Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • M-Business
    Abwicklung von Geschäftsprozessen mittels Mobilkommunikation. Dies umfasst die internen Geschäftsprozesse (z.B. Zeiterfassung, Personaleinsatzplanung, Beschaffung) sowie die Transaktionen mit Kunden (M-Commerce).
  • M-Health
    Einsatz der Mobilkommunikation im Gesundheitswesen, etwa für die Kommunikation zwischen medizinischen Fachleuten, zwischen Ärzten und Patienten oder zwischen Patienten. Ein Teilbereich von M-Health umfasst den Einsatz von Mobilmedien (z.B. Handy) in der Psychotherapie (M-Therapy).
  • Als Mach-Bänder bezeichnet man den Effekt der Kontrastverstärkung an der Hell-Dunkel-Grenze von Streifen unterschiedlicher Helligkeit.
  • Macht (power)
    Streben nach Dominanz, Einfluss und Kontrolle.
  • siehe Machtmotivation.
  • Machtdistanz
    Das Ausmaß, in dem in einem Land Hierarchie und Ehrerbietung gegenüber Statushöheren akzeptiert/erwartet werden.
  • Machtmotiv
    Das Machtmotiv ist die Fähigkeit, Befriedigung aus der physischen, mentalen oder emotionalen Einflussnahme auf andere Personen zu ziehen. Das Motivziel ist ein Gefühl von Stärke und Überlegenheit in der erfolgreichen Beeinflussung anderer.
  • Motiv, eigene Interessen auch gegen die Interessen anderer durchzusetzen
  • Das Bedürfnis nach Einfluss und Überlegenheit, nach Stärke und Dominanz, andere Menschen zu beeindrucken, zu kontrollieren (McClelland 1975).
  • macroorganizational module
    Das Modul der Messung der Gesamtstruktur der Organisation; dazu gehören etwa die Anzahl der Hierarchieebenen und der Vorgesetzten/Untergebenen-Quotient.
  • Macula cribrosae
    3 kleine Verdickungen in der Wand des Vestibulum labyrinthi durch die Fasern des N. vestibulocochlearis ziehen
  • Macula lutea
    Neben der Sehnervpapille liegender gelblicher Netzhautfleck in dessen Mitte die Fovea centralis liegt
  • Macula staticae
    Teil des Gleichgewichtsorgans im Vestibulum labyrinthi, bestehend aus Stütz- und Sinneszellen (Haarzellen)
  • Magenpouch
    Künstlicher, verkleinerter Magen.
  • Magenresektion
    Chirurgische Entfernung des Magens oder von Teilen des Magens.
  • Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) (auch Kernspin-Tomografie) (magnetic resonance imaging, MRI)
    Computergesteuertes Abtastverfahren, das starke Magnetfelder und Impulse im Radiowellenbereich nutzt, um Bilder von Gehirn und Körperquerschnitten zu erzeugen.
  • Magnetenzephalografie
    Messung des Magnetfeldes, das durch die Bewegung elektrischer Ladungen in den Nervenzellen erzeugt wird. Sie ermöglicht die Abbildung kortikaler Aktivitäten mit hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung.
  • Magnetenzephalografie (MEG)
    Methode, mit der geringe Magnetfeldänderungen innerhalb des Kopfes gemessen werden können. Diese Magnetfeldänderungen entstehen durch Aktivierung von Nervenzellen im Gehirn.
  • Magnetoenzephalographie
    Aufzeichnung der Magnetfelder des lebenden Gehirns
  • Magnetresonanztomografie
    Bildliche Darstellung (in Form von Grautönen) von unterschiedlichen Geweben und Funktionen von Geweben, besonders des Gehirns, unter Nutzung magnetischer Energie. Die funktionelle MRT entdeckt Felder mit hoher Sauerstoffaufnahme in aktiven Gehirnbereichen.
  • Magnetresonanztomografie
    ein Verfahren, das mit Hilfe von Magnetfeldern und elektromagnetischen Wellen computergestützt Bilder von weichem Gewebe erstellt. MRT-Scans stellen die Strukturen innerhalb des Gehirns dar.
  • Magnetresonanztomographie
    Radiologische Technik, die das Körperinnere aufgrund der Wechselwirkung zwischen Radiowellen und einem starken Magnetfeld abbildet
  • Magnetresonanztomographie (MRT)
    Bildgebendes Verfahren zum Sichtbarmachen unterschiedlicher Gehirnstrukturen, das auf Basis eines starken Magnetfeldes funktioniert.
  • Magnozelluläres System
    Große retinale Ganglionzellen und Zellen im Nucleus (Corpus) geniculatum laterale, die ein gutes zeitliches und ein schlechtes räumliches Auflösevermögen besitzen. Diese Zellen haben keine unterschiedliche Empfindlichkeit für verschiedene Farben. Dieses System stellt in erster Linie den Eingang für den → dorsalen Pfad (Wo-System) dar.
  • Main Sequence (einer Sakkade)
    Zusammenhang zwischen maximaler Geschwindigkeit und Dauer von der Amplitude einer Sakkade.
  • Mainstreaming
    Gerbner unterscheidet in seinem Kultivierungsansatz zwei Prozessen der Kultivierung, dem „Mainstreaming“ und dem „Resonance“-Prozess. Man spricht von Mainstreaming, wenn das Fernsehen die Ansichten von abweichenden Gruppen in Richtung Mehrheitsmeinung anpasst, d.h. bei Wenigsehern liegen die Realitätsvorstellungen und Meinungen deutlich weiter auseinander als dies bei Vielsehern der Fall ist.
  • Major Depression
    affektive Störung, bei der ein Mensch für 2 Wochen oder länger eine depressive Stimmung oder ein vermindertes Interesse oder nur wenig Freude an den meisten Aktivitäten zusammen mit 4 weiteren Symptomen verspürt, ohne dass Drogenkonsum oder andere medizinische Gründe vorliegen.
  • Major Histocompatibility Complex (MHC) oder Haupthistokompatibilitätskomplex
    Die Gene des MHC codieren die Proteine, die die immunologische Individualität des Menschen ausmachen und eine Unterscheidung von körpereigenen und körperfremden Zellen erlauben.
  • Die Makroanalyse analysiert Zusammenhänge zwischen Problembereichen und über Faktoren, die über verschiedene Problembereiche hinweg zur Aufrechterhaltung des unterwünschten Zustandes beitragen.
  • Makrophage
    Einkerniges, phagozytosefähiges, bewegliches, weißes Blutkörperchen
  • Makrophagen
    Einkernige Zellen des Immunsystems, die die Fähigkeit zur Zerstörung von Bakterien, Zelltrümmern und Fremdkörpern besitzen.
  • Makrostruktur der Tätigkeit
    Laut der Makrostruktur der Tätigkeiten bilden Tätigkeiten die hierarchisch am höchsten angesiedelte Analysekategorie. Sie werden durch Motive ausgelöst (z. B. das Motiv der Existenzsicherung bei Arbeitstätigkeiten) und anhand von Handlungen, Operationen und Bewegungen realisiert. Handlungen auf der nächst tiefer gelegenen Stufe verkörpern die einem bewussten Ziel untergeordneten Prozesse, die schließlich in Operationen umgesetzt werden. Operationen auf der dritten Analyseebene sind Verrichtungen, welche von den gegebenen Bedingungen abhängen und damit als unselbstständige Teilhandlungen zu verstehen sind. Auf unterster Ebene sind schließlich die Bewegungen als sichtbare und gleichzeitig kleinste Einheit der Tätigkeit zu betrachten.
  • In der systemorientierten Theorie Bronfenbrenners werden hierunter die Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten der untergeordneten Systeme einer Subkultur bzw. einer Kultur zusammengefasst, die als gemeinsame Einflüsse auf alle Mitglieder einer Kultur oder Subk
  • Im bioökologischen Modell der größere kulturelle und soziale Kontext, in den die anderen Systeme eingebettet sind.
  • Makulaorgan
    Teil des Gleichgewichtsorgans im Vestibulum labyrinthi, bestehend aus Stütz- und Sinneszellen (Haarzellen)
  • Mamillarkörper
    Kerngruppe des Hypothalamus
  • Mammografie
    Röntgenuntersuchung zur Kontrastdarstellung der weiblichen Brust.
  • Führungsstil, bei dem die Vorgesetzten ihre Mitarbeiter Routinetätigkeiten eigenverantwortlich und selbstständig ausführen lassen und eigene Entscheidungen für Ausnahmefälle vorbehalten.
  • Führungsstil, bei dem die Mitarbeiter durch spezifische Zielsetzung geführt werden.
  • Management der Gruppenleistung
    Ist die Summe der Aktivitäten, die darauf abzielen, die gruppenspezifische Komponente der Gruppenleistung zu maximieren (bzw. zu verbessern).
  • Der Mandelkern wird auch Amygdala genannt und findet sich jeweils im Temporallappen der beiden Hemisphären. Er ist ein Teil des limbischen Systems und ist in zentraler Weise mit dem emotionalen Erleben assoziiert, d.h. mit der emotionalen Bewertung oder d
  • Mandelkern
    siehe: Amygdala
  • Mangelbedürfnis
    Istwert weicht im Regelkreismodell der Motivation nur sporadisch vom Sollwert ab
  • Sie veranlassen uns, unser physisches oder psychisches Gleichgewicht wiederherzustellen.
  • Manie
    affektive Störung, die durch einen hyperaktiven, überaus optimistischen Zustand charakterisiert ist.
  • Manifeste Variablen
    Variablen, die man direkt messen kann, heißen manifeste Variablen (z. B. Alter, Geschlecht).
  • manifeste Variablen
    Bei den manifesten Variablen handelt es sich im Kontext der IRT um das beobachtbare Antwortverhalten auf verschiedene Testitems.
  • Manifeste Variablen
    Variablen zur Erfassung des beobachtbaren Antwortverhaltens mit verschiedenen Items, die Indikatoren für die latente Dimensionen darstellen.
  • Manifester Trauminhalt
    nach Freud die erinnerte Handlung eines Traums (im Unterschied zu seinem latenten Inhalt).
  • Manifestes Merkmal bzw. manifeste Variable
    Bei einem manifesten Merkmal bzw. einer manifesten Variable („manifest variable“, „observable variable“) sind die Ausprägungen direkt beobachtbar bzw. leicht feststellbar und die theoretische Bedeutung gilt als eindeutig und bekannt.
  • manifestes Motiv
    verbalisiertes Motiv
  • Manipulation
    Manipulation besteht, wenn folgende Kriterien einer Kommunikation erfüllt sind: 1) Der Sender beeinflusst den Empfänger bewusst. 2) Der Sender nimmt keine Rücksicht auf mögliche Nachteile für den Empfänger. 3) Der Sender verfolgt damit den eigenen Vorteil. 4) Der Sender verwendet dabei nicht oder kaum zu durchschauende Techniken und lässt dem Empfänger damit das Gefühl der freien Entscheidung.
  • Manipulation
    Unter einer Manipulation wird eine mit Täuschungsabsicht verbundene, intentionale Veränderung von Informationen durch Auswahl, Zusätze oder Auslassungen verstanden.
  • Manipulationsüberprüfung
    Ein Maß dafür, ob die unabhängige Variable erfolgreich implementiert wurde.
  • Abgrenzbare Periode mit abnorm und anhaltender euphorischer oder reizbarer Stimmung sowie übersteigertem Selbstwert oder Größenideen, vermindertem Schlafbedürfnis, vermehrtem Rededrang, erhöhter Ablenkbarkeit, Gedankenrasen, Ideenflucht, psychomotorischer Unruhe oder Beschäftigung mit angenehmen Aktivitäten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit negative Konsequenzen nach sich ziehen. Syndrom, das im Rahmen der bipolaren affektiven Störung (Typ I) auftritt.
  • Situationsinadäquat gehobene Stimmung, die zwischen sorgloser Heiterkeit und quasi unkontrollierbarer Erregung schwankt. Die euphorische Stimmung wird dabei von vermehrtem Antrieb, Rededrang, übertriebenem Optimismus und ähnlichen Symptomen begleitet. Episode dauert mindestens eine Woche an und ist schwer genug, um die berufliche und soziale Funktionsfähigkeit mehr oder minder vollständig zu unterbrechen.
  • Verteilungsfreier Signifikanztest für den Vergleich zweier unabhängiger Stichproben auf der Basis rangskalierter Daten
  • Mannheimer Test zur Erfassung des physikalisch-technischen Problemlösens (MTP)
    Ein Test zum technischen Verständnis. Der MTP (Conrad et al., 1980) erfasst damit einen Aspekt der kristallisierten Intelligenz.
  • Manning-Kriterien
    Diagnostische Kriterien zur positiven Diagnose des Reizdarmsyndroms.
  • Manometrie, anorektale
    Druckmessung des Enddarms und der Verschlussmuskulatur.
  • Gen auf dem X-Chromosom, das in der Normalvariante durch das Enzym Monoaminoxidase A Überschüsse an Neurotransmittern reduziert
  • Marburger Modell
    In der Diagnostikausbildung am Fachbereich Psychologie der Universität Marburg hat sich ein Modell zur Erläuterung von normbasierten Testergebnissen bewährt. Zur Klassifikation der Ausprägung eines Merkmals werden fünf Bereiche unterschieden: sehr niedrig – niedrig – durchschnittlich – hoch – sehr hoch. Der mittlere Bereich (»durchschnittlich«) umfasst den Mittelwert +/– eine halbe (!) Standardabweichung, bei Standardwerten also den Bereich von 95–105. Damit werden 38 Prozent der Personen als durchschnittlich klassifiziert. Die weiteren Bereiche umfassen jeweils eine ganze Standardabweichung (z. B. hoch = 106–115). Die Merkmalsausprägung kann auf einer fünfstufigen Skala visualisiert werden, was insbesondere bei mehrdimensionalen Verfahren angebracht ist. Die Konfidenzintervalle werden ebenfalls visualisiert. Bei der Verbalisierung wird immer Bezug auf die herangezogene Referenzgruppe genommen.
  • Markenarchitektur
    Die Anordnung und Verbindung von Marken in einem Unternehmen wird als Markenarchitektur bezeichnet. Unternehmen können Marken isoliert (Einzelmarkenstrategien) oder aber in verschiedener Art und Weise miteinander verbunden führen. So ist es beispielsweise möglich, unter einer Dachmarke verschiedene Submarken zu führen.
  • Markenbekanntheit
    Die Anzahl von Personen, die eine Marke kennen, wird als Markenbekanntheit bezeichnet. Es wird in der Marktforschung unterschieden, ob die Markenbekanntheit gestützt (Kennen Sie die Marke XY? – ja/nein) oder ungestützt (Welche Marken im Bereich XY kennen Sie?) erfasst wird.
  • Markenerweiterung
    Die Erweiterung einer Marke in eine neue Produktkategorie wird als Markenerweiterung bezeichnet (z. B. von Porsche Automobilen zu Porsche Sonnenbrillen).
  • Markenidentität
    Die Gesamtheit der wesensprägenden Eigenschaften einer Marke, die diese unverwechselbar machen, wird als Markenidentität bezeichnet. Die Markenidentität ist ein Konzept der Markenführung.
  • Markenimage
    Die Wahrnehmung einer Marke durch die Verbraucher. Das Markenimage entspricht im Gedächtnis repräsentierten Assoziationen und Wissensstrukturen.
  • Marker, somatischer
    Spezifisches motorisches, hormonelles oder vegetatives Reaktionsmuster auf bestimmte Gefühle, welches zur Identifikation des Gefühls im ZNS führt
  • Market Research Online Community (MROC)
    Zu Marktforschungszwecken erschaffene, geschlossene Online Community. In MROCs untersuchen Marktforscher mit ausgewählten Versuchspersonen spezifische Fragestellungen unter Verwendung vielfältiger Methoden.
  • Marketing-Mix
    Oberbegriff für die unterschiedlichen Instrumente, mit denen ein Unternehmen den Absatz seiner Produkte beeinflussen kann. Unterschieden werden in der Betriebswirtschaftslehre vier Maßnahmenbereiche: Maßnahmen am Produkt, am Preis, bei der Kommunikation (Werbung, PR etc.) oder beim Vertrieb.
  • Marketingmix
    Unter dem Begriff „Marketingmix“ fasst man die verschiedenen Tätigkeitsfelder des Marketings zusammen. Mit der Bezeichnung „Mix“ soll dabei angedeutet werden, dass das Marketing auf das Zusammenspiel dieser Felder ausgerichtet und somit keine auf ein Gebiet allein beschränkte Tätigkeit ist. Üblicherweise unterscheidet man vier Elemente des Marketingmix: Produktpolitik, Preis- und Konditionenpolitik, Vertriebspolitik, Kommunikationspolitik.
  • Markscheide
    siehe: Myelinschicht
  • Die Schnittstellen von Organisationen zur Umwelt sind insbesondere über Austausch- und Marktbeziehungen definiert. Der Markt stellt den ökonomischen Ort des Tauschs bezüglich bestimmter Güter unter dem Aspekt der Preisbildung und unter Berücksichtigung von Bedingungen der Angebots- und Nachfrageregelung dar. Der Austausch zwischen Organisationen und ihrer Umwelt findet dabei insbesondere im Rahmen von Verkäufer-Käufer- bzw. Kundenbeziehungen statt.
  • Marktforschung
    Die systematische Sammlung, Analyse und Interpretation von Informationen, die sich im weitesten Sinne auf die Einstellungen und das Verhalten von Konsumenten beziehen, um so die Wahrscheinlichkeit eines zielgerichteten und effektiven Agierens am Markt zu erhöhen.
  • Die Maskierung ist die Abschwächung eines wahrgenommenen Reizes durch vorangehende oder nachfolgende Reize.
  • Ein Schallsignal setzt die Wahrnehmbarkeit eines anderen simultan oder danach auftretenden Schallsignals herab.
  • Maskierung (masking)
    Unterdrückung der Wahrnehmung eines Reizes (z. B. visuell, auditorisch) durch einen zusätzlich kurz vor und/oder danach dargebotenen Reiz (den Maskierungsreiz) (s. Auch Rückwärtsmaskierung).
  • Phänomen, das gemäß der Auffassung von Le Bon innerhalb einer Masse auftreten kann. Demnach schwinden innerhalb einer Masse die persönlichen Züge der Individuen und es werden andere Ziele verfolgt, als die einzelnen Individuen außerhalb des Massenkontextes verfolgen würden.
  • Massenkommunikation
    Kommunikation mit öffentlicher Informationsvermittlung und potenziell unbegrenzter Zahl empfangender Personen. Die wichtigsten Bestimmungspunkte von Massenkommunikation sind in Anlehnung an Maletzke (1972): 1) Aussagen sind meist öffentlich; 2) meist dienen Medien als Mittel zur Verbreitung der Botschaft; 3) die Verbreitung erfolgt meist indirekt; 4) es handelt sich meist um eine einseitige Kommunikation und 5) die Empfangenden werden als disperses Publikum verstanden. Dispers bezeichnet hierbei den Umstand, dass sich die Empfangenden in der Regel nicht untereinander kennen, dass sie keine Beziehungen zueinander haben. Die Empfangenden bilden einen großen Personenkreis, der weder in sich homogen noch genau definierbar ist. Massenkommunikation kann in direkte Massenkommunikation ohne Einsatz von Medien und medienvermittelte Massenkommunikation mit Einsatz von Medien unterteilt werden.
  • Massenkommunikation
    Die klassische Definition nach Maletzke (1972, S.1514) beschreibt dadurch eine Form der Kommunikation „bei der Aussagen öffentlich (also ohne begrenzte und personell definierte Empfängerschaft), durch technische Verbreitungsmittel (Medien), indirekt (also bei räumlicher oder zeitlicher oder raumzeitlicher Distanz der Kommunikationspartner) und einseitig (also ohne Rollenwechsel zwischen Aussagenden und Aufnehmenden) an ein disperses Publikum […] gegeben werden“.
  • Strategie zur Erhöhung der internen Validität bei quasi-experimentellen Untersuchungen mit kleinen Gruppen. Zur Erstellung von Matched Samples wird die Gesamtmenge der Untersuchungsobjekte hinsichtlich bestimmter Merkmale in möglichst ähnliche Paare gruppiert. Die beiden Untersuchungsgruppen werden anschließend so zusammengestellt, dass jeweils in Paarling zufällig der einen Gruppe, der andere Paarling der anderen Gruppe zugeordnet wird. Man beachte, dass Matched Samples Beobachtungspaaren führen, die auch mit entsprechenden Signifikanztests (z.B. t-Test für Beobachtungspaare) auszuwerten sind
  • Unter Matching versteht man das künstliche Parallelisieren von Gruppen für eine hypothesentestende Untersuchung. Matching ist vor allem bei kleinen Stichproben angezeigt, um sicherzustellen, daß sich die Gruppen nicht in einem einflußreichen, aber für die Untersuchung irrelelvanten Merkmal unterscheiden. Wenn man zum Beispiel weiß daß Intelligenz die Meßergebnisse beeinflußt, gleichzeitig aber die Untersuchung keine Intelligenzunterschiede im Blick hat, kann man den Einfluß der Intelligenz dadurch gering halten, daß man die Intelligenzwerte aller möglichen Probanden in eine Rangreihe bringt und danach dafür sorgt, daß benachbarte Rangplätze (also 1 und 2 oder 3 und 4) paarweise per Zufall der Experimental- und Kontrollgruppe zugewiesen werden.
  • Das Konzept des Gleichheitszeichens besagt, dass auf beiden Seiten einer Gleichung die gleichen Gesamtwerte stehen.
  • Matrix, extrazelluläre
    Außerhalb der Zellen befindliche Matrix, wird bei Tumorprogression umgebaut und degradiert; im Knochen v.a. aus Kollagen (Eiweiß) bestehend
  • Bei einer Matrixorganisation werden die Funktionen einer Organisation mit den Produktsparten vernetzt. Jeder Geschäftsbereich nutzt die gleichen Funktionsabteilungen. Eine Matrixorganisation entsteht, wenn eine funktionale Organisation mit einer Objektorganisation überlagert wird. Die Matrixorganisation soll auf diese Weise die Vorteile der funktionalen und der Objektorganisation vereinen
  • Matrizen sind Tabellen, die Text enthalten. Sie eignen sich zur zusammenfassenden Darstellung verbaler Daten.
  • Mauchly-Test auf Sphärizität
    Statistischer Test. Relevant bei der Varianzanalyse mit Messwiederholung. Die Nullhypothese entspricht der Zirkularitätsannahme: Alle Varianzen der Differenzen zwischen den Faktorstufen sind gleich
  • Maximum Likelihood Schätzung (MLE)
    Eine statistisch optimale Schätzung aufgrund mehrerer Informationsquellen. Durch MLE wird das Rauschen auf der resultierenden Schätzung minimiert. Damit MLE berechnet werden kann, müssen die Teilschätzungen einer Gauß’schen Normalverteilung folgen und die Parameter (Mittelwert und Streuung) der Gaußkurve müssen bekannt sein. Solche Modelle können oft das menschliche Verhalten in der → multimodalen Integration vorhersagen.
  • Maximum-Likelihood-Methode
    Methode, nach der Populationsparameter so geschätzt werden, dass die Wahrscheinlichkeit bzw. Likelihood des Auftretens der beobachteten Daten maximiert wird
  • Eine Maximum-Likelihood- (ML-)Schätzung in Strukturgleichungsmodellen erfolgt so, dass bei Gültigkeit der – von den Parametern abhängigen – modelltheoretischen Kovarianzmatrix in der Population die Likelihood (Plausibilität, „Wahrscheinlichkeit“) maximal wird, in einer Stichprobe die gegebene empirische Kovarianzmatrix vorzufinden.
  • Beschreibt den Effekt, dass zwei widersprüchliche Informationen, die unterschiedlichen sensorischen Modalitäten (z.B. Hören und Sehen) dargeboten werden, zu einer dritten integriert werden.
  • Einfluss visueller Information auf akustische Sprachwahrnehmung.
  • McGurk-Effekt (McGurk effect)
    Intersensorische Beeinflussung, bei der die gesehenen Mundbewegungen beim Aussprechen einer Silbe (z. B. /ga-ga/), die auditive Verarbeitung einer akustisch präsentierten zweiten Silbe (z. B. /ba-ba/) verändern. Gehört wird dann eine dritte Silbe (im Beispiel /da-da/). Der McGurk-Effekt zeigt, dass bei der Sprachwahrnehmung visuelle mit auditiver Information integriert wird.
  • χ2-Methode zur Signifikanzprüfung der Häufigkeiten eines dichotomen Merkmals, das bei derselben Stichprobe zu zwei Zeitpunkten erhoben wurde (vorher – nachher)
  • MDMA
    siehe: Ecstasy
  • Mechanorezeptor
    Rezeptor, der auf mechanische Reize (Druck, Berührung, Vibration) reagiert
  • Mechanorezeptoren befinden sich in der Haut und sind für die Tastwahrnehmung zuständig.
  • Media-Richness-Theorie
    Die Media-Richness-Theorie unterscheidet zwischen „ärmeren“ (z. B. Brief, E-Mail) und „reichhaltigeren“ Medien (z. B. Videokonferenz oder Face-to-Face-Kommunikation). Die Theorie sagt vorher, dass bei mehrdeutigen Aufgaben eine Benutzung von Medien mit hoher Reichhaltigkeit günstiger und leistungsförderlicher ist als die Nutzung von Medien mit geringer Reichhaltigkeit.
  • Media-Selektion
    Media-Selektion umfasst die Auswahl des Werbemediums (Radio, Fernsehen, Zeitschrift etc.), des spezifischen Medienproduktes (TV-Programm, Zeitschriften- oder Zeitungstitel) und der genauen Werbeplatzierung (bestimmte Werbeblöcke oder Anzeigenseiten).
  • Mediale Zeichenkompetenz
    "Mediale Zeichenkompetenz bezeichnet die Fähigkeit die Zeichensysteme der unterschiedlichen Medien (z.B. Schnittkonventionen bei Film/Fernsehen; Piktogramme auf den Benutzungsoberflächen von Computern) zu verstehen. Sie ist eine Voraussetzung dafür, dass die mit den entsprechenden Medien transportierten Inhalte verstehbar sind und dass mit diesen Medien gelernt werden kann. Die wichtigsten Entwicklungsschritte in diesem Bereich finden von der frühen Kindheit bis ins Grundschulalter statt."
  • Medialität
    Art und Weise, mit der eine Information repräsentiert wird (z. B. als gedruckter Text, Audiofile, Bild, Film etc.).
  • Median
    der mittlere Wert in einer Verteilung. eine Hälfte der Werte liegt unterhalb, die andere Hälfte oberhalb des Medianwertes.
  • Derjenige Wert einer Verteilung, der die Gesamtzahl der Fälle halbiert, sodass 50% aller Werte unter dem Median und 50% aller Fälle über ihm liegen
  • Median (Md)
    Der Median ist ein Maß zur Beschreibung der Lage einer Verteilung. Er ergibt sich, wenn man alle Werte einer Verteilung der Größe nach aufschreibt und den Wert sucht, der genau in der Mitte steht. Liegt die Mitte zwischen zwei Werten, so wird von diesen beiden Werten der Mittelwert gebildet.
  • statistisch: Teilung einer Stichprobe nach der unteren/oberen Hälfte einer Verteilung
  • Mediationsanalyse
    Prüfung, ob die Korrelation zwischen zwei Variablen durch eine dritte Variable (Mediator) vermittelt wird
  • Faktor, der den Effekt einer unabhängigen Variable auf eine abhängige Variable teilweise oder vollständig vermittelt.
  • Körpereigene Substanzen, die im Körper biochemische oder physiologische Reaktionen hervorrufen; z.B. Neurotransmitter, biogene Amine
  • Mediatoranalysen
    Hier wird überprüft, ob Alterseffekte in komplexen Aufgaben durch Alterseffekte in basalen Aufgaben oder neurophysiologischen Parametern erklärt werden können.
  • Mediatorvariable
    Eine Variable, die den Zusammenhang zwischen zwei anderen Variablen vermittelt (mediiert).
  • Eine Mediatorvariable ist ursächlich für die Verknüpfung einer _Bedingung_ und deren _Wirkung_. Beispielsweise bewirkt die Bedingung „spezifische, schwierige, aber erreichbare Ziele“ eine Erhöhung der Arbeitsleistung, weil ein solches Ziel u. a. zu einer Anstrengungssteigerung führt. Die Anstrengungssteigerung verknüpft hier also eine Bedingung und deren Wirkung.
  • Mediatorvariable
    statistisch: Variable, die den Zusammenhang zweier anderer Variablen (teilweise) erklärt
  • Vermittler von Zeichen (z. B. Sprachlaute, Buchstaben, Bilder) zwischen Subjekten und/oder Objekten mit dem Ziel der Informationsübertragung.
  • Medien
    Mittel der interpersonalen Kommunikation. Umgangssprachlich ist der Begriff vor allem mit Massen-Medien wie Zeitung, Zeitschrift, Hörfunk und Fernsehen verbunden. Weitere Definitionen bezeichnen Medien als Träger von Informationen, als Informationsvermittler zwischen Quelle und Empfänger oder als institutionalisierte Kommunikationskanäle.
  • Medienbranche
    Unter einer Medienbranche sind alle Unternehmen zu verstehen, deren wirtschaftliche Hauptaktivität darin besteht, mithilfe ähnlicher Produktionstechniken die gleichen Medienprodukte zu produzieren.
  • Mediendeterminismus
    Mediendeterminismus geht (im Unterschied zu einer medienmarginalistischen Position) davon aus, dass Medien die Strukturen menschlicher Kommunikation, Kognition und Interaktion vollständig bestimmen (vgl. z. B. McLuhan).
  • Medienethik
    Bereichsethik oder Form angewandter Ethik die sich aus ethischer Perspektive mit der Produktion, Distribution und Nutzung von Medieninhalten auseinandersetzt. Die Disziplin der Medienethik wird zur Sensibilisierung und Verantwortungszuschreibung herangezogen, um Defizite im Bereich der Medienangebote, der Mediennutzung sowie der Programminhalte aufzuzeigen. Sie bietet alternative Handlungskonzepte an, anhand derer die Qualität und moralische Angemessenheit medialen Handelns bewertet werden können.
  • Mediengewalt-Aggressions-Beziehung
    Hypothese, dass der Konsum von Mediengewalt die Aggressionsbereitschaft erhöht.
  • Medienkompetenz
    Bezeichnung für die Gesamtheit der Kenntnisse und Fähigkeiten, mit Medien adäquat umzugehen. Unterschieden werden beispielsweise technische, soziale, kulturelle und reflexive Teilkompetenzen. Medienkompetenz wird im Rahmen der Mediensozialisation erworben.
  • Medienkonzeption/-design
    Praxis und Wissenschaft des Entwerfens von Medienangeboten, insbesondere im Bereich der digitalen Medien (z.B. Konzeption von E-Learning-Angeboten, Computerspiel-Design, Webdesign).
  • Medienmarginalismus
    Medienmarginalismus kennzeichnet eine Position, die den Medien nur eine sekundäre Transportfunktion für Inhalte zuschreibt, die von den Medien selbst unbeeinflusst bleiben.
  • Medienmarkt
    Unter Medienmarkt werden alle Verkaufstransaktionen zwischen Anbietern und Nachfragern, die Medienprodukte betreffen verstanden.
  • Medienökologie
    Betrachtet den Menschen als Mitgestalter von Medien und medialen Umwelten und sucht normativ nach menschenfreundlicher Gestaltung (z.B. Anpassung der Medienausstattung von Flughäfen an die Bedürfnisse von Geschäftsreisenden, kontaktförderliche Gestaltung von Online-Dating-Plattformen).
  • Medienpädagogik
    Disziplin an der Schnittstelle von Erziehungs- und Kommunikationswissenschaft, welche sich mit den Möglichkeiten und Grenzen befasst, die Medienkompetenz von Heranwachsenden zu fördern.
  • Medienprodukte
    Medienprodukte sind alle informierenden und unterhaltenden Inhalte (Botschaften, Mitteilungen), die über einen technischen Verbreitungsweg (Medium) einer prinzipiell unbegrenzten und unbekannten Zahl von Mediennutzern (Rezipienten) angeboten werden.
  • Medienselbstkontrolle
    Freiwillige Form der Selbstkontrolle von innen, die Regeln und Verfahrungsweisen im Umgang mit Medienangeboten festlegt und  Verstöße sanktioniert. Als Beispiele dienen  u.a. der Deutsche Presserat und der Deutsche Werberat.
  • Mediensozialisation
    Aktive Auseinandersetzung des Individuums mit den Medien und ihren Inhalten im Kontext der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben: zum Beispiel Festigung der Identität, Umbau der sozialen Beziehungen, Übernahme von Rollen in der Gesellschaft. Mediensozialisation findet über Medienerziehung durch Erwachsene und über Selbstsozialisation in der Peergroup statt.
  • Mediensynchronizität
    Die Theorie zur Mediensynchronizität besagt, dass die Effektivität der Kommunikation von der Passung der Mediencharakteristika (Unmittelbarkeit der Rückmeldung, Symbolvielfalt, Anzahl paralleler Informationskanäle, Überarbeitbarkeit und Wiederverwendbarkeit von Nachrichten) mit den Kommunikationsprozessen abhängt. Die mit Medien zu bewältigenden Aufgaben werden dabei klassifiziert nach divergenten (z. B. Verteilen von Informationen oder Unterrichten) und konvergenten Kommunikationsprozessen (z. B. Entscheidungen herbeiführen). Mediensynchronizität liegt demnach in dem Ausmaß vor, wie Individuen diejenigen Medienmerkmale vorfinden, die für die Zusammenarbeit erforderlich sind (bei konvergenten Prozessen trifft dies z. B. auf Medien zu, die eine hohe Unmittelbarkeit der Rückmeldung aufweisen).
  • Medizinische Diagnostik
    Medizinische Diagnostik befasst sich mit dem Menschen als Merkmalsträger, fokussiert jedoch überwiegend auf körperliche Merkmale und nur selten auf Verhalten und Erleben.
  • Medizinischer Ansatz
    Konzept, dass Krankheiten, in diesem Fall psychische Störungen, auf physischen Ursachen beruhen, die diagnostiziert, behandelt und in den meisten Fällen auch geheilt werden können, oft durch Behandlung in einem Krankenhaus.
  • Medizinisches Krankheitsmodell
    Annahme, dass beobachtbare Beschwerden eindeutig einer dahinterliegenden somatischen Erkrankung zugeordnet werden können und dass mit einer aus der Diagnose ableitbare Therapie diese Ursache und entsprechend auch die Symptome beseitigt werden können. Im Bereich psychischer Störungen greifen derartige Vorstellungen allerdings zu kurz.
  • Medulla oblongata
    unterer Teil des Hirnstamms, der Herzschlag und Atmung kontrolliert.
  • Medulla oblongata
    verlängertes Mark; der am weitesten kaudal gelegene Hirnteil, im Myelenze­phalon, direkt an das Rücken­mark angrenzend
  • → Magnetenzephalografie.
  • Megakolon
    Akute Erweiterung und Aufdehnung des Kolons mit schwerer Kolitis. Die Darmwand kontrahiert nicht mehr und es erfolgt kein Weitertransport von Darminhalt.
  • Megarektum
    Verlust der Wandspannung des Enddarms, häufige Ursache für Verstopfung.
  • Mehrebenenmodell
    1. Design psychologischer Studien, in denen die Konstrukte auf mehreren Ebenen gemessen werden (z. B. verschiedene Arten von Urteilern) 2. Statistisches Modell für die Analyse hierarchisch geordneter Daten (z. B. Schüler in Klassen)
  • Mehrfachbesorgungsaufgabe (Multiple-Errands-Test)
    Von Shallice entwickelte Aufgabe, um Planungs- und Überwachungsfähigkeiten z.B. von Frontalhirnpatienten zu erfassen; dabei müssen verschiedene Alltagsaufgaben nach bestimmten Regeln und innerhalb bestimmter Zeiten erledigt werden. Aus den Fehlern bei der Ausführung der Handlungen lassen sich Rückschlüsse auf das Planungsverhalten ziehen.
  • Mehrfachwahl-Wortschatz-Test (MWT)
    Der MWT liegt in zwei Versionen vor: MWT-A (Lehrl et al., 1974) und MWT-B (Lehrl & Gallwitz, 1977) und soll über den Wortschatz die kristallisierte Intelligenz messen.
  • Mehrheitseinfluss
    Sozialer Einfluss der entsteht, wenn eine Person den Meinungen einer Mehrheit bzw. der Mehrheit der Eigengruppe ausgesetzt ist.
  • Nehmen an, dass es nicht nur eine zentrale Aufmerksamkeitskapazität, sondern mehrere spezifische Verarbeitungskapazitäten oder -module gibt. Können im Gegensatz zu Einkapazitätsmodellen Ähnlichkeitseffekte bei Doppeltätigkeiten gut erklären. Es ist schwierig a priori zu bestimmen, welche spezifischen Verarbeitungsmodule existieren. Wickens orientiert sich bei der Definition der Verarbeitungsmodule an der Unterscheidung von Sinnesmodalitäten (z.B. visuell und auditorisch) und Effektormodalitäten (z.B. Spracheffektoren, manuell) und kognitiven Prozessen.
  • Mehrspeichermodell
    Statt von Gedächtnis sprach man von Speicher und entwickelte eine Mehrspeichertheorie des Gedächtnisses, in der man insbesondere einen Kurzeitspeicher und einen Langzeitspeicher unterschied.
  • Man zieht eine mehrstufige Zufallsstichprobe („multi-stage random sample“), indem man zunächst eine Klumpenstichprobe mit großen Klumpen zieht (1. Ziehungsstufe). Diese Klumpen werden nicht vollständig untersucht, sondern nur in zufälligen Ausschnitten. Werden aus den Klumpen mittels einfacher Zufallsstichprobe die Untersuchungsobjekte gezogen (2. Ziehungsstufe), so liegt eine zweistufige Klumpen- bzw. Zufallsstichprobe vor („two stage cluster/ random sample“). Zieht man auf der zweiten Stufe wieder eine Klumpenstichprobe, ergibt sich durch Ziehung einer Zufallsstichprobe aus diesen Klumpen eine 3. Ziehungsstufe und somit eine dreistufige Klumpen- bzw. Zufallsstichprobe („three stage cluster/random sample“).
  • Die der Keimzellbildung vorausgehende Zellkernteilung, bei der der übliche (diploide) Chromosomensatz zum halbierten (haploiden) Chromosomensatz reduziert wird.
  • Eine zur Fortpflanzung erforderliche besondere Form der Zellteilung, bei der Gameten entstehen.
  • Meissner-Körperchen reagieren besonders auf Vibrationen.
  • Meissner-Körperchen
    Niederschwelliger Mechanosensor in der unbehaarten Haut und Unterhaut; reagiert besonders auf die Änderung eines mechanischen Reizes (Geschwindigkeitsdetektor)
  • Das Hormon Melatonin ist zentral an der Steuerung von zirkadianen Rhythmen (wie dem Schlaf-Wach-Rhythmus) beteiligt. In der Pubertät kommt es zu Veränderungen hinsichtlich der Melatoninmenge und des Ausschüttungszeitpunkts, was Konsequenzen für das Schlaf
  • Melatonin
    Hormon der Hirnanhangdrüse (Zirbeldrüse), wichtig für den Tag-Nacht-Rhythmus und Immunsteuerung
  • Die Melodie ist eine Folge von Tönen, wobei auch die Dauer der Töne festgelegt ist.
  • Bei Zellen aller Art eine Lipiddoppelschicht mit eingelagerten Proteinen, die die äußere Zellbegrenzung bildet und die Zellorganellen (z. B. den Zellkern) umhüllt
  • Membran, arachnoide
    Gefäßreiche Membran der weichen Hirnhaut
  • Membranleitfähigkeit
    Durchlässigkeit einer Membran (Grenzfläche) für Ionen und Moleküle
  • Membranpotenzial
    Verteilung elektrischer Ladungen an einer semipermeablen Zellmembran, daraus ergibt sich die elektrische Potenzialdifferenz zwischen Zellinnerem und der Zellaußenseite
  • Elektrische Spannung an einer Membran, die auftritt, wenn sie verschieden konzentrierte Elektrolytlösungen voneinander trennt.
  • Der Begriff stammt aus der Gegenstandsbezogenen Theoriebildung. Ein Memo ist eine Notiz, in der theorierelevante Überlegungen festgehalten werden, häufig im Laufe des Auswertungsprozesses.
  • Menarche
    Erste Menstruation.
  • Die erste Menstruation.
  • Menarche
    die erste Regelblutung bei Mädchen.
  • Mengenerhaltung
    Wissen, dass Masse, Volumen und Anzahl von Gegenständen gleich bleiben, wenn diese die Form verändern. Piaget hielt das Erfassen dieses Prinzips für einen Bestandteil des konkretoperatorischen Denkens.
  • Menopause
    Letzte spontane Menstruationsblutung.
  • Menopause
    das natürliche Ende der Menstruation. Bezieht sich auch auf die biologischen Veränderungen, die mit der Abnahme der Reproduktionsfähigkeit der Frau einhergehen.
  • Menorrhagie
    Zyklusstörung, welche sich durch zu starke und zu lang andauernde Regelblutungen kennzeichnet.
  • Annahmen über grundlegende Motive, Bedürfnisse und Verhaltenskonstanten bei Menschen, die sowohl Rechtsordnungen als auch wissenschaftlichen Theorien, aber auch dem Handeln von Menschen, z. B. subjektive Theorien von Führungskräften über ihre Mitarbeiter, implizit oder explizit zugrunde liegen. Bekannte Beispiele für solche Menschenbilder sind der Homo oeconomicus oder das Bild des sozialen, des nach Selbstverwirklichung strebenden oder das Bild des komplexen Menschen.
  • Bezieht sich gleichermaßen auf Geist und Psyche, also alle psychologischen Aspekte des Erlebens und Verhaltens.
  • Mentale Arithmetik
    Gesamtheit der kognitiven Prozesse, Gedächtnisrepräsentationen und mentalen Komponenten bei der Bearbeitung und Ausführung einfacher und komplexer Arithmetikaufgaben (Grundrechenarten, Bruch- und Prozentrechnung, Rechnen mit Klammerausdrücken, Lösen von Gleichungen, Bearbeitung von Textaufgaben usw.)
  • Mentale Modelle repräsentieren interne Wissensmodelle über Ausschnitte der äußeren und inneren Realität. Sie stimmen in ihren strukturellen Merkmalen, d. h. ihren zeitlichen, räumlichen, kausalen oder symbolische Relationen, mit einem Realitätsausschnitt mehr oder weniger gut überein und ermöglichen dem Individuum, Vorhersagen zu machen, Phänomene zu verstehen, Entscheidungen zu treffen und Ereignisse stellvertretend zu erfahren.
  • mentale Ressourcen
    Menschen können bei der Ausführung von Mehrfachtätigkeiten strategisch beeinflussen, welche von zwei Aufgaben mehr oder weniger unter der Doppeltätigkeit leidet. Man kann also die Effizienz einer Handlung zu Lasten einer anderen Handlung optimieren. Dies ist dahingehend interpretiert worden, dass mentale Ressourcen bei Menschen über einen bestimmten Umfang zur Verfügung stehen, die sie strategisch bestimmten Aufgaben oder Prozessen zuweisen können. Je mehr Ressourcen zur Verarbeitung der einen Aufgabe zur Verfügung gestellt werden, desto weniger Ressourcen bleiben für die Verarbeitung der anderen Aufgabe übrig.
  • mentale Rotation
    Aufgabe, bei der Bilder dreidimensionaler Gegenstände auf Identität bis auf räumliche Veränderung geprüft werden
  • Mentale Rotation
    Fähigkeit zur Drehung eines Reizes oder Objekts in der Vorstellung entlang verschiedener Raumebenen (links/rechts; vorn/hinten; oben/unten). Diese Leistung wird zu den räumlich-kognitiven Fähigkeiten gezählt.
  • Mentale Rotation (mental rotation)
    Das vorgestellte Drehen eines mentalen Bildes um seine eigene Achse.
  • Mentale Situationsmodelle
    Beim Verstehen von Texten und Geschichten werden unabhängig von ihrer medialen Präsentation eine kognitiven Repräsentation der zugrunde liegenden Sachverhalte aufgebaut, die der Wahrnehmung von Ereignissen analog ist. Diese Modelle enthalten auch Elemente, die im Text nicht explizit enthalten.
  • mentales Kontrastieren
    Von Oettingen (2000) in der Theorie der Fantasierealisierung beschriebene Methode, bei der der erwünschte Zielzustand gedanklich den zu überwindenden Hürden auf dem Weg zum Ziel gegenübergestellt wird, was die Bindung an attraktive und realisierbare Ziele fördert.
  • Mentales Kontrastieren (mental contrasting)
    Abwechselndes Nachdenken über Konsequenzen der Zielerreichung und die möglichen Schwierigkeiten bei der Zielverwirklichung.
  • Mentales Lexikon
    Psycholinguistische Modelle des mentalen Lexikons untersuchen den Langzeitspeicher für Wörter, die innere Organisation des Wortschatzes, und die Prozesse, mit denen Wörter und deren Bedeutung gespeichert und abgerufen werden.
  • Mentales Lexikon (mental lexicon)
    Speicher des sprachlichen Wissens im Langzeitgedächtnis.
  • Mentales Lexikon (mental lexicon)
    Speicher des sprachlichen Wissens im Langzeitgedächtnis, in dem alle verfügbaren Informationen über ein Wort abgelegt sind. Dieses lexikalische Wissen umfasst die Regeln der Phonologie, der Morphologie, der Syntax sowie der Orthografie.
  • Das Ergebnis von Prozessen der Repräsentation einer Situation oder Ereignisfolge.
  • Mentales Modell (mental model)
    Integrierte Repräsentation der Prämissen, aus der eine logisch gültige Konklusion abgelesen werden kann.
  • Mentales Modell (mental model)
    Räumlich-bildliche Vorstellung einer im Text dargestellten Begebenheit.
  • Mentales Set
    Tendenz, ein Problem auf eine bestimmte Weise anzupacken, insbesondere auf eine Weise, die schon einmal erfolgreich war.
  • Mentalisieren
    Die Zuschreibung internaler Zustände.
  • Im modernen Personalwesen bezeichnet der Begriff Mentor eine höherrangige, einflussreiche Person männlichen oder weiblichen Geschlechts im Arbeitsumfeld einer Nachwuchskraft, die dort über große berufliche Erfahrung sowie breites berufliches Wissen verfügt und der daran gelegen ist, die berufliche Entwicklung der Nachwuchskraft zu fördern und ihren Aufstieg zu unterstützen.
  • Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs Mentor ist „väterlicher Freund“ oder „Lehrer“, unter betrieblichem Mentoring wird eine persönlich gestaltete Beziehung zwischen einer beruflich erfahrenen, erfolgreichen und einer weniger erfahrenen Person mit Karriereambitionen verstanden.
  • Mere exposure effect
    Beschreibt die Ausbildung impliziter affektiver Präferenzen: Reize werden umso angenehmer oder schöner eingeschätzt, je häufiger sie zuvor dargeboten wurden. Dieser Grundlage ihrer Präferenzen sind sich Personen jedoch nicht bewusst.
  • Siehe „Besitztumseffekte“.
  • Mere-Exposure Effekt
    Auch Effekt der bloßen Darbietung. Bezeichnet das Phänomen, daß Stimuli bereits nach bloßer wiederholter Darbietung positiver bewertet werden.
  • Mere-Exposure-Effekt
    Phänomen, dass die wiederholte bloße Darbietung neuer Reize dazu beiträgt, daran Gefallen zu finden.
  • Das Merger-Syndrom beschreibt eine Reihe von charakteristischen Reaktionen, die häufig nach Fusionen auftreten. Dazu zählen Befangenheit, verstärkte Gerüchtebildungen, Stressreaktionen, eingeschränkte Kommunikation, die Mitarbeiter erleben das Management als unglaubwürdig, es finden Kämpfe zwischen Kulturen statt, und es kommt zum Zusammenschluss in der eigenen Gruppe, wobei zwischen Gewinnern und Verlierern differenziert wird.
  • Mergers & Acquisitions
    Mit dem Begriff Mergers & Acquisitions wird ein gemeinsames Forschungsgebiet bezeichnet. Bei _Mergers_ (Fusionen) geht es im Sinne des Kartellrechts darum, dass ein Unternehmen das Vermögen eines anderen ganz oder teilweise erwirbt, Unternehmen sich zusammenschließen oder eine sonstige Verbindung eingehen. Dagegen wechselt bei einer _Acquisition_ (Unternehmensübernahme) oder einem Unternehmenskauf eine Einheit in den Einfluss- und Entscheidungsbereich einer anderen und verliert damit teilweise oder ganz ihre Autonomie.
  • Merkel-Zellen
    Mechanorezeptor in der Haut an der Epidermis/Dermis Grenze, registriert vorwiegend die Intensität eines Druckreizes und ist langsam adaptierend
  • Merkel-Zellen reagieren auf statischen Druck.
  • Merkmal
    siehe: Trait
  • Merkmale der Person
    Können prägend auf den Kommunikationsprozess einwirken. Sie umfassen das (Vor-) Wissen einer Person, ihre Motive, ihre Einstellungen, ihre Persönlichkeit, ihre Emotionen, ihr Alter und Geschlecht. Die Persönlichkeit wirkt beispielsweise insofern auf den Kommunikationsprozess ein, als gezeigt wurde, dass Personen mit geringer Selbstwertschätzung in Konfliktsituationen die Kommunikation über E-Mail bevorzugen wohingegen Personen mit hoher Selbstwertschätzung die Face-to-Face-Kommunikation präferieren, um interpersonell schwierige Situationen zu klären.
  • Merkmale der Situation
    Beeinflussen neben Personenfaktoren den Rahmen eines Kommunikationsprozesses. Die Schlüsselmerkmale einer Situation sind Zielstruktur (d. h. Welche Ziele bestehen in der Situation und durch welche Teilschritte sind diese zu erreichen?), Rollen (d. h. Welches Verhalten ist in der Situation angemessen und welches Verhalten wird von mir erwartet?), Umgebung (d. h. Wie fühlen sich die Interagierenden in der Gesprächsumgebung?) sowie Sprache und Sprechweise (d. h. Welche Anforderungen stellt die Situation an Sprachstil und Ausdrucksvermögen?).
  • Merkmalsanalyse (feature analysis)
    Verarbeitungsansätze der Merkmalsanalyse gehen davon aus, dass Objekte bzw. Figuren durch Merkmale repräsentiert sind, denen eine entscheidende Rolle bei der Objekterkennung und -identifizierung zukommt. Prominente Beispiele sind das Pandämonium-Modell und die Merkmalsintegrationstheorie.
  • Merkmalsbindung (feature binding)
    Prozess der Markierung und wechselseitigen Referenzierung von kognitiven Codes, die sich auf dasselbe Ereignis beziehen.
  • Merkmalsdetektor (feature detector)
    Ein Neuron im Gehirn, das vornehmlich auf ein bestimmtes Merkmal der Reizvorlage anspricht.
  • Merkmalsdetektoren
    Nervenzellen im Gehirn, die auf bestimmte Merkmale von Reizen (z. B. Form, Winkel oder Bewegung) reagieren.
  • Merkmalsintegrationstheorie (MIT) der Aufmerksamkeit
    Die MIT geht davon aus, dass sich visuelle Stimuli auf der Grundlage von basalen Merkmalen beschreiben lassen und anhand dieser Merkmale verarbeitet werden. Spezialisierte Merkmalsdetektoren nehmen Merkmale wie z. B. Farben wahr und repräsentieren diese auf topografisch organisierten Merkmalskarten. Auf einer späteren Verarbeitungsstufe, die fokale Aufmerksamkeit bedingt, werden diese Merkmale zu einer einheitlichen Objektrepräsentation intergiert.
  • Merkmalsintergrationstheorie der Aufmerksamkeit
    Die MIT geht davon aus, dass sich visuelle Stimuli auf der Grundlage von basalen Merkmalen beschreiben lassen und anhand dieser Merkmale verarbeitet werden. Spezialisierte Merkmalsdetektoren nehmen Merkmale wie z.B. Farben wahr und repräsentieren diese auf topografisch organisierten Merkmalskarten. Auf einer späteren Verarbeitungsstufe, die fokale Aufmerksamkeit bedingt, werden diese Merkmale zu einer einheitlichen Objektrepräsentation intergiert.
  • Merkmalsrepräsentation
    Das Konzept 'Merkmalsrepräsentation' bezieht sich auf die Auffassung, dass Konzepte vor allem durch die typischen und/oder häufigen Merkmale der zu ihnen gehörenden Objekte repräsentiert sind. Drei Arten von Merkmalen werden vermutlich bevorzugt repräsentiert: handlungsrelevante Merkmale, Unterscheidungsmerkmale und Entdeckensmerkmale.
  • Begriff aus der „Theorie der gesteuerten Suche“, der die Auffälligkeit eines Stimulus in Form einer Aktivierung beschreibt, der der Kontrast zwischen einzelnen Merkmalen einer Dimension zugrunde liegt. Dimensionsspezifische Salienzsignale werden zu einer Salienzaktivierung zusammengefasst, die die fokale Aufmerksamkeit steuert.
  • Merkmalsspezifisch-repräsentative Stichprobe
    Eine merkmalsspezifisch- repräsentative Stichprobe liegt vor, wenn die Zusammensetzung der Stichprobe hinsichtlich einiger relevanter Merkmale der Populationszusammensetzung entspricht. Dies wird typischerweise durch eine nicht-probabilistische Quotenstichprobe erreicht.
  • Merkmalstheorie, Merkmalsanalyse (feature analysis)
    Theorie zur Mustererkennung, die annimmt, dass wir einfache Merkmale extrahieren, um Muster oder Objekte zu erkennen.
  • Lebensbereiche in der systemorientierten Theorie Bronfenbrenners, die Wechselbeziehungen zwischen unterschiedlichen Lebensbereichen (Mikrosystemen) umfassen, die für eine Person von Bedeutung sind (z. B. Wechselbeziehungen zwischen Schule und Familie).
  • Im bioökologischen Modell die Verbindungen zwischen den unmittelbaren Rahmenbedingungen des Mikrosystems.
  • Messungen in der quantitativen Sozialforschung führen in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des empirischen Relativs zu unterschiedlich informationsreichen Messwerten. Man unterscheidet vier Mess- bzw. Skalenniveaus („levels of measurement“, „scales of measurement“) nach aufsteigendem Informationsgehalt: Nominalskala („nominal scale“), Ordinal-/Rangskala („ordinal scale“), Intervallskala („interval scale“) und Verhältnis-/Ratioskala („ratio scale“). Im Ergebnis spricht man von nominal-, ordinal-, intervall- oder verhältnisskalierten Messwerten bzw. Daten. Intervall- und Verhältnisskala werden häufig unter den Begriffen „Kardinalskala“ bzw. „metrische Skala“ („metric scale“) zusammengefasst, da sie mit denselben statistischen Verfahren ausgewertet werden können, während für ordinalskalierte und nominalskalierte Daten jeweils spezifische statistische Auswertungsverfahren indiziert sind.
  • Parameter eines Tests, das sich sich durch den Quotienten aus Messpräzision und Testlänge berechnet, wobei letztere häufig durch die Anzahl präsentierten Items quantifiziert wird.
  • Messen besteht im Zuordnen von Zahlen zu Objekten, Phänomenen oder Ereignissen – und zwar so, dass die Beziehungen zwischen den Zahlen die analogen Beziehungen der Objekte, Phänomene oder Ereignisse repräsentieren.
  • Messen ist die Zuordnung von Zahlen zu Objekten oder Ereignissen bezüglich der Ausprägung eines Merkmals oder einer Eigenschaft, so dass bestimmte Relationen zwischen den Zahlen vorhandene Relationen zwischen den Objekten (oder Ereignissen) homomorph abbilden.
  • Im Rahmen von Strukturgleichungsmodellen: Teilmodelle, in denen die Zuordnungen der beobachteten Variablen zu den Faktoren erfolgt.
  • Grad der Übereinstimmung von wahren Merkmalsauprägungen und den Testwerten. Auf Skalenebene oft durch die mittlere quadratische Abweichung von wahrer und geschätzter Merkmalsausprägung bestimmt.
  • Die Messung der Hautleitfähigkeit („skin conductance measurement“) bzw. ihres Kehrwertes, des Hautwiderstandes, dient der Erfassung der elektrodermalen Aktivität („electrodermal activity“, EDA) des Organismus. Die Ableitung erfolgt an der Handinnenfläche mittels zweier Elektroden. Als Ergebnis der Messung werden die Veränderungen der Hautleitfähigkeit (in Mikrosiemens S) über die Zeit hinweg in einer Hautleitfähigkeitskurve grafisch dargestellt.
  • Messwiederholung
    Wiederholte Erhebung von Daten an denselben Personen. Untersucht die Frage, ob sich die Ausprägung eines Merkmals zu verschiedenen Messzeitpunkten unterscheidet. Statistische Verfahren mit Messwiederholung haben in der Regel eine höhere Teststärke im Vergleich zu entsprechenden Verfahren ohne Messwiederholung
  • Messwiederholung
    Wiederholte Erhebung von Daten an denselben Personen. Untersucht die Frage, ob sich die Ausprägung eines Merkmals zu verschiedenen Messzeitpunkten unterscheidet. Statistische Verfahren mit Messwiederholung haben in der Regel eine höhere Teststärke im Vergleich zu entsprechenden Verfahren ohne Messwiederholung
  • An einer Stichprobe wird dasselbe Merkmal bei jeder Versuchsperson mehrmals gemessen (z. B. zu zwei Zeitpunkten, vorher – nachher); solche Stichproben bezeichnet man als verbunden
  • Von Messwiederholung spricht man, wenn die Probanden in verschiedenen experimentellen Bedingungen, also mehrfach innerhalb des gleichen Experiments, beobachtet werden.
  • Meta-Analyse
    Eine Reihe von statistischen Techniken, um Ergebnisse von unabhängigen Studien zu einem bestimmten Phänomen statistisch zu einem Gesamtergebnis zusammenzuführen. Ziel ist es, herauszufinden, ob sich aus den Befunden über alle Studien hinweg ein zuverlässiges Muster ergibt.
  • Fasst man eine systematische Zusammenfassung und Auswertung von sog. Primärstudien, z.B. von experimentellen Studien, die mit denselben Konstrukten gearbeitet haben. Arbeitet einen Überblick über die Befundlage einschließlich der nachgewiesenen Effektgrößen heraus.
  • Bei der Metastudie bzw. Metaanalyse („meta analysis“) werden die Ergebnisse direkt vergleichbarer Studien zum selben Thema zu einem Gesamtergebnis statistisch zusammengefasst. Da die Metaanalyse mit empirischen Ergebnissen weiterrechnet und somit eine statistische Datenanalyse enthält, kann sie als Sonderform einer empirischen Studie eingeordnet werden. Allerdings arbeitet sie nicht mit Orgininaldatensätzen, sondern stützt sich ausschließlich auf Ergebnisberichte von Studien und wird deswegen auch als Theorie- oder Literaturarbeit eingestuft.
  • Die Metaanalyse ist eine mathematische Zusammenfassung der Befunde aus verschiedenen Stichproben oder Studien zu einem bestimmten Untersuchungsgegenstand, wie z. B. zum Zusammenhang von Intelligenz und Leistung am Arbeitsplatz.
  • Ein statistisches Verfahren, das man anwendet, um die durchschnittliche Effektstärke für mehrere Studien zusammenzufassen.
  • Metaanalyse
    Verfahren zur statistischen Zusammenfassung der Resultate vieler unterschiedlicher Studien.
  • Metaanalyse
    Eine Metaanalyse fasst verschiedenen Untersuchungen zu einem wissenschaftlichen Forschungsgebiet zusammen. Durch die Zusammenfassung und systematische Analyse der im Forschungsgebiet vorhandenen, inhaltlich homogenen, empirischen Einzelergebnisse, soll die übergreifende Effektgröße in Bezug auf den Forschungsgegenstand (z. B. Wirksamkeit von Interventionen zur Selbstregulation) geschätzt werden.
  • statistisch: Verfahren, die Ergebnisse verschiedener Studien zum selben Thema zusammenzufassen
  • Die Metaanalyse ist eine an den Kriterien empirischer Forschung orientierte Methode zur quantitativen Integration der Ergebnisse empirischer Untersuchungen sowie zur Analyse der Variabilität dieser Ergebnisse. (Drinkmann, 1990, S. 11)
  • Metabolisches Syndrom
    Kombination von Fettsucht, Hyperlipoproteinämie, Hypertonie, Diabetes mellitus und Gicht. Erhöhtes Auftreten von Fettleber, Cholelithiasis und ischämischer Herz- und Gefäßkrankheit.
  • Metabolit
    Zwischen- oder Endprodukt des Stoffwechsels, kann seinerseits Wirkungen auf den Stoffwechsel oder andere Körperfunktionen (z.B. Gefäßerweiterung) ausüben
  • Hierin wird das Wissen über das eigene Gedächtnis und über die Möglichkeiten, das Gedächtnis effektiv zu nutzen, zusammengefasst.
  • Metakalkül-Modelle der Strategiewahl postulieren, dass Menschen zwischen Entscheidungsstrategien wählen, indem sie deren Vorteile (erwartete Genauigkeit der Entscheidung) und Nachteile (kognitiver Aufwand) abwägen.
  • Kompetenzen, die eingesetzt werden, um sich mit den eigenen kognitiven Prozessen auseinanderzusetzen. Oft wird dies auch als das Wissen über das eigene Wissen bezeichnet. Dies unterteilt sich weiter in das Wissen über mentale Zustände sowie das Metagedäch
  • Auseinandersetzung mit den eigenen kognitiven Prozessen.
  • Das Erleben, Bewerten und der Umgang mit den eigenen Gedanken (und Gefühlen).
  • Metakognitive Strategien
    Das Wissen über das eigene Wissen und das Wissen über die Wirkungsweise und die Effektivität der eigenen kognitiven Prozesse woei Strategien, die eingesetzt werden, um diese Prozesse zu regulieren, um Lernen und Gedächtnisleistung zu maximieren. Dazu gehören Fertigkeiten der Planung, Überwachung und Steuerung der eigenen Lernprozesse, z.B. Setzen und Anpassen von Zielen, Nutzen von Hilfsmitteln, Zeiteinteilung, Überprüfung u.ä.
  • Training in der Kompetenz, das eigene Denken zu beobachten und ggf. systematisch zu beeinflussen.
  • Metakognitives Wissen
    Bezieht sich auf das „Wissen über Wissen“ bzw. über eng mit Wissen verbundene Phänomene. Dabei wird die Grenzziehung von Kognition und Metakognition von verschiedenen Autoren unterschiedlich vorgenommen. Manche Autoren bezeichnen es z. B. als Metakognition, wenn Lernende einen Problemlöseschritt, den sie vornehmen, mit einer Gesetzmäßigkeit (z. B. aus der Physik) begründen. Die Begründung wird als Metastatement über eine eigene Aktion (prozedurales Wissen) gesehen. Andere sehen diese Art der Begründungen als Selbsterklärungen an, die in einem Fachgebiet Verbindung zwischen Prinzipien und Lösungsverfahren herstellen, sodass ihnen kein metakognitiver Status zugesprochen wird. Der Kern von Metakognition, und da besteht Einigkeit, bezieht sich aber auf das Wissen um Strategien-, Aufgaben- und Personmerkmale sowie die Regulation der eigenen Kognition.
  • Metakontrast ist ein Maskierungsphänomen. Von zwei Reizen beeinflusst der zweite die Verarbeitung des ersten.
  • Das Wissen eines Menschen über das System der Sprache. Es geht dabei insbesondere um das Wissen über die Eigenschaften von Sprache(n) und über den Sprachgebrauch.
  • Metamere sind zwei Leuchtfelder, die zu einer identischen Wahrnehmung führen, aber verschiedene Wellenlängeverteilungen haben.
  • Eine Metapher ist eine bildhafte Übertragung. Wenn man z.B. jemanden als „Rabenmutter“ bezeichnet, unterstellt man, dass die Mutter ihre Kinder vernachlässigt. Metaphorisch bedeutet also „bildlich gesprochen“.
  • Das Verstehen der Eigenschaften und Funktionen von Sprache, also das reflektierte Verstehen von Sprache als Sprache.
  • Metastasen
    Tumorbildung bzw. Weiterwachsen eines Tumors an entfernter Stelle durch Fernabsiedelung des Tumors. Erfolgt durch „Verschleppung, Wegzug“ der Tumorzellen über die Blutbahn oder den Lymphweg mit Durchsetzung der regionären Lymphknoten.
  • Methamphetamin
    stark süchtig machende Droge, die das zentrale Nervensystem stimuliert. führt zu beschleunigten Körperfunktionen und Veränderungen in Bezug auf Energie und Stimmung. mit der Zeit scheint sie das Ausgangsniveau des Dopaminspiegels zu verringern.
  • Methode der kleinstenQuadrate
    Methode zur Schätzung unbekannter Parameter. Hierbei wird die Summe der quadrierten Abweichungen der beobachteten Messungen vom gesuchten Schätzwert minimiert. Wird z. B. in der Regressionsrechnung angewendet
  • Die Methode der konstanten Reize erlaubt eine Bestimmung der Absolut- und Unterschiedsschwelle. Es wird eine konstante Menge von Reizen verwendet.
  • Methode der Schlüsselbegriffe
    Behaltenstechnik, bei der eigentlich beziehungslose Elemente (Wörter) bildhaft mit bekannten Schlüsselbegriffen assoziiert werden, was das Auffinden/Erinnern erleichtert.
  • Methode der Unterschiedsreduktion (hill climbing)
    Heuristik, um den Problemraum zu begrenzen. Es werden immer Züge ausgewählt, die den aktuellen Zustand dem Zielzustand möglichst ähnlich machen.
  • Die Methode des Ambulanten Assessments (auch: Ambulantes Monitoring; „ambulatory assessment“, „ambulatory monitoring“, „ecological momentary assessment“, EMA) stammt aus dem klinischen Anwendungsfeld. Beim Ambulanten Assessment werden physiologische Messungen (z. B. Blutdruck, Herzfrequenz, Atmung), Verhaltensmessungen (z. B. Schrittzähler) sowie Messungen von Umweltvariablen (z.B. Lärm, Temperatur, Helligkeit) mithilfe entsprechender mobiler Messgeräte über längere Zeitperioden fortlaufend im Alltag der Untersuchungspersonen (anstatt z.B. in der Klinik oder im Forschungslabor) durchgeführt. Die objektiven Messungen können durch eine fortlaufende Erhebung von Selbstauskunftsdaten im Sinne der vollstrukturierten Tagebuchmethode sinnvoll ergänzt werden.
  • Bei der Methode des lauten Denkens („think-aloud method“, „think-aloud protocol“ [TAP], „think-aloud test“) werden Untersuchungsteilnehmende aufgefordert, all ihre Gedanken in Worte zu fassen, die während einer bestimmten Aktivität (z. B. einen Text übersetzen, eine Entscheidung treffen, ein Computerprogramm nutzen) auftreten. Die interessierende Aktivität zusammen mit dem lauten Denken wird in der Regel per Video aufgezeichnet und anschließend verschriftet.
  • Methode des zirkulären Fragens
    Mit der Methode des zirkulären Fragens werden Familienmitglieder (bzw. Mitglieder des untersuchten »Systems«) nacheinander über persönliche Sichtweisen und Mutmaßungen über die jeweils anderen Beteiligten befragt. Dadurch erhalten alle Beteiligten gleichzeitig Informationen zu den unterschiedlichen Sichtweisen der Einzelnen auf die jeweiligen Beziehungen und zu den interaktionellen Motiven.
  • Ein Sammelbegriff für verschiedene systematische Varianzquellen bei der Multitrait-Multimethod-Analyse, die sich über den Trait hinausgehend auf die Validität der Messung auswirken können. Hierbei kann es sich u.a. um Charakteristika der eingesetzten Messinstrumente, der Beurteiler oder der Situationen, in der eine Messung erfolgt, handeln.
  • Gibt an, inwiefern Techniken, Methoden und Vorgehensweisen zur Strukturierung der eigenen Aktivitäten oder von Gruppenaktivitäten angewendet werden.
  • Methodenkompetenz
    Fähigkeiten, die erforderlich sind, um neuartige und komplexe berufliche Aufgaben in einem bestimmten Tätigkeitsbereich erfüllen zu können.
  • Methodenspezifitätskoeffizient
    Gibt den Anteil an beobachteter Varianz wieder, der auf den Einfluss eines Methodeneffektes zurückzuführen ist. Je höher der Methodenspezifitätskoeffizient ausfällt, desto stärker ist der Einfluss der Messmethode auf die Messung.
  • Die Methodenstudie („methodological study“) dient dem Vergleich und der Weiterentwicklung von Forschungsmethoden.
  • Die Methodologie ist die Theorie der wissenschaftlichen Methoden (Methodenlehre), die sich insbesondere mit der sachgerechten Anwendung von Forschungsmethoden beschäftigt (Wenninger, 2001)
  • Die kritische Prüfung von inhaltlichen Kerntheorien muss im Verständnis des Kritischen Rationalismus wegen des Basissatz- und Korrespondenzproblems immer auch unter Berücksichtigung der für die Studie relevanten Hilfs- oder Instrumententheorien erfolgen (methodologischer Falsifikationismus; „methodological falsificationism“). Dabei sind nicht zuletzt Replikationsstudien (Wiederholungsstudien, „replication studies“) besonders wichtig, die nämlich nicht nur auf derselben inhaltlichen Kerntheorie, sondern auch auf denselben Hilfs- und Instrumententheorien basieren wie die jeweiligen Vorläuferstudien.
  • Methodologischer Individualismus
    Annahme, dass man eine kollektive Handlung erklären muss, indem man zeigt, wie sie aus individuellen Entscheidungen und individuellem Verhalten resultiert. Kollektives Verhalten ist demnach identisch mit dem Verhalten der Individuen, die das Kollektiv bilden.
  • Ein biochemischer Prozess, der bei zahlreichen Genen die Expression reduziert.
  • Zusammenfassender Begriff für Intervall- und Verhältnisskalen
  • Metrorrhagie
    Zyklusstörung, welche sich durch azyklische Zwischenblutungen kennzeichnet.
  • eigene Person als Objekt der eigenen Wahrnehmung
  • Microteaching
    Eine Methode des Unterrichtstrainings in der Lehreraus- und -fortbildung, bei der angemessenes Lehrerverhalten systematisch eingeübt werden soll.
  • Migräne-Aura
    Auftreten einfacher visueller Reizerscheinungen (z. B. → Flimmerskotom) vor Einsetzen der Kopfschmerzattacken.
  • Die genaue Analyse von problematischen Situationen, die als relevant für die psychische Störung eingeschätzt werden, wird Mikroanalyse genannt. Sie zeigt das Problemverhalten am Beispiel einer speziellen Situation auf.
  • Eine Forschungsmethode, bei der dieselben Kinder während eines kurzen Zeitabschnitts wiederholt untersucht werden.
  • Mikroneurographie
    Transkutane Ableitung der Impulsak­tivität einzelner Nervenfasern des Men­schen mit Hilfe feiner Metallelektroden
  • Mikropolitik bedeutet „Politik im Kleinen“ durch einzelne Akteure oder Gruppen. Mikropolitik führt durch, wer durch die Nutzung Anderer in organisationalen Ungewissheitszonen eigene Interessen verfolgt.
  • Mikrostimulation
    Künstliche Erregung kleiner Gruppen von Neuronen durch winzige Ströme im Bereich von einigen Mikroampere, die über eine invasive Mikroelektrode appliziert werden.
  • Lebensbereiche in der systemorientierten Theorie Bronfenbrenners, in denen Menschen leicht direkte Interaktionen mit anderen aufnehmen können (wie Familie, Schule etc.).
  • Im bioökologischen Modell die unmittelbare Umgebung, die ein Individuum persönlich erfährt.
  • Apparat zur Anfertigung extrem dünner Gewebeschnitte (1-15µm) zur histologischen Untersuchung
  • Mikrovilli
    Kleinste fingerartige Ausstülpungen der Zellmembran bei den unterschiedlichen Zelltypen
  • Harnlassen, Harnblasenentleerung
  • Milde-Fehler
    Eine Antworttendenz; ein Mildefehler wird darin sichtbar, dass ein Beobachter insgesamt positivere Urteile abgibt als andere Beobachter.
  • Milgram-Experimente
    Klassische Experimente zum Einfluss von Gehorsam gegenüber Autoritäten.
  • Minderheitseinfluss
    Situation, in der entweder ein Individuum oder eine zahlenmäßig kleine Gruppe die Mehrheit beeinflussen kann.
  • Minderungskorrektur
    Korrektur einer Korrelation für die Unreliabilität einer der beiden korrelierten Variablen
  • Minderungskorrektur
    Wenn Messwerte fehlerbehaftet sind, wirkt sich dies mindernd auf die Höhe der Korrelation mit einer anderen Variablen aus. Die doppelte Minderungskorrektur liefert eine Schätzung für die Korrelation der wahren Werte zweier Variablen, wenn deren Reliabilitätskoeffizienten bekannt sind. Damit wird gleichsam die »Minderung« korrigiert, welcher Korrelationskoeffizienten unterliegen, wenn die miteinander korrelierten Messwerte fehlerbehaftet sind. Die einfache Minderungskorrektur liefert eine Schätzung für die Korrelation eines Tests mit einem Kriterium unter der Annahme, dass das Kriterium messfehlerfrei erfasst wird. Damit wird gleichsam die »Minderung« korrigiert, die durch die fehlerbehaftete Messung des Kriteriums entsteht.
  • Künstlich entwickelte Sprache, um den Erwerb von Grammatik bei Kindern zu untersuchen.
  • Minimal-Attachment-Prinzip
    Das Vermeiden aller möglicherweise unnötigen Knoten.
  • minimale Anomalie
    unauffällige körperliche Störung, die auf Schwangerschaftsprobleme hinweist
  • Minimalgruppen-Paradigma
    Paradigma, bei dem Versuchspersonen anhand bedeutungsloser Kriterien verschiedenen Gruppen zugewiesen werden. In der klassische Studienserie von Tajfel et al. (1971) wurde damit gezeigt, dass Intergruppendiskriminierung selbst dann entstehen kann, wenn die Gruppenzugehörigkeit auf bedeutungslosen Kriterien basiert und keine unterschiedlichen Einstellungen/Haltungen der Gruppen widerspiegelt.
  • Eine Minimum-Effekt-Nullhypothese („minimum effect null hypotheses“) postuliert im Sinne des Good- Enough-Prinzips als Bereichshypothese einen Bereich vernachlässigbar kleiner Populationseffekte.
  • Minnesota Multiphasic Personality Inventory
    der am besten erforschte und in den USA am häufigsten klinisch angewandte Persönlichkeitstest. Ursprünglich entwickelt zur Diagnose emotionaler Störungen (was auch heute noch als sein bestes Einsatzgebiet gilt). Er wird heute für vielfältige andere Zwecke, wie etwa zum Screening, eingesetzt.
  • Unter dem Sammelbegriff MINT-Fächer werden die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zusammengefasst. Auffällig ist, dass weibliche Beschäftigte in diesen Fächern noch immer deutlich unterrepräsentiert sind, was unter anderem mit ge
  • Mischverteilungs-Rasch-Modelle
    Kombination aus Rasch-Modell und Latent-Class-Analyse. Innerhalb jeder Klasse wird versucht, jeweils ein eigenes Rasch-Modell anzupassen. Zwischen den latenten Klassen unterscheiden sich die Parameter des Rasch-Modells.
  • Zeitlich andauerndes Muster unangepassten Verhaltens oder Gebrauchs einer Substanz, das wiederholt zu negativen Konsequenzen bzw. Leistungseinbußen in einem oder mehreren Funktionsbereichen führt.
  • Missbrauch/schädlicher Gebrauch
    Wiederkehrender Gebrauch einer psychotropen Substanz, welche weiter konsumiert wird, obwohl Wissen über konsumbedingte soziale, berufliche, psychologische oder körperliche Probleme besteht.
  • Misserfolgsmotiv
    Motiv, Misserfolg zu vermeiden
  • Führungsstil, der sich durch Wertschätzung der Mitarbeiter, Stärkung des Selbstwertes der Geführten und Gleichbehandlung auszeichnet.
  • Anteilnahme und Sorge um eine andere Person (oder ein Tier) als Reaktion auf deren Zustand.
  • mitochondriale DNS
    genetische Information in den Mitochondrien, die von der mütterlichen Eizelle abstammen
  • Mitochondrium
    Zellorganelle, die aus den Nährstoffen Energie gewinnt
  • Zellteilung, bei der zwei identische Tochterzellen entstehen.
  • Die der Zellteilung vorausgehende Zellkernteilung, bei der jede Tochterzelle den vollständigen (diploiden) Chromosomensatz erhält.
  • Mitralzelle
    Pyramidenartige Zelle im Bulbus olfactorius; hier werden Duftreize zusammengeführt; mehr als 1000 Riechzellaxone projezieren auf eine Mitralzelle
  • Aufteilung einer Zielhandlung in mehrere Teilschritte, die notwendigerweise aufeinander aufbauen.
  • In der Mittel-Ziel-Analyse vergleicht der Problemlöser den Ausgangs- mit dem Zielzustand, bildet passende Zwischenziele und sucht nach den für die jeweiligen Ziele einsetzbaren Mitteln und verkleinert so systematisch die Distanz zwischen den zwei Problemzuständen.
  • Mittel-Ziel-Analyse (means-end analysis)
    Heuristisches Verfahren, um Teilziele zu generieren, bis ein Operator direkt angewandt werden kann.
  • Mittel-Ziel-Analyse (means-ends analysis)
    Heuristische Strategie beim Problemlösen, die darauf basiert, Zwischenziele zu setzen, um die Differenz zwischen dem aktuelle Zustand und dem Zielzustand zu reduzieren (Unterschiedsreduktion).
  • Mittelohr
    Kammer zwischen Trommelfell und Kochlea. sie enthält drei Knöchelchen (Hammer, Amboss und Steigbügel), die dafür sorgen, dass sich die Schwingungen des Trommelfells auf das ovale Fenster der Kochlea konzentrieren.
  • Das Mittelohr zwischen Trommelfell und Innenohr besteht aus der eustachischen Röhre sowie Hammer, Amboss und Steigbügel.
  • Der Mittelwert einer Messwertreihe, berechnet als das arithmetische Mittel ist der gebräuchlichste Wert, um die zentrale Tendenz einer Verteilung zu beschreiben. Repräsentiert die Ausprägung eines Merkmals in einer Gruppe am besten. Die Information ist jedoch nur zusammen mit der Streuung (SD) sinnvoll zu interpretieren.
  • Mittelwert
    das arithmetische Mittel wird berechnet durch die Addition sämtlicher Werte. diese Summe wird durch die Gesamtzahl der Werte dividiert.
  • Ergibt sich, wenn die Summe aller Werte einer Stichprobe durch die Gesamtzahl der Werte geteilt wird
  • Mittelwert (M)
    Der Mittelwert (auch arithmetisches Mittel, Durchschnitt, Mean genannt) ist ein Maß zur Beschreibung der Lage einer Verteilung. Er ist die Summe aller Einzelwerte der Daten, geteilt durch die Anzahl dieser Werte.
  • Mittelwertsstabilität
    Stabilität von Eigenschaftsmittelwerten, die alterstypische Veränderungen in der Persönlichkeit anzeigen können
  • bezeichnet eine Forschungsmethode, die eine Kombination von Elementen qualitativer und quantitativer Forschungstraditionen beinhaltet, typischerweise (aber nicht notwendig) innerhalb einer Untersuchung.
  • Das Mixed-Effects-Modell kombiniert das Fixed- Effect- und das Random-Effects-Modell.
  • Der Mixed-Methods-Ansatz („mixed methods approach“) kombiniert qualitative und quantitative Vorgehensweisen zu neuen Mixed-Methods-Designs.
  • Der Mixed-Methods-Ansatz in der empirischen Sozialforschung („mixed methods approach“, „mixedmethods research“) kombiniert und integriert quantitative und qualitative Forschungsstrategien innerhalb einer Studie bzw. eines Forschungsprojekts, um dadurch den Erkenntnisgewinn zu erhöhen.
  • sind Mixed-Methods-Untersuchungen, in denen eine Kombination von qualitativen und quantitativen Elementen über verschiedene Phasen derselben Untersuchung hinweg stattfindet. Als Phasen gelten dabei das Design, die Datenerhebung und die –auswertung.
  • MMPI-2: Minnesota-Multiphasic-Personality-Inventory-2
    "Beim MMPI-2 (Hathaway et al., 2000) handelt es sich um einen Persönlichkeitsfragebogen für den klinischen
  • Mnemotechniken
    Gedächtnishilfen, insbesondere jene Techniken, die eindringliche Bilder und Ordnungsstrukturen nutzen.
  • Von Mobbing spricht man, wenn eine Person am Arbeitsplatz häufig und über einen längeren Zeitraum von anderen Personen schikaniert, benachteiligt oder ausgegrenzt wird.
  • Von Mobbing spricht man, wenn Mitarbeiter von einem oder mehreren Kollegen oder Vorgesetzten regelmäßig und über längere Zeit terrorisiert werden.
  • Mobbing
    spezielle Form der Aggression, die dadurch charakterisiert ist, dass das Opfer wiederholt und systematisch aggressiven Akten eines oder mehrerer Täter ausgesetzt ist. bei Kindern häufig auch als Bullying bezeichnet.
  • Bei einer mobilen Befragung („mobile survey“) wird ein elektronischer Fragebogen über drahtlose Netzwerke bzw. Mobilfunknetze und mobile (portable) Endgeräte verbreitet. Die gewählten Antworten werden auf einem Befragungsserver gespeichert und stehen als digitale Datensätze zur Verfügung. Mobile Fragebögen müssen für die angezielten Endgeräte und Umfragesituationen (z. B. das Ausfüllen unterwegs in Nischenzeiten oder im Freien) gestaltet werden und unterscheiden sich somit von herkömmlichen Online-Fragebögen.
  • Mobile Learning
    Einsatz von Mobilkommunikation zu Unterrichts- und Lernzwecken (z.B. Lernspiele auf dem Handy, Notebook-Einsatz in der Vorlesung).
  • Mobilkommunikation
    Kommunikation mittels portabler, drahtlos vernetzter Informations- und Kommunikationsgeräte (z.B. Notebook/Laptop, Handheld/Palmtop, Handy, mobile Spielkonsole).
  • Modales Gedächtnismodell (modal model)
    Mehrspeicherkonzeption des menschlichen Gedächtnisses mit drei Hauptkomponenten: dem sensorischen Gedächtnis, dem Arbeitsgedächtnis und dem Langzeitgedächtnis.
  • Modalität
    Hebt auf die Sinneskanäle ab, über die Informationen aufgenommen werden (z.B. visuell vs. auditiv). Wird eine Information (z. B. Tonfilm) über mehrere Sinneskanäle (hier: visuell und akustisch) rezipiert, spricht man von einer multimodalen Informationsverarbeitung.
  • Eine Modalität beschreibt einen primären Sinneseindruck, der durch ein Sinnessystem vermittelt wird.
  • Verarbeitungssysteme, die Informationen einer bestimmten Modalität (z.B. ausschließlich auditiv oder visuell) verarbeiten.
  • Modalwert
    der Wert oder die Werte, die in einer Verteilung am häufigsten auftreten.
  • Wert einer Verteilung, der am häufigsten vorkommt. In einer grafischen Darstellung der Verteilung deren Maximum. Eine Verteilung kann mehrere Modalwerte (und somit Maxima) besitzen (bimodale Verteilung)
  • MODE-Modell
    Ein Modell für die Beziehung zwischen Einstellungen und Verhalten, bei dem Motivation und Gelegenheit als erforderlich angesehen werden, um verfügbare Informationen überlegt zu berücksichtigen.
  • Modell der allgemeinen Wirkfaktoren
    Modell von Frank (1961) im Bereich der allgemeinen Wirkfaktoren. Postulation von vier zentralen schulenübergreifenden Wirkfaktoren zur Erklärung der Wirksamkeit von Psychotherapie.
  • Modell der doppelten Handlungsregulation
    Modell nach Sachse (2001), demzufolge PS als Interaktionsstörungen zu verstehen sind. Die drei wesentlichen Komponenten des Modells stellen die Motivebene (Ebene der authentischen Handlungsregulation), die Spielebene (Ebene der manipulativen Handlungsregulation) und die Schemata dar.
  • Modell der Elaborationswahrscheinlichkeit (ELM)
    Eine Einstellungsänderung als Reaktion auf persuasive Botschaften wird entweder durch zentrale oder durch periphere Verarbeitung vermittelt. Mit Elaboration ist das Ausmaß gemeint, in dem eine Person über die in einer Botschaft enthaltenen themenrelevanten Argumente nachdenkt.
  • Modell der gemeinsamen Eigengruppenidentität
    Hier wird versucht, die gegenseitige Abwertung zwischen Gruppen zu verringern, indem die Kategorisierung von Eigengruppe versus Fremdgruppe in eine einzelne, umfassendere Identität abgeändert wird. Das Modell macht sich die Einflusskräfte der Eigengruppenbegünstigung zunutze, um die Abwertung der Fremdgruppe zu verringern und Hilfeverhalten zu fördern.
  • Modell der kognitiven Reaktionen
    Im Modell wird angenommen, dass eine Einstellungsänderung vermittelt über die Gedanken bzw. „kognitiven Reaktionen“ wirkt, die Individuen erzeugen, während sie persuasive Botschaften empfangen und darüber nachdenken.
  • Modell des Abbaus negativer Stimmung
    Hier wird argumentiert, dass Menschen einen angeborenen Trieb haben, ihre eigenen negativen Stimmungen abzubauen. Hilfeverhalten kann die Stimmung heben – nach diesem Modell helfen die Menschen somit aus egoistischen anstatt aus altruistischen Gründen.
  • Modell vom naiven Wissenschaftler
    Eine Metapher dafür, wie soziale Informationen verarbeitet werden; die soziale Wahrnehmung im Alltag wird mit der Tätigkeit von Wissenschaftlern verglichen, die Theorien formulieren und Daten verwenden, um Hypothesen über Verhalten zu überprüfen (und damit Verhalten vorhersagen und kontrollieren zu können).
  • Modelldifferenztest
    Werden mit der konfirmatorischen Faktorenanalyse hierarchisch geschachtelte Modelle spezifiziert und gegeneinander getestet, so kann der Unterschied im Modellfit statistisch über die Differenz der Chi-Quadrat-Werte beider Modelle überprüft werden, die wiederum Chi-Quadrat-verteilt ist.
  • Modelle der Wortverarbeitung
    Modelle der Wortverarbeitung unterscheiden insbesondere, die Verarbeitung der Wortoberfläche (Lautgestalt und Schriftbild) und der Wortbedeutung.
  • Unter Modellfit versteht man das Ausmaß der Übereinstimmung (Passung) zwischen einem statistischen Modell und den vorliegenden Daten.
  • Modelllernen
    Form des Lernens, die durch Beobachtung eines Modells vermittelt wird.
  • Form des Lernens, bei der das Individuum durch die Beobachtung eines Modells lernt. Es können sowohl neue Verhaltensweisen als auch die Konsequenzen von bekannten oder neuen Verhaltensweisen gelernt werden.
  • Modelllernen
    Lernen durch Nachahmung. Beobachtung, dass ein Modell für sein Verhalten belohnt oder bestraft wird.
  • Von Albert Bandura eingeführter Begriff, der den kognitiven Lernprozess bezeichnet, welcher vorliegt, wenn sich ein Individuum neue Verhaltensweisen als Folge der Beobachtung des Verhalten anderer Individuen aneignet.
  • Modelllernen
    Prozess des Beobachtens und Nachahmens eines bestimmten Verhaltens.
  • Bestandteil der Lerntheorie Banduras, wonach soziales Verhalten auch indirekt, nämlich durch stellvertretende Erfahrung gelernt werden kann. Hierbei erhöht das Beobachten von Verhaltensweisen bei anderen die Wahrscheinlichkeit dafür, entsprechendes Verhalten selbst nachzuahmen.
  • Faktor, der den Effekt einer unabhängigen Variable auf eine abhängige Variable in unterschiedlicher Weise beeinflusst (ihn also verstärkt oder abschwächt).
  • Moderatoreffekt
    Ein Moderatoreffekt liegt vor, wenn die Korrelation einer Variablen (z.B. Berufserfolg) mit einer zweiten Variablen (z.B. Abiturnote) von einer dritten Variablen (z.B. dem sozioökonomischen Status der Probanden) abhängt. Die Höhe der Validität eines Tests hängt also von einer Drittvariablen ab.
  • Moderatorvariable
    Als Moderatorvariable bezeichnet man eine Variable, die die Beziehung zwischen zwei anderen Variablen beeinflusst. Wenn z. B. bei geringen Fähigkeiten kein Zusammenhang von Anstrengung und Leistung besteht, aber bei hohen Fähigkeiten mehr Anstrengung auch mit höherer Leistung verbunden ist, bezeichnet man die Variable _Fähigkeiten_ als Moderatorvariable.
  • Moderatorvariable
    statistisch: Variable, die auf die Korrelation zweier anderer Variablen Einfluss nimmt
  • Neben der Schätzung des Gesamteffekts wird durch die Metaanalyse derWirkprozess analysiert, indem man diejenigen Moderatorvariablen identifiziert, die dafür verantwortlich sind, dass der Effekt unter bestimmten Bedingungen stärker oder schwächer ausfällt (Moderatorvariablen- bzw. Subgruppen-Analyse).
  • Mit der genetischen Ausstattung ist der Phänotyp nicht vollständig bestimmt. Es ergibt sich vielmehr eine gewisse Spanne, innerhalb derer sich der Phänotyp je nach seinen Umweltgegebenheiten ausprägen kann.
  • Verschiedene Funktionen werden verschiedenen Arealen im Kortex zugeordnet.
  • Modulare Theorien (modular theories)
    Diese Theorien gehen – im Gegensatz zu Theorien zentraler Kapazität – von der Annahme multipler spezifischer, d. h. modularer Verarbeitungssysteme (oder -ressourcen) aus. Bezüglich der Informationsselektion nehmen modulare Theorien einen parallel-multiplen Vergleichsprozess zur Bestimmung der aktivsten (der aufgabenrelevantesten) Signale an (s. auch Theorien zentraler Kapazität).
  • Modularisierung beinhaltet die Restrukturierung der Unternehmensorganisation auf der Basis integrierter, kundenorientierter Prozesse in relativ kleine, überschaubare Einheiten (Module). Diese zeichnen sich durch dezentrale Entscheidungskompetenz und Ergebnisverantwortung aus, wobei die Koordination zwischen den Modulen verstärkt durch nichthierarchische Koordinationsformen erfolgt.
  • Modularität in einem System liegt vor, wenn das System aus autonomen Teilsystemen besteht, die durch spezifische Eigenschaften gekennzeichnet sind und die in weitgehender Isolation von anderen Teilsystemen untersucht werden können.
  • Modularität (modularity)
    Sichtweise, wonach der menschliche Geist in einzelne Module unterteilt ist, die unabhängig voneinander arbeiten und die jenseits von Ein- und Ausgabeprozessen nicht miteinander interagieren. Jerry Fodor gilt als einer der stärksten Verfechter.
  • Die Vorstellung, dass das menschliche Gehirn ein angeborenes, unabhängiges Sprachmodul enthält, das von anderen Aspekten des kognitiven Funktionierens getrennt ist.
  • Module sind autonome biologisch trennbare Mechanismen, die für eine Aufgabe oder Funktion spezialisiert sind.
  • Modulierter Wettstreit (biased competition)
    Annahme, dass kognitive Kontrolle darauf beruht, dass aktivierte Zielrepräsentationen top-down den Wettstreit zwischen konkurrierenden sensorischen oder motorischen Repräsentationen dahingehend modulieren, dass sich zielrelevante Repräsentationen durchsetzen.
  • Modus (Modalwert)
    Der Modalwert ist ein Maß zur Beschreibung der Lage einer Verteilung. Er gibt diejenige Merkmalsausprägung an, die am häufigsten vorkommt.
  • Modus ponens (modus ponens)
    Regel der bedingten Aussagenlogik. Sie erlaubt das Schließen einer Konsequenz aus den gegebenen Prämissen (Antecedens). Wenn die Aussage (Proposition): „Wenn A, dann B“ (1. Prämisse) gegeben ist und die Proposition A gilt (2. Prämisse), können wir auf B schließen (Konklusion), dass auch B gilt.
  • Modus tollens (modus tollens)
    Regel der bedingten Aussagenlogik. Sie erlaubt eine Schlussfolgerung, z. B. wenn die Proposition „A impliziert B“ wahr (gegeben) und die Aussage „B“ falsch ist, dann kann geschlossen werden, dass auch das Antecedens „A“ falsch ist, da es das falsche B impliziert.
  • Molekulargenetik
    Teilgebiet der Biologie, das sich mit der Untersuchung der molekularen Struktur und Funktion von Genen befasst.
  • molekulargenetische Persönlichkeitsforschung
    direkte Einflussschätzung der Wirkung bestimmter Allele auf die Persönlichkeit
  • Monaurale Richtungsparameter
    Der direkt an der Ohröffnung eintreffende Schall ist mit dem am Kopf und an der Ohrmuschel reflektierten Schall überlagert. Die daraus resultierenden von der Schallrichtung abhängigen Verzerrungen in der spektralen Zusammensetzung (monaurale Richtungsparameter) liefern vor allem eine Information über die vertikale Position der Schallquelle.
  • Die Mondtäuschung besteht darin, dass der Mond größer wahrgenommen wird, wenn er am Horizont steht. Die retinale Größe des Mondes ist dabei im Zenit und am Horizont konstant.
  • Mongolenfalte
    Falte über dem Augenlid bei mongoliden Populationen
  • Monitoring (monitoring)
    Überwachung der bei der Sprachproduktion produzierten Äußerung, die gegebenenfalls in Korrekturprozesse mündet.
  • Monitoring-Bewusstsein (monitoring consciousness)
    Wissen über die eigenen internen Zustände. Mit dem psychologischen Konzept der Metakognition vergleichbar.
  • Ammoniakverbindung, zu den biogenen Aminen gehören die Katecholamine (z.B. Adrenalin) und Indolamine (z.B. Serotonin)
  • Monokausal ist ein Ereignis (Kausalität), bei dem sich das Endergebnis B auf genau einen verursachenden Auslöser A zurückführen lässt. Beispiel: Ein Stein A löst sich und fällt (Ursache) dabei auf ein Glasdach, wodurch die Glasscheibe B zerplatzt (Wirkung).
  • Ein Sachverhalt wird durch einen einzigen Ursachenfaktor erklärt. Theorien mit einem einzigen Erklärungsfaktor werden oft als zu stark vereinfachend betrachtet. Sie können durch weitere Theorien ergänzt werden, die andere Ursachen des fraglichen Sachverhalts adressieren.
  • Monokulare Hinweisreize
    Entfernungsmerkmale, wie Zentralperspektive (auch Linearperspektive) und Überlappung, die jedes Auge für sich alleine erkennen kann.
  • Monokulare Tiefenhinweise (Bildindikatoren)
    Diejenigen Wahrnehmungshinweise auf räumliche Tiefe (wie etwa relative Größe und Verdeckung), die man mit nur einem Auge wahrnehmen kann.
  • Monokulare Tiefenkriterien können aus dem retinalen Bild in einem Auge entnommen werden. Ein Beispiel für ein solches Kriterium ist die Verdeckung.
  • sind Untersuchungen, in denen nur Methoden aus einer Forschungstradition zur Anwendung kommen (also nur qualitative oder nur quantitative Methoden), und zwar jeweils nur eine Methode in der Phase der Datenerhebung und eine Methode in der Phase der Auswertung.
  • Monotonie (monotonicity)
    Eine weitere Information (Prämisse, Argument) kann nie dazu führen, das man weniger weiß als vorher.
  • Das ursprüngliche Bindungskonzept geht davon aus, dass das Kind seine Bindung auf eine zentrale Bezugsperson, meist die Mutter, ausrichtet. Diese Annahme konnte nicht empirisch abgesichert werden. Heute geht man eher von einer multiplen Bindung aus, die n
  • Großes einkerniges, phagozytosefähiges, weißes Blutkörperchen
  • Mittels Computer werden aus einer festgelegten Population viele Stichproben gezogen (Computersimulation), um anhand dieser Simulation zu erfahren, wie sich statistische Kennwerte (z.B. Mittelwerte) verteilen oder wie sich Verletzungen von Testvoraussetzungen auf die Ergebnisse des Tests auswirken
  • Mood-Management-Theorie
    Die Mood-Management-Theorie geht davon aus, dass die Wahl von medialen Unterhaltungsangeboten von Stimmungen und Emotionen der auswählenden Person bestimmt wird. Ziel der Medienwahl ist immer eine Verbesserung des aktuellen Stimmungszustandes.
  • Dienen der Erfassung moralischer Kognitionen. In den beschriebenen Dilemmasituationen stehen mindestens zwei Bedürfnisse oder Verpflichtungen miteinander in Konkurrenz, die für das moralische Urteil einer Person von Relevanz sein können.
  • Entscheidungen, die sich auf Fragen von Richtig und Falsch, Fairness und Gerechtigkeit im eigenen oder fremden Handeln beziehen.
  • Epidemiologischer Kennwert. Anteil der Erkrankten in einer definierten Population innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
  • Morbus Crohn
    Chronisch entzündliche Darmerkrankung, die mit rezidivierenden akuten Schüben einhergeht und alle Abschnitte des Gastrointestinaltrakts betreffen kann.
  • Reflex (auch Schreckreflex), der ausgelöst wird, wenn sich der Säugling erschrickt (z. B. bei lauten Geräuschen wie dem Zuschlagen einer Tür). Er besteht aus einer Reihe schneller rhythmischer Bewegungen der Extremitäten (insbesondere der Arme und Hände),
  • Innerhalb der Semantik bilden diese die kleinsten bedeutungstragenden Einheiten.
  • Morphem
    kleinster bedeutungstragender Baustein einer Sprache. kann ein Wort oder ein Wortbestandteil sein.
  • Morphem (morpheme)
    Kleinste bedeutungstragende Einheit der Sprache.
  • Die kleinste bedeutungstragende Einheit. Hase zum Beispiel ist ein Morphem, das ein Objekt bezeichnet, und -te ein Morphem, das die Vergangenheitsform anzeigt. Aber auch Artikel (der, die, das) und Präpositionen (an, auf ) sind Morpheme, da sie eine Bedeutung tragen.
  • Die kleinsten bedeutungstragenden Einheiten einer Sprache, die aus einem oder mehreren Phonemen zusammengesetzt sind.
  • Sie umfasst die Regeln der Wortbildung einer Sprache (z. B. Aufbau aus Wortstamm, Präfix und Suffix) sowie der Flexion (Beugung, also Konjugation und Deklination).
  • Morphologie der Sprache
    Untersucht die kleinsten bedeutungstragenden Einheiten einer Sprache (Morpheme) und die Regeln, die ihrer Kombination zu Wörtern zugrunde liegen.
  • Morphometrie
    Eine Gruppe von auf der Kernspintomografie beruhenden technischen Verfahren. Mit der Morphometrie können eine Vergrößerung bestimmter Hirnbezirke, die neuronale Dichte und der Faserverlauf sowie die Faserdichte in zentralnervösen Strukturen bestimmt werden. Zukunftsträchtige Technik, die neue Einblicke in die Dynamik von Anpassungsvorgängen im Gehirn und von pathologischen Veränderungen z. B. bei neurodegenerativen Erkrankungen verspricht.
  • Mortalität
    Sterblichkeit oder Sterberate.
  • Epidemiologischer Kennwert. Sterberate, Anteil der Sterbefälle in einer definierten Population innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
  • Mortalitätssalienz
    Die psychische Vergegenwärtigung der eigenen Sterblichkeit.
  • Motilität, gastrointestinale
    Eigenbewegungen des Verdauungstraktes, die für Durchmischung und Transport des Nahrungsbreis sorgen.
  • Motilitätshypothese
    Besagt, dass die Beschwerden im Verdauungstrakt bei Patienten mit funktionellen Darmerkrankungen durch veränderte Motilitätsmuster zustande kommen.
  • Der Grund, aus dem heraus Menschen handeln. Je nach theoretischer Orientierung werden nur wenige oder sehr viele solcher Gründe unterstellt. Motive werden durch Anreize aktiviert. Sie treten in den Hintergrund, wenn sie befriedigt sind.
  • Individuelle Präferenzen für bestimmte Anreizklassen. Unterschieden werden im Wesentlichen drei Anreizklassen (Motivthemen): 1) Herausforderungen meistern (Leistungsmotiv), 2) soziale Kontakte knüpfen und pflegen (Anschlussmotiv) und 3) andere Menschen beeinflussen oder beeindrucken (Machtmotiv). Motive beschreiben die Fähigkeit, als Reaktion auf die o.g. Erfahrungen intensiven positiven Affekt zu erleben.
  • Bewertungsdisposition für Handlungsfolgen (Persönlichkeitseigenschaft)
  • """Intelligentes"" Bedürfnis, in dem Sinne, dass es ein Bedürfnis mit autobiografischen (überwiegend vorbegrifflichen und vorsprachlichen) Erfahrungen verknüpft, welche die Sensibilität für Möglichkeiten zur Bedürfnisbefriedigung in einer Vielzahl von Situationen erhöht."
  • (1) etwas, das den Organismus zu einer Handlung anreizt oder das der Handlung eine beständige Richtung gibt, wenn der Organismus einmal in Tätigkeit ist. (Atkinson et al., 1993) Motiv (2) eine Bewertungsdisposition, durch die bestimmt wird, ob und wie stark vorhandene Reize (Situationen, Ereignisse, Tätigkeiten, erwarteter Zielzustand) Anreizcharakter zu einer Handlung erhalten.
  • Motiv (motive)
    Eigenschaft von Personen, auf Ziele einer bestimmten Thematik (etwa Anschluss, Macht oder Leistung) emotional anzusprechen.
  • Motivanregung (motive arousal)
    Prozess, in dem ein (situativer oder imaginierter) Anreiz auf ein passendes Motiv einer Person trifft und einen Zustand der Motivation hervorruft.
  • Motivation ist das Produkt aus individuellen Merkmalen von Menschen, ihren Motiven, und den Merkmalen einer aktuell wirksamen Situation, in der Anreize auf die Motive einwirken und sie aktivieren.
  • Dieses hypothetische Konstrukt bezeichnet die Ausrichtung des Verhaltens auf einen bestimmten, positiv bewerteten Zielzustand. Wird in einer Situation aktiviert, wenn in dieser bei einer Person situativ ein Motiv (z.B. das Ziel, eine Kompetenz zu erwerben) aktiviert wird (z.B. durch Aufgaben, die zum Erreichen des Zielzustandes geeignet sind) und die Person auch glaubt, durch ihre eigene Anstrengung und mit dem Einsatz ihrer eigenen Fähigkei-ten diesem Ziel näher zu kommen (Selbstwirksamkeit).
  • Motivation
    ein Bedürfnis oder ein Wunsch, der unser Verhalten antreibt und lenkt.
  • Motivation
    Der Begriff „Motivation“ lässt sich auf das lateinische Verb movere (für „bewegen“, „antreiben“) zurückführen und meint die „aktivierende Ausrichtung des momentanen Lebensvollzugs auf einen positiv bewerteten Zielzustand“ (Rheinberg und Vollmeyer 2012, S. 15).
  • Motivation
    Sammelbegriff für die beim zielgerichteten Handeln beteiligten Steuerungsprozesse.
  • aktuelle motivationale Lage oder Prozess der aktuellen Motivierung
  • Das Streben nach Zielen oder wünschenswerten Zielobjekten. Beispiele sind sozialer Anschluss, Selbstwertdienlichkeit und Streben nach Konsistenz.
  • Motivation
    Wird für motivationale Prozesse benutzt, welche das Setzen von Zielen betreffen. Hier geht es also darum, welche Ziele eine Person anstreben will.
  • Bezieht sich generell auf das Ingangsetzen, Steuern und Aufrechterhalten von körperlichen und psychischen Aktivitäten (Zimbardo). Motivation bezeichnet das auf emotionaler und neuronaler Aktivität (Aktivierung) beruhende Streben des Menschen nach Zielen oder wünschenswerten Zielobjekten. Die Gesamtheit der Beweggründe (Motive), die zur Handlungsbereitschaft führen, nennt man Motivation. Die Umsetzung von Motiven in Handlungen nennt man Volition oder Umsetzungskompetenz. (Wikipedia, Mai 2014)
  • Motivation (motivation)
    Zustand zielgerichteten Verhaltens, der durch die Parameter Richtung, Intensität und Dauer beschrieben werden kann.
  • Motivational Interviewing
    Motivierende Gesprächsführung. Ein klientenzentrierter direktiver Beratungsstil, welcher das Ziel verfolgt, intrinsische Motivation zur Verhaltensänderung durch Explorieren und Auflösen von Ambivalenz aufzubauen. Wurde vor allem für die Arbeit bei Patienten mit substanzbezogenen Störungen entwickelt.
  • motivationale Intensitätstheorie
    Theoretischer Ansatz von Wright und Brehm (1989), der sich mit den psychophysiologischen Prozessen der Anstrengungsregulation befasst.
  • Motivationale Kompetenz
    Fähigkeit, aktuelle und künftige Handlungssituationen so mit den eigenen Tätigkeitsvorlieben in Einklang zu bringen, dass effizientes Handeln auch ohne ständige Willensanstrengungen möglich wird.
  • Motivationale Kongruenz
    "Grad der Übereinstimmung zwischen impliziten und expliziten Motiven innerhalb der gleichen Domäne (z.B. Leistung, Macht, Gesellung; s.a. auch Implizite bzw. Explizite Motive). Bei hoher Übereinstimmung (beide Motivarten sind innerhalb einer Domäne hoch ausgeprägt) ist mit hoher Effizienz im Handeln und mit dem Vorherrschen positiver Stimmungen und positiven Lebenseinstellungen assoziiert. Niedrige Übereinstimmung liegt vor, wenn innerhalb einer Domäne eines der beiden Motive hoch, das andere hingegen niedrig ausgeprägt ist. Die damit verbundenen motivationalen Konflikte sind mit Beeinträchtigungen des Wohlbefindens verknüpft. Sind beide Motivarten niedrig ausgeprägt, werden innerhalb der zugehörigen Domäne weder Zufriedenheit noch Unzufriedenheit erlebt."
  • Einsatz von Fragebogen zur Erfassung von Therapieerwartung, sowie Therapie- und Veränderungsmotivation von Patienten, z. B. PATHEV (Schulte 2005).
  • Motivationspotenzial
    Das Motivationspotenzial der Arbeit bezeichnet die latente Stärke der Motivation, die eine Tätigkeit auslösen kann. Sie wird berechnet aus dem gewichteten Produkt der Merkmale Anforderungsvielfalt, Ganzheitlichkeit und Bedeutsamkeit und der anschließenden Addition der Merkmale Autonomie und Rückmeldung.
  • Motivationstraining
    Sammelbezeichnung für theoriebasierte Interventionen zur Förderung der Motivation in Leistungssituationen. Die Ansatzpunkte der Trainingsmaßnahmen sind z.T. recht unterschiedlich und umfassen u.a. Motive, Zielsetzung, affektive und kognitive Prozesse.
  • Motivationsverluste bzw. ­gewinne
    Bedeuten eine Abnahme oder Zunahme der Motivation bei den Gruppenmitgliedern, in einer Gruppe etwas zur Aufgabenausführung beizutragen.
  • Variablen in der Theorie von Herzberg, die lediglich die Zufriedenheit der Mitarbeiter beeinflussen
  • Motive sind Wertungsdispositionen, die für einzelne Menschen charakteristische Ausprägungen haben. Sie führen dazu, dass bestimmte Personen immer wieder die gleichen Person-Situations-Interaktionen aufsuchen, z. B. leistungsstärker sein wollen als andere (Leistungsmotiv), andere lenken, leiten und steuern wollen (Machtmotiv) oder von anderen gemocht werden wollen (Affiliationsmotiv).
  • Motive
    Als Motive werden „situationsüberdauernde, zeitlich überdauernde und persönlichkeitsspezifische Wertungsdispositionen“ bezeichnet (Gabler 2004b, S. 205).
  • Motivierende Gesprächsführung (MG)
    Ursprünglich von Miller und Rollnik als klientenzentrierte, semidirektive Gesprächsführungsform zur Behandlung von Suchterkrankungen entwickelt, heute bei Vielzahl von Störungsbildern zur Stärkung der Veränderungsmotivation eingesetzt. Zeichnet sich durch spezifische Frage- und Explorationstechniken aus, die Stärkung der intrinsischen Veränderungsmotivation bewirken soll. Prinzipien: Empathie, Diskrepanzherausarbeitung, Umgang mit Widerstand, Selbsteffizienzstärkung. Eingesetzte therapeutische Interventionen: u. a. empathisches Zuhören, offene Fragen, geleitetes Entdecken, usw.
  • Motivierung
    Der Prozess der Motivanregung wird im kognitiv-handlungstheoretischen Ansatz Motivierung genannt, das Ergebnis dieser Motivierung Motivation (Gabler 2004b, S. 206).
  • Motivinkongruenz (motive incongruency)
    Ausmaß der Nichtübereinstimmung zwischen impliziten und expliziten Motiven.
  • Motivkongruenz
    Motivkongruenz ist die Übereinstimmung des impliziten (implizite Motive) und expliziten Motivationssystems (explizite Motive, Ziele). Motivinkongruenz bedeutet, dass diese Motivationssysteme nicht oder nur gering überlappen. Motivkongruenz ist mit Wohlbefinden und Motivinkongruenz mit Missempfinden assoziiert.
  • Motivmessung
    Implizite Motive werden gemessen durch spezielle Verfahren (TAT, Gitter-Technik), in denen das Motiv bildsituativ angeregt wird.
  • Motoneuron
    Neuron im Vorderhorn des Rückenmarks und im Hirnstamm, dessen Axon Skelettmuskelfasern innerviert
  • Motoneurone
    Neuronen, die den Muskeln und Drüsen die Informationen vom zentralen Nervensystem übermitteln.
  • Motorische Modelle
    Im Rahmen systemtheoretischer Ansätze werden beim motorischen Lernen interne Motorische Modelle erworben und adaptiert. Inverse Modelle stellen Informationen darüber bereit, welche motorischen Kommandos erforderlich sind, um bestimmte Bewegungseffekte zu erzielen; Vorwärtsmodelle dienen dazu, um umgekehrt auf Basis der motorischen Kommandos die sensorischen Konsequenzen vorherzusagen, die sich im Zuge und als Konsequenz der Ausführung von Bewegungen ergeben.
  • Motorische Simulation
    Nachvollziehen beobachteter Bewegungen und Planung von Handlungen auf der Grundlage eigener motorischer Erfahrungen.
  • Motorische Transformation
    Umsetzung motorischer Kommandos in Bewegungen.
  • Motorischer Homunculus
    Somatotope Karte der Skelettmuskulatur im primär-motorischen Kortex. Diese Karte ist stark verzerrt; besonders wichtige Teile des Bewegungsapparates wie z.B. Hand und Mund sind stark überrepräsentiert, während andere wie z.B. der Rumpf stark unterrepräsentiert sind.
  • Motorischer Kortex
    Areal im hinteren Teil des Frontallappens, das die Willkürbewegung steuert.
  • Motorisches Engramm (motor engram)
    Begriff, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geläufig war, um motorische Repräsentationen im Gehirn zu bezeichnen. Das Bild, das hinter diesen „Bewegungsspuren“ steht, ist die Schallplatte mit ihren mechanisch aufgebrachten Tonspuren.
  • Motorisches Lernen
    Optimierung von Bewegungen durch Nutzung von Rückmeldungen über den Bewegungserfolg.
  • motorisches Priming
    Motorisches Priming beobachtet man in Studien, in denen ein so genanntes Vorbereitungssignal über verschiedene Merkmale einer auszuführenden Handlung informiert. Diese Studien zeigen, dass die Vorinformation über die Merkmale einer auszuführenden Handlung zumindest unter manchen (noch näher zu spezifizierenden Umständen) die Vorbereitung von Handlungsparametern erlaubt.
  • motorisches Programm
    Handlungsleitende motorische Strukturen gelten nach einem Vorschlag von Keele (1968) häufig als motorisches Programm. Der ursprünglichen Definition von Keele (1968) zufolge ist ein motorisches Programm »a set of muscle commands that are structured before a movement sequence begins, and that allows the entire sequence to be carried out uninfluenced by peripheral feedback«. Wie bei einem Computerprogramm ist hier die Idee, dass die einzelnen Schritte einer Handlung oder Handlungssequenz zusammengestellt, ggf. bearbeitet und schließlich zu einem Programm kompiliert werden. Dieses Programm kann abgespeichert und im Bedarfsfall aufgerufen und gestartet werden, worauf es dann bis zum Ende durchläuft. Dafür, dass ein motorisches Programm existiert, sprechen drei Beobachtungen: Bereits erworbene Handlungen können vollständig endogen (allein auf der Basis einer internen Kontrollstruktur) gesteuert werden (Unabhängigkeit von sensorischer Rückmeldung), die Planung komplexer Handlungen dauert länger als die Planung einfacher Handlungen (Komplexitätseffekte) und schließlich zeigen sich bereits vor der Beendigung eines Handlungsschritts Anzeichen des nächsten Handlungsschritts (Antizipation späterer Handlungselemente).
  • Motorisches Programm (motor program)
    Ursprünglich verstanden als gespeichertes Set von Muskelkommandos; in letzter Zeit eher als allgemeiner Begriff für kognitive Kontrollstrukturen zur Realisierung von Bewegungen (s. Handlungsplan).
  • Motorisches Programm (motor program)
    Ein Satz im Gehirn gespeicherter Bewegungsanweisungen, die abrufbar sind, bevor die Bewegung beginnt. Kognitionspsychologisches Konzept, das in den 1960er Jahren in den USA entwickelt wurde, um Bewegungssteuerung zu erklären. Es wurde von Richard Schmidt in den 1970er Jahren weiterentwickelt (generalisierte motorische Programme).
  • Motorisches Schema (motor schema)
    Eine Art flexibles, nur wenige, invariante Bestandteile einer Handlung festlegende motorische Kontrollstruktur, die durch Parameter ergänzt werden muss.
  • Ein motorisches Signal gelangt ausgehend vom motorischen Kortex an die Augenmuskulatur.
  • Kortikales Areal im Frontallappen, das zentral an der Ausführung von Bewegungen beteiligt ist.
  • Computergesteuerte Entscheidungsumwelt und Forschungsmethode der Prozessverfolgung. Optionen und Attribute werden in Form einer Matrix präsentiert. Die Felder verbergen die Konsequenzen. Mithilfe der Computermaus können Informationen über die Konsequenzen in der Matrix gesucht werden. Das Computerprogramm protokolliert das Suchverhalten und die Entscheidungen.
  • Mozart-Effekt
    Verbesserung mentaler Leistungs­fähigkeit durch Hören oder Produ­zieren klassischer Musik
  • MRI
    siehe: Magnetresonsanztomografie
  • MRT
    siehe: Magnetresonsanztomografie
  • Multi-Motiv-Gitter (MMG) (Multi-Motive Grid)
    Semiprojektives Verfahren zur Erhebung von Motiven, bei dem die Probanden entscheiden müssen, ob bestimmte Aussagen zu vorgegebenen Bildern passen oder nicht.
  • Multiaxiales System
    System zur diagnostischen Einordnung klinischrelevanter Informationen auf verschiedenen Dimensionen (sog. Achsen). Ein Beispiel für ein multiaxiales System ist das DSM-IV, das die fünf Achsen klinische Syndrome, Persönlichkeitsstörungen und geistige Behinderungen, körperliche Störungen und Zustände, psychosoziale und Umweltprobleme sowie allgemeines Niveau der sozialen Anpassung umfasst.
  • Multidim. adaptives Testen
    Eine spezielle Form des adaptiven Testen bei der mehrere latente Dimensionen als ursächlich für das beobachtete Antwortverhalten angesehen werden; aus den Antworten wird simultan auf mehrere latente Merkmale geschlossen.
  • Multidimensionale Skalierung
    Kennt man von einer Anzahl von Punkten die paarweisen Abstände, so kann man eine Einbettung dieser Punkte in ein Koordinatensystem berechnen, die bis auf Verschiebungen und Drehungen der ganzen Konfiguration (Ähnlichkeitstransformationen) eindeutig bestimmt ist. Das geht auch mit unvollständigen oder fehlerbehafteten Abstandsschätzungen, wobei dann natürlich die Eindeutigkeit nicht mehr garantiert werden kann. In der Psychologie benutzt man dieses Verfahren, um metrische Eigenschaften repräsentationaler Räume zu schätzen, wobei die Distanzen z. B. über Verwechslungswahrscheinlichkeiten gemessen werden. In der Raumkognition kann man ähnliche Verfahren benutzen, um aus lokalem metrischen Wissen (Abstände, Winkel) globale metrische Karten auszurechnen. In der technischen Literatur zur Roboternavigation sind solche Verfahren unter der Bezeichnung SLAM („simultaneous localization and mapping“) bekannt.
  • Bezieht sich auf den Einfluss vieler genetischer oder umweltbedingter Faktoren auf das jeweils betrachtete Merkmal.
  • Ein und derselbe Entwicklungsweg bzw. die dabei auftretende Kombination von Bedingungen führen zu unterschiedlichen Krankheitsbildern oder Störungen, je nachdem, wie das System bzw. der Organismus die Bedingungen verarbeitet. Äquifinalität.
  • Multifunktionelles Netzwerk (multiple demand network)
    Bezeichnung für ein Netzwerk von Hirnregionen, das den lateralen Präfrontalcortex, Regionen im Parietalcortex, den dorsalen anterioren cingulären Cortex (dACC), das prä-supplementärmotorische Areal und die anteriore Insel umfasst und in zahlreichen Aufgaben aktiviert wird, die kognitive Kontrolle oder fluide Intelligenz beanspruchen.
  • Ein Sachverhalt wird durch mehrere Ursachenfaktoren erklärt. Es wird davon ausgegangen, dass viele soziale Sachverhalte jeweils durch mehrere Ursachen und deren Zusammenwirken hervorgerufen werden, weshalb multikausale Erklärungen den monokausalen meist überlegen sind. Der Kritische Rationalismus strebt danach, die zentralen Ursachenfaktoren analytisch herauszuarbeiten. Eine ganzheitliche (holistische) Herangehensweise, dergemäß alle erdenklichen Einflussfaktoren gleichzeitig betrachtet werden, wird abgelehnt, da hier die Gefahr gesehen wird, dass dogmatische Weltbilder Einzug halten auf Kosten differenzierter empirischer Analyse und theoriekritischer Diskussion.
  • Wechselseitige Abhängigkeit von Variablen im Kontext multivariater Verfahren
  • Multikomponentenmodell der Einstellung
    Ein Einstellungsmodell, das Einstellungen begrifflich als zusammenfassende Bewertungen betrachtet, die auf kognitiven, affektiven und verhaltensbezogenen Antezedenzien beruhen.
  • Multimedia
    Der Begriff Multimedia ist nicht einheitlich definiert. Heute bezeichnet er normalerweise integrierte, interaktive, digitale Informationsressourcen, in denen unterschiedliche Medien (Multimedialität) in unterschiedlichen Kodierungsformen (Multikodalität) miteinander verknüpft sind. Die multimedialen Informationsressourcen müssen dabei in der Regel über verschiedene Sinneskanäle (Multimodalität) durch die Rezipienten verarbeitet werden.
  • Multimedia
    Bezeichnet vier technische Aspekte von Medien, die im Kontext von Anwendungen integriert werden: den Medienaspekt (Verknüpfung von zeitabhängigen und zeitunabhängigen Medien), den Integrationsaspekt (als Multitasking mehrerer Prozesse gleichzeitig), die Parallelität (als zeitgleiche Präsentation einzelner Medien) und die Interaktivität (die Möglichkeit der Interaktion mit den Medien.
  • sind Mixed-Methods-Studien, in denen zwei relativ eigenständige Untersuchungen nacheinander durchgeführt werden, eine qualitative und eine quantitative (nicht notwendig in dieser Reihenfolge).
  • In Multimethod-Studien findet eine Kombination mehrerer Forschungsmethoden in einer Phase derselben Studie statt, wobei die Methoden entweder aus der qualitativen oder aus der quantitativen Forschungstradition stammen. Es werden also entweder mehrere qualitative oder mehrere quantitative Methoden kombiniert.
  • Multimethodales Vorgehen
    Multimethodales Vorgehen bedeutet, dass ein Merkmal mit verschiedenen Arten von Verfahren (z. B. Leistungstest, diagnostisches Interview) erfasst wird.
  • Multimodale Integration
    Wenn eine Objekteigenschaft durch zwei oder mehr redundante Sensorsignale wahrgenommen werden kann und die gleichzeitige Präsenz beider Signale zu einem einzelnen Sinneseindruck (Perzept) führt, so spricht man von Integration der multimodalen Signale (z. B. Größenwahrnehmung durch gleichzeitiges Ansehen und Anfassen eines Objekts). Oftmals integrieren Menschen multimodale Signale statistisch optimal, d. h. die Gewichtung der Sinnesreize und die Einbeziehung von Vorwissen folgen mathematischen Modellen, wie der → Maximum Likelihood Schätzung (MLE) und der Bayes’schen Regel.
  • Multimodale Kombination
    Als multimodale Kombination wird multimodale Wahrnehmung bezeichnet, wenn sich die Sinne komplementär ergänzen. Verschiedene Formen der multimodalen Kombination sind 1. Disambiguierung, bei der Signale aus einer Modalität die Wahrnehmung in einer anderen Modalität stabilisieren; 2. Kooperation, bei der verschiedene Modalitäten ein vollständigeres Gesamtbild erlauben; 3. Hierarchie, bei der durch aufeinander aufbauende Schritte aus einfachen Sinneseindrücken ein komplexer Wahrnehmungseindruck konstruiert wird; 4. Veto, d. h. die Übernahme der multimodalen Wahrnehmung durch eine Sinnesmodalität, wenn Sinnessignale aus verschiedenen Modalitäten unvereinbar sind.
  • Multimodales Einstellungsinterview
    Schuler (1992) hat mit dem sog. »Multimodalen Einstellungsinterview« ein Konzept zur Gestaltung von Einstellungsgesprächen vorgelegt. Das Attribut »multimodal« weist darauf hin, dass dem Interview unterschiedliche Methoden (z. B. situative und biografiebezogene Fragen) zugrunde liegen. Soll eine Stelle besetzt werden, kann das Einstellungsgespräch nach diesem Modell geplant und bei allen Bewerbern angewandt werden.
  • Multimodales Gedächtnismodell
    Das multimodale Gedächtnismodell unterscheidet zwischen einem konzeptuellen System und präsemantischen Eingangs- und Ausgangssystemen. Diese Trennung legt nahe, die Prozesse in den verschiedenen Systemen unabhängig voneinander zu variieren und ihren Einfluss auf Erinnerungsleistungen zu messen.
  • Multimodales Interview
    Strukturiertes Interview zur Personalauswahl, bei dem neben Kontaktfragen auch biographische Fragen, situative Fragen sowie Persönlichkeitsfragen gestellt werden.
  • Multimodalität liegt vor, wenn Informationen von Reizen in mehreren Modalitäten verarbeitet werden.
  • Multinomiale Modelle (multinomial models)
    Stochastische Modelle, mit denen auf der Basis beobachteter Häufigkeiten von Ereignissen die Wahrscheinlichkeit bestimmter latenter Zustände geschätzt werden können. Multinomiale Modelle ermöglichen die Überprüfung psychologischer Hypothesen auf der Ebene theoretischer Konstrukte.
  • multiple cutoff
    Siehe Und-Strategie
  • Das gleichzeitige Erleben mehrerer Emotionen. In diesen Bereich fällt auch das Erleben ambivalenter Emotionen, womit gemeint ist, dass positive und negative Emotionen gleichzeitig auftreten. Sowohl die Fähigkeit diese zu erkennen als auch zu erleben unter
  • Das Modell von Gardner geht von einer Reihe unabhängiger Intelligenzarten aus und ist dabei breiter angelegt als „klassische“ Intelligenzmodelle, indem es auch beispielsweise musikalische oder sozial-interpersonale Fähigkeiten als Intelligenzarten einbezi
  • Bestimmt den Zusammenhang zwischen mehreren Prädiktorvariablen und einer Kriteriumsvariablen
  • multiple Korrelation
    statistisch: Maß des linearen Zusammenhangs zwischen einer Variable und mehreren optimal gewichteten Prädiktoren
  • Multiple Regression
    Die multiple Regression ist ein Analyseverfahren, welches direkt aus dem ALM folgt. Sie schätzt mithilfe der Ausprägungen auf mehreren Prädiktorvariablen den Wert einer Person auf einer Kriteriumsvariable. Die Formel für die multiple Regression besteht aus der Regressionskonstante und den Prädiktoren mit ihren Regressionskoeffizienten.
  • Vorhersage einer Kriteriumsvariablen mittels eines linearen Gleichungsmodells aufgrund mehrerer Prädiktorvariablen
  • multiple Regression
    statistisch: Vorhersage einer Variable durch mehrere Prädiktoren
  • Multiple Regression
    Mittels einer multiplen Regression wird eine Kriteriumsvariable anhand mehrerer Prädiktoren vorhergesagt.
  • Die multiple Regressionsanalyse bestimmt die Regressionskoeffizienten (Beta-Gewichte) der Prädiktoren, die Auskunft über die Enge und Richtung des Einflusses der einzelnen Prädiktoren im Kontext des Gesamtzusammenhangs aller betrachteten Prädiktorvariablen geben. Auch die Beta-Gewichte werden auf Signifikanz geprüft.
  • Eine multiple Zusammenhangshypothese behauptet, dass zwischen mehreren Prädiktorvariablen und einer Kriteriumsvariablen ein Zusammenhang besteht. Sie wird mit der multiplen Korrelations- und Regressionsanalyse überprüft
  • Multiple-Choice-Aufgaben
    Für eine Frage stehen mehrere Antwortmöglichkeiten zur Verfügung. Der Proband soll die richtige(n) anzukreuzen. Dieser Aufgabentyp findet bei Leistungstests sehr oft Verwendung.
  • Multipler Determinationskoeffizient
    Der multiple Determinationskoeffizient gibt den Anteil von Varianz des Kriteriums wieder, der im Zuge der multiplen Regression durch alle Prädiktoren gemeinsam erklärt wird. Er kann maximal 1 sein, was einer Varianzaufklärung von 100 Prozent entspricht.
  • Der multiple Korrelationskoeffizient R („multiple correlation coefficient“) quantifiziert die Enge (nicht jedoch die Richtung) des Gesamtzusammenhangs zwischen dem Prädiktorvariablensatz und dem Kriterium. Er wird auf Signifikanz geprüft.
  • Bezeichnet das schnelle Umschalten (eines Verarbeitungsmoduls) zwischen mehreren Kanälen, das notwendig wird, wenn nur ein Modul für die entsprechende Aufgabe zur Verfügung steht, jedoch ankommende Informationen von verschiedenen Kanälen verarbeitet werden müssen.
  • Multisensorische Integration
    Eingänge aus verschiedenen Sinnessystemen werden zu einem einheitlichen Perzept zusammengefügt.
  • s. crossmodale Integration
  • Multisensorische Integration (multisensory integration)
    Prozesse, die redundante Information aus verschiedenen Sinnen zu einem einheitlichen Wahrnehmungseindruck über einen Aspekt eines Objekts oder Ereignisses verarbeiten. Beachten Sie, dass in einigen Teilen der Literatur der Begriff „multisensorische Integration“ in einer umfassenderen Bedeutung verwendet wird.
  • Multisensorische Kombination (multisensory combination)
    Prozesse, die einander ergänzende, nicht überlappende Information aus verschiedenen Sinnen zu einer gemeinsamen, validen und unter Umständen mehrdimensionalen Repräsentation von einem Objekt oder Ereignis miteinander verknüpfen.
  • Multisensorische Konvergenzzone (multisensory convergence zone)
    Höheres corticales Areal, in dem afferente Nervenbahnen aus „unisensorischen“ Arealen verschiedener Sinne konvergieren und in dem multisensorische Neurone die Information aus verschiedenen Sinnen gemeinsam verarbeiten. Multisensorische Konvergenzzonen liegen oft an den Grenzregionen „unisensorischer“ Areale.
  • Multisensorische Verarbeitung (multisensory process)
    Oberbegriff für jedes beliebige multisensorische Phänomen und jede Interaktion zwischen mindestens zwei Sinnen.
  • Multisensorisches Neuron (multisensory neuron)
    Einzelnes Neuron, das auf Reize aus verschiedenen Sinnen reagiert. Das Vorhandensein multisensorischer Neurone belegt multisensorische Verarbeitung auf neurophysiologischer Ebene und stellt ein wichtiges Definitionskriterium für multisensorische Hirnareale dar.
  • Multisensualität
    Streng genommen meint man mit Multisensualität nur die Ansprache des Kunden über mehrere Sinneskanäle, also Gesichts-, Gehör-, Geruchs-, Geschmacks- und Tastsinn. Hierbei bestehen bestimmte Annahmen über das Zusammenspiel der Sinne, so etwa die Erwartung, daß Informationen intensiver verarbeitet werden (und ggf. stärkere Gedächtnisspuren hinterlassen oder tiefer auf die Einstellung und Bewertung wirken), wenn man sie über mehrere Kanäle vermittelt. Neben diesem einfachen Verständnis (Vermittlung über mehrere Sinneskanäle) kann man aber auch feststellen, daß die Sinne miteinander interagieren, so daß die Wirkung über einen Sinneskanal sich ändert, wenn Information über einen anderen hinzukommt. Weiterhin zeigt sich bei dieser „interaktiven“ Betrachtung, daß nicht nur der sensorische Input, sondern beinahe noch mehr die Kognitionen beeinflussen, wie ein Produkt erlebt wird.
  • multistabile Scheinbewegungen
    Bewegungen, bei denen die Art oder Richtung der Bewegung für die Betrachter nicht eindeutig ist. Ein Beispiel ist die Barber-Pole-Illusion, die durch die Bewegung eines Streifenmusters hinter einer Öffnung entsteht. Ist diese Öffnung ein horizontal gestrecktes Rechteck, so scheinen sich die Streifen horizontal zu bewegen (von links nach rechts oder von rechts nach links). Ist die Öffnung ein vertikal gestrecktes Rechteck, scheinen sich die Streifen in vertikalen Richtung zu bewegen (von oben nach unten oder von unten nach oben). Ist die Öffnung dagegen quadratisch, ist die Richtung der wahrgenommenen Bewegung uneindeutig: Die Streifen bewegen sich mal in vertikaler und mal in horizontaler Richtung.
  • Multistabilität (multistability)
    Eigenschaft des auditiven Systems, im Fall ambigen Inputs mehrere konkurrierende mentale Repräsentationen zu bilden und zwischen diesen hin und her zu wechseln.
  • Ursprünglich aus der Rechentechnik adaptierter Begriff, der dort beschreibt, dass ein Rechnungsprozessor mit der Informationsverarbeitung unterschiedlicher Aufgaben gleichzeitig befasst ist. In der Psychologie Begriff, der die gleichzeitige Ausführung mehrerer Handlungen durch eine Person beschreibt. Anhand der Leistungsverschlechterungen von Personen beim Multitasking werden Annahmen über die Struktur, Funktion und Mechanismen von Aufmerksamkeit abgeleitet.
  • Multitasking
    Der Begriff Multitasking bezieht sich auf die Fähigkeit, mehrere Tätigkeiten gleichzeitig auszuführen. Untersuchungen der Fähigkeit zu Multitasking ermitteln die Kosten, die bei der gleichzeitigen Ausführung mehrerer Aufgaben entstehen. Je grösser diese Kosten, desto geringer sind die Fähigkeiten zu Multitasking.
  • Multitrait-Multimethod-Analyse
    Jede Eigenschaft wird mit unterschiedlichen Methoden (z. B. Fragebogen, Fremdbeurteilung) erfasst. Die resultierende Korrelationsmatrix ist die Multitrait-Multimethod-Matrix. Die Korrelationen geben Aufschluss über die diskriminante und die konvergente Validität.
  • Multitrait-Multimethod-Analyse
    Verfahren zum Nachweis der Konstruktvalidität unter Berücksichtigung einer systematischen Kombination von mehreren Traits und mehreren Messmethoden.
  • Der Multitrait-Multimethod-Ansatz (MTMM-Ansatz; „multitrait multimethod approach“) überprüft systematisch, mit welcher Übereinstimmung verschiedene Methoden dasselbe Konstrukt erfassen (konvergente Validität) und wie gut verschiedene Konstrukte durch eine Methode differenziert werden (diskriminante Validität). Der MTMM-Ansatz spielt für die Konstruktvalidierung von Tests eine zentrale Rolle. Zu unterscheiden sind die korrelationsbasierte MTMM-Analyse (mittels bivariater Korrelationskoeffizienten) und die konfirmatorische MTMM-Analyse (mittels Strukturgleichungsmodellen).
  • Multitrait-Multimethod-Matrix
    Interkorrelationen mehrerer Eigenschaften, die jeweils mit mehreren Methoden gemessen wurden
  • Multivariate Dekodierung
    Verfahren zum Auslesen von Information aus Aktivitätsmustern größerer Verbände von Nervenzellen.
  • Gruppe statistischer Verfahren, mit denen die gleichzeitige, natürliche Variation von zwei oder mehr Variablen untersucht wird
  • Bewusst gestaltete, zeitlich strukturierte Ordnung von akustischen Ereignissen in sozialen Kontexten. Musik kann als zweites menschspezifisches, innerartliches lautliches Kommunikationssystem verstanden werden. Die Funktion von Musik wird in der Organisation und Festigung sozialer Bindungen und im Erzeugen meist positiver Emotionen gesehen.
  • Muskelspasmen, reflektorische
    Reflexartig auftretende Muskelkrämpfe.
  • Muskelspindel
    Dehnungsorgan im Skelettmuskel, sensorisch von Ia- und II-Nervenfasern, motorisch von A?-Fasern innerviert; Hauptaufgabe ist die Messung der Muskellänge
  • Mutation
    Zufallsfehler bei der Genreplikation, der zu einer Veränderung führt.
  • zufällige Veränderungen des Genoms
  • Mutation (mutation)
    Zufallsfehler bei der Genreplikation (bei der Zellteilung), der zu einer Anlageveränderung führt.
  • Komplette Unfähigkeit zur willkürlichen Produktion sprachlicher Lautäußerungen, einschließlich der Unfähigkeit, willkürlich zu phonieren. Ein transienter Mutismus kann als Konversionsstörung unmittelbar nach einer Hirnschädigung auftreten, aber auch als schwere Ausprägung einer → Dysarthrie oder einer → Sprechapraxie.
  • Mütterliches Kontingenzverhalten
    Verhalten der Mutter, das dem kindlichen Verhalten unmittelbar zeitlich folgt.
  • Mutual Coercion Mutually Agreed Upon
    Vorschlag Hardins, um Kooperation zur dominanten Strategie zu machen und egoistisches Handeln als unmoralisch zu bewerten. Demnach soll individuelles rationales Verhalten, das dem kollektiven Gut schadet, bestraft werden; dieser Vorschlag soll zudem von der Mehrheit getragen werden.
  • Myasthenie
    Krankhafte Muskelschwäche, die besonders bei Belastung deutlich wird
  • Vorgang, bei dem insbesondere die Axone, die für die Impulsleitung zu weiteren Neuronen zuständig sind, im Laufe der Entwicklung zunehmend mit Lipiden und Proteinen umgeben werden, die wie eine Isolationsschicht wirken und die Reizweiterleitung beschleuni
  • Die Ausbildung einer Myelinscheide, einer fettartigen Hülle um die Axone der Neurone, die die Signalübertragung beschleunigt und die Kapazität der Informationsverarbeitung erhöht.
  • Die fetthaltige Schicht um bestimmte Axone, die die Geschwindigkeit und Effizienz der Informationsübertragung erhöht.
  • Myelinschicht
    Schicht von fettreichem Gewebe, das die Axone vieler Neuronen abschnittsweise umspannt. Durch die Myelinisierung wird die Geschwindigkeit der Informationsvermittlung erhöht, weil die Impulse von einem Knoten (Ranvier-Schnürring) zum nächsten springen.
  • Myofibrille
    Kontraktiles Element der Muskelzelle
  • Myoklonus
    Schnelle, kurze und unwillkürliche Muskelzuckungen; können einzelne Fasern befallen, aber auch den ganzen Körper erfassen und sind daher ohne oder mit sichtbaren Bewegungen möglich
  • Arbeitsmuskulatur des Herzens
  • Pathologische, ständige Erhöhung des Muskeltonus
  • Als Mystery Ads bezeichnet man Werbespots, die ein Geheimnis darum machen, worum es eigentlich geht. Das Geheimnis wird oft gegen Ende des Spots gelüftet.