterscheiden von Beeinträchtigungen des Farbensehens infolge fehlender Zapfen.
  • Farbe-Wort-Interferenztest (FWIT)
    Beim Farbe-Wort-Interferenztest (FWIT) nach J. R. Stroop (Bäumler, 1985) werden in der sog. Interferenzbedingung Farbwörter (rot, grün …) vorgegeben, die farbig gedruckt sind. Die Probanden werden aufgefordert, die Druckfarbe zu benennen.
  • Farbkonstanz
    Fähigkeit, bekannte Gegenstände auch unter stark wechselnden Lichtverhältnissen, die die von den Gegenständen reflektierten Wellenlängen verändern, mit gleichbleibender Farbe wahrzunehmen.
  • Nach der Farbkonstanz bleibt die Wahrnehmung des Farbtons eines Objektes gleich, auch wenn sich die Wellenlängenverteilung der Beleuchtung verändert.
  • Ein Farbkörper ist eine Darstellung der Beziehung zwischen Helligkeit, Sättigung und Farbton.
  • Das Farbmischexperiment beruht auf einer Methode, bei der Beobachter die Farbe eines Leuchtfeldes durch Mischen von mindestens zwei Arten farbigen Lichts herstellen sollen.
  • Eine Farbmischung ist die Kombination von zwei oder mehr Farben zu einer neuen Farbe.
  • Farbmischung, additive bedeutet eine Überlagerung von Licht unterschiedlicher Farbe.
  • Farbmischung, subtraktive ist das Resultat, das sich bei einer Mischung von unterschiedlichen Farbpigmenten ergibt.
  • Die Farbe einer Fläche ändert ihr Aussehen, wenn sie von einer Fläche mit einer anderen Farbe umgeben ist. Bezeichnet wird diese Wechselwirkung von Farben als Farbsimultankontrast.

  • Farbton
    Farbdimension, die durch die Wellenlänge des Lichts bestimmt wird und die wir als die uns bekannten Farben Blau, Grün etc. wahrnehmen.
  • Der Farbton ist die Wahrnehmung einer chromatischen Farbe.
  • FAS
    siehe: Fötales Alkoholsyndrom
  • Bindegewebige Hülle um Muskeln
  • Kleines Bündel von Nerven- und Muskelfasern
  • Fatigue
    Müdigkeits- und Erschöpfungssyndrom, häufig auftretend u.a. im Zusammenhang mit neurologischen Krankheiten.
  • Modell, wonach Vermeidung von Bewegung aufgrund von Angst vor Auftreten/Verstärkung des Schmerzes zur Aufrechterhaltung von Schmerzen beiträgt.
  • Das Fechner'sche Gesetz besagt, dass die Empfindungsstärke eine logarithmische Funktion der Reizintensität ist.
  • Während der Interaktion vermittelte Informationen, die Teilnehmende ihren Gegenübern als Reaktion auf Information oder Handeln rückmelden. Diese können die weitere Kommunikation beeinflussen. Es kann zwischen internal und external übermitteltem Feedback unterschieden werden. Internales Feedback bezeichnet Rückmeldungen aus dem eigenen Körper (z. B. Herzklopfen während eines Vortrages als Zeichen der Nervosität). External übermitteltes Feedback nehmen wir visuell, auditiv oder taktil aus unserer Umgebung auf (z. B. interessierter Gesichtsausdruck der Zuhörenden während des Vortrages; begeistertes Klatschen nach der Zuhörenden nach einem Vortrag; Schulterklopfen nach einer erfolgreichen Verteidigung der Diplomarbeit).
  • Rückmeldung, die den Lernenden über die Richtigkeit seiner Antwort bzw. seiner Aufgabenlösung im Anschluss an eine bearbeitete Aufgabenstellung informiert oder die dem Lernenden inhaltliche und/oder strategische Informationen zu dessen Bearbeitungsprozess zur Verfügung stellt. Rückmeldungen können m.o.w. informativ sein (d. h. sachliche Informationen über Lücken und Verbesserungsmöglichkeiten beinhalten) und Bewertungen enthalten, die je nach herangezogener Bezugsnorm (z.B. individuell vs. sozial) divergieren und damit auch in unterschiedlichem Maß motivierend sein können.
  • Sensorische Information, die während der Ausführung einer Bewegung oder unmittelbar danach auftritt. Dazu gehört propriozeptive, visuelle, taktile oder auditive Information und auch von außen gegebene Information über den Verlauf und das Ergebnis der Bewegung.
  • Feedback ist ein Begriff aus der Systemtheorie, der sich auf Rückkoppelungsprozesse bezieht. Die erfahrenen Konsequenzen von Handlungen, nach deren Ausführung, sind eine wichtige Form des Feedbacks.
  • Feedback- vs. Feedforward-Kontrolle
    Zwei Mechanismen zur Steuerung von Bewegungen. Feedback: auf der Grundlage von sensorischem Feedback, das während und nach der Bewegungsausführung wahrgenommen wird. Feedforward: unabhängig von dem wahrgenommenen Feedback (z.B. Reflexe, ballistische Bewegungen, internale Vorwärtsmodelle).
  • Feedbackeffekt
    Produkte, die unter einer Marke geführt werden, können einen Einfluss auf das Image der Marke haben. Ist dies der Fall, spricht man von einem Feedbackeffekt. Feedbackeffekte können bei erfolgreichen Produkten auftreten, aber im ungünstigen Fall auch bei Produkten, die aufgrund von Fehlern oder mangelnder Qualität schlecht beurteilt werden.
  • Feedbackkontrolle (feedback control)
    Form der Systemkontrolle, die eine Rückmeldung benötigt, um ein Fehlersignal für den Regler zu generieren. Synonyme: Regelung und Closed-Loop-Kontrolle. Man unterscheidet positive und negative Feedbackkontrolle. Bei der negativen Feedbackkontrolle wird der Ist-Wert vom Soll-Wert abgezogen. Bei positiver Feedbackkontrolle werden beide Werte addiert.
  • Liefern unzuverlässiges, mehrdeutiges, unzuverlässiges, falsches oder gar kein Feedback (gefährlich) bzw. liefern regelmäßig Feedback, das eindeutig und zuverlässig ist (freundlich).
  • Feedforwardkontrolle (feedforward control)
    Form der Kontrolle, die keiner Rückmeldung bedarf, sondern auf der Ausführung eines vorher formulierten Plans basiert. Synonyme: Steuerung und Open-Loop-Kontrolle.
  • Als Feeling of Knowing werden Urteile über die Wahrscheinlichkeit bezeichnet, mit der man selber Wissensfragen beatnworten kann. Es zeigt sich, dass diese oft weniger mit der tatsächlichen Wahrscheinlichkeit zu tun haben als mit der objektiven Schwierigkeit der Fragen.
  • Fehlattribution von Erregung
    Liegt vor, wenn Menschen irrtümlicherweise einen Teil ihrer Erregung auf einen externen Stimulus attribuieren, der nicht der wirkliche Grund für ihre Erregung ist.
  • In der statistischen Entscheidungstheorie die fälschliche Entscheidung zugunsten der H1, d. h., man nimmt an, die Alternativhypothese sei richtig, obwohl in Wirklichkeit die Nullhypothese richtig ist
  • In der statistischen Entscheidungstheorie die fälschliche Entscheidung zugunsten der H0, d. h., man nimmt an, die Nullhypothese sei richtig, obwohl in Wirklichkeit die Alternativhypothese richtig ist
  • Fehler, aktive und latente
    _Aktive Fehler_ sind Fehlhandlungen, die von Operateuren direkt im Arbeits- bzw. Produktionsprozess an der Mensch-Maschine-Schnittstelle begangen werden. _Latente Fehler_ werden hingegen zeitlich und räumlich weit entfernt von der Unfallentstehung begangen. Sie ruhen unbemerkt wie Krankheitsherde im System und wirken sich zunächst nicht oder nur indirekt auf das System aus. Hierbei handelt es sich z. B. um fehlerhafte Entscheidungen des Managements, Mängel im Linienmanagement und psychologische Vorläufer sicherheitskritischer Verhaltensweisen.
  • Fehler entstehen durch Regulationsprobleme auf den unterschiedlichen Handlungs- bzw. Informationsverarbeitungsebenen. Nach Rasmussen und Reason werden Fehlerarten danach unterschieden, ob sie auf der fertigkeits-, regel- oder wissensbasierten Ebene entstanden sind. Auf der regelbasierten Ebene spricht man beispielsweise von Ausrutschern und Versehen, auf der regelbasierten Ebene von Verwechslungs- und Erkennungsfehlern und auf der wissensbasierten Ebene von Denk- und Urteilsfehlern.
  • fehlerbezogenes Lernen
    Diese Form des Lernens basiert auf einem Vergleich intendierter und antizipierter Effekte von Handlungen mit den tatsächlich eintretenden Effekten, wobei mithilfe der registrierten Fehler interne Modelle von Handlungs­Effekt­Beziehungen generiert werden. Diese Modelle dienen dazu, um die sensorischen Konsequenzen einer Handlung vorhersagen. Das dafür wesentliche Fehlersignal ergibt sich aus der Diskrepanz zwischen den vorhergesagten und tatsächlich eingetretenen Effekten einer Handlung, und es wird dazu benutzt, um die Antizipationen den tatsächlich eintretenden Effekten immer genauer anzupassen.
  • Fehlermaße zur Erfassung von Bewegungen
    Resultieren aus dem Vergleich des Ergebnisses einer Handlung mit einem vorher festgelegten Ziel. Absoluter Fehler: Absolute Differenz zwischen der aktuellen Leistung und dem Ziel in jedem Durchgang. Allgemeines Maß für die Genauigkeit. Konstanter Fehler: Summe der Differenzen zwischen Leistung und Ziel über mehrere Durchgänge (Über- vs. Unterschießen wird mit +/-Zeichen bewertet). Allgemeines Maß für die Tendenz, in eine Richtung abzuweichen („bias“). Variabler Fehler: Standardabweichung der konstanten Fehler über mehrere Durchgänge. Allgemeines Maß für die Konsistenz der Leistung.
  • Kennzeichnet im Rahmen der Varianzanalyse die Unterschiedlichkeit der Messwerte innerhalb der Stichproben
  • Fehlerregistrierung
    Die Suche nach den möglichen Mechanismen der Fehlerregistrierung hat unter anderem eine Komponente im ereigniskorrelierten Potenzial zu Tage gefördert, die sehr sensibel auf Fehler reagiert. Sie wird in der Literatur unter zwei verschiedenen Namen geführt und entweder als Ne oder als Event Related Negativity (ERN) bezeichnet. Die ERN tritt vornehmlich in drei Situationen auf: wenn eine Person in einem Wahlrechts und Experiment einen Fehler macht oder zu spät reagiert und nach Feedback zur Reaktionsgenauigkeit. Die Komponente resultiert aus der Aktivität von Neuronenpopulationen im Bereich des ACC, einem kortikalen Areal dem eine wichtige Rolle bei der Überwachung von Handlungen zugeschrieben wird.
  • Fehlervarianz
    Siehe Residualvarianz, unsystematische Varianz oder Varianz „innerhalb“
  • Fehlervarianz Var(ε)
    Die Varianz der Fehlerwerte Var (ε) der Personen stellt in der Klassischen Testtheorie den unerklärten Anteil der Testwertevarianz Var(x) dar.
  • Fehlerwert
    Die Abweichung eines beobachteten Testwerts vom wahren Wert einer Person. Diese kommt durch Messfehler zustande, welche von Messung zu Messung variieren - der Erwartungswert (Mittelwert der Messfehler bei unendlich vielen Messungen) beträgt 0. Inhaltlich umfasst das Konzept des Messfehlers die Gesamtheit aller unsystematischen Einflussgrößen, die auf das Messergebnis einwirken können.
  • Fehlhandlungen sind Handlungen, die Fehler bei der Zielbildung, Planung und Ausführung von Handlungen beinhalten.
  • Fehlinformationseffekt
    der Einbau von irreführenden Informationen in die Erinnerung an ein Ereignis.
  • Feindlicher Attributionsfehler
    Nach Dodges Theorie die Fehleinschätzung mehrdeutiger Handlungen anderer durch Unterstellen feindlicher Absichten.
  • Feindselige Aggression
    Aggressives Verhalten, das durch das Bedürfnis motiviert ist, Ärger und feindselige Gefühle auszudrücken.
  • Feindselige Aggression (reaktive Aggression)
    Absichtliches Zufügen von Schmerz / Schaden bei anderen Personen als Folge negativer Emotionen wie Wut und Ärger.
  • Feindseliger Attributionsfehler
    Form der verzerrten Kognition, die besagt, dass aggressive Kinder anderen Personen tendenziell feindselige Absichten unterstellen, vor allem dann, wenn sie keine eindeutigen Hinweise auf die Verhaltensintention heranziehen können.
  • Feindseliger Attributionsstil
    Tendenz, einer Person, die einen Schaden verursacht hat, eine feindselige Absicht zu unterstellen, obwohl unklar ist, ob der Schaden aus Versehen oder absichtlich herbeigeführt wurde.
  • feindseliger Attributionsstil
    Tendenz, das Verhalten anderer als feindselig wahrzunehmen
  • Feindseliges Führungsverhalten
    Unter feindseligem Führungsverhalten wird das Ausmaß verstanden, in dem Vorgesetzte aus Sicht der Mitarbeitenden andauernd feindseliges verbales und nonverbales Verhalten zeigen, wobei körperlich-aggressives Verhalten ausdrücklich ausgeschlossen wird.
  • Die Untersuchung des kindlichen Verhaltens in seiner üblichen Umgebung, ohne Einflussnahme des Forschers.
  • Feldbeobachtung
    siehe: Beobachtung in natürlicher Umgebung
  • Feldexperiment
    Ein echtes Experiment mit Zufallszuweisung in einem natürlichen Setting.
  • Folgt derselben Logik wie das Labor-Experiment. Es findet jedoch in der natürlichen Umgebung statt, so dass der Experimentleiter damit rechnen muss, dass nicht alle Variablen so streng kontrollierbar sind, wie dies im Labor möglich ist.
  • Feldpotenziale/lokale Feldpotenziale
    Potenzialveränderungen, die sich mit invasiven Mikroelektroden mit hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung ableiten lassen, die die Resultierende der Stromflüsse im Extrazellulärraum sind, die synaptische Aktivität, aber auch die Wanderung des → Aktionspotenzials entlang des Neurons nach sich ziehen. Die mit Oberflächensensoren abgeleiteten → EEG- bzw. → MEG-Signale können als räumlich gemittelte und zeitlich tiefpassgefilterte Resultierende der lokalen Feldpotenzialaktivität verstanden werden.
  • Die Feldstudie („field study“) findet im natürlichen Umfeld statt, so dass die Untersuchungsbedingungen den Alltagsbedingungen ähneln und auf diese möglichst gut übertragbar sind. Erkauft wird die Natürlichkeit der Bedingungen durch eine verminderte Kontrolle von Störvariablen, was die kausale Interpretierbarkeit der Befunde erschwert.
  • Findet in natürlicher Umgebung statt, z.B. in Schulen, in bestehenden Gruppen, in Vereinen oder auf der Straße. Diese Art von Erforschung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Untersucher keine Möglichkeit hat, die Geschehnisse in der Untersuchung willkürlich herzustellen, sondern vielmehr so „nehmen muss, wie er sie vorfindet.
  • Studie unter Alltagsbedingungen
  • Feldtheorie
    Von Kurt Lewin eingeführte Rahmentheorie, die das Individuum als ein Element in einem umfassenderen System sozialer Kräfte auffasst.
  • Feldtheorie
    Theorie von Kurt Lewin, nach der Verhalten von dem zu einem bestimmten Zeitpunkt existierenden Feld determiniert wird. Nach Lewin sind die Kräfte zu analysieren, die in der Gegenwart auf eine Person einwirken, maßgeblich für die Erklärung und Vorhersage von Verhalten und nicht, wie etwa in der Psychoanalyse, frühkindliche Erfahrungen. Für die Verhaltenserklärung und -vorhersage muss jeweils die Gesamtsituation berücksichtigt werden, d.h. das gesamte Kräftefeld, bei dem jeder Teil eines Feldes mit anderen interagiert.
  • Untersuchung, die in einem natürlichen Umfeld stattfindet
  • Gefühlte Bedeutung. Zentrales Konstrukt im Focusing-Ansatz von Gendlin.
  • Erlernbare Verhaltensweisen zur erfolgreichen Bewältigung spezifischer Aufgaben.
  • fertigkeitsbasierte Fehler
    Entstehen durch das fehlerhafte Funktionieren von im Prinzip angemessenen kognitiven Prozessen (so genannte Flüchtigkeitsfehler).
  • Fertigungsteams kommen aus Japan und sind in die Arbeitsorganisation integrierte Gruppen von Fließbandarbeitern, die durch Multi-Skilling charakterisiert sind. Da mehrere Mitarbeiter dieselben Fähigkeiten besitzen, sind Fertigungsteams besonders flexibel.
  • Das Gruppenarbeitskonzept des Fertigungsteams, das insbesondere in japanischen Unternehmen praktiziert wird, löst sich nur teilweise von tayloristischen Prinzipien der Arbeitsorganisation. Es beinhaltet weiterhin eine taktgebundene Fließfertigung und sehr kurze Arbeitszyklen. Die Variabilität der Arbeitsaufgaben ist im Vergleich zu klassischen Arbeitsgruppen größer, da von jedem Mitarbeiter erwartet wird, dass er mehrere Stationen am Band beherrscht. In Fertigungsteams erfolgt auch eine Integration indirekter Funktionen in den Produktionsbetrieb. Neben den produktionsbezogenen Aufgaben ist jeder Mitarbeiter für die Qualität seiner Arbeit und die der Gruppe verantwortlich. Die erwartete strikte Einhaltung der vorgegebenen Arbeitsstandards führt allerdings zu einer genau vorgeschriebenen Ausführung jedes einzelnen Arbeitsschrittes.
  • Fertilität
    Fruchtbarkeit.
  • Systematische Auswahl der Faktorstufen, über die letztlich Aussagen gemacht werden sollen (Varianzanalyse)
  • Fester Intervallplan
    ein Verstärkungsplan in der operanten Konditionierung, bei dem die erste Reaktion nach einer vorab festgelegten Zeitspanne verstärkt wird.
  • Fester Intervallplan (fixed interval schedule)
    Verstärkung wird auf die erste Reaktion nach Verstreichen eines festen Zeitintervalls gegeben. Zum Beispiel wird genau alle 3 min verstärkt (s. auch variabler Intervallplan).
  • Fester Quotenplan
    ein Verstärkungsplan in der operanten Konditionierung, bei dem eine Reaktion erst nach einer bestimmten Anzahl von Reaktionen verstärkt wird.
  • Fester Quotenplan (fixed ratio schedule)
    Verstärkung wird erst nach Ausführung einer festen Anzahl von Reaktionen gegeben. Zum Beispiel wird genau jede dritte Reaktion verstärkt (s. auch variabler Quotenplan).
  • Festlegung auf die Gruppe
    Eine psychische Bindung eines Gruppenmitglieds an die Gruppe und ihre Ziele, einschließlich des Wunsches, die Gruppenmitgliedschaft aufrechtzuerhalten.
  • Festlegung auf eine Beziehung
    Die Absicht einer Person, die Beziehung aufrechtzuerhalten und sich weiterhin psychisch an sie gebunden zu fühlen.
  • Fetales Alkoholsyndrom (Alkoholembryopathie, FAE)
    Die schädigenden Wirkungen mütterlichen Alkoholkonsums auf den sich entwickelnden Fetus. Zum Fetalen Alkoholsyndrom gehört eine ganze Reihe von Wirkungen, darunter Deformierungen des Gesichts oder geistige Behinderung, Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperak
  • Ein zunächst sexuell neutrales Objekt wird als luststeigernd wahrgenommen. Wenn das Fetischobjekt nicht berührt, berochen oder getragen werden kann, erfährt die betroffene Person keine sexuelle Erregung.
  • Bezeichnung für den sich entwickelnden Organismus von der neunten Schwangerschaftswoche bis zur Geburt.
  • Fibromyalgiesyndrom („fibromyalgia syndrome“; FMS)
    Wird nach Kriterien des American College of Rheumatology (ACR) diagnostiziert, wenn chronische Schmerzen auf beiden Seiten des Körpers, und zwar sowohl im unteren wie auch im oberen Bereich sowie im Bereich des Achsenskeletts vorliegen.
  • Figur-Grund-Beziehung
    Organisation des Gesichtsfelds in Objekte (_Figuren_), die sich von ihrer Umgebung abheben (_Grund_).
  • Die Figur-Grund-Differenzierung ist die Separierung eines Musters in eine Figur und den Hintergrund. Diese Separierung erfordert in der Regel keine Aufmerksamkeit.
  • Figur-Grund-Problem (figure-ground problem)
    Die perzeptive Trennung von Figur und Hintergrund. Das Figur-Grund-Problem wird beispielsweise beim Rubin’schen Kippbild deutlich.
  • Fiktionale Medienprodukte

    Fiktionale Medienprodukte (z.B. Spielfilme, Romane, Computerspiele) beinhalten erfundene Personen, Dinge und Ereignisse gemischt mit realweltlichen Personen, Dingen und Ereignissen. Für nicht-fiktionale Medienprodukte (Zeitungsberichte, TV-Reportagen) gilt ein konventionaler Anspruch auf Wirklichkeitsentsprechung. Zwischen typisch fiktionalen und typisch nicht-fiktionalen Formaten gibt es Mischprodukte, die nicht eindeutig zuzuordnen sind (z.B. Fake-Dokumentationen oder Schlüsselromane).

  • Filamente
    Fadenförmige Gebilde
  • Filehne-Illusion
    Scheinbare Bewegung eines stationären Hintergrunds während der Ausführung einer glatten Augenfolgebewegung.
  • Filtertheorie der Aufmerksamkeit (filter theory of attention)
    Nach dieser Theorie kann nur einer von zwei sich gleichzeitig in einem sensorischen (z. B. im auditiven) Speicher befindlichen Reizen aufgrund seiner physikalischen Merkmale einen selektiven Filter passieren, um in einem kapazitätslimitierten, strikt seriellen System vollständig, d. h. semantisch, verarbeitet zu werden.
  • Filtrationsrate, glomeruläre
    Volumen des in einer bestimmten Zeit in die Nierenkanälchen fließenden gefilterten Vorharns (ca. 125 ml/min)
  • Finanzkommunikation
    Kommunikation in und mit Finanz- und Kapitalmärkten, wozu auch die entsprechenden Aufsichtsbehörden zu zählen sind. Akteure, die in diesen Märkten oder an sie angelagert agieren, sind etwa Banken, Fondsmanager und andere institutionelle Anleger sowie Analysten (z.B. Rating-Agenturen). Bei Investor Relations/Finanzkommunikation handelt es sich um Kommunikationsarbeit, die in hohem Maße durch gesetzliche Regulierung gekennzeichnet ist (Transparenzgesetzgebung). Auf der Grenze zwischen Presse- und Medienarbeit und Investor Relations steht die Kommunikation mit der Wirtschafts- und Finanzpresse.
  • Bezieht sich darauf, dass eigene Leistungen in Abhängigkeit von den Leistungen der sozialen Bezugsgruppe bewertet werden. Die gleiche Leistung kann dementsprechend je nach Kontext, in dem sie auftritt, sehr unterschiedlich bewertet werden. Auch „big fish
  • Transformation von Korrelationen in sog. Z-Werte (nicht verwechseln mit standardisierten Werten (z-Transformation) oder z-Werten der Standardnormalverteilung); die Fisher Z-Transformation ist z. B. erforderlich, wenn Korrelationen gemittelt werden sollen
  • Fishers Z-Transformation
    Transformation, die Korrelationen auf Intervallskalenniveau überführt. Dadurch wird eine Mittelung mehrerer Korrelationen möglich
  • Fistel
    Pathologische, röhren- oder röhrennetzartige Verbindung zwischen einem inneren Hohlorgan und anderen Organen, bzw. der Körperoberfläche.
  • Biologie: Reproduktionsrate eines Gens oder Genoms
  • Fitts’ Gesetz
    Mathematische Regel, die die Beziehung zwischen zunehmender Geschwindigkeit und abnehmender Genauigkeit bei der Bewegungsausführung beschreibt (→ „speed-accuracy trade-off“).
  • Hierzu kommt es nach der psychoanalytischen Theorie Freuds, wenn in einzelnen Entwicklungsphasen eine unzureichende oder übermäßige Bedürfnisbefriedigung stattfindet. Als Folge hiervon werden auch in späteren Entwicklungsphasen in besonderem Maße Bedürfni
  • Fixationen sind Unterbrechungen in der Bewegung des Auges über eine Vorlage.
  • Das Fixed-Effect-Modell (Modell fester Effekte) geht davon aus, dass die Primärstudien im Studienpool alle denselben Populationseffekt abbilden und Differenzen nur auf Stichprobenfehler zurückgehen. In die Gewichtungsfaktoren geht nur der Stichprobenumfang ein.
  • "1. Freud glaubte, dass die Entwicklung eines Menschen in einer bestimmten psychosexuellen Phase zum Stillstand kommt, wenn spezifische Konflikte nicht gelöst werden. 2. Unfähigkeit, ein Problem aus einem neuen Blickwinkel zu sehen; sehr hinderlich bei der Problembewältigung."
  • Fixierung
    nach Freud eine Bindung der Lust suchenden Energien an eine vorhergehende psychosexuelle Phase, in der Konflikte nicht gelöst wurden.
  • psychoanalytisch: Verhaftung in Entwicklungsstufe aufgrund ungelöster Konflikte
  • FKS: Familienklimaskalen
    Die »Family Environment Scale« (FES) ist von Schneewind (1987a) für den deutschen Sprachraum adaptiert und zu den »Familienskalen« weiterentwickelt worden. Die zehn Skalen der FKS betreffen die Beziehung (z. B. »Zusammenhalt«), Persönlichkeitsreifung (z. B. »Selbstständigkeit«) und die Systemerhaltung (z. B. »Kontrolle«).
  • Experimentelles Vorgehen, bei dem Probanden einen zentral dargebotenen Zielreiz einer von zwei Kategorien zuordnen. Der Zielreiz wird flankiert von irrelevanten Stimuli, die entweder der gleichen Kategorie angehören, wie der Zielreiz, oder der anderen Kategorie. Von Interesse ist der Einfluss dieser Flankierreize auf die Kategorisierungleistung des Zielreizes.
  • Wiederauftreten einer Erinnerung, eines Gefühls oder einer Wahrnehmungserfahrung aus der Vergangenheit.
  • Plötzlich auftretende und lebendige Erinnerungsattacke, die mit dem Gefühl einhergeht, das Trauma noch einmal zu durchleben.
  • Umschreibt das Problem, dass handlungsleitende Repräsentationen im präfrontalen Kortex einerseits ausreichend flexibel (a) und andererseits ausreichend persistent (stabil) (b) sein müssen. Wenn (a) nicht gegeben ist, kann es zu Perseverationen kommen und beim Fehlen von (b), kann es zu einer erhöhten Ablenkbarkeit einer Person vom primären Verhaltensziel kommen.
  • Flexible Arbeitsgestaltung
    Bei der flexiblen Arbeitsgestaltung werden interindividuelle Differenzen bei der Bewältigung von Arbeit einbezogen und eine persönlichkeitsförderliche Aufgabengestaltung unterstützt. Demnach sollten Arbeitssysteme so gestaltet werden, dass der Beschäftigte unterschiedliche Arbeitsweisen innerhalb einer vorgegebenen Arbeitsstruktur realisieren kann. Es werden also Freiheitsgrade und Spielräume bei der Aufgabenbearbeitung zugelassen.
  • Flexion (inflection)
    Form der morphologischen Komplexität, zu der die Deklination und Konjugation gezählt werden.
  • Flimmerfusionsfrequenz
    Bildfrequenz, bei der Einzelbilder zu einem Bild werden, ca. 25 Lichtreize/s
  • Flimmerskotom
    Visuelle Reizerscheinung (häufig bei Migräne), die im Gesichtsfeldzentrum meist als heller bis greller Lichtpunkt beginnt und sich dann allmählich über das gesamte Gesichtsfeld ausdehnen kann. Dabei geht der unstrukturierte Lichtreiz häufig in ein Muster aus Punkten oder Linien über.
  • Reizüberflutung, Verfahren bei der intensivierten Reizkonfrontation mit angstauslösenden Reizen.
  • Das Erleben eines Flow zeichnet sich durch das umfassende Gefühl aus, in eine Aufgabe involviert zu sein. Es besteht eine Verschmelzung von Handlung und Aufmerksamkeit. Besonders wichtig für das Erleben eines Flow ist die Passung zwischen der Aufgabenschwierigkeit und den Fähigkeiten des Beschäftigten
  • Flow
    ein fokussierter Bewusstseinszustand völliger Hingabe, mit verminderter Wahrnehmung des eigenen Selbst und der Zeit, aufgrund einer optimalen Beanspruchung der eigenen Fähigkeiten.
  • Positives emotionales Erleben, wenn man in der Bearbeitung einer Aufgabe völlig aufgeht. Vertreter des Flow-Ansatzes postulieren, dass Flow eine optimale Erlebensqualität darstellt, die Höchstleistungen begünstigt.
  • Flow-Erleben
    Das Flow-Erleben (Csikszentmihalyi, 1975, 1990) ist ein facettenreiches Konstrukt, das sich v.a. durch ein tiefes selbstreflexionsfreies Involviertsein in eine Handlung kennzeichnet.
  • Flow-Erleben
    Das selbstreflexionsfreie, gänzliche Aufgehen in einer glatt laufenden Tätigkeit, bei der man trotz voller Kapazitätsauslastung das Gefühl hat, den Geschehensablauf noch gut unter Kontrolle zu haben.
  • Unter Fluency versteht man die Leichtigkeit und Ungestörtheit bzw. Flüssigkeit, mit der kognitive Prozesse erlebt werden.
  • Das Intelligenzmodell von Cattell unterscheidet zwei Komponenten der Intelligenz. Die hier genannte Komponente bezieht sich dabei auf die generelle Denkfähigkeit, auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit sowie auf schlussfolgerndes und spontanes Denken. Sie i
  • Fluide Intelligenz
    Fähigkeit eines Menschen, schnell und abstrakt zu denken. Diese Fähigkeit nimmt tendenziell im späten Erwachsenenalter ab.
  • fluide Intelligenz
    Fähigkeit, schnell und richtig zu denken. Sie führt dazu, dass man sich effizient Wissen aneignen kann, wenn hinreichend Lernmöglichkeiten bestehen.
  • Die Fähigkeit zu spontanen Denkleistungen, um neuartige Probleme zu lösen.
  • Ein Flussmuster entsteht bei der Bewegung eines Beobachters relativ zur Umwelt. Aus der Art der Veränderungen im Flussmuster können Rückschlüsse über Bewegungsrichtung und -geschwindigkeit gezogen werden.
  • Der Anstieg der durchschnittlichen IQ-Werte, der in vielen Ländern im 20. Jahrhundert aufgetreten ist.
  • Verfahren zur Überprüfung der Varianzhomogenitäts-Voraussetzung im Rahmen der Varianzanalyse. Lässt nur gleich große Stichprobenumfänge zu
  • FMP (Fragebogen zur Messung der Psychotherapiemotivation)
    Fragebogen von Schneider, Basler und Beisenherz (1989) zur Erfassung motivationsrelevanter Skalen der Therapiemotivation.
  • fMRT
    ein Verfahren zur Darstellung von Blutfluss und damit Hirnaktivität, indem man zeitlich aufeinander folgende MRT-Scans miteinander vergleicht. Mit Hilfe von fMRT-Scans kann man die Hirnfunktionen erkennen.
  • → Funktionelle Magnetresonanztomografie
  • Funktionelle Magnetresonanztomographie – bildgebende Methode zur Erfassung der Gehirnaktivität bei Informationsverarbeitungsprozessen. Beruht auf der Analyse von Magnetfeldänderungen, die durch sauerstoffangereichertes Blut während einer kognitiven Tätigkeit im Vergleich zu einer Bedingung ohne diese Tätigkeit entstehen.
  • Erste Weiterentwicklung der GT von Gendlin: Experienzielle Therapie. Wichtigstes Element: Focusing-Technik, d. h. bewusste Aufmerksamkeitslenkung des Patienten auf bedeutungshaltige Körperwahrnehmungen und begriffliche oder bildhafte Erfassung des sog. Felt sense (gespürte Bedeutung). Zweck: Schaffung kognitiver Repräsentationen diffuser Erlebensaspekte und die damit einhergehende Förderung der erfolgreichen inneren Verarbeitung problematischen Erlebens.
  • Aufmerksamkeit, die sich lokal auf einen Ort, ein Objekt oder ein Merkmal beschränkt (darauf fokussiert).
  • Fokusgruppen
    Fokusgruppen sind strukturierte und moderierte Gruppendiskussionen, an denen jeweils sechs bis zwölf möglichst unterschiedliche Personen aus der Zielgruppe teilnehmen. Das Hauptziel von Fokusgruppen ist die Erfassung von Einstellungen, Meinungen und neuen Ideen zu einem bestimmten Thema (Focus).
  • Eine Fokusgruppen-Diskussion („focus group interview“, „focus group discussion“) ist eine halbstrukturierte Gruppendiskussion zu einem konkreten Thema oder Produkt, das als Diskussionseinstieg präsentiert wird (Grundreiz). Die Teilnehmerzahl pro Gruppe liegt in der Regel bei 4–8 Personen. Pro Studie werden meist rund 4–8 Fokusgruppen mit einer Länge von jeweils 90–120 Minuten im Forschungslabor durchgeführt. Es wird einerseits eine Selbstläufigkeit der Gruppendiskussion angestrebt, gleichzeitig sorgt eine Moderatorin bzw. ein Moderator („moderator“, „facilitator“) dafür, dass die Gruppe beim Thema bleibt und vorher festgelegte Leitfragen (Diskussionsleitfaden) bearbeitet werden.
  • Das fokussierte Interview („focussed interview“, „focused interview“) ist eine Variante des Leitfaden-Interviews, bei der ein bestimmtes Anschauungsobjekt im Mittelpunkt steht bzw. es darum geht, die Reaktionen der Interviewten auf das fokussierte Objekt im Detail qualitativ zu ermitteln. Das fokussierte Objekt ist oft eine mediale Darstellung (z. B. Film, Fernseh- oder Radiosendung, Werbeanzeige) und wird zu Beginn oder im Verlauf des Interviews präsentiert. Ein fokussiertes Interview kann als Einzelinterview („individual focused interview“) oder als Gruppeninterview („focused group interview“) durchgeführt werden.
  • ist ein Leitfadeninterview, mit dem die Reaktionen der Befragten auf ein ‚Objekt’ ermittelt werden (z. B. ein Film, ein Objektdesign o. ä.).
  • Follikelstimulierendes Hormon (FSH)
    Sexualhormon, welches zur Gruppe der Gonadotropine zählt und von der Hypophyse pulsatil ausgeschüttet wird. FSH regt bei der Frau während der Follikelphase des Menstruationszyklus die Reifung eines dominanten Eifollikels in den Ovarien und dadurch die Östrogenproduktion an. Beim Mann stimuliert FSH die Spermienbildung in den Hoden.
  • Foot-in-the-Door-Technik
    Neigung von Menschen, die zunächst einer bescheidenen Forderung zugestimmt haben, später auch einer weiter gehenden Forderung zuzustimmen.
  • Foot­in­the­Door­Technik
    Compliance­Technik, bei der der Bittsteller zunächst um einen kleinen Gefallen bittet, der ihm fast immer gewährt wird; dann setzt er mit einer Bitte um einen größeren, damit zusammenhängenden Gefallen nach.
  • Forced-Compliance-Paradigma
    Das Forced-compliance Paradigma ist eine der zentralen Anwendungen der Theorie der à kognitiven Dissonanz. Grundidee ist, daß ein einstellungskonträres Verhalten gezeigt wird, für das nur ein geringer äußerer Anreiz besteht (das also nur gering belohnt bzw. dessen Unterlassung nur gering bestraft wird). Der handelnde Mensch erlebt, nachdem er das Verhalten nun einmal gezeigt hat, ein Defizit an äußeren Gründen und generiert nun – zur Vermeidung kognitiver Dissonanz – die zum Verhalten passende Einstellung.
  • Forced-Compliance-Paradigma
    Klassisches Forschungsparadigma von Festinger und Carlsmith (1959), bei dem Versuchspersonen dazu gebracht werden, einstellungsdiskrepantes Verhalten zu zeigen. Die Versuchspersonen versuchen dann, die daraus resultierende Dissonanz durch Einstellungsänderung in Richtung des gezeigten Verhaltens abzubauen.
  • Beeinflussen und Verändern als Förderung: Bei dieser Zielsetzung strebt man einen höheren, ‚besseren’ Zustand an, ohne dass der Ausgangszustand als problematisch gilt. Zu denken ist vor allem an Begriffe wie Erziehung, Unterricht, Ausbildung oder Training. Statt von Förderung kann man auch von Optimierung sprechen.
  • Förderung beruflicher Selbstständigkeit
    Summe von Maßnahmen mit dem Ziel, die individuelle Bereitschaft, sich beruflich selbstständig zu machen, zu verstärken und die Häufigkeit von Unternehmensgründungen zu erhöhen. Fördermaßnahmen in der Ausbildung sind Teil universitärer Studiengänge. Zu den Fördermaßnahmen in der Weiterbildung gehören Existenzgründerseminare sowie Beratungs- und Coachingangebote.
  • Förderung zielorientierten Handelns
    Auf der Basis von Erkenntnissen über die Beziehungen zwischen Gruppenzielen und Leistungsergebnissen ist eine Reihe von Methoden zur Unterstützung von Führungs- und Lehrkräften entwickelt worden, die zur Verbesserung von Arbeitsmotivation und Leistung bei Mitarbeitern in Organisationen und bei Lernenden sowie Lehrenden in Bildungseinrichtungen eingesetzt werden können. Hierzu gehören zum Beispiel die Nutzung interdependenter Aufgaben bei der Vereinbarung von Gruppenzielen, gruppenbezogene Leistungsrückmeldung, sowie Tranparenz des Einflusses von Einzel- auf Gruppenleistung.
  • Fordismus beschreibt die organisationale Grundlage der standardisierten Massenproduktion mit Hilfe von spezialisierten Maschinen und Fließbandfertigung. Der Begriff ist nach Henry Ford benannt.
  • Formal-operationale Entwicklungsstufe
    Nach der kognitiven Theorie Piagets ist diese Entwicklungsstufe (Altersbereich ab 12 Jahren) durch die Fähigkeit zu abstraktem Denken und zu systematischem Denken nach formal-logischen Regeln gekennzeichnet.
  • Formal-operationales Stadium
    In Piagets Theorie die Phase (zwölf Jahre und älter), in der Menschen fähig werden, abstrakt und hypothetisch zu denken.
  • Formal-operatorisches Stadium
    nach Piaget das Stadium der kognitiven Entwicklung, das normalerweise mit dem 12. Lebensjahr beginnt. In dieser Phase erwirbt das Kind die Fähigkeit, logisch über abstrakte Konzepte nachzudenken.
  • Formale Gedächtnismodelle (formal memory theories)
    Mathematische Modelle des menschlichen Gedächtnisses, die versuchen, mit einem Minimum an präzise und transparent formulierten Annahmen möglichst viele Gedächtnisphänomene zu erklären.
  • Einwirkungspotenzial, das sich aus der Position der Mitglieder in der Unternehmenshierarchie ergibt und Rechte, Auflagen sowie Pflichten mit sich bringt.
  • Wässrige Lösung von Formaldehyd mit 10%igem Methanol; Anwendung als Desinfektionsmittel oder Konservierungsmittel für (Organ)präparate
  • Ein Formant ist ein Bereich von Frequenzen mit einer starken Schallenergie. Sie treten in Spektrogrammen als schwarze Bänder in Erscheinung.
  • Format von Zielrepräsentationen
    Der ideomotorischen Denktradition zufolge beziehen sich Handlungsziele auf die wahrnehmbaren Effekte von Bewegungen wie z.B. auf den gefühlten Druck, den hörbaren Klick und die sichtbare Bewegung einer Taste, mit deren Hilfe man die Zimmerbeleuchtung ein- oder ausschaltet.
  • Formatio reticularis
    neuronales Netz im Hirnstamm, das eine wichtige Rolle bei der Steuerung der Erregung spielt.
  • Formatio reticularis
    Intrazerebrales, das sich vom Rückenmark bis zur Brücke und dem Zwischenhirn ersteckt; wichtiges Koordinationszentrum im ZNS zur Steuerung von Wachheit
  • Bei einem formativen Messmodell geht man davon aus, dass das zu messende Konstrukt die Wirkung oder Folge derMerkmalsausprägungen der Indikatoren ist. Als Messinstrument wird ein Index gebildet, in den heterogene Kennwerte eingehen (sog. formative Indikatoren, durch die das Konstrukt ursächlich gebildet wird).
  • Bei einem formativen Messmodell greift man zur Erfassung des latenten Merkmals auf Indikatoren zurück, die das latente Merkmal erzeugen. Diese formativen Indikatoren („formative indicators“, „cause indicators“) können einander auch sehr unähnlich sein.
  • Formelle Elemente einer Organisation
    Formelle Elemente einer Organisation sind Aufgaben, Stellen, Instanzen und Abteilungen.
  • Eine Formelle Organisation ist durch bewusst gestaltete Regelungen gekennzeichnet, die personenunabhängig und meist schriftlich dokumentiert sind. Sie legen den formellen Handlungsrahmen der Mitglieder fest.
  • Geschlossene Konturen, die eine Fläche im Gesichtsfeld vollkommen umschließen, bilden Formen.
  • Formulator (formulator)
    Aufgabe des Sprachproduktionssystems, bei der lexikale Konzepte mit Lemmas verbunden, in eine syntaktische Struktur eingefügt und lautlich spezifiziert werden.
  • Formulierung (formulation)
    Zweite Phase bei der Sprachproduktion, bei der eine syntaktisch, phonologisch und phonetisch korrekte Form der präverbalen, zu kommunizierenden Botschaft gebildet wird.
  • Faserbündel, dass den Hippocampus mit anderen Hirnteilen verbindet
  • Die Forschungsethik („research ethics“, „ethics of research“) umfasst alle ethischen Richtlinien, an denen sich Forschende bei ihrer Forschungstätigkeit – und zwar hier speziell bei der Datenerhebung und Datenanalyse im Rahmen empirischer Studien – orientieren sollen. Im Mittelpunkt stehen der verantwortungsvolle Umgang mit menschlichen und tierischen Untersuchungsteilnehmenden und ihr Schutz vor unnötigen oder unverhältnismäßigen Beeinträchtigungen durch den Forschungsprozess. Dass und wie der Forschungsethik in einer konkreten Studie Genüge getan wird, sollte im Vorfeld genau überlegt und im Forschungsbericht erläutert werden. Immer häufiger wird in verschiedenen human- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen auch verlangt, dass geplante Studien mit menschlichen oder tierischen Probanden vor ihrer Durchführung durch eine Ethikkommission geprüft und genehmigt werden.
  • Sie dient der Sicherstellung der unverfälschten Publikation von Forschungsergebnissen, der Vermeidung unnötigen Leides von Versuchspersonen oder Versuchstieren sowie der angemessenen Berücksichtigung aller am Forschungsprozess beteiligten Personen.
  • Die Forschungsfrage („research question“) basiert auf dem bisherigen Forschungsstand und zielt v. a. auf Forschungslücken. Sie fordert dazu auf zu ermitteln, ob Regelhaftigkeiten vorliegen, welche Beschaffenheit sie haben, in welche Richtung sie weisen, wie stark sie sind, wie sie zustande kommen etc. Die Beantwortung von Forschungsfragen trägt zur Erkundung eines Sachverhaltes sowie zur Generierung neuer Theorien bei.
  • Bei Forschungsfragen („research question“) wird ergebnisoffen gefragt, ob ein Effekt existiert. Wenn ja, welche Richtung und Größe sowie welche qualitative Beschaffenheit hat er? Empirische Befunde zu Forschungsfragen dienen der Gegenstandsbeschreibung und Hypothesenbildung.
  • Die Forschungshypothese („research hypothesis“) wird aus etablierten Theorien und/oder gut gesicherten empirischen Befunden abgeleitet und postuliert die Existenz, Richtung und Stärke eines bestimmten Effekts. Anhand von Hypothesenprüfungen werden bestehende Theorien getestet und weiterentwickelt.
  • Forschungshypothesen („research hypotheses“) postulieren die Existenz, die Richtung und die Stärke unterschiedlicher Arten von Effekten. Zu jeder Forschungshypothese bzw. Alternativhypothese („research hypothesis“, „alternative hypothesis“: H1) lässt sich eine komplementäre Nullhypothese („null hypothesis“: H0) aufstellen, die den postulierten Effekt negiert. Das Hypothesenpaar bestehend aus H1 und H0 bildet die Grundlage des Nullhypothesen-Signifikanztests („null hypothesis significance testing“, NHST), einer sehr verbreiteten Methode der statistischen Hypothesenprüfung. Bei der Darstellung der Hypothesen in Forschungsberichten und Publikationen werden nur die Forschungshypothesen (nicht die Nullhypothesen) angegeben.
  • Das Forschungsproblem („research problem“) kennzeichnet, welche Erkenntnisse zu welchen Aspekten des Untersuchungsgegenstandes auf welcher theoretischen, empirischen und methodischen Basis gewonnen werden sollen. Das Forschungsproblem wird auch oft als Fragestellung einer Studie bezeichnet und in mehrere Forschungshypothesen und/oder Forschungsfragen ausdifferenziert.
  • Forschungsprogramm Subjektive Theorien (FST)
    ist eine qualitative Forschungsmethode, die von Groeben und Scheele in den 1970er Jahren entwickelt wurde. Sie basiert auf der Annahme, dass Menschen im Alltag ebenso wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versuchen, die Welt um sich herum zu beschreiben, zu erklären und zu verändern. Ziel ist die Erhebung, Rekonstruktion und Geltungsprüfung Subjektiver Theorien. Die Vorgehensweise gliedert sich in die Phasen der Kommunikativen und der Explanativen Validierung. Darunter ist nur die Phase der Kommunikativen Validierung der qualitativen Forschung zuzurechnen.
  • Das Forschungsthema („research subject“) benennt einen Untersuchungsgegenstand.
  • Fortifikationsphänomen
    Typischerweise im Rahmen von Migräneanfällen auftretende Reizerscheinung aus Zickzacklinien, die entsprechend der kortikalen Retinotopie zur Gesichtsfeldperipherie hin an Größe zunehmen.
  • Zellkernprotein
  • Fötales Alkoholsyndrom
    körperliche und kognitive Anomalien, verursacht durch mütterlichen Alkoholmissbrauch während der Schwangerschaft. In schweren Fällen kann es zu auffallenden Veränderungen der Gesichtsproportionen kommen.
  • Stadium nach dem Embryonalstadium, das von der 9. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt reicht.
  • Fötus
    Bezeichnung für den sich entwickelnden menschlichen Organismus ab der 9. Woche nach der Empfängnis bis zur Geburt.
  • Die Fourier-Analyse ist ein mathematisches Verfahren zur Zerlegung eines komplexen Schwingungsmusters in eine Kombination von Sinuswellen.
  • Fovea
    Punkt des schärfsten Sehens auf der Retina, um den herum die Zapfen des Auges gehäuft vorkommen.
  • Die Fovea centralis ist der Bereich schärfsten Sehens auf der Retina. Die Fovea enthält nur Zapfen.
  • Fovea centralis
    Zentralgrube, gelber Fleck; Stelle des schärfsten Sehens auf der Retina (Netzhaut)
  • Fovea centralis (gelber Fleck)
    Zentraler Bereich des Gesichtsfeldes, dessen Durchmesser etwa 1° Sehwinkel beträgt. Höchstes räumliches Auflösevermögen, als Photorezeptoren existieren dort nahezu ausschließlich Zapfen.
  • FPI-R: Freiburger Persönlichkeitsinventar – Revidierte Fassung
    Das FPI-R (Fahrenberg et al., 2010) ist ein in der Praxis vielverwendeter Persönlichkeitsfragebogen mit langer Tradition; die erste Auflage des FPI erschien bereits 1970. Es handelt sich um eine eigenständige Entwicklung, die sich nicht dem Big-Five-Ansatz verpflichtet sieht. Das FPI-R umfasst zehn Standardskalen (z. B. Lebenszufriedenheit, Gehemmtheit) und zwei globale Zusatzskalen (Emotionalität und Extraversion).
  • Persönlichkeitsskala oder -inventar
  • Fragebögen zur Partnerschaftsdiagnostik
    Hahlweg (1996) hat drei Fragebögen zur Partnerschaftsdiagnostik entwickelt, darunter den PFB (siehe dort). Sie dienen als diagnostische Instrumente für die Eheberatung und die psychotherapeutische Behandlung von psychischen Störungen (wie Depressionen, Ängste, psychosomatische Störungen u. a.), wenn der Partner hinzugezogen werden soll.
  • Fragebogenmethode
    Die Fragebogenmethode zeichnet sich dadurch aus, dass vorformulierte Fragen oder Feststellungen in schriftlicher Form vorgelegt werden. In einer Instruktion kann festgelegt sein, dass die Fragen in der vorgegebenen Reihenfolge ehrlich und ohne langes Überlegen zu beantworten sind. Das Antwortformat ist ebenfalls festgelegt. Prinzipiell können freie Antworten vorgesehen sein oder das Ankreuzen einer von mehreren Alternativantworten. Die freie Beantwortung spielt jedoch praktisch keine Rolle, weil sie eine aufwendige Auswertung nach sich zieht.
  • Dienen dazu, Konversationen zu initiieren, aufrechtzuerhalten und zu leiten. Antworten können von dem Fragentyp, der Formulierung sowie von formalen Aspekten der Fragen beeinflusst werden. Fragentypen sind beispielsweise offene Fragen, geschlossene Fragen und Suggestivfragen.
  • Fraktionierung
    Methode bei der Suche nach Moderatorfunktionen: Die Gesamtstichprobe wird nach einer theoretisch bedeutsamen Variablen in (meist zwei bis drei) homogenere Subgruppen aufgeteilt (z. B. männlich - weiblich). Für jede dieser Untergruppen werden getrennt die Test-Kriteriums-Korrelationen ermittelt. Unterscheiden sich diese Validitätskoeffizienten signifikant, so übt die Teilungsvariable einen Moderatoreffekt aus.
  • Das Konzept 'Frame' bezeichnet hypothetische Gedächtnisstrukturen, in denen die räumliche Anordnung von Objekten in einer vertrauten Szenerie oder von Teilen eines vertrauten Objektes gespeichert werden. Wenn es sich um hierarchische Ganzes-Teil-Strukturen handelt wie bspw. bei Küche-Herd-Klappe-Griff, oder bei Körper-Arm-Hand-Finger usw. kann man auch in Analogie u → Taxonomien von Partonomien sprechen.
  • Frame-Ansatz
    Medien berichten immer aus einer bestimmten Perspektive über Ereignisse, indem gewisse Aspekte des Themas hervorgehoben und andere vernachlässig werden. Wirkungsorientiert wird postuliert, dass das Medienpublikum die Medien-Frames übernimmt und diese zur Interpretation der Realität benutzt.
  • Art der Darstellung der Konsequenzen von Optionen, z. B. durch sprachliche Mittel. Verändert sich das Framing sollten sich die Werte und Wahrscheinlichkeiten der Konsequenzen dabei nicht verändern.
  • Framing-Effekt
    Als Framing-Effekt bezeichnet man Effekte, die durch bloße Umformulierung eigentlich gleicher Sachverhalten entstehen. Zum Beispiel macht es einen Unterschied, ob man von einem Joghurt behauptet, er bestehe zu 5 Prozent aus Fett oder er sei 95 Prozent fettfrei.
  • Framing-Effekt
    Auswirkung der Darstellungsweise eines Gegenstands oder Themas. Framing-Effekte können einen großen Einfluss auf Entscheidungen und Urteile ausu?ben.
  • Präferenzumkehr in Abhängigkeit des Framings, z.B. Darstellung der Konsequenzen als Gewinne versus Verluste.
  • Framing-Effekt (framing effect)
    Empirischer Befund, dass die unterschiedliche Formulierung/Präsentation von identischen Konsequenzen (als scheinbare Gewinne oder Verluste) das Urteils- und Entscheidungsverhalten beeinflussen.
  • Frankfurter Adaptiver Konzentrationsleistungs-Test (FAKT-II)
    Beim FAKT-II (Moosbrugger & Goldhammer, 2005) handelt es sich um eine Computerversion des FAIR (siehe dort). Die Konzentrationsfähigkeit wird adaptiv gemessen, indem das Schwierigkeitsniveau der Items »maßgeschneidert« an das individuelle Konzentrationsvermögen des Einzelnen angepasst wird: Je höher die Konzentrationsleistung liegt, desto rascher werden die Items vorgegeben.
  • Frankfurter Aufmerksamkeits-Inventar (FAIR)
    Das Frankfurter Aufmerksamkeits-Inventar (FAIR) von Moosbrugger und Oehlschlägel (1996) verwendet als Testitems vier Zeichen, von denen zwei als Zielitems fungieren (in Testform A »Kreis mit 3 Punkten« sowie »Quadrat mit 2 Punkten«; in Testform B sind Ziel- und Nicht-Zielitems vertauscht). Im Sinne des »vollständigen Markierungsprinzips« haben Testpersonen die Aufgabe, auf dem Testbogen unter jeder Zeile eine Linie zu ziehen und diese bei Zielitems zackenförmig hochzuziehen.
  • Free-Choice-Paradigma
    "Klassisches Forschungsparadigma von Brehm (1956), bei dem die Wahl zwischen zwei Alternativen kognitive Dissonanz auslöst. Diese wird anschließend reduziert, indem die gewählte Entscheidungsalternative aufgewertet und die nicht gewählte abgewertet wird (""spreading apart of alternatives"")."
  • Aus der Psychoanalyse stammende Technik, bei der der Patient aufgefordert wird, alles, was ihm durch den Kopf geht, auszusprechen und dabei Zensur und Kontrolle weitestgehend beiseite zu lassen.
  • Freie Assoziation
    psychoanalytische Methode zur Erforschung des Unbewussten, bei der der Patient sich entspannt und alles ausspricht, was ihm durch den Kopf geht, auch wenn es nichtssagend oder peinlich ist.
  • Freie Eindrucksschilderung
    Unsystematische Methode der Leistungsbeurteilung.
  • freie Verhaltensbeobachtung
    Von einer freien Verhaltensbeobachtung spricht man, wenn der Beobachter selbst entscheidet, welche Verhaltensweisen er beobachtet. Für die Beobachtung gibt es in der Regel einen Anlass, und sie dient meist einem bestimmten Zweck (evtl. Überprüfung konkreter Hypothesen bzw. Beantwortung von Fragen). Selbst wenn sie explorativ ist, wird nicht jedes beliebige Verhalten beobachtet, sondern die Aufmerksamkeit gilt meist bestimmten Bereichen wie Arbeits-, Sozial-, Zwangs- oder Spielverhalten oder der Vermeidung von Angst auslösenden Reizen. Das Ergebnis ist ein mehr oder weniger detaillierter schriftlicher Bericht.
  • Freies Antwortformat
    Bei Aufgaben mit diesem Antwortformat sind keine Antwortalternativen vorgegeben. Die Antwort wird von der Person selbst formuliert bzw. produziert.
  • Freigemeinnützige Tätigkeit
    Unter freigemeinnütziger Tätigkeit wird unbezahlte, organisierte, soziale Arbeit verstanden, die mit einem Zeitaufwand verbunden ist und persönlich erbracht wird. Daher wird etwa das Spenden von Geld in dieser Definition nicht mit eingeschlossen. Freigemeinnützige Tätigkeiten einer bestimmten Person könnten prinzipiell auch von einer anderen Person ausgeführt werden und könnten bezahlt werden, sofern es für die entsprechenden Leistungen einen Markt oder staatliche Finanzierung gäbe.
  • Freiheitsgrade
    Freiheitsgrade bestimmen die Genauigkeit von Populationsschätzern und damit die Form von Verteilungen, die auf Schätzern basieren wie z. B. der t-Verteilung. Die Zahl der Freiheitsgrade gibt an, wie viele Werte theoretisch frei variieren können, wenn das Ergebnis bereits feststeht
  • Die Anzahl der bei der Berechnung eines Kennwerts frei variierbaren Werte. Beispiel: Die Summe der Differenzen aller Werte von ihrem Mittelwert ergibt null. Sind von zehn Werten neun bereits zufällig gewählt, steht fest, wie groß die zehnte Differenz sein muss. Die Varianz – deren Formel diese Differenzen vom Mittelwert beinhaltet – hat daher neun Freiheitsgrade. Anwendung bei der Bestimmung der für verschiedene statistische Tests adäquaten Prüfverteilung
  • Freiheitsgrade (degrees of Freedom)
    Anzahl unabhängiger Elemente einer Bewegung, die in deren Verlauf kontrolliert werden müssen.
  • Freiwilligenarbeit
    Wenn Personen bereitwillig Zeit und Mühe aufbieten, ohne eine Belohnung dafür zu erwarten.
  • Freiwilligendilemma
    Dilemma, das negative Koordination erfordert - also eigenes Handeln, das gegenteilig zum Verhalten der anderen Beteiligten ist.
  • Ein von Mary Ainsworth entwickeltes Verfahren, um die Bindung von Kleinkindern an ihre primären Bezugspersonen anhand einer Trennungssituation zu beurteilen.
  • Fremde-Situation-Test
    Beobachtungsparadigma zur Messung der Bindungsqualität in der frühen Kindheit
  • Methode, die aus mehreren Episoden besteht, in denen die Reaktion eines Kindes auf die Trennung von seiner Bezugsperson und die anschließende Wiedervereinigung beobachtet wird. Aus dem Verhalten des Kindes in der Testsituation wird auf seine Bindungsquali
  • Etwa zeitgleich mit der Entstehung der Bindung an spezifische Personen tritt auch dieses Phänomen auf. Das Kind zeigt als Folge Unsicherheit und Ängste bei unvertrauten Personen.
  • Fremdeln
    Furcht vor Menschen, die dem Kind unbekannt sind. Das Fremdeln tritt allgemein bei Kindern im 8. Lebensmonat erstmals auf.
  • Fremdgruppe
    »Sie« – diejenigen, die als verschieden oder getrennt von der eigenen Gruppe wahrgenommen werden.
  • Fremdgruppenbegünstigung
    Eine Tendenz, die Fremdgruppe, was Bewertungen oder die Zuweisung von Belohnungen angeht, gegenüber der Eigengruppe zu begünstigen.
  • Fremdgruppenhomogenitätseffekt
    Eine Tendenz, die Fremdgruppe im Vergleich zur Eigengruppe als homogener anzusehen.
  • Fremdreflex
    Reflex, bei dem der Sinnesrezeptor vom Erfolgsorgan (z.B. Skelettmuskel) räumlich getrennt ist; die Reflexzeit ist länger, als beim Eigenreflex
  • Fremdwahrnehmungen
    Einschätzungen anderer Personen (Eltern, Lehrer, Mitschüler) bezüglich der Eigenschaften einer Person (eines Schülers, Elternteils etc.).
  • Frequenz
    Anzahl von vollständigen Schwingungen, die einen bestimmten Punkt in einem vorgegebenen Zeitraum passieren (z. B. pro Sekunde).
  • Die Frequenz ist die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde. Die Maßeinheit ist Hertz (Hz).
  • Frequenzabhängige Selektion
    Mechanismus der natürlichen Selektion, bei dem die Fitness eines Gens von seiner Häufigkeit in der Population abhängt
  • Ein Frequenzband ist ein Bereich von Frequenzen eines Schallsignals.
  • Das Frequenzspektrum stellt die Sinuswellenkomponenten einer periodischen komplexen Schallschwingung dar. Aus dem Spektrum kann die Wellenlänge einer solchen Schwingung und deren Schallintensität angegeben werden.
  • Frequenztheorie
    besagt, dass beim Gehör die Anzahl der über den Hörnerv übertragenen Nervenimpulse der Frequenz eines Tons entspricht und uns damit ermöglicht, die Höhe dieses Tons wahrzunehmen.
  • Eine enge, auf Gegenseitigkeit angelegte positive Beziehung zwischen zwei Menschen.
  • "Bereich des Gehirns der sich vor dem Sulcus centralis erstreckt; wird allgemein mit exekutiver Kontrolle (""supervisory attentional sysetm"") in Verbindung gebracht, wobei auch neuronale Bereiche außerhalb des Frontalhirns in Mechanismen exekutiver Kontrolle involviert sind."
  • Frontallappen
    Teil des zerebralen Kortex, der direkt hinter der Stirn liegt. Beteiligt an der Sprache und Willkürmotorik und an der Planung und Urteilsfindung.
  • Frontallappen (Stirnlappen)
    Der Teil des Cortex, der für die Verhaltensorganisation zuständig ist und für die menschliche Fähigkeit des Vorausplanens als verantwortlich gilt.
  • Frontalschnitt
    Schnittebene parallel zum Gesicht durch das Gehirn
  • Frontotemporale Lobärdegenerationen
    Die neuropathologischen Merkmale der frontotemporalen Lobärdegenerationen sind uneinheitlich. Es gibt Teilgruppen der FTLD mit Tau-positiven, Ubiquitin-positiven, TDP-43-positiven oder Tau-negativen Einschlüssen. Gemeinsames Merkmal ist die Lokalisation der Hirnatrophie frontotemporal, frontal oder temporal.
  • Störungsbild, bei dem sich Person durch Reibung der Genitalien an Fremden oder durch Berührung der Sexualorgane Fremder Lustgewinn verschafft.
  • Die durchsichtige, mit Flüssigkeit gefüllte Membran, die den Fetus umgibt und schützt.
  • Frühgeburt
    Eine Geburt, die vor der 37. Schwangerschaftswoche erfolgt.
  • Babys, die vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden (anstatt wie normalerweise nach 40 Wochen).
  • Schon im Alter von wenigen Tagen sind Säuglinge zu solchen Leistungen in der Lage. Diese nehmen in ihrer Häufigkeit zwischen dem 3. und 6. Monat aufgrund von kortikalen Reorganisationen wieder ab, um danach erneut wieder zuzunehmen.
  • Frustrations-Aggressions-Hypothese
    Nimmt an, dass Frustration, also die Blockierung einer zielgerichteten Aktivität, die Wahrscheinlichkeit aggressiven Verhaltens erhöht.
  • Frustrations-Aggressions-Hypothese
    Ursprünglich von Dollard et al. (1939) formulierte Hypothese, nach der das subjektive Erleben von Frustration zu aggressivem Verhalten führt. Laut der späteren Formulierung von Berkowitz (1989) führt Frustration zu reaktivem aggressivem Verhalten, wenn damit negative Gefühle verbunden sind.
  • Frustrations-Aggressions-Prinzip
    besagt, dass durch Frustration, d. h. wenn man daran gehindert wird, ein Ziel zu erreichen, Wut entsteht, die zu Aggressionen führen kann.
  • Führerlose Gruppen
    Haben keine ernannte Führungskraft, sondern zeigen mehr oder weniger effektive Führungsverhaltensweisen, die von den Gruppenmitgliedern selbst erfüllt werden (> gemeinsame Führung) oder von Akteuren von außerhalb der Gruppe.
  • Führung ist die bewusste und zielbezogene Einflussnahme auf Menschen.
  • Führung
    Einflussnahme mittels Kommunikation zwecks gemeinsamer Aufgabenbearbeitung.
  • Führung
    „(Personale) Führung lässt sich als eine unmittelbare, absichtliche und zielbezogene Einflussnahme von bestimmten Personen auf andere Personen mit Hilfe der Kommunikationsmittel verstehen“ (von Rosenstiel 2006, S. 335).
  • Führung (in Organisationen)
    Bedeutet, dass man andere beeinflusst, motiviert oder befähigt, etwas zur Effektivität von Arbeitseinheiten und Organisationen beizutragen.
  • Führungseffektivität
    Bezeichnet den Einfluss von Führung auf das Erreichen von Gruppen- und Organisationszielen, auf das Verhalten, die Wahrnehmungen, die Einstellungen, die Werte, die Motivation bzw. das Wohlbefinden von Mitarbeitern und Kollegen und auf die Zielerreichung jener, die führen.
  • Führungsgröße (reference variable /set-point)
    Vorlage in einem Regelkreis, gegen die eingehende sensorische Informationen über den Bewegungsablauf abgeglichen werden. Wird auch als Soll-Wert bezeichnet und bildet gemeinsam mit der Regelgröße die Eingangsgröße in die Steuerzentrale.
  • Führungsmotivmuster
    Das Führungsmotivmuster (McClelland, 1975) ist eine Konstellation aus hohem Machtmotiv, hoher Inhibitionstendenz und niedrigem Anschlussmotiv.
  • Relativ stabiles Verhaltensmuster, das die Führungskraft in Interaktion mit ihren Mitarbeitern unabhängig von der Situation zeigt.
  • Führungsstil
    Ist ein Muster von > Führungsverhalten, das wiederholt gezeigt wird und sich über eine Vielfalt von Situationen hinweg in ähnlicher Ausprägung manifestiert.
  • Führungsverhalten
    Bezieht sich auf beobachtbare Handlungen, mit denen andere beeinflusst, motiviert oder befähigt werden sollen, etwas zur Effektivität einer Arbeitseinheit oder Organisation beizutragen.
  • Führungsverhalten
    Beim Führungsverhalten lassen sich zwei Dimensionen unterscheiden: Consideration und Initiating Structure. Consideration erfasst Wärme, Vertrauen, Freundlichkeit, Achtung der Mitarbeiter und wird deshalb als _mitarbeiterorientiertes Führungsverhalten_ übersetzt. Mit Initiating Structure wird die aufgabenbezogene Organisation und Strukturierung, die Aktivierung und Kontrolle der Mitarbeiter gemessen. Daher wird diese Dimension im Deutschen als _aufgabenbezogenes Führungsverhalten_ bezeichnet.
  • Tendenz, dispositionale Ursachen (Persönlichkeitseigenschaften, Eigenschaften, etc.) auf das Verhalten und Handlungen zu überschätzen und situationale Faktoren zu unterschätzen.
  • Fundamentaler Attributionsfehler
    Tendenz, dass ein Beobachter bei der Analyse des Verhaltens eines Menschen den Einfluss der Situation unter- und den Einfluss der persönlichen Veranlagung überschätzt.
  • Boden eines Hohlorgans
  • Fünf-Faktoren-Modell
    Das Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit postuliert, dass sich die Persönlichkeit über fünf zentrale Persönlichkeitsmerkmale (die „Big Five“) vollständig beschreiben lässt. Es handelt sich dabei um Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Neurotizismus, Verträglichkeit und Offenheit für Erfahrung.
  • Fünffaktorenmodell
    Annahme, dass die Big Five die fünf wichtigsten Dimensionen von Persönlichkeitsunterschieden sind
  • Funktion von Handlungszielen
    Die Etablierung eines Handlungszieles, sei es infolge eigener Abwägung oder durch die Übernahme einer Aufgabe, konfiguriert das kognitive Verarbeitungssystem und die an der Verarbeitung beteiligten Prozesse in einer Weise, die die Erreichung dieses Zieles ermöglicht.
  • funktional
    Als funktional wird die Gesamtwirkung von Medien bezeichnet, wenn diese positiv und erwünscht ist.
  • funktionale Äquivalenz
    Zwei Objekte sind funktional äquivalent, wenn sie im Kontext eines bestimmten Verhaltens ausgetauscht werden können, ohne das Verhaltensziel zu gefährden. Das Erleben funktionaler Äquivalenz ist die vermutlich wichtigste Ursache für die spontane Zusammenfassung individuell unterschiedlicher Objekte zu einheitlichen Konzepten.
  • Funktionale Gebundenheit (functional fixedness)
    Unfähigkeit, bekannte Objekte oder Werkzeuge in einer neuen Funktion zu gebrauchen.
  • Bezogen auf die Fähigkeit einer Person, ihm zugetragene Funktionen zu erfüllen. Dieser Normbegriff ist für eine Mehrzahl der Diagnosen psychischer Störungen vordergründig.
  • Die Funktionale Organisation fasst gleiche Aufgaben in einem Verantwortungsbereich zusammen.
  • Funktionalismus (functionalism)
    Philosophische Position, wonach psychische Prozesse zwar auf materiellen Prozessen beruhen, aber eigenen Gesetzmäßigkeiten folgen und somit nicht auf materielle Prozesse reduzierbar sind.
  • Funktionalistischer Ansatz der Emotionstheorie
    Eine von Campos und anderen vorgeschlagene Emotionstheorie, nach der die Grundfunktion von Emotionen darin besteht, zielgerichtete Handlungen zu fördern. Nach diesem Ansatz sind Emotionen nicht gegeneinander abgegrenzt und können je nach sozialer Umwelt i
  • Funktionelle Bildgebung
    Im engeren Sinne wird damit meist bezeichnet: die funktionelle Kernspintomografie (fMRT), die Positronenemissionstomografie (PET) und die Magnetenzephalografie (MEG).
  • Kurz fMRT, bezeichnet ein bildgebendes Verfahren, welches während einer kognitiven Aktivität aktivierte Gehirnareale, meist mittels Analyse von deren Sauerstoffverbrauch, darstellen kann.
  • Funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT)
    Die funktionelleMagnetresonanztomografie (fMRT; „functional magnetic resonance imaging“, fMRI) ist ein bildgebendes Verfahren, das es erlaubt, im Zuge spezifischer Aufgaben oder Tätigkeiten aktivierte Hirnareale zu lokalisieren oder verschaltete Netzwerke zu identifizieren (z.B. sog. Default- Mode oder Resting-State-Netzwerke). Die untersuchte Person wird dabei in eine Untersuchungskammer (Kernspintomograf) geschoben. Dort werden starke Magnetfelder erzeugt, mit deren Hilfe die Anatomie (festes Gewebe vs. Flüssigkeit) sowie der Blutsauerstoffgehalt des Gehirns messbar sind. In stark durchbluteten Arealen ist das Blut sauerstoffreicher, was seine magnetischen Eigenschaften verändert. Steigt bei einem bestimmten Stimulus oder einer bestimmten Aufgabe im Vergleich zum Ausgangszustand der Sauerstoffgehalt im Blut in einer bestimmten Hirnregion statistisch überzufällig an (sog. BOLD-Kontrast, „blood oxygenation level dependence“), so wird das betreffende Hirnareal als aktiviert interpretiert. Aktivierte Areale werden in der fMRT-Aufnahme des Gehirns (fMRT-Scan, Hirn-Scan) farblich markiert. Als hämodynamisches Verfahren, das neuronale Aktivität indirekt über den erhöhten Stoffwechselumsatz der lokal aktiven Nervenzellen erfasst, hat die fMRT eine sehr hohe räumliche Auflösung, allerdings eine geringe Zeitauflösung.
  • Funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT)
    Funktionelle Kernspintomografie. Bildgebendes Verfahren in den kognitiven Neurowissenschaften. Diese Technik beruht auf dem Prinzip, dass durch neuronale Aktivität lokale Änderungen in der Blutsauerstoffkonzentration auftreten. Mit geeigneten Untersuchungsparadigmen und Kontrollbedingungen kann in einer Messung nachgewiesen werden, dass ein bestimmtes Hirnareal (oder mehrere Areale) an einer Aufgabe beteiligt sind.
  • Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT)
    Bildgebendes Verfahren auf Basis eines starken Magnetfeldes, mit dem neuronale Aktivität von Gehirnregionen indirekt über den Blutsauerstoffgehalt gemessen werden kann.
  • funktionelle MRT
    siehe: fMRT
  • Funktionelle Regeneration
    Funktionelle Erholung nach einer umschriebenen Hirnläsion, die mit neuroplastischen Vorgängen einhergeht.
  • Funktionen der Erwerbsarbeit
    Als Funktionen der Erwerbsarbeit bezeichnet man im Anschluss an Maria Jahoda die den Betroffenen z. T. bewussten (manifeste Funktionen), aber auch z. T. nicht bewussten Auswirkungen (latente Funktionen) der Erwerbsarbeit, nämlich Sicherung des Lebensunterhaltes, Strukturierung der Zeit, sozialer Kontakt, Bezug zu überindividuellen Zielen, Identität, Status sowie psychophysische Aktivierung.
  • Funktionen von Kategorien (functions of categories)
    Klassifikation, Verstehen, Lernen, Inferenzen, Erklärungen, Vorhersage, Denken, Handlungsplanung, Sprache, Kommunikation.
  • Furcht vor Misserfolg
    Damit wird die „Vermeidungskomponente“ (Misserfolgsmotiv) des Leistungsmotivs bezeichnet. Personen mit hohem Misserfolgsmotiv meiden Aufgaben, die herausfordernd sind (d.h. Aufgaben, bei denen Erfolg und Misserfolg annähernd gleich wahrscheinlich sind). Sie führen Misserfolge auf Merkmale der eigenen Person zurück (v.a. auf Mangel an Fähigkeit) und erleben selbstwertbelastende Emotionen, wenn ein Misserfolg eintritt.
  • Furcht vor Zurückweisung
    Furcht vor Zurückweisung ist die Furchtkomponente des Anschlussmotivs. Sie ist gekennzeichnet durch die dispositonelle Erwartung und der daraus resultierenden Furcht, von anderen Personen nicht akzeptiert und zurückgewiesen zu werden.
  • Furcht vor Zurückweisung
    Die Stärke des Motivs Furcht vor Zurückweisung gibt Auskunft darüber, mit wie vielen negativen oder ambivalenten Emotionen und Erwartungen eine Person die Kommunikation mit wenig bekannten anderen Personen aufnimmt.
  • Furchtmotive
    Furchtmotive (z.B. Furcht vor Misserfolg, Furcht vor Zurückweisung, Furcht vor Kontrollverlust) sind darauf ausgerichtet, einen motivspezifischen negativen Anreiz zu vermeiden und stellen eine dispositionelle Vermeidungsorientierung dar.
  • Bezeichnung für das komplexe kognitive Schema über eine angstauslösende Situation mit drei wesentlichen Komponenten: 1. Informationen über das erlebte Trauma bzw. den Stimulus, 2. die kognitiven und emotionalen Reaktionen der betroffenen Person und 3. die Bedeutung der bedrohlichen Reize und der eigenen Reaktionen.
  • Gilligan stellt dies der Gerechtigkeitsmoral Kohlbergs gegenüber, da sie davon ausgeht, dass das weibliche moralische Urteil sich wesentlich an den interpersonellen Prinzipien wie Empathie oder gegenseitige Fürsorge orientiert. Sie entwickelte daher ein e
  • Dient dazu, die Bedürfnisse des Säuglings nach Nähe und Sicherheit zu befriedigen.
  • Fuß-in-der-Tür-Technik
    Das Grundprinzip der „Fuß-in-der-Tür“-Technik zeigt sich anschaulich in folgendem Dialog, der als Verkaufstrick von Zeitschriften-Drückern heute noch Anwendung findet: An der Haustür werden Personen mit folgenden Fragen konfrontiert: „Möchten Sie an einer Befragung teilnehmen?“ - „Haben Sie Vorurteile gegen ehemalige Drogenabhängige?“ - „Sind Sie der Meinung, daß man bei der Resozialisierung helfen sollte?“ - „Würden Sie selbst helfen, wenn Sie Gelegenheit dazu hätten?“ Da die wahrscheinlichste Antwort bei jeder dieser Fragen ein „Ja“ ist, wird im Laufe der Interaktion ein immer stärkerer Druck aufgebaut, im Einklang mit den vorher geäußerten Einstellungen zu handeln. Vor der letzten Frage erklärt der Drücker, er sei selbst ein ehemals Drogenabhängiger und könne nun im Zuge seiner Resozialisierung Abonnements für Zeitschriften verkaufen. Spenden dürfe er allerdings nicht nehmen. Ob man denn bereit sei, ein solches Abonnement zu nehmen. Das Kernelement der F. besteht in der sukzessiven Steigerung der einzelnen Bitten. Die Eingangsfrage sollte so gewählt sein, daß man ihr eigentlich kaum widersprechen kann. Die folgenden Fragen profitieren dann davon, daß der Angesprochene bereits anderen ähnlichen Fragen zugestimmt hat (zum Beispiel: „Sag mal, wir sind doch Freunde, nicht wahr.“ - „Und Freunde sollten einander helfen, nicht wahr.“ - „Und Geld sollte dabei keine Rolle spielen.“).
  • Kriterien, nach denen entschieden wird, welche Objekte oder Cluster zu einem neuen Cluster zusammengefasst werden (z.B. Single Linkage, Complete Linkage oder Average Linkage) (Clusteranalyse)