Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • Computerprogramm zur Berechnung von Teststärken, optimalen Stichprobenumfängen und empirischen Effektgrößen. ▶ Link zum Download auf www.lehrbuch-psychologie.de.
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  • Nach der Intelligenztheorie Spearmans wird davon ausgegangen, dass es eine allgemeine Intelligenz gibt, die auch als Generalfaktor bezeichnet wird. Neben diesem Faktor gibt es zusätzlich spezifische Begabungsfaktoren (s-Faktoren), die die Leistungen in ei
  • Faktor von Intelligenztests, der die allgemeine Intelligenz repräsentiert
  • Gain-Modulation / Gain Field
    Die Entladungsrate eines Neurons wird durch zwei Eingänge bestimmt. Der erste Eingang kann das Neuron zu einer Entladung veranlassen, deren Stärke in einer Beziehung zur Größe des Eingangssignals steht. Der zweite Eingang ist für sich allein unwirksam. Er vermag aber die Antwort auf den ersten Eingang zu modulieren, wenn beide gemeinsam einwirken können. Gain-Modulation ist ein neuronales Codierungsprinzip, das wichtigen Anteil an der Transformation von räumlichen Koordinaten hat (→ Koordinatentransformationen) und Neuronen die gleichzeitige Beteiligung an mehr als einer Leistung ermöglicht.
  • Siehe „Lotterieparadigma“.
  • Fortpflanzungszellen, d. h. Ei und Spermium, die nur die Hälfte des genetischen Materials aller anderen Körperzellen enthalten.
  • Einer von mehreren Frequenzbereichen neuronaler Oszillationen; bei Gamma-Band-Oszillationen treten mehr als 30 Schwingungszyklen pro Sekunde auf.
  • Gamma-Oszillation
    Frequenzen über 30Hz im EEG und MEG mit extrem kleiner Amplitude und hoher lokaler Spezifität
  • Gamma-Strahlen
    Elektromagnetische Strahlen, die bei radioaktivem Zerfall freigesetzt werden
  • Gammaaminobuttersäure (GABA)
    Neurotransmitter im Zentralnervensystem mit inhibitorischer (hemmender) Wirkweise. GABA übt eine beruhigende Wirkung auf die Nervenbahnen aus und ist wesentlich am reibungslosen Funktionsprozess des Gehirns beteiligt. Weiterhin regt dieser Neurotransmitter den Hypophysenvorderlappen zur vermehrten Ausschüttung des Wachstumshormons an. Viele Substanzen, wie z. B. Alkohol, verstärken die hemmende Wirkung. GABA wirkt angstlindernd, verringert das Konzentrations vermögen und lässt die Muskeln erschlaffen.
  • Eine Ganglienzelle ist ein Neuron in der Netzhaut, das Signale von Amakrin- und Bipolarzellen verarbeitet. Die Axone der Ganglienzellen bilden den Sehnerv.
  • Nervenknoten in verschiedenen Nervensträngen außerhalb des ZNS; vermittelt die Reizübertragung
  • Ganzheitliches Produktionssystem (GPS)
    Ein Ganzheitliches Produktionssystem umfasst alle Vorgänge der Produktion. Es besteht aus verschiedenen, in der Praxis bewährten Organisationsbausteinen und Methoden. Sie werden im Produktionssystem der Organisation in einen Gesamtkontext gestellt und unternehmensspezifisch zugeschnitten.
  • Ausmaß, in dem eine Tätigkeit die Fertigstellung eines ganzen, identifizierbaren Produktes oder einer Dienstleistung erfordert
  • Besagt, dass ein Kind davon ausgeht, dass sich Worte in einer Benennungssituation auf ganze Objekte beziehen (und nicht auf Bestandteile eines Objektes).
  • GAS
    siehe: Allgemeines Adaptationssyndrom
  • Gastroskopie
    Endoskopie des Magens.
  • Gate-Control-Theorie
    besagt, dass das Rückenmark über ein neurologisches »Tor« (»gate«) verfügt, das Schmerzsignale aufhält oder zum Gehirn durchlässt. Das »Tor« wird geöffnet durch die Aktivität von Schmerzsignalen, die über feine Nervenfasern nach oben steigen, und geschlossen durch die Aktivität in dickeren Fasern oder durch vom Gehirn kommende Informationen.
  • Gebrauchsabhängige Plastizität (use-dependent plasticity)
    Eine durch häufige Wiederholung einer bestimmten Bewegung induzierte Tendenz zur Beibehaltung der vormals spezifizierten Bewegungsparameter bei der Ausführung der aktuellen Bewegung.
  • Gebrauchstauglichkeit, Nutzerfreundlichkeit
    "Die Usability eines Medienangebotes ist hoch, wenn Nutzer mit ihm die entsprechende Aufgabe lösen können (Effektivität; z.B. online erfolgreich eine Reise buchen), wenn die Aufgabenlösung schnell und reibungslos erfolgt (Effizienz) und wenn der Ablauf von den Nutzern insgesamt positiv erlebt wird (Zufriedenheit)."
  • Geburtshilfe
    Ein Fachgebiet der Gynäkologie, welche sich mit der medizinischen Überwachung, Betreuung und Pflege von Frauen und ihren Kindern während der Schwangerschaft, Geburt und im Wochenbett beschäftigt.
  • Gedächtnis
    dauerhaftes Fortbestehen von aufgenommenen Informationen über die Zeit. es ermöglicht die Speicherung und das Abrufen von Informationen.
  • Unter Gedächtnisfarben versteht man die charakteristischen Farben eines Objektes, z. B. das Grün eines Blattes.
  • Gedächtnissysteme
    Gedächtnis wird heutzutage nicht nur in Kurzzeit- (ca. 5 Informationseinheiten oder bis zu einer Dauer von wenigen Minuten) und Langzeitgedächtnis (über die Dimensionen des Kurzzeitgedächtnisses hinausgehend) unterteilt, sondern auch in fünf inhaltliche differenzierbare Systeme, von denen zwei grundsätzlich ohne bewusste Reflexion und drei mit bewusster Reflektion verarbeitet werden.
  • Gedächtnistäuschungen (memory illusions)
    Wenn ein erinnertes Ereignis nicht mit dem Originalereignis übereinstimmt, kann man von einer Gedächtnistäuschung sprechen. Die Untersuchung von Gedächtnistäuschungen erlaubt Rückschlüsse auf die Funktionsweise des Gedächtnisses.
  • Gedanken-Handlungs-Fusion
    Die Annahme, dass Gedanken unweigerlich zu Handlungen führen (z. B. der Gedanke, mein Kind zu töten, wird dazu führen, dass ich es tatsächlich tue).
  • Gedankenauflistung
    Ein Verfahren zur Erfassung kognitiver Reaktionen. Die Rezipienten einer Botschaft werden gebeten, alle Gedanken aufzulisten, die ihnen durch den Kopf gingen, als sie mit einer persuasiven Botschaft konfrontiert wurden.
  • Gedankenausbreitung
    Der Wahn, dass die eigenen Gedanken sich laut ausbreiten, sodass sie von anderen wahrgenommen werden können.
  • Der Wahn, dass bestimmte Gedanken nicht von einem selbst stammen, sondern vielmehr dem eigenen Denken eingegeben werden.
  • Vorstellungsübung zur Vorbereitung von Reizkonfrontation, in der der Patient sich in Gedanken in eine subjektiv sehr belastende Situation begibt, in der es zu einem starken Anstieg der Angst bis hin zu einem Angstanfall kommen wird und in der keine Vermeidung möglich ist. Das Experiment wird nur beendet, wenn die Angst ohne das Zutun der Patienten oder eines äußeren Einflusses von selbst nachlässt.
  • Technik zur Verhinderung (zwanghaft) auftretender Gedanken. Es werden verschiedene Imaginationstechniken angewandt, oft mit Selbstinstruktion gekoppelt.
  • Gedankenunterdrückung
    Im Sinne eines Vermeidungsverhaltens werden angstauslösende Gedanken unterdrückt, was allenfalls kurzfristig funktioniert. Aufgrund des Rebound-Effekts.
  • Eine Entwicklungsstörung ohne erkennbare organische Ursache, bei der Säuglinge ohne erkennbaren medizinischen Grund unterernährt werden und weder wachsen noch an Gewicht zulegen.
  • Gefahren sind als Sicherheitsdefizite eines Systems bzw. Systemelements charakterisiert, wobei bestimmte unerwünschte Wirkungen eines Objekts als Gefahrenträger auf ein anderes durch Energieübertragung (z. B. durch Bewegungskräfte, Strahlung, Verätzung) ausgeübt werden. Der Begriff der _Gefährdung_ beschreibt den Sachverhalt, dass Menschen in den Einwirkungsbereich eines Gefahrenträgers (z. B. die schwebende Last eines Kranes) geraten.
  • Gefälligkeitsgutachten
    Unter Gefälligkeitsgutachten versteht man Gutachten, bei dem das Ergebnisinteresse des Auftraggebers oder das einer anderen Person bzw. Institution über fachlichen Gesichtspunkten steht. Sie sind nicht zulässig.
  • Gefangenendilemma
    Klassisches Spiel von Flood und Drescher (1952), bei dem zwei Verdächtige entscheiden müssen, ob sie ein Geständnis ablegen oder schweigen. Die Entscheidungskonsequenzen sind dabei so gestaltet, dass eine erfolgreiche Koordination beider Spieler stets zu einer besseren Lösung führt als eine rationale Individualentscheidung.
  • Gefäßbett, arterielles
    In diesem Gefäßgebiet herrscht hoher Blutdruck. Alle Manifestationen der Arteriosklerose befinden sich in diesem Gefäßgebiet, was für die Bedeutung druckbedingter Kräfte bei diesem Prozess spricht.
  • Bezeichnet im Kontext der Entscheidung die Reaktion auf einen Stimulus, die als mehr oder minder angenehme (positive) oder unangenehme (negative) Empfindung von der Person erlebt wird. Gefühle sind ein Teil des emotionalen Erlebens.
  • Gefühl als Motiv
    Das Modell betont die motivierende Wirkung von Gefühlen, die in der Werbung als Folge der Nutzung der beworbenen Marken in Aussicht gestellt werden.
  • Gefühlsarbeit ist der Aufwand, den die Planung und die Kontrolle des von der Organisation erwünschten Gefühlsausdrucks in beruflichen Interaktionen erfordert. Gefühlsarbeit wird in Form von Oberflächen- oder Tiefenhandeln verrichtet. Beim Oberflächenhandeln wird nur versucht, den erwünschten Gefühlsausdruck darzustellen, beim Tiefenhandeln wird versucht, die einem Gefühlsausdruck entsprechenden Gefühle zu erleben.
  • Gefühlsdimensionen
    "Dimensionale Emotionskonzeptionen gehen davon aus, dass sich Emotionen in ihrer quantitativen Ausprägung auf verschiedenen Dimensionen einordnen lassen. Wilhelm Wundt ging z.B. von drei bipolaren Gefühlsdimensionen aus. Dabei handelt es sich um ""Lust-Unlust"", ""Erregung-Beruhigung"" und ""Spannung-Lösung"". Einzelne Gefühle können dabei durch einen Punkt auf den drei Koordinaten dargestellt werden. "
  • Auf der Ebene des CGL wird die Farbinformation aus dem Auge in den Farbgegensätzen Rot-Grün und Blau-Gelb kodiert. Auf eine Erregung in einer Farbe reagiert ein solcher Farbkanal mit einer Hemmung in den Gegenfarben.
  • Gegenfarbentheorie
    Theorie, derzufolge das Farbensehen auf den retinalen Erregungsverhältnissen der Gegenfarbenpaare beruht (Rot/Grün, Gelb/Blau und Schwarz/Weiß). So werden beispielsweise manche Zellen durch Grün stimuliert und durch Rot gehemmt, andere werden durch Rot stimuliert und durch Grün gehemmt.
  • Die Gegenfarbentheorie nimmt an, dass die Farbwahrnehmung auf drei antagonistischen Mechanismen beruht, einem Blau-Gelb-Mechanismus, einem Rot-Grün-Mechanismus sowie einem Schwarz-Weiß-Mechanismus. Es wird also angenommen, dass auf der Ebene nach der Rezeptorschicht die Farbinformation aus dem Auge in den Farbgegensätzen bzw. Gegenfarben Rot-Grün, Blau-Gelb und Schwarz-Weiß kodiert wird.
  • Gegenkonditionierung
    "Verfahren der Verhaltenstherapie, mit dem neue Reaktionen auf jene Stimuli konditioniert werden, die unerwünschtes Verhalten auslösen; beruht auf dem klassischen Konditionieren. Dazu gehören Techniken wie die systematische Desensibilisierung und die Aversionstherapie."
  • Gegenkonditionierung
    Neben der Löschung die effektivste Methode, eine konditionierte Reaktion wieder loszuwerden. Von Gegenkonditionierung würde man sprechen, wenn der CS mit einer unkonditionierten Reaktion gekoppelt würde, die mit der bisherigen konditionierten Reaktion unverträglich ist.
  • Gegenkonditionierung
    Verfahren der Verhaltenstherapie, das die klassische Konditionierung nutzt, um neue Reaktionen auf jene Reize zu erzeugen, die unerwünschte Verhaltensweisen auslösen. Schließt Expositionstherapien und die Aversionskonditionierung ein.
  • ist das Erleben, Verhalten und Handeln des Menschen.
  • Gegenstandsbereich/Domäne
    Da es keine Supertheorie gibt, mit der alles beschrieben und erklärt werden kann, beschäftigen sich verschiedene Einzelwissenschaften mit unterschiedlichen Fachgebieten, die innerhalb der Disziplinen einer Einzelwissenschaft noch weiter untergliedert werden.
  • Gegenstandsbezogene Theoriebildung / Grounded Theory
    Die qualitative Forschungsmethode wurde von Glaser und Strauss in den 1960er Jahren entwickelt. Ziel ist es, Theorien zu erstellen, die direkt in den Daten verankert sind. Die Fallauswahl erfolgt sukzessive im Untersuchungsverlauf nach dem Prinzip der theoretischen Stichprobenziehung. Zur Datenerhebung können verschiedene Methoden eingesetzt werden. Die Auswertung vollzieht sich in einem Dreischritt von offenem, axialem und selektivem Codieren. In einem Prozess des permanenten Vergleichs werden selektive Kategorien untereinander zu einer Theorie verknüpft. Die Untersuchung ist abgeschlossen, wenn die Einbeziehung neuer Fälle keine weitere Modifikation der Theorie erfordert (Kriterium der theoretischen Sättigung).
  • Die bewussten und unbewussten Reaktionen des Analytikers auf den Patienten und dessen Übertragung.
  • Disposition zu gehemmtem Verhalten
  • Gehör
    Sinneskanal des Hörens.
  • Die drei Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel, liegen im Mittelohr und verstärken ein Schallsignal.
  • Gehorsam gegenüber Autorität
    Befolgen der Befehle einer Person von höherem sozialen Status in einer definierten Hierarchie oder einer Kommandokette.
  • Geistige Behinderung
    ein Zustand eingeschränkter geistiger Fähigkeiten, gekennzeichnet durch einen IQ von unter 70 und Schwierigkeiten, den Anforderungen des normalen Alltagslebens gerecht zu werden. variiert von leicht bis schwer (früher als mentale Retardierung bezeichnet).
  • Geldillusion
    Personen orientieren ihr Denken und wirtschaftliches Handeln nicht am realen, sondern am nominalen Wert des Geldes (also seinem Zahlenwert). Der Geldillusion unterliegt beispielsweise eine Person, die eine Erhöhung ihres Nominallohns von 3 % zum Anlass nimmt, ihre Nachfrage nach Konsumgütern zu steigern, obwohl die Inflationsrate ebenfalls 3 % beträgt und ihr Reallohn somit unverändert geblieben ist.
  • Gelegenheitsstichprobe oder Ad-hoc-Stichprobe
    Bei einer Gelegenheitsstichprobe oder Ad-hoc-Stichprobe („convenience sample“, „ad hoc sample“, „accidental sample“, „haphazard sample“, „opportunistic sample“), manchmal auch: anfallende/angefallene Stichprobe, werden willkürlich Personen oder Objekte für die Stichprobe einer Untersuchung ausgewählt, die gerade zur Verfügung stehen oder leicht zugänglich sind (z. B. öffentliche Online-Befragung, Passantenbefragung).
  • Geleitete Selbsthilfeintervention (internetbasierte Interventionen)
    Interventionsansatz, bei dem der Betroffene unter geringer therapeutischer Begleitung selbstständig durch evidenzbasierte Methoden die Bewältigung der eigenen Beschwerden in die Hand nimmt. Der Patient erhält dabei nur so viel therapeutische Begleitung , wie es für erfolgreiche Beschwerdebewältigung notwendig erscheint.
  • Geleitetes Entdecken
    Gesprächstechnik, bei der Patienten durch gezielte Fragen angeleitet werden, selbst zu entdecken, wo sie falsche Annahmen oder unüberprüfte Schlussfolgerungen machen. Spielt eine besondere Rolle bei kognitiven Therapieverfahren.
  • Therapeut verdichtet Information für den Patienten so, dass der Patient selber wichtige Zusammenhänge erkennt und hilfreiche Schlussfolgerungen zieht.
  • Ein Prozess, bei dem informierte Menschen (Experten) Aktivitäten so organisieren, dass Menschen mit geringeren Kenntnissen etwas lernen.
  • Gemeindepsychologie
    ein Zweig der Psychologie, der untersucht, wie Menschen mit ihrem sozialen Umfeld interagieren und wie soziale Institutionen Individuen und Gruppen beeinflussen.
  • Gemeinsame Führung bzw. Teamführung
    Bedeutet, dass die Verantwortung für Führungsfunktionen, die Ausübung von Führungsverhalten und die Wahrnehmung von Führungsrollen unter den Gruppenmitgliedern aufgeteilt werden (manchmal schließt dies auch Akteure von außerhalb des Teams ein).
  • gemeinsame Methodenvarianz
    Häufig wird ein Validitätskriterium mit dem gleichen Methodentypus erfasst wie der Test. (z.B. wird ein Leistungstest an einem anderen Leistungstest validiert). In diesen Fällen kommt die Korrelation mit dadurch zustande, dass Test und Validitätskriterium gemeinsame Methodenvarianz aufweisen. Aus Gründen, die nichts mit dem gemessenen Merkmal zu tun haben (z.B. Motivation, soziale Erwünschtheit, Antwortstile), erreichen manche Personen in beiden Verfahren eher hohe oder eher niedrige Testwerte.
  • gemeinsame Repräsentation von Wahrnehmung und Handlung
    TEC geht davon aus, dass wahrgenommene Ereignisse und produzierte Ereignisse (eigene Handlungen) in einem gemeinsamen Repräsentationsmedium kodiert sind.
  • Gemeinsame Repräsentationen
    Annahme, dass Wahrnehmungsinhalte und geplante Handlungen auf einer kognitiven Ebene in demselben Format repräsentiert sind und sich daher direkt, ohne Übersetzungsmechanismus, beeinflussen können.
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)
    Selbstverwaltender Bundesausschuss, bestehend aus Vertretern von Ärzten, Therapeuten und Krankenkassen. Erarbeitung von Psychotherapierichtlinien (basierend auf Sozialgesetzen).
  • Nach diesem Gemeinsames Schicksal (Gestaltfaktor) werden Elemente, die sich in eine Richtung bewegen, zu einer Einheit gruppiert.
  • Gemeinschaftsorientierte Beziehung
    Bezieht sich auf eine Beziehung zwischen Personen, die mehr darauf achten, was ihr Partner bekommt, als was sie selbst erhalten, oder auf Beziehungen, in denen es die hauptsächliche Sorge eines Menschen ist, auf die Bedürfnisse der anderen Person einzugehen.
  • Funktionelle Einheit der DNA, die die genetische Information für ein Genprodukt (Proteinmolekül) enthält.
  • funktionale Einheit des Genoms
  • Gen-Umwelt-Interaktion
    statistische Wechselwirkung zwischen einem bestimmten Gen und bestimmten Umweltbedingungen
  • Die Gesamtheit nichtbiologischer geschlechtsspezifischer Merkmale in Abgrenzung zum englischen Begriff sex. Wegen der Schwierigkeit der Abgrenzung und um die eingeführte Fachterminologie beibehalten zu können, wurde der Begriff Geschlecht in diesem Buch e
  • Biochemische Elemente der Vererbung, die die Chromosomen bilden. Gene sind Segmente der DNA, die an der Proteinsynthese beteiligt sind.
  • DNA-Abschnitte eines Chromosoms, die bei allen Lebewesen das Grundelement der Vererbung sind.
  • Gene
    biochemische Bausteine für die Vererbung, aus denen die Chromosomen bestehen. Gene sind Segmente der DNA, die fähig sind, Proteine zu synthetisieren (aufzubauen).
  • Generalisationsgradient (generalization gradient)
    Die Tendenz, auch auf Reize zu reagieren, die dem konditionierten Reiz (CS) ähnlich sind, wobei diese Tendenz mit zunehmender Unähnlichkeit graduell schwächer wird.
  • Generalisierte Angststörung
    Angststörung, bei der die Betroffenen kontinuierlich angespannt und besorgt sind und eine anhaltende Erregung des autonomen Nervensystems aufweisen.
  • Generalisierte auditive Agnosie
    Unfähigkeit, sowohl Geräusche als auch Sprachlaute zu erkennen, obwohl die Hörfähigkeit nicht erloschen ist.
  • Generalisierte Zielorientierungen
    Explizite Motive, die eine habituelle Zielorientierung in einem bestimmten Bereich widerspiegeln, besonders im Leistungsbereich. Relevante Dimensionen sind Wirksamkeits- versus Leistungsorientierung und Aufsuchen- versus Meidentendenz.
  • Generalisiertes Kontextmodell (GCM) (generalized context model)
    Formal präzisierte Fassung einer Exemplartheorie der Kategorisierung.
  • Generalisierung
    → Reizgeneralisierung
  • Generalisierung
    Ist ein bedingter Reflex (→ klassische Konditionierung) auf einen bestimmten bedingten Reiz (CS) erworben, wird die bedingte Reaktion (CR) auch auf Reize generalisiert, die dem verwendeten CS hinreichend ähnlich sind. Ist beispielsweise eine Lidschlussreaktion auf einen Ton von 1000 Hertz (Hz) konditioniert worden, erfolgt der Lidschluss auch auf tiefere (etwa 800 Hz) oder höhere Töne (etwa 1200 Hz). Der bedingte Lidschlussreflex wird jedoch schwächer, je stärker der aktuell verwendete Ton vom konditionierten Ton abweicht (Generalisierungsgradient). Die Generalisierung bedingter Reflexe verweist darauf, dass nicht äußere Reize, sondern die von diesen Reizen ausgelösten neuronalen Aktivierungen konditioniert werden. In der Folge überträgt sich die Tendenz, die CR auszulösen, auf alle Reize, die eine hinreichend ähnliche Aktivierung im ZNS hervorrufen wie der CS.
  • Generativität von Sprache
    Die Tatsache, dass wir beim Gebrauch der endlichen Anzahl an Wörtern und Morphemen unseres Wortschatzes eine unbegrenzte Anzahl an Sätzen zusammenfügen und eine unbegrenzte Anzahl an Gedanken ausdrücken können.
  • Generierungs-Rekognitionstheorie
    Nach dieser Theorie beruht der Free Recall darauf, dass zuerst Kandidaten generiert werden und dann geprüft wird, ob sie in der Lernliste vorkamen. Für das Wiedererkennen reicht dagegen der Rekognitionsprozess aus. Das Generieren entspricht der Reaktivation relationaler Information und das Rekognizieren der Reaktivation itemspezifischer Information.
  • Generierungseffekt
    Man erinnert Informationen, die man selbst generiert hat, besser als Informationen, die man aus anderen Quellen erfahren hat.
  • genetische Distanz
    Unähnlichkeit von Populationen in Bezug auf viele genetische Marker
  • Eine Veränderung in einem DNA-Abschnitt.
  • genetische Varianz
    genetischer Effekt
  • genetischer Effekt
    Einfluss des Genoms relativ zur Umwelt auf eine Eigenschaft
  • genetischer Marker
    Stoffwechselprodukt, das auf das Vorhandensein eines bestimmten Allels hinweist
  • Genetischer Polymorphismus
    Genort mit zwei oder mehr Allelen.
  • genetischer Verwandtschaftsgrad
    Grad der genetischen Ähnlichkeit mit Verwandte
  • genetisches Geschlecht
    genetisch definiertes Geschlecht
  • Entwicklungsphase nach der psychoanalytischen Theorie Freuds, in der die frühkindlichen Formen des Lustgewinns erneut an Bedeutung gewinnen, wobei jedoch die genitalen Zonen eine verstärkte Bedeutung als Quelle des Lustgewinns erfahren.
  • Die fünfte und letzte Phase in Freuds Theorie. Sie beginnt im Jugendalter, wenn die sexuelle Reifung abgeschlossen ist und Geschlechtsverkehr zu einem Hauptziel wird.
  • Besonderheit der systemischen Therapie: Einsatz von symbolisch-methaphorischem Verfahren, zur anschaulichen Darstellung der Struktur der Familie des Indexpatienten.
  • Genogramm
    In einem Genogramm werden die Beziehungen zwischen den Mitgliedern einer Familie grafisch dargestellt. Dabei können auch bereits verstorbene oder auch Personen, die nicht der Familie angehören, mit aufgenommen werden. Merkmale der Personen (z. B. Geschlecht) können durch grafische Symbole dargestellt werden.
  • "Enthält die vollständigen Instruktionen, um einen Organismus herzustellen; besteht aus dem kompletten genetischen Material in den Chromosomen (Chromosomensatz). Das menschliche Genom verfügt über 3 Mrd. lose verbundene Nukleotidpaare, die als spiralförmige DNS-Ketten angelegt sind."
  • Der vollständige Satz von Genen (d. h. Erbinformation tragenden DNA-Abschnitten) eines Organismus. Die komplette Erbinformation eines Lebewesens.
  • Genom
    enthält die vollständigen Informationen, um einen Organismus herzustellen. besteht aus dem gesamten genetischen Material in den Chromosomen des Organismus.
  • Gesamtheit der genetischen Information im Zellkern
  • Gesamtheit aller Gene eines Organismus
  • Genom-Umwelt-Interaktion
    statistische Wechselwirkung zwischen Genom und Umwelt
  • Genom-Umwelt-Kovarianz
    Häufung bestimmter Genome in bestimmten Umwelten
  • Genomweite Assoziationsstudie (GWAS)
    Versuch, genetische Unterschiede auf der Ebene von SNPs zu identifizieren
  • Gesamtheit aller in der DNA gespeicherten genetischen Informationen, also der vollständige Satz aller Gene eines Organismus.
  • Das genetische Material, das ein Individuum erbt.
  • Gesamtheit aller Erbanlagen eines Organismus
  • Genotypus
    Summe aller genetischen Informationen, die ein Mensch über die Vererbung erhalten hat.
  • Ein Geon ist ein elementarer Teilkörper in der Theorie der Objekterkennung von Biederman.
  • Geräuschagnosie
    → reine Geräuschagnosie
  • Gerechte-Welt-Glaube
    Tendenz von Menschen, zu glauben, dass die Welt gerecht ist und dass Menschen deshalb bekommen, was sie verdienen, und verdienen, was sie bekommen.
  • gerichtete Alternativhypothese
    Annahme (statistische Hypothese), die nicht einen irgendwie gearteten Unterschied oder Zusammenhang behauptet, sondern die eine bestimmte Richtung vorgibt. Beispiel: Männer sind im Durchschnitt größer als Frauen
  • Gerichtete Hypothesen werden durch einen einseitigen Signifikanztest geprüft, indem zunächst die Richtung des Effekts betrachtet und dann die einseitige Irrtumswahrscheinlichkeit (Fläche des H?-Modells, die vom empirischen Wert auf einer Seite der Prüfverteilung abgeschnitten wird) mit dem Signifikanzniveau von 5% verglichen wird. Alternativ wird beim Rechnen per Hand (z. B. in Klausuren) für die Signifikanzentscheidung der empirische Wert mit dem kritischen Wert für ? = 5% verglichen, der auf der einen Seite des H? -Modells die Grenze des einseitigen Ablehnungsbereichs für die H? bildet.
  • Geruchsepithel/Riechepithel
    aus 3 Zelltypen (Riechzellen, Stützzellen, Basalzellen) bestehendes Sinnesepithel in der Nasenhöhle (Riechschleimhaut)
  • Das Geruchsschema ist ein historisch bedeutsames Klassifikationssystem für Gerüche. Unterschieden werden würzig, faulig, brenzlig, harzig, blumig, fruchtig.
  • Ein Gerücht ist eine mit Tagesereignissen verbundene Behauptung, die geglaubt werden soll. Gewöhnlich werden Gerüchte von Mensch zu Mensch mündlich weitergegeben, wobei keine konkreten Belege vorhanden sind, die deren Richtigkeit bestätigen könnten.
  • GES: Griffiths Entwicklungsskalen zur Beurteilung der Entwicklung in den ersten beiden Lebensjahren
    Die GES (Brandt & Sticker, 2001) stellen den einzigen Entwicklungstest für die ersten beiden Lebensjahre dar, der an deutschen Kindern standardisiert ist . Untersucht werden die Bereiche Motorik, sozialer Kontakt, Hören und Sprechen, Auge-Hand-Koordination und kognitive Entwicklung.
  • Bei der Metaanalyse wird aus den Effektgrößenmaßen der einzelnen Primärstudien ein gewichteter Mittelwert berechnet, der den Gesamteffekt in der Population schätzt. Im Zuge der Metaanalyse kann überprüft werden, ob ein fraglicher Effekt in der Population vorliegt (Signifikanztest für den Gesamteffekt) und wie groß er ist (Effektgrößenschätzung des Gesamteffekts als Punkt- und/oder Intervallschätzung). Häufig werden die Wirksamkeit einer Maßnahme oder die Auswirkung einer Verhaltensweise mittels Metaanalyse untersucht.
  • Gesamtvarianz
    Gesamte Varianz der Daten eines gemessenen Merkmals, Summe aus systematischer und unsystematischer Varianz
  • Ein Faktor, dessen Stufen nur unter bestimmten Stufen eines anderen Faktors auftreten (Varianzanalyse)
  • Grundlegende Neuorganisation aller Geschäftsprozesse eines Unternehmens mit Fokus auf die Kernkompetenzen.
  • Geschichtete bzw. stratifizierte Stichprobe
    Man zieht ein geschichtete bzw. stratifizierte Zufallsstichprobe („stratified random sample“), indem man die Zielpopulation auf der Basis eines Merkmals oder mehrerer Merkmale in Teilpopulationen (Schichten) einteilt – pro Merkmalsausprägung bzw. Merkmalskombination entsteht eine Teilpopulation – und aus jeder dieser Schichten eine einfache Zufallsstichprobe entnimmt. Ziel der geschichteten zufälligen Stichprobenauswahl ist es, gegenüber der einfachen Zufallsstichprobe im Rahmen populationsbeschreibender Studien die Genauigkeit von Parameterschätzungen zu erhöhen.
  • Stichprobe, in der sich ausgewählte Merkmale (Alter, Geschlecht, Einkommen etc.) nach bestimmten Vorgaben verteilen; liegt eine proportional geschichtete Stichprobe vor, entspricht die prozentuale Verteilung der Schichtungsmerkmale in der Stichprobe der prozentualen Verteilung in der Grundgesamtheit
  • Geschlecht
    in der Psychologie Bezeichnung für die biologisch (»sex«) oder sozial (»gender«) beeinflussten Charakteristika, die Menschen als männlich oder weiblich definieren.
  • Geschlecht im biologischen Sinn (sex) oder im psychologischen Sinn (gender)
  • Geschlechterrollenflexibilität
    Bezieht sich auf die Auffassung, dass Geschlechterrollen soziale Konventionen sind und dass flexiblere Einstellungen und Interessen übernommen werden können.
  • Geschlechterrollenintensivierung
    Bezieht sich auf ein erhöhtes Interesse daran, an den herkömmlichen Geschlechterrollen festzuhalten.
  • Die unmittelbare Bewertung von Information anhand ihrer Relevanz in Bezug auf das eigene Geschlecht.
  • Strukturelle mentale Repräsentationen (Begriffe, Überzeugungen, Erinnerungen) über Geschlechter einschließlich der Geschlechterstereotype.
  • Die Neigung von Kindern, sich mit gleichgeschlechtlichen Gleichaltrigen zusammenzutun und denen des anderen Geschlechts aus dem Wege zu gehen.
  • Geschlechtertrennung
    Tendenz zu gleichgeschlechtlichen Interaktionen
  • Die Chromosomen (X und Y), die das Geschlecht eines Individuums bestimmen.
  • Eine im DSM-V verzeichnete Symptomatik bei Kindern, die sich mit dem anderen Geschlecht (und nicht dem ihren Genen entsprechenden) identifizieren und geschlechtsübergreifende Interessen erkennen lassen. Früher wurde diese Symptomatik als Geschlechtsidenti
  • Das Bewusstsein bezüglich des eigenen Geschlechts.
  • Geschlechtsidentität
    das Gefühl einer Person, Mann oder Frau zu sein.
  • Bezieht sich auf die Erkenntnis, dass man das Geschlecht nicht nach Belieben wechseln kann. Sie stellt die Voraussetzung für eine Identifikation mit dem eigenen Geschlecht und für die bevorzugte Nachahmung gleichgeschlechtlicher Modelle dar.
  • Die Erkenntnis, dass das Geschlecht auch bei äußerlichen Veränderungen im Erscheinungsbild oder im Verhalten eines Menschen unveränderlich ist.
  • Geschlechtskonstanz
    Wissen über die Stabilität und Unveränderbarkeit des Geschlechts
  • Geschlechtsrolle
    Reihe von Erwartungen an das Verhalten von Männern und Frauen.
  • Geschlechtsrolle
    Geschlechtsstereotyp über angemessenes Verhalten eines der beiden Geschlechter
  • Geschlechtsrollenpräferenz
    Begriff, der sich auf den Grad der Bevorzugung bzw. Ablehnung von Geschlechtsrollenmerkmalen sowie auf die Höherbewertung spezifischer Geschlechtsrollenmerkmale bezieht.
  • Geschlechtsrollenstereotype
    Subjektive Vorstellungen und Konzepte über Merkmalsausprägungen, die mit unterschiedlichen Auftretenswahrscheinlichkeiten in den Geschlechtsgruppen gekoppelt sind.
  • geschlechtsspezifische Eigenschaft
    Eigenschaft nur eines der beiden Geschlechter
  • Das Bewusstsein, dass das Geschlecht über die Zeit hinweg stabil bleibt.
  • Geschlechtsstereotyp
    kulturelle Meinung über die beiden Geschlechter
  • Geschlechtsstereotype
    Geschlechtsstereotype beinhalten sozial geteiltes Wissen darüber, wie sich Frauen und Männer in Bezug auf eine bestimmte Domäne (z.B. Ausdruck und Erleben von Emotionen) voneinander unterscheiden (deskriptive Normen) oder unterscheiden sollten (präskriptive Normen).
  • Verhaltensweisen, die mit dem Geschlecht einer Person (im Sinne von Gender) zusammenhängen.
  • geschlechtstypische Eigenschaft
    Eigenschaft, die innerhalb der beiden Geschlechter unterschiedlich verteilt ist
  • Der Prozess der Sozialisation und Entwicklung der Geschlechtsidentität im Sinne von Gender.
  • Geschlechtstypisierung
    bezeichnet den Erwerb einer traditionell männlichen oder weiblichen Rolle.
  • Verhaltensweisen, die für das andere Geschlecht typischer sind als für das eigene.
  • Linien, die eine Fläche umschließen, werden leichter als eine Einheit aufgefasst als diejenigen, die sich nicht zusammenschließen.
  • Geschmacksknospe
    Geschmackszellen und Stützzellen bilden dieses auf der Zungenoberfläche angesiedelte Sinnesorgan
  • Eine Geschmacksknospe ist eine Struktur in einer Zungenpapille, die Geschmacksrezeptoren enthält.
  • Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung
    Geschwindigkeit des Zugriffs zum Kurz- oder Langzeitspeicher
  • Geschwindigkeitstests
    Geschwindigkeitstests (Speed-Tests) sind Leistungstests, bei welchen bei unbegrenzter Zeitvorgabe alle Items von allen Probanden gelöst würden. Die Differenzierung zwischen den Probanden wird nur durch die Begrenzung der Bearbeitungszeit erreicht. Solche Tests werden häufig zur Prüfung der Konzentration eingesetzt.
  • Eigenschaft, sozialen Kontakt zu suchen und zu mögen
  • Gesetz der großen Zahl
    Das Gesetz der großen Zahl beschreibt folgenden Zusammenhang: Je größer eine Stichprobe ist, desto stärker nähert sich die Verteilung einer Variable der wahren Verteilung in der Population an.
  • Gesetz der Wirkung (law of effect)
    Die Annahme, dass Verstärkung für Lernen erforderlich ist.
  • Das Gesichtsfeld ist der Bereich, in dem bei unbewegtem Körper und unbewegtem Auge Objekte wahrgenommen werden können.
  • Gesichtsfeldausfall
    Ein Defekt im Gesichtsfeld, dessen Größe, Lage und Dichte von der ihn verursachenden Läsion abhängt (→ Hemianopsie; Quadrantenanopsie).
  • Gesprächspsychotherapie
    Systematische, selektive und qualifizierte Form verbaler und nonverbaler Kommunikation und sozialer Interaktion zwischen zwei oder mehreren Personen mit dem Ziel einer Verminderung der psychischen Beeinträchtigung mittels differenzierter Selbst- und Umweltwahrnehmung zur Neuorientierung des Patienten auf der Basis der Lern- und Sozialpsychologie.
  • Gestalt
    organisiertes Ganzes. Die Gestaltpsychologen heben unsere Tendenz hervor, einzelne Informationselemente zu einem sinnvollen Ganzen zusammenzufügen.
  • Gestaltfaktoren sind von der Gestaltpsychologie entwickelte Regeln, nach denen sich Elemente zu größeren Konfigurationen zusammenschließen sollen.
  • Gestaltgesetze (gestalt principles)
    Auf die Gestaltpsychologen zurückzuführende Prinzipien, die eine Organisation in der Wahrnehmung bewirken. Neben dem übergeordneten Prägnanzprinzip (Gesetz der guten Gestalt) sind dazu die Gesetze der Gleichartigkeit, der Nähe, der Geschlossenheit usw. formuliert worden.
  • Gestaltkriterien
    Von den Gestaltpsychologen entdeckte Gesetzmäßigkeiten, die die Integration von Sinneseindrücken bestimmen.
  • Um die Gestaltpsychologie zu erläutern, kann man sich keiner eindeutigen wissenschaftlichen Definition bedienen. Fest steht jedoch, dass es sich dabei um eine Wahrnehmungslehre in der Psychologie handelt, deren Grundannahme seit Beginn ihrer Untersuchung lautet, dass die menschliche Wahrnehmung nicht alle Objekte der Umgebung so abbildet, wie sie objektiv zu betrachten wären, sondern sie bereits strukturiert, bevor sie dem Gehirn zur Begutachtung vorgelegt werden. Die Gestaltpsychologie widmet sich also, einfacher ausgedrückt, der Untersuchung, wie der Mensch Ganzheiten erlebt und wahrnimmt.
  • Gestaltpsychologie
    "Von u. a. Max Wertheimer, Wolfgang Köhler und Kurt Koffka begründete Forschungsrichtung, in deren Mittelpunkt Wahrnehmungsphänomene stehen. Zentral ist die Annahme ganzheitlicher Wahrnehmungsprozesse (""Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile""). "
  • Die Gestaltpsychologie ist eine Richtung der Psychologie, die sich im Bereich der Wahrnehmung besonders mit den Prinzipien der Wahrnehmungsorganisation beschäftigte. Sie geht davon aus, dass das Ganze anders ist als die Summe seiner Teile.
  • Gestaltpsychologie (gestalt psychology)
    Stellt die Bedeutung der gestalthaften Organisation von Einzelelementen in den Vordergrund, die dadurch Eigenschaften erlangen, die nicht in den Einzelelementen enthalten sind.
  • Gestaltungsspielraum
    Der Gestaltungsspielraum kennzeichnet das Ausmaß an Variabilität bei der Aufgabenausführung, d. h., dass die Aufgabe selbstständig nach eigenen Zielsetzungen strukturiert und gestaltet werden kann.
  • Dauer der Schwangerschaft seit der Befruchtung. Wird in Wochen gemessen.
  • Gesundheit wird oft verstanden bzw. definiert als Abwesenheit von Krankheit. Durch die WHO (Weltgesundheitsorganisation) wird dieses Verständnis erweitert: Sie beschreibt es zusätzlich als »Zustand des vollkommenen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens.«.
  • Ansatz, der den Gedanken der Primärprävention mit dem der Selbststeuerung und Eigenverantwortung von Menschen verbindet. Im Zuge des Gesundheitscoachings sollen Beschäftigte dazu befähigt werden, selbstbestimmt mit beruflichen und privaten Belastungen und Beanspruchungen optimal umzugehen.
  • Gesundheitsförderung
    Gesundheitsförderung umfasst alle der Gesundheit dienlichen Maßnahmen einer Gesellschaft. Die Gesundheitsförderung zielt insbesondere auf die Förderung von Ressourcen ab und will damit die Entwicklung positiver Gesundheit stärken.
  • Gesundheitskompetenz
    Gesundheitskompetenzen sind die Fähigkeiten eines Individuums oder einer Gruppe, Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die eigene Gesundheit auswirken.
  • Gesundheitspsychologie
    Teilbereich der Psychologie, der den Beitrag der Psychologie zur Verhaltensmedizin liefert.
  • In einem Gesundheitszirkel arbeiten Mitarbeiter verschiedener Abteilungen bzw. Bereiche eines Unternehmens in Form einer Projektgruppe über einen bestimmten Zeitraum zusammen. Gesundheitszirkel haben die Feststellung von Belastungen am Arbeitsplatz, die Identifikation von Ansatzpunkten zum Belastungsabbau und die Erarbeitung von Verbesserungsvorschlägen zwecks Belastungsoptimierung und Ressourcenstärkung zum Ziel.
  • Gesundheitszirkel
    Gesundheitszirkel werden als Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements eingesetzt, um Arbeitsbelastungen zu identifizieren, Gesundheitsressourcen zu entwickeln und konkrete Maßnahmen betrieblicher Gesundheitsförderung zu erarbeiten. Die Zirkel setzen sich meist aus einer Gruppe von Beschäftigten, Meister, Sicherheitsfachkraft, Betriebsrat, Betriebsarzt und Betriebsleiter zusammen, die sich in regelmäßigen Abständen über eine begrenzte Zeit unter Leitung eines externen Moderators trifft. Bei den Treffen sollen sämtliche Arbeitsanforderungen im eigenen Arbeitsbereich, die die Beschäftigten als gesundheitlich beeinträchtigend erleben, bearbeitet und Lösungsvorschläge für ihre Bewältigung durch technische, organisatorische sowie personenbezogene Maßnahmen gemeinsam entwickelt werden.
  • Ein Prozess, bei dem soziale Partner ihre Aufmerksamkeit bewusst auf einen gemeinsamen Gegenstand in der äußeren Umwelt richten.
  • Geteilte Aufmerksamkeit (divided attention)
    Situationen bzw. experimentelle Bedingungen, in denen mehrere Aufgaben gleichzeitig ausgeführt werden müssen. Geteilte Aufmerksamkeit ist theoretisch von großem Interesse, da Interferenz und Leistungseinbrüche beim Ausführen multipler Tätigkeiten Rückschlüsse auf die Limitationen des menschlichen Informationsverarbeitungssystems erlauben.
  • Führung in Gruppen, die sich durch einen dynamischen, interaktiven Einflussprozess innerhalb der Arbeitsgruppe mit dem Ziel gegenseitiger Führung zur Erreichung der Gruppenziele auszeichnet.
  • Geteilte Führung
    Geteilte Führung beschreibt einen dynamischen, interaktiven Einflussprozess zwischen Gruppenmitgliedern mit dem Ziel, sich gegenseitig bei der Realisierung von Gruppen- oder Organisationszielen anzuleiten.
  • geteilte Umwelt
    von Personenpaaren (z. B. Geschwistern) geteilte Umweltbedingungen
  • geteilte Umwelteffekte
    Umwelteffekte, die Personenpaare (z. B. Geschwister) ähnlich machen
  • Gewalt
    Verhalten mit Schädigungsabsicht, bei dem schwere körperliche Schädigungen zugefügt oder angedroht werden.
  • Gewalt
    "Realisierte oder beabsichtigte, bewusste Schädigung von Personen, Tieren, Pflanzen oder Sachen (muss nicht geplant sein); bezogen auf Medien, lassen sich unterschiedliche Formen von Gewaltdarstellungen differenzieren, beispielsweise fiktionale und reale Medien-Gewalt."
  • Gewichtung von Merkmalsdimensionen
    TEC geht davon aus, dass Handlungsziele nicht nur die Auswahl von Handlungen beeinflussen, sondern auch die Verarbeitung von Merkmalen derjenigen Dimensionen begünstigen, die die für diese Handlungen wichtigen Informationen kodieren. Intentionen führen laut TEC unter anderen zu einer zieldienlichen Gewichtung von Merkmalsdimensionen.
  • Psychophysikalische Funktion der Prospect Theory. Sie stellt dar, wie objektive Wahrscheinlichkeiten subjektiv wahrgenommen werden.
  • Ein innerer Regulationsmechanismus, der die Fähigkeit eines Individuums erhöht, Verhaltensstandards zu entsprechen, die in seiner Kultur als verbindlich gelten.
  • Gewissenhaftigkeit
    Wichtiges Persönlichkeitsmerkmal zur Vorhersage beruflicher Leistung mit den Facetten Selbstvertrauen, Ordnungsliebe, Pflichtbewusstsein, Selbstdisziplin, Leistungsmotivation und Besonnenheit.
  • Gewissenhaftigkeit
    Eigenschaft, genau und zuverlässig zu arbeiten
  • Glatte Augenfolgebewegung
    Augenbewegung, die vor allem in der Anwesenheit eines bewegten Objekts ausgeführt wird. Dabei ist die Geschwindigkeit der Augenbewegung exakt an die Geschwindigkeit des Objekts angepasst, sodass das retinale Bild des bewegten Objekts stationär ist.
  • Glaubwürdigkeit
    Glaubwürdigkeit ist im engen Sinne eines der zentralen Merkmale des Senders, die darüber entscheiden, ob die Kommunikation überzeugend wirkt. Wichtige Determinanten sind Vertrauenswürdigkeit und Kompetenz. Im weiteren Sinne bezieht sich Glaubwürdigkeit auch auf Merkmale der Botschaft, des Kontextes und des Kanals der Kommunikation.
  • Bei der Intervallschätzung nach dem Bayes-Ansatz spricht man statt vom Konfidenzintervall vom Glaubwürdigkeitsintervall („credible intervall“), in dessen Berechnung neben den Stichprobendaten auch Vorinformationen der Forschenden (auf der Basis des Forschungsstandes) einfließen.
  • Risiko-Ressourcen-Modell, bei dem sich aus dem Zusammenspiel von Risiken und Ressourcen ein Schwellenwert ergibt, der die Wahrscheinlichkeit kennzeichnet, an einer psychischen Störung zu erkranken.
  • Gleichgewichtspotenzial
    Potenzial zwischen der Innen- und der Außenseite einer semi­permeablen Membran, bei dem die osmotischen Kräfte den elektrischen das Gleichgewicht halten, so dass genauso viel Ionen ein- wie auswärts diffundieren; ist die Ionenverteilung bekannt, lässt es
  • Gleichgewichtssinn
    Sinnessystem zur Wahrnehmung der Bewegung und Lage des Körpers.
  • Gleichverteilungsannahme
    Eine Form der Nullhypothese beim Chi-Quadrat-Test: Die erwartete Häufigkeit ist in jeder Zelle gleich
  • Gleichwertige Methoden
    Im Rahmen von MTMM-Modellen solche Methoden, die das zu erfassende Trait gleichwertig repräsentatieren, (z.B. parallele Tests oder Testhälften). Im Unterschied zu austauschbaren Methoden, ist die Erklärung der Methodeneffekte für diese Methoden nachrangig.
  • Glia-Zelle
    Neben den Neuronen der 2. Zelltyp des Nervensystems mit vielen wichtigen Funktionen; bildet aber keine Aktionspotenziale aus
  • Gliazelle
    Neben den Neuronen der 2. Zelltyp des Nervensystems mit vielen wichtigen Funktionen; bildet aber keine Aktionspotenziale aus
  • Zellen im Gehirn, die eine Vielzahl von entscheidenden Stützfunktionen ausüben.
  • Gliazellen
    Zellen innerhalb des Nervensystems, die die Neuronen stützen, ernähren und schützen und möglicherweise beim Lernen und Denken eine Rolle spielen.
  • Eine global-repräsentative Stichprobe liegt vor, wenn die Zusammensetzung der Stichprobe in allen Merkmalen und Merkmalskombinationen der Populationszusammensetzung entspricht. Dies kann nur durch probabilistische Stichprobenverfahren sichergestellt werden, sofern gleichzeitig ein Mindeststichprobenumfang eingehalten wird.
  • Globale Gedächtnismodelle (global memory models)
    Sehr leistungsfähige mathematisch formulierte Gedächtnismodelle mit der zentralen Annahme, dass die Erinnerung an ein Ereignis immer durch alle im Gedächtnis repräsentierten Inhalte mitbestimmt ist.
  • Allgemein beschreibt Globalisierung die Entstehung weltweiter Märkte aufgrund der Internationalisierung des Handels und der zunehmenden Verflechtung von Finanz-, Waren- und Dienstleistungsmärkten. Hauptakteure dieses Prozesses sind große multinationale Konzerne.
  • Kugelförmige, wasserlösliche Eiweiße, z.B. Enzyme, Plasmaproteine, Peptidhormone, Hämoglobin oder Myoglobin
  • Globus pallidum
    Kern der Basalganglien, medial zum Putamen gelegen
  • Glomeruli
    Gefäßknäuel, speziell in der Niere: hier findet die erste Phase der Harnbildung statt
  • Glomus caroticum
    Nervenzellknäuel im Halsbereich; registriert pO2 und pH-Wert und ist so an der Steuerung der Sauerstoffversorgung des Gehirns mitbeteiligt
  • Glück(lichsein)
    affektive Komponente des Wohlbefindens
  • Glukagon
    Kataboles Hormon. Antagonist des Insulins, wird freigesetzt, um die Bereitstellung von in der Leber gespeicherter Glukose zu aktivieren.
  • Glukokortikoide
    Zählen zu den Steroidhormonen, werden in der Nebennierenrinde gebildet. Der Name leitet sich ab von ihrer wichtigen Funktion beim Glucose-Stoffwechsel. Das wichtigste Glukokortikoid beim Menschen ist das Kortisol.
  • Glukose
    Form des Zuckers, die im Blut zirkuliert und die Hauptenergiequelle für das Körpergewebe darstellt. Sinkt der Glukosespiegel, fühlen wir uns hungrig.
  • Glukosetoleranztest, oraler
    Belastungstest, der erfasst, wie effektiv Glukose verstoffwechselt wird. Wird eingesetzt, um eine gestörte Glukosetoleranz (Prädiabetes) oder einen Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) zu diagnostizieren.
  • Neurotransmitter, wirkt erregend in den limbischen Kernen, im Neokortex, Striatum und im Hippocampus, vor allem aber in jenen Fasersystemen, die vom Neokortex in subkortikale Regionen projizieren. Damit beteiligt an Aktivierung und Gedächtnis. Störungen v.a. bei Schizophrenie bedeutsam.
  • Glykogenolyse
    Bereitstellung von in der Leber gespeicherter Glukose, Mechanismus, der dazu dient, den Glukosespiegel zu regulieren (Glukohomöostasis).
  • GMP (Generic Model of Psychotherapy)
    Versuch von Orlinsky und Howard, auf Basis metaanalytischer und theoretisch-konzeptioneller Analysen Faktoren und Prozesse, die relevant für den Therapieerfolg sind, sowie deren Zusammenspiel darzustellen.
  • Go/No-Go-Aufgabe
    Testverfahren zur Überprüfung der Fähigkeit, Handlungsimpulse zu unterdrücken.
  • Goldberg-Index
    "Index, um bei der sog. ""mechanischen Urteilsbildung"" anhand von MMPI-Testergebnissen festzustellen, ob ein Patient psychotisch ist oder nicht. Die individuellen Testwerte aus fünf Skalen werden nach einer Formel addiert und teils auch subtrahiert; bei Überschreitung eines Grenzwertes gilt der Patient als psychotisch."
  • Gonaden
    Geschlechtsdrüsen. Bei der Frau werden die Gonaden als Ovarien und beim Mann als Hoden bezeichnet.
  • Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH)
    Das GnRH wird vom Hypothalamus ausgeschüttet und regt die Hypophyse dazu an, Gonadotropine auszuschütten, das wiederum dafür sorgt, dass in den Hoden bzw. Ovarien die Sexualhormone Testosteron und Östrogen gebildet werden.
  • Das Good-Enough-Prinzip („good enough principle“) besagt, dass für die Annahme einer Alternativhypothese festgelegt werden sollte, welche Effektgrößen hinsichtlich praktischer Bedeutsamkeit „gut genug“ sind. Dass ein Effekt vom Wert Null abweicht, wird als nicht gut genug angesehen. Stattdessen sollte ein ganzer Bereich unbedeutsam kleiner Effekte definiert und die Alternativhypothese nur dann akzeptiert werden, wenn der empirische Effekt außerhalb des Bereichs vernachlässigbar kleiner Effekte liegt.
  • Beschreibt die Vorstellung, dass die Auflösungskraft in der Mitte des Aufmerksamkeitslichtkegels am höchsten ist und zu seinen Rändern hin abfällt.
  • Begriff der umschreibt, dass Aufmerksamkeit graduell auf zwei verschiedene Prozesse verteilt werden kann, z.B. wenn zwei Aufgaben gleichzeitig ausgeführt werden. Ist mit der Idee verbunden, dass Aufmerksamkeit eine teilbare Ressource ist, die als eine Art „Brennstoff“ für das Funktionieren von menschlicher Informationsverarbeitung notwendig ist.
  • Grammatik
    System von Regeln in einer Sprache, mit deren Hilfe wir uns anderen Menschen mitteilen und sie verstehen können. Die Semantik (»semantics«) ist die Gesamtheit aller Regeln, mit deren Hilfe wir in einer gegebenen Sprache aus Morphemen, Wörtern und Sätzen Bedeutung ableiten. und die Syntax (»syntax«) beschreibt die Regeln, nach denen Wörter zu sinnvollen Sätzen kombiniert werden.
  • Grammatik (grammar)
    Regelsystem, das erlaubt zu entscheiden, ob eine bestimmte Sequenz von Wörtern ein wohlgeformter Satz einer bestimmten Sprache ist oder nicht.
  • Granulozyt
    Haupttyp der weißen Blutkörperchen; machen ca. 60% der weißen Blutkörperchen aus
  • Graphem (grapheme)
    Distinktive Einheit eines Schriftsystems. In Buchstabenschriften symbolisieren sie phonemische Objekte, im Idealfall Phoneme.
  • Gratifikation
    Belohnung. Diese kann unterschiedlichste Formen aufweisen und explizit oder implizit gegeben werden.
  • Gratifikationskrisen
    Zunehmende psychische Unzufriedenheit/Belastung am Arbeitsplatz, welche durch ein Ungleichgewicht zwischen erbrachter Leistung und Belohnung entsteht.
  • Gravidität
    Schwangerschaft.
  • Die Prozesse, die dazu führen, dass Organisationen bestimmte Menschen anziehen und für die Mitarbeit auswählen, werden als Gravitation bezeichnet.
  • Grazing
    Ständiger Konsum kleinerer Nahrungsmengen über einen längeren Zeitraum.
  • Griechisch-lateinische Quadrate
    Erweiterung eines lateinischen Quadrats um einen Faktor (Varianzanalyse).
  • GRIT
    schrittweise und wechselseitige Initiativen zur Spannungsreduktion – eine Strategie zur Verringerung internationaler Spannungen.
  • Reizmuster mit kleineren Flächen werden eher als Figuren gesehen als die mit größeren Flächen.
  • („effect size“) Effekte, d. h. Unterschiede zwischen Gruppen, Zusammenhänge zwischen Variablen oder Veränderungen von Untersuchungsobjekten über die Zeit, können in ganz unterschiedlicher Größe auftreten. Eine Hypothese, bei der die erwartete Effektgröße (oder zumindest die Größenordnung: kleiner, mittlerer oder großer Effekt) angegeben ist, heißt spezifische Hypothese („specific hypothesis“). Wird dagegen die Effektgröße nicht spezifiziert, so handelt es sich um eine unspezifische Hypothese („non-specific hypothesis“).
  • Fähigkeit, die Größe eines Objektes als konstant wahrzunehmen, auch wenn sich die räumliche Distanz zum Betrachter ändert. Es findet dabei eine interne Korrektur statt, die den Gegenstand konstant gleich groß erscheinen lässt.
  • Nach der Größenkonstanz kann die physikalische Größe eines Objektes unabhängig von der Entfernung bzw. der Abbildgröße auf der Retina wahrgenommen werden.
  • Die Größenschätzung ist ein Verfahren der subjektiven Einschätzung der wahrgenommenen Größe von Reizen und Intensitäten nach einem Merkmal. Die Urteile werden mithilfe von Zahlen ausgedrückt.
  • Größenvorteil
    (Stück-)Kostenvorteile, die Unternehmen mit größerer Outputmenge gegenüber Unternehmen mit geringerer Outputmenge aufweisen (engl. Economies of Scale). Die Ursachen hierfür können vielfältig sein, z.B. durch eine bessere Auslastung von Maschinen in Großunternehmen. Im Medienbereich entstehen sie vor allem durch die fixen, von den Nutzerzahlen unabhängigen Kosten des jeweiligen Inhaltes (first-copy-cost). Je höher die Zahl der Rezipienten, desto niedriger werden die Stückkosten je Rezipient.
  • Ein Wahn, der übertriebenen Selbstwert, Macht, Wissen, Identität oder eine besondere Beziehung zu Gott oder einer berühmten Person beinhaltet.
  • Groupthink ist ein Denkmodus, in den Personen verfallen, wenn sie Mitglied einer hoch kohäsiven Gruppe sind, wenn das Bemühen der Gruppenmitglieder um Einmütigkeit, ihre Motivation, alternative Wege realistisch zu bewerten, übertönt.
  • Gruppenspezifisches Phänomen, bei dem zugunsten des Gruppenerhalts sowie der Konformität auf eine ausgewogene und kritische Betrachtung von Problemstellungen verzichtet wird, was häufig in fehlerhaften Entscheidungsprozessen resultiert.
  • Graphische Einstufungsskala zur Leistungsbeurteilung.
  • Perseveration des Denkens mit chronischen und unangemessenen Sorgen.
  • s. Primärfarben
  • Die Grundfrequenz entspricht der niedrigsten Frequenz im Frequenzspektrum eines komplexen Tons.
  • Darunter versteht man in der Psychologie die Menge aller potenziellen Untersuchungsobjekte für eine gegebene Fragestellung.
  • Die Grundlagenforschung widmet sich der Entwicklung und Überprüfung wissenschaftlicher Theorien.
  • Grundlagenforschung
    reine Wissenschaft mit dem Ziel der Vergrößerung des wissenschaftlich fundierten Basiswissens.
  • Grundlagenforschung bzw. akademische Forschung
    Die Grundlagenforschung („basic research“, „pure research“) bzw. akademische Forschung („academic research“) zielt auf die Erweiterung des wissenschaftlichen Kenntnisstandes ab.
  • Die grundlagenwissenschaftliche Studie („basic research study“) dient primär dem wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt.
  • Grundlagenwissenschaftliche Theorien dienen der Beschreibung, Erklärung und Vorhersage von Sachverhalten jeglicher Art.
  • Grundumsatz
    Energiemenge, die ein Körper im Ruhezustand verbraucht.
  • Grundumsatz
    Stoffwechselumsatz unter Standard-Ruhebedingungen (nüchtern, am Morgen, in Ruhe etc.)
  • Gruppe
    Eine Gruppe existiert, wenn zwei oder mehr Individuen sich als Mitglieder einer Gruppe verstehen.
  • Eine Gruppe ist eine Mehrzahl von Personen, die über längere Zeit in direktem Kontakt stehen, wobei sich Rollen ausdifferenzieren, gemeinsame Normen entwickeln und Kohäsion (Wir-Gefühl) entstehen können.
  • Gruppe
    Eine (Klein-)Gruppe besteht in der Regel aus zwei bis 20 Personen, die miteinander interagieren, sich selbst der Gruppe zugehörig beschreiben (Selbstkategorisierung) und sich der anderen Gruppenmitglieder bewusst sind.
  • Gruppe der Gleichaltrigen
    Unter einer sozialen Gruppe versteht man zwei oder mehr Personen, die sowohl von Außenstehenden als auch von sich selbst als zu derselben Kategorie gehörig wahrgenommen werden: Die Mitglieder wissen um die eigene Gruppenzugehörigkeit (kognitive Komponente) und dieses Wissen geht mit einer positiven oder negativen Bewertung (evaluative Komponente) sowie positiven bzw. negativen Gefühlen (emotionale Komponente) einher. Bereits im Kindesalter (z.B. in der Kita, der Schule) formieren sich Gruppen von (z. B. gleichgeschlechtlichen) Gleichaltrigen. Im Jugendalter spielen peer groups jedoch eine zentrale für die Identitätsentwicklung.
  • Gruppenarbeit ist eine Arbeitsform, bei der mehrere Arbeitende einen Auftrag bzw. eine Aufgabe gemeinschaftlich erfüllen, dazu gemeinschaftliche Zielstellungen (Gruppenziele) verfolgen, eine Ordnung ihres Zusammenwirkens aufweisen und in Kommunikation miteinander stehen.
  • Der Prozess, durch den Gruppenmitglieder darauf sozialisiert werden, sich den Normen der eigenen Gruppe anzupassen und sich den gruppendefinierenden Merkmalen anzugleichen.
  • Gruppenbruchlinien
    Gruppenbruchlinien sind hypothetische Trennlinien, die eine Gruppe oder ein Team in zwei oder mehr Subgruppen aufteilen, wobei die Aufteilung auf einem oder mehreren individuellen Attributen beruht.
  • Gruppendenke
    Ein Syndrom, bei dem es zu schlechten Entscheidungen in Gruppen kommt. Dabei streben die Mitglieder einer kohäsiven Eigengruppe nach Einmütigkeit und zwar auf Kosten einer realistischen Bewertung alternativer Handlungsverläufe.
  • Gruppendenken
    Denkweise, die dann auftritt, wenn in einer Gruppe das Harmoniebedürfnis bei Entscheidungen stärker ist als die realistische Bewertung von Alternativen.
  • Bei der Gruppendiskussion diskutieren zwischen 5 und 15 Personen zu einem vorgegebenen Thema. Die Gruppendiskussion wird meist von einer Forscherin oder einem Forscher unter Rückgriff auf einen thematischen Leitfaden geleitet. Die Forschenden moderieren, äußern sich aber nicht inhaltlich zum Thema.
  • Gruppeneffektivität
    Gruppeneffektivität kann nach Hackman über drei Kriterien für den Erfolg einer Arbeitsgruppe definiert werden: Das Gruppenergebnis muss die Leistungsstandards der Personen erfüllen oder übertreffen, die dieses Ergebnis erhalten oder beurteilen. Die sozialen Prozesse bei der Gruppenarbeit erhalten oder fördern die Fähigkeit der Gruppenmitglieder, auch bei künftigen Aufgaben zusammenzuarbeiten. Die Erfahrung der Gruppenarbeit sollte die Bedürfnisse der einzelnen Gruppenmitglieder mehr befriedigen als frustrieren.
  • Gruppenemotionen
    Emotionen, die als Mitglied sozialer Gruppen, anstatt lediglich individuell, erlebt werden; sie bringen Einschätzungen von Ereignissen aus der Sicht von Gruppeninteressen und Bewältigungsressourcen zum Ausdruck.
  • Gruppenführung
    Bedeutet, dass man sich selbst und andere beeinflusst, motiviert und befähigt, etwas zur Effektivität und Funktionsfähigkeit von Arbeitsgruppen beizutragen.
  • Gruppenkohäsion bezeichnet den Zusammenhalt einer Gruppe bzw. die Bindung der Gruppenmitglieder an die Gruppe. Teilkomponenten der Gruppenkohäsion sind die interpersonelle Attraktivität, der Gruppenstolz und die Attraktivität der Gruppenaufgabe. Gruppenkohäsion ist nicht nur günstig für das Gruppenklima, sondern wirkt sich unter gewissen Bedingungen auch positiv auf die Gruppenleistung aus.
  • Gruppenlernen
    Ist eine allgemeine Bezeichnung für verschiedene Lernprozesse, die nur dann auftreten können, wenn mehrere Menschen interaktiv an derselben Aufgabe arbeiten.
  • Gruppenpolarisierung
    Tendenz, Entscheidungen zu fällen, die extremer sind als der Durchschnitt der anfänglichen Positionen der Gruppenmitglieder; die Tendenz geht in die Richtung, die die Gruppe bereits favorisierte.
  • Gruppenpolarisierung
    Extremisierung der in einer Gruppe vorherrschenden Einstellungen durch Diskussionen in der Gruppe.
  • Gruppenpuzzle
    Eine kooperative Lehrmethode, die dazu entwickelt wurde, in Schulklassen Vorurteile abzubauen.
  • Gruppensozialisation
    Die Anstrengungen der Gruppe, neue Mitglieder an die bestehenden Gruppennormen und ­praktiken zu assimilieren.
  • Gruppensozialisationstheorie
    Auffassung, dass die Gruppe der Gleichaltrigen (und nicht die Eltern!) den entscheidenden Erziehungseinfluss ausübt.
  • Bei einer Gruppenstudie („group design“) wird eine Stichprobe von Objekten aus der Grundgesamtheit untersucht und zusammenfassend ausgewertet – dies ist sowohl in der qualitativen als auch in der quantitativen Forschung der häufigste Fall (z.B. quantitative Aggregatwerte wie Mittelwerte, Prozentwerte, Korrelationskoeffizienten oder qualitative Aggregate wie Kategorien und Typen). Eine Gruppenstudie kann nicht nur als Stichprobenstudie, sondern auch als Vollerhebung realisiert werden, indem die gesamte Population untersucht wird, was nur bei kleinen Populationen möglich ist.
  • Gruppensynchronisierung
    Ist die Summe der Aktivitäten, die darauf abzielen, das kollaborative Generieren, Modifizieren und Integrieren individueller Beiträge in einer Gruppe zu optimieren.
  • Gruppentherapie
    wird mit Gruppen statt Einzelpersonen durchgeführt, ermöglicht therapeutische Vorteile durch die Gruppeninteraktion.
  • Gruppentherapie, supportiv-expressive
    Verfahren, das in der Therapie von Krebspatienten eingesetzt wird mit dem Ziel, unterstützende Beziehungen zwischen den Gruppenmitgliedern aufzubauen, tiefe emotionale Reaktionen im Hinblick auf die Krebserkrankung und die Angst gegenüber Tod und Verlust auszudrücken und Problemsituationen beim Umgang mit Ärzten, Pflegepersonal und der Familie zu bearbeiten.
  • Gruppentraining, operantes
    Ein verhaltenstherapeutisches Training, bei dem in der Gruppe Schmerzverhalten abgebaut und gesundes Verhalten erlernt wird.
  • Gruppenuntersuchung
    Test, der mit mehreren Personen gleichzeitig durchgeführt wird
  • Gruppenziele
    Gruppenaufgaben und die ihnen entsprechenden Zielsetzungen sind in der Regel sehr viel komplexer strukturiert als Einzelaufgaben mit ihren individuellen Zielsetzungen. Erfolgreiche Handlungsabläufe, die zur Zielerreichung führen, werden in Gruppen nur dann möglich, wenn die Gruppenmitglieder, die in ihrem Leistungsverhalten sehr häufig voneinander abhängig sind, interagieren.
  • Gruppenzusammensetzung
    Gibt an, wie bestimmte Merkmale in einer Gruppe verteilt sind.
  • Gruppierung
    Tendenz unserer Wahrnehmung, Reize zu kohärenten Gruppen zusammenzufassen.
  • Gruppen von Jugendlichen, die einen ähnlichen stereotypen Ruf haben. Typische Gruppierungen unter US-amerikanischen Jugendlichen sind zum Beispiel die „Brains“, die „Loners“, die „Burnouts“, die „Punks“, die „Sportler“, die „Freaks“ oder die „Nonconformis
  • GSK (Gruppentraining zur Förderung sozialer Kompetenzen)
    Wissenschaftlich gut evaluiertes, halbstandardisiertes Gruppenprogramm von Hinsch und Pfingsten (2007). Annahme der Notwendigkeit verschiedener Fertigkeiten zur Bewältigung von drei verschiedenen Arten relevanter sozialer Situationen: Typ R (Recht durchsetzen), Typ B (Beziehungen), Typ S (um Sympathie werben). Sozial kompetentes Zielverhalten wird im Anschluss an Diskriminationsübungen (was ist R, was ist B, was ist S?), durch Rollenspiele eingeübt. Entspannungsübungen und konstruktive Selbstinstruktionen dienen dabei als selbstverstärkende Strategien zur Überwindung von Schwierigkeiten in der Ausführung neu erworbener Verhaltensweisen.
  • GT: Gießen-Test
    Der Gießen-Test (Brähler & Brähler, 1993) ist ein vor einem psychoanalytischen Hintergrund entwickelter Fragebogen mit 40 Items. Er wird vor allem für die Paardiagnostik verwendet. In verschiedenen Varianten kann damit eine realistische oder eine ideale Beschreibung der eigenen Person oder des Partners erhoben werden. Die Items werden zu fünf Skalen (z. B. Dominanz) verrechnet.
  • Gültigkeit (validity)
    Die Gültigkeit eines Schlusses hängt allein von dessen logischer Form ab. Gültigkeit ist von Wahrheit zu unterscheiden. Ein logischer Schluss kann gültig sein, aber nicht wahr. Wenn z. B. die Prämissen falsch sind, kann zwar der Schluss gültig, aber die Konklusion falsch sein. Anderseits kommt man von inhaltlich wahren Argumenten mit gültigen Schlüssen zu weiteren wahren Argumenten.
  • Erweiterung der Lichtkegelmetapher, die davon ausgeht, dass die Größe des Lichtkegels variabel ist.
  • Elemente, die sich durch eine leicht geschwungene Linie verbinden lassen, werden nach diesem Gestaltfaktor zu einer Gruppe zusammengefasst.
  • Bei psychologischen Messungen ist es, wie bei jeder anderen Messung auch, erforderlich, einen Nachweis dafür zu erbringen, dass die Erhebung, Auswertung und Interpretation der Daten durch Beobachtung oder Testung bestimmten Messgütekriterien standhalten kann. Als Hauptkriterien gelten die Objektivität, Reliabilität und Validität einer Messung.
  • Guttman-Modell
    Siehe Skalogramm-Modell
  • Eine Guttman-Skala („guttman scale“) ist eine psychometrische Skala, die aus mehreren Aussagen besteht, die alle dasselbe Merkmal messen und jeweils mit Zustimmung oder Ablehnung (Ja-/Nein-Format) einzuschätzen sind. Die Guttman-Items einer Skala werden so konstruiert, dass sie graduell jeweils eine immer stärkere Intensität des gemessenen Merkmals repräsentieren. Eine Person, die dem vierten Item auf der Skala zustimmt, muss also alle vorherigen, leichteren Items ebenfalls bejaht haben, wenn das Skalierungsmodell zutrifft. Der Skalenwert der Guttman-Skala berechnet sich als Summe aller zugestimmten Items.
  • Gynäkologie
    Fachgebiet der Medizin, welche sich mit der Prävention, Diagnose und Behandlung von Störungen und Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane und des weiblichen Reproduktionssystems befasst.
  • Gyrus cinguli
    Paariges Hirnareal des limbischen Systems, das auf dem Corpus callosum (Balken) aufliegt
  • Gyrus fusiformis
    Hirnareal im hinteren, unteren Temporallappen, das u.a. für das Erkennen von Gesichtern verantwortlich ist