Zusammenfassung

Allgemeine Psychologie

Inhalt

 

 

I Wahrnehmung und Aufmerksamkeit

 

II Emotion und Motivation

 

III Lernen und Gedächtnis

 

IV Sprachproduktion und -verstehen

 

V Denken und Problemlösen

 

VI Handlungsplanung und -ausführung

 

 

Kapitel 1: Einleitung – Psychologie als Wissenschaft

  • 1.1 Psychologie heute
    1. 1.1.1 Unübersichtliche Verhältnisse
    2. 1.1.2 Ein Blick zurück
    3. 1.1.3 Lob der Unübersichtlichkeit
  • 1.2 Allgemeine Psychologie
    1. 1.2.1 Welche Gegenstände?
    2. 1.2.2 Welche Methoden?
    3. 1.2.3 Welche Theorien?
  • 1.3 Allgemeine Psychologie und der Aufbau dieses Buches

 

Zusammenfassung

Die wissenschaŸliche Psychologie ist von der Alltagsverwendung des Begriffes „Psychologie“ abzugrenzen. Die wissenschaŸliche Psychologie gliedert sich in verschiedene Teildisziplinen, von denen die Allgemeine Psychologie eine wesentliche und grundlegende Teildisziplin ist. Sie ist zum einen durch Universalismus gekennzeichnet, d.h. sie fragt nach dem, was Menschen gemeinsam ist, und zum anderen durch Funktionalismus, d.h. sie beschäftŸigt sich mit den Prozessen und Mechanismen psychischer Vorgänge des Erlebens und Verhaltens (dem Wie) und weniger mit deren Inhalten (dem Was).Da die Allgemeine Psychologie die kausale Mechanik psychischer Vorgänge erfassen will, ist ihre hauptsächliche Forschungsmethode das Experiment. Theorien in der Allgemeinen Psychologie gehen oŸft von abstrakten Prozessen der Informationsverarbeitung aus, welche im Gehirn als informationsverarbeitendes System implementiert sind. Erleben und Verhalten sind Ergebnisse der informationsverarbeitenden Prozesse.

Schlüsselwörter: Allgemeine Psychologie, Universalität, Funktionalismus, Experiment, Informationsverarbeitung

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I Wahrnehmung und Aufmerksamkeit

 

Kapitel 2: Visuelle Informationsverarbeitung

  • 2.1 Einleitung: Fragen der visuellen Wahrnehmungsforschung
  • 2.2 Das Auge und die visuellen Verarbeitungspfade
    1. 2.2.1 Die Retina
    2. 2.2.2 Die Bahn des Sehnervs zwischen Auge und Cortex
    3. 2.2.3 Der primäre visuelle Cortex
    4. 2.2.4 Weitere corticale Verarbeitungspfade
  • 2.3 Visuelle Informationsaufnahme und -verarbeitung
    1. 2.3.1 Visuelle Sehschärfe und Sensitivität
    2. 2.3.2 Farbwahrnehmung
    3. 2.3.3 Raum- und Tiefenwahrnehmung
    4. 2.3.4 Bewegungswahrnehmung
    5. 2.3.5 Objektwahrnehmung
  • 2.4 Theorien der Wahrnehmung
    1. 2.4.1 Die klassische Psychophysik
    2. 2.4.2 Die Gestaltpsychologie
    3. 2.4.3 Der wahrnehmungsökologische Ansatz von James J. Gibson
    4. 2.4.4 Der computationale Ansatz von David Marr
  • 2.5 Anwendungsbeispiele
  • 2.6 Ausblick
  • 2.7 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

Visuelle Wahrnehmungsprozesse kennzeichnen den bedeutendsten Sinn des Menschen, den Sehsinn bzw. Gesichtssinn. In der wissenschaŸlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema wird untersucht, wie die Informationen unserer physikalischen Umwelt (distaler Reiz) von den Sinnesrezeptoren des Auges (proximaler Reiz) aufgenommen und kognitiv verarbeitet werden, um so den Wahrnehmungseindruck hervorzurufen, der unser Erleben und Verhalten maßgeblich beeinflusst. Das vorliegende Kapitel beschreibt die Prozesse der elementaren Encodierungsprozesse bis hin zu den Prozessen der Objektidentifizierung und schließt mit einer kurzen Skizzierung der wichtigsten Wahrnehmungstheorien.

Schlüsselwörter: Visuelle Wahrnehmung; Farbwahrnehmung; Raum- und Tiefenwahrnehmung; Bewegungswahrnehmung; Objektwahrnehmung; Psychophysik; Gestaltwahrnehmung; Ökologische Wahrnehmung

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Kapitel 3: Auditive Informationsverarbeitung

  • 3.1 Einleitung: Alleinstellungsmerkmale der auditiven Informationsverarbeitung
  • 3.2 Physikalische Grundlagen des Hörens
  • 3.3 Physiologische Grundlagen: Umwandlung von Schallwellen in Hirnaktivität
  • 3.4 Der auditive Verarbeitungspfad
  • 3.5 Wichtige Aufgaben und Leistungen der auditiven Informationsverarbeitung
    1. 3.5.1 Sequenzielle Verarbeitung, Gedächtnis und Prädiktion
    2. 3.5.2 Aufmerksamkeitsausrichtung
    3. 3.5.3 Auditive Szenenanalyse
    4. 3.5.4 Ambiguität und Multistabilität beim Hören
  • 3.6 Psychophysiologische Korrelate auditiver Verarbeitung
  • 3.7 Störungen des Hörsinns und mögliche Kompensationen
  • 3.8 Anwendungsbeispiele
  • 3.9 Ausblick
  • 3.10 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

Dieses Kapitel beschäftŸigt sich mit Wahrnehmung und Informationsverarbeitung in der auditiven Sinnesmodalität. Ausgehend von den physikalischen und physiologischen Grundlagen der Aufnahme und Weiterleitung akustischer Informationen beim Menschen werden psychische Funktionen betrachtet, die für das Hören von zentraler Bedeutung sind: Gedächtnis und Prädiktion, Aufmerksamkeit, Objektbildung sowie der Umgang mit Mehrdeutigkeit. Abschließend werden verschiedene Hörstörungen sowie Anwendungsbeispiele der wahrnehmungspsychologischen Grundlagen erörtert.

Schlüsselwörter: Aufmerksamkeit; Prädiktion; Gedächtnis; Ambiguität; Multistabilität; Auditive Szenenanalyse; Überlagerung; Binaurales Hören; Hörbahn; Audiometrie; Tinnitus; Versteckter Hörverlust

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Kapitel 4: Multisensorische Informationsverarbeitung

  • 4.1 Einleitung und Überblick
  • 4.2 Multisensorische Kombination
  • 4.3 Multisensorische Integration
    • 4.3.1 Intersensorische Beeinflussungen
    • 4.3.2 Modelle zur Integration redundanter Information
  • 4.4 Das Korrespondenzproblem
    • 4.4.1 Zeitliche und räumliche Nähe
    • 4.4.2 Semantische und synästhetische Korrespondenzen
  • 4.5 Abgleich zwischen den Sinnen
  • 4.6 Aufmerksamkeit über Sinne hinweg
    • 4.6.1 Räumlich selektive Aufmerksamkeit
    • 4.6.2 Aufmerksamkeit und multisensorische Integration
  • 4.7 Neurophysiologische Grundlagen
    1. 4.7.1 Multisensorische Verarbeitung in einzelnen Neuronen
    2. 4.7.2 Multisensorische Konvergenzzonen
    3. 4.7.3 Multisensorische Verarbeitung in „unisensorischen“ Arealen
  • 4.8 Anwendungsbeispiele
  • 4.9 Ausblick
  • 4.10 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

Das Kapitel gibt einen ersten Überblick über den Kenntnisstand zur gemeinsamen Verarbeitung der Information aus verschiedenen Sinnen beim Menschen. Behandelt werden Prozesse der multisensorischen Integration redundanter Information und der multisensorischen Kombination, das Problem der Zuordnung zusammengehöriger Information aus verschiedenen Sinnen, Mechanismen des Abgleichs zwischen den Sinnen, die Rolle der Aufmerksamkeit sowie die neurophysiologischen Grundlagen multisensorischer Verarbeitung. Anhand von Beispielen aus Ergonomie und Klinik wird die Anwendbarkeit der Erkenntnisse verdeutlicht.

Schlüsselwörter: Multisensorisch; Multimodal; Intersensorisch; Redundante Information; Signalintegration; Adaptation; Rekalibrierung; Crossmodale Aufmerksamkeit; Multisensorische Areale

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Kapitel 5: Aufmerksamkeit

  • 5.1 Einleitung
    1. 5.2 Selektive Aufmerksamkeit
    2. 5.2.1 Klassische Ansätze zur selektiven Aufmerksamkeit
    3. 5.2.2 Selektive visuelle Aufmerksamkeit
    4. 5.2.3 Visuelle Suche
    5. 5.2.4 Temporale Mechanismen der selektiven Aufmerksamkeit
    6. 5.2.5 Limitationen der selektiven visuellen Aufmerksamkeit
    7. 5.2.6 Neurokognitive Mechanismen der selektiven visuellen Aufmerksamkeit
    8. 5.2.7 Resümee
  • 5.3 Aufmerksamkeit und Performanz
    1. 5.3.1 Aufgabenkombination und geteilte Aufmerksamkeit
    2. 5.3.2 Automatische Verarbeitung
    3. 5.3.3 Aufmerksamkeit und Umschalten zwischen Aufgaben
    4. 5.3.4 Resümee
  • 5.4 Anwendungsbeispiele
  • 5.5 Ausblick
  • 5.6 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

In dem vorliegenden Kapitel werden zwei zentrale Funktionen der selektiven Aufmerksamkeit diskutiert: die perzeptive Aufmerksamkeit und die handlungssteuernde Aufmerksamkeit. Der Begriff „perzeptive Aufmerksamkeit“ bezieht sich auf die Auswahl relevanter Informationen zur bewussten Verarbeitung und zur Steuerung von Denken und Handeln. Handlungsvermittelnde Aufmerksamkeit ist notwendig, um alle Komponenten des Verarbeitungssystems – von der Wahrnehmung bis zur motorischen Reaktion – so einzustellen, dass die Handlungsziele einer zu erledigenden Aufgabe möglichst effizient erreicht werden. Es werden sowohl theoretische Modelle zur Erklärung verhaltensbasierter Daten als auch die Ergebnisse neurowissenschaŸlicher Ansätze dargestellt.

Schlüsselwörter: Filtertheorie der Aufmerksamkeit; Attenuationstheorie der Aufmerksamkeit; Merkmalsintegrationstheorie; Theorie der gesteuerten Suche; Dimensionsgewichtungsansatz; Perzeptive Aufmerksamkeit; Handlungsvermittelnde Aufmerksamkeit; Orts-, objekt- und dimensionsbasierte Ansätze; POC-Kurve; Mehrfachaufgabenperformanz; Doppelaufgabenperformanz; Automatizität; IOR-Effekt; Integrierte Kompetition; Neglect

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Kapitel 6: Bewusstsein

  • 6.1 Einleitung
  • 6.2 Bewusstsein – ein heterogener Begriff
  • 6.3 Theoretische Ansätze zur Erklärung des Bewusstseins
    1. 6.3.1 Klassische psychologische Ansätze
    2. 6.3.2 Evolutionäre Ansätze
    3. 6.3.3 Neurowissenschaftliche Ansätze
    4. 6.3.4 Philosophische Ansätze
  • 6.4 Empirische Bewusstseinsforschung
    • 6.4.1 Bewusste und unbewusste Wahrnehmung
    • 6.4.2 Störungen des visuellen Bewusstseins bei hirnverletzten Patienten
    • 6.4.3 Das neuronale Korrelat des visuellen Bewusstseins
    • 6.4.4 Bewusstsein und höhere kognitive Funktionen
  • 6.5 Synopse der empirischen und theoretischen Bewusstseinsforschung: Grundlegende Mechanismen
  • 6.6 Anwendungsbeispiele
  • 6.7 Ausblick
  • 6.8 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

Das menschliche Bewusstsein ist zentral für unsere Identität und bestimmt zu einem wesentlichen Teil unser Selbstverständnis als Mensch. Dieses Kapitel gibt einen Einblick in die aktuelle Bewusstseinsforschung aus psychologischer, neurowissenschaŸlicher und philosophischer Perspektive. Nach einer Darstellung wichtiger Theorien des Bewusstseins, die vor allem auf die Erklärung des phänomenalen Bewusstseins abzielen, des subjektiven Gewahrseins von Repräsentationen, werden wichtige experimentelle Paradigmen der empirischen Bewusstseinsforschung wie visuelle Maskierung, Aufmerksamkeitsblinzeln oder binokulare Rivalität beschrieben.

Schlüsselwörter: Phänomenales Bewusstsein; Visuelle Maskierung; Rekurrente Verarbeitung; Unbewusste Verarbeitung; Binokulare Rivalität; Subliminale Bahnung; Global-Workspace-Modell

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II Emotion und Motivation

 

Kapitel 7: Emotion

  • 7.1 Einleitung
  • 7.2 Emotionspsychologie: Eine kurze Geschichte
  • 7.3 Emotion: Gegenstandseingrenzung und Definition
  • 7.4 Emotionskomponenten und ihre Messung
    1. 7.4.1 Kognitive Komponente
    2. 7.4.2 Physiologische Komponente
    3. 7.4.3 Motivationale Komponente
    4. 7.4.4 Expressive Komponente
    5. 7.4.5 Subjektive Erlebenskomponente
    6. 7.4.6 Zusammenhang zwischen den Emotionskomponenten
  • 7.5 Klassifikation von Emotionen
    1. 7.5.1 Diskrete Modelle
    2. 7.5.2 Dimensionale Modelle
    3. 7.5.3 Modale Modelle
  • 7.6 Funktionen von Emotionen
    1. 7.6.1 Informative Funktionen
    2. 7.6.2 Motivierende Funktionen
    3. 7.6.3 Soziale Funktionen
  • 7.7 Biologische Grundlagen von Emotionen
    1. 7.7.1 Das emotionale Gehirn: Neuronale Grundlagen von Emotionen
    2. 7.7.2 Emotion und Körper: Emotionale Reaktionen im vegetativen Nervensystem
  • 7.8 Emotionstheorien
    1. 7.8.1 Ältere Emotionstheorien
    2. 7.8.2 Evolutionsbiologische Theorien
    3. 7.8.3 Kognitive Theorien
    4. 7.8.4 Konstruktivistische Theorien
  • 7.9 Emotionsregulation
  • 7.10 Anwendungsbeispiele
  • 7.11 Ausblick
  • 7.12 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

Was ist eine Emotion? Wie entsteht eine Emotion? Welche Funktionen haben Emotionen? Wie können wir Emotionen kontrollieren? Dieses Kapitel gibt auf diese und weitere Fragen aktuelle Antworten der Emotionspsychologie. Emotionen, ihre Entstehungsbedingungen und ihre Auswirkungen auf das Denken, Fühlen und Handeln einer Person werden in leicht verständlicher Form besprochen.

Schlüsselwörter: Emotion; Komponenten von Emotionen; Funktionen von Emotionen; Biologie von Emotionen; Emotionstheorien; Emotionsregulation

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Kapitel 8: Motivation

  • 8.1 Einleitung: Motive, Anreize und Ziele – die zentralen Begriffe der Motivationspsychologie
  • 8.2 Motivationspsychologische Theorien aus historischer Perspektive
    1. 8.2.1 Von Triebtheorien zur Feldtheorie
    2. 8.2.2 Erwartungswerttheorien
  • 8.3 Biologische Grundlagen der Motivation
  • 8.4 Implizite, explizite Motive und Motivinkongruenz
    1. 8.4.1 Die Geschichte der Unterscheidung in implizite und explizite Motive
    2. 8.4.2 Unterscheidungsmerkmale impliziter und expliziter Motive
    3. 8.4.3 Motivinkongruenz und seine Folgen
    4. 8.4.4 Messung von Motiven
  • 8.5 Motivklassen
    1. 8.5.1 Anschluss/Intimität
    2. 8.5.2 Macht und Dominanz
    3. 8.5.3 Leistung
  • 8.6 Motivation durch Zielsetzung
  • 8.7 Anwendungsbeispiele
  • 8.8 Ausblick
  • 8.9 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

Der Gegenstand der Motivationspsychologie ist zielgerichtetes Verhalten. Motivation bestimmt, welche Ziele angestrebt bzw. welche Zustände vermieden werden und wie viel Anstrengung und Ausdauer dafür aufgewandt werden. Sie entsteht aus einer Interaktion zwischen Organismusvariablen (Motiven bzw. Bedürfnissen) und Situationsvariablen (Anreizen). Motive schärfen die Wahrnehmung für Situationen, Reize und Ereignisse, die zur Bedürfnisbefriedigung geeignet sind. Durch solche Anreize werden in besonderem Maße Emotionen angesprochen. Motive sind latente Bewertungsdispositionen, die durch Anreize angeregt bzw. aktiviert und erst so zu Motivation und im Verhalten sichtbar werden. Motive können unbewusst (implizit) sein oder explizit und sich in bewussten Selbstbildern niederschlagen. Implizite Motive sind nicht sprachgebunden und somit nicht durch Fragebogen erfassbar. Sie entwickeln sich in der frühen Kindheit. Zur Messung impliziter Motive werden projektive Verfahren eingesetzt. Explizite Motive bilden sich erst mit der Sprache und der Entstehung des Selbstkonzepts aus. Sie können durch Selbstberichte erfragt werden.

Schlüsselwörter: Implizite Motive; Explizite Motive; Motivation; Ziel; Anreiz; Motivinkongruenz; Anschluss; Macht; Leistung

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Kapitel 9: Volition und kognitive Kontrolle

  • 9.1 Einleitung: Gegenstand der Forschung zu Volition und kognitiver Kontrolle
  • 9.2 Kognitive Grundlagen willentlicher Handlungen: Vom Reflex zur Antizipation
    1. 9.2.1 Entwicklungsstufen der Verhaltenssteuerung
    2. 9.2.2 Besondere Funktionsmerkmale willentlicher Handlungen
    3. 9.2.3 Grundlegende Kontrollprobleme bei der willentlichen Handlungssteuerung
  • 9.3 Kognitionspsychologische Ansätze: Automatische und kontrollierte Prozesse bei der intentionalen Handlungssteuerung
    1. 9.3.1 Bewusste und unbewusste Steuerung willentlicher Handlungen
    2. 9.3.2 Ein Modell der Interaktion automatischer und intentionaler Prozesse
  • 9.4 Volitionspsychologische Ansätze: Motivationskonflikte und Selbstkontrolle
    1. 9.4.1 Zielselektion vs. Zielrealisierung
    2. 9.4.2 Vom Wünschen zum Wollen: Das Rubikonmodell
    3. 9.4.3 Handlungskontrolle: Abschirmung von Absichten gegen konkurrierende Motivationstendenzen
    4. 9.4.4 Empirische Evidenz für den Einfluss von Handlungskontrollstrategien und exekutiven Funktionen auf selbstkontrolliertes Verhalten
    5. 9.4.5 Bedingungsfaktoren und Moderatoren der Mobilisierung von Selbstkontrolle
    6. 9.4.6 Individuelle Unterschiede in der Selbstkontrolle: Lage- vs. Handlungsorientierung
  • 9.5 Kognitive Neurowissenschaft der willentlichen Handlungssteuerung: Neuronale Grundlagen der kognitiven Kontrolle
    1. 9.5.1 Methodische Vorbemerkungen
    2. 9.5.2 Kognitive Kontrollfunktionen des Präfrontalcortex
    3. 9.5.3 Funktionelle Organisation des präfrontalen Cortex: Zentrale Exekutive oder multiple exekutive Systeme?
    4. 9.5.4 Computationale Modelle der kognitiven Kontrolle
    5. 9.5.5 Konfliktüberwachung und adaptive Regulation kognitiver Kontrolle
  • 9.6 Kontrolldilemmata und Metakontrollprobleme
    1. 9.6.1 Kontrolldilemmata
    2. 9.6.2 Metakontrollparameter
    3. 9.6.3 Emotionale Modulation von Kontrollparametern
    4. 9.6.4 Neuromodulation kognitiver Kontrolle
  • 9.7 Anwendungsbeispiele
  • 9.8 Ausblick
  • 9.9 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

Die Forschung zur Volition und kognitiven Kontrolle befasst sich mit den kognitiven und neuronalen Mechanismen, die der willentlichen Steuerung zielgerichteter Handlungen zugrunde liegen. Der Fokus liegt dabei auf Situationen, in denen automatisierte Routinehandlungen nicht ausreichen, sondern Verhaltensdispositionen und kognitive Prozesse auf neue Weise konfiguriert oder konkurrierende Motivationstendenzen und Gewohnheiten unterdrückt werden müssen, um langfristige oder übergeordnete Ziele zu erreichen. Das Kapitel gibt einen Überblick über ausgewählte Theorien und Ergebnisse dieser Forschung anhand von drei Leitfragen: (1) Was sind die kognitiven Grundlagen willentlicher Handlungen? (2) Welche Mechanismen liegen der Fähigkeit zugrunde, Absichten gegen konkurrierende Motivationstendenzen oder Gewohnheiten abzuschirmen? (3) Welche neuronalen Systeme liegen kognitiven Kontrollprozessen und selbstkontrolliertem Verhalten zugrunde?

Schlüsselwörter: Volition; Kognitive Kontrolle; Exekutive Funktionen; Willenshandlungen; Selbstkontrolle; Zielgerichtete Handlungen; Intentionen; Präfrontaler Cortex; Wille

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III Lernen und Gedächtnis

 

Kapitel 10: Lernen – Assoziationsbildung, Konditionierung und implizites Lernen

  • 10.1 Einleitung
    1. 10.1.1 Definition und Abgrenzung
    2. 10.1.2 Historische Einordnung
  • 10.2 Experimentelle Untersuchungsparadigmen in der Lernpsychologie
    1. 10.2.1 Explizites, hypothesengeleitetes Lernen (Wissenserwerb) vs. implizites, inzidentelles Lernen
    2. 10.2.2 Lernen von neuen Verhaltensweisen: Konditionierungsparadigmen
    3. 10.2.3 Erwerb von neuen Einstellungen und Wissen
    4. 10.2.4 Zusammenfassung
  • 10.3 Grundphänomene des assoziativen Lernens
    1. 10.3.1 Erwerb und Löschung
    2. 10.3.2 Merkmale des Reizes: Generalisierung und Diskrimination
    3. 10.3.3 Merkmale der gelernten Reaktion
    4. 10.3.4 Biologische Einschränkungen des Lernens
    5. 10.3.5 Wann wird gelernt? Kontiguität, Kontingenz und Erwartungsdiskrepanz
    6. 10.3.6 Zusammenfassung
  • 10.4 Mechanismen des assoziativen Lernens
    1. 10.4.1 Was wird gelernt?
    2. 10.4.2 Das Rescorla-Wagner-Modell als Basismodell assoziativen Lernens
    3. 10.4.3 Limitationen des Rescorla-Wagner-Modells
    4. 10.4.4 Elementale und konfigurale Modelle
    5. 10.4.5 Zusammenfassung
  • 10.5 Implizites Lernen
    1. 10.5.1 Experimentelle Paradigmen zur Untersuchung impliziten Lernens
    2. 10.5.2 Prädiktive Relationen beim impliziten Lernen
    3. 10.5.3 Unbewusstes Lernen
    4. 10.5.4 Zusammenfassung
  • 10.6 Anwendungsbeispiele
  • 10.7 Ausblick
  • 10.8 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

Wie können Menschen Zusammenhänge erkennen und lernen, diese Zusammenhänge erfolgreich in ihrem Verhalten zu berücksichtigen? In diesem Kapitel behandeln wir diese elementaren Lernmechanismen. Hierzu zählt vor allem das assoziative Lernen, wie es mit Konditionierungsprozeduren untersucht werden kann. Wir beschreiben und diskutieren aber auch Kausallernen sowie das implizite Lernen, bei dem Menschen komplexe RegelhaŸigkeiten der Umwelt in ihrem Handeln nutzen, ohne dass ihnen dies zwangsläufig bewusst wird. Das Ziel dieses Kapitels besteht darin, für jede dieser Lernformen die elementaren Untersuchungsmethoden und Basisphänomene zu beschreiben sowie die wichtigsten Mechanismen und Erklärungsansätze darzustellen. Dabei werden wir auch auf formale Modelle des Lernens eingehen und diskutieren, inwieweit sowohl assoziative als auch kognitive Mechanismen beteiligt sind.

Schlüsselwörter: Assoziatives Lernen; Konditionierung; Kausallernen; Verstärkung; Löschung; Kontiguität; Kontingenz; Rescorla-Wagner-Modell; Implizites Lernen; Evaluative Konditionierung; Modelllernen

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Kapitel 11: Kategorisierung und Wissenserwerb

  • 11.1 Einleitung: Funktionen von Kategorien
  • 11.2 Die mentale Repräsentation natürlicher Kategorien
    1. 11.2.1 Ähnlichkeitsbasierte Ansätze
    2. 11.2.2 Kritik ähnlichkeitsbasierter Theorien
    3. 11.2.3 Die Theoriensicht
  • 11.3 Arten von Kategorien
    1. 11.3.1 Natürliche Arten vs. Artefakte
    2. 11.3.2 Kausale Kategorien
    3. 11.3.3 Andere Arten von Kategorien
  • 11.4 Relationen zwischen Kategorien
    1. 11.4.1 Taxonomien
    2. 11.4.2 Nichthierarchische Kategorienstrukturen
  • 11.5 Der Erwerb von Kategorien
    1. 11.5.1 Konnektionistische Modelle
    2. 11.5.2 Wissensbasierte Lerntheorien
  • 11.6 Die Nutzung von Kategorien
    1. 11.6.1 Der Einfluss von Zielen und pragmatischen Kontexten
    2. 11.6.2 Konzeptuelle Kombination
    3. 11.6.3 Sprache und Kategorien
    4. 11.6.4 Kategorien und Induktion
  • 11.7 Anwendungsbeispiele
  • 11.8 Ausblick
  • 11.9 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

Kategorisierung gehört zu unseren basalen kognitiven Kompetenzen. Kategorien fassen Objekte oder Ereignisse auf der Basis von Gemeinsamkeiten zu Klassen zusammen, was uns erlaubt, Wissen über Kategorien für neue, aktuelle Erfahrungen zu nutzen. Kategorien spielen eine zentrale Rolle bei der Wahrnehmung, der Handlungsplanung, dem Lernen, der Kommunikation und dem Denken. Das vorliegende Kapitel gibt einen Einblick in die aktuelle Forschung zur Kategorisierung. Neben den klassischen verhaltensbezogenen, experimentellen Studien werden auch Computermodelle des Kategorisierens und neurowissenschaŸliche und anthropologische Untersuchungen diskutiert.

Schlüsselwörter: Kategorisierung; Prototypentheorie; Exemplartheorie; Lernen; Wissenserwerb; Induktives Schließen; Kultur; Taxonomien; Kausale Theorien

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Kapitel 12: Gedächtniskonzeptionen und Wissensrepräsentationen

  • 12.1 Einleitung und Begriffsklärung
  • 12.2 Langzeitgedächtnis
    1. 12.2.1 Systemorientierter Zugang zum Langzeitgedächtnis
    2. 12.2.2 Prozessorientierter Zugang zum Langzeitgedächtnis
    3. 12.2.3 Formale Gedächtnistheorien
  • 12.3 Arbeitsgedächtnis
    1. 12.3.1 Das modulare Arbeitsgedächtnismodell
    2. 12.3.2 Das Embedded-Processes-Modell
  • 12.4 Sensorisches Gedächtnis
  • 12.5 Anwendungsbeispiele
  • 12.6 Ausblick
  • 12.7 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

Beim Stichwort „Gedächtnis“ denken die meisten Menschen zuerst an das Langzeitgedächtnis, weshalb dieses Thema zuerst und am ausführlichsten behandelt wird. Verschiedene Vorschläge, das Langzeitgedächtnis in Subsysteme zu unterteilen, werden vorgestellt und gewürdigt. Anschließend fokussiert das Kapitel auf Prozesse, die dem Langzeitgedächtnis zugeordnet werden können, z.B. das Vergessen. Besonders vielversprechend scheinen formale Gedächtnistheorien zu sein, in deren Rahmen sowohl die Strukturen als auch die Prozesse beschrieben werden, die an einer Gedächtnisleistung beteiligt sind. Zum Arbeitsgedächtnis werden zwei Modelle vorgestellt: ein traditionelles – das modulare Arbeitsgedächtnismodell, das inzwischen mit immer weniger Befunden in Einklang steht – und das Embedded-Processes-Modell. Am Ende wird das sensorische Gedächtnis behandelt, das sozusagen die Schnittstelle zwischen Gedächtnis und Wahrnehmung darstellt.

Schlüsselwörter: Langzeitgedächtnis; Gedächtnistäuschungen; Verarbeitungstiefe; Kontexteffekte; Interferenz; Globale Gedächtnismodelle; Modulares Arbeitsgedächtnismodell; Embedded-Processes-Modell; Sensorisches Gedächtnis

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IV Sprachproduktion und -verstehen

 

Kapitel 13: Worterkennung und -produktion

  • 13.1 Einleitung: Wörter als Kernelemente der Sprache
    1. 13.1.1 Wie hängen sprachliche und nichtsprachliche Einheiten zusammen?
    2. 13.1.2 Was sind Wörter?
    3. 13.1.3 Sprechen und Verstehen: Von den Konzepten zu den Sprachlauten – von den Sprachlauten zu den Konzepten
  • 13.2 Wie wir Sprachlaute produzieren
  • 13.3 Wortgedächtnis: Was ist im Wortgedächtnis gespeichert und wie?
    1. 13.3.1 Die Form der Wörter: Lautliche und orthografische Beschreibung
    2. 13.3.2 Die interne Struktur der Wörter: Morphologie
    3. 13.3.3 Die strukturellen Merkmale der Wörter
    4. 13.3.4 Die Bedeutung der Wörter und das Problem der Mehrdeutigkeit
  • 13.4 Worterkennung
    1. 13.4.1 Das kontinuierliche und variable Sprachsignal
    2. 13.4.2 Was passiert bei der Worterkennung?
    3. 13.4.3 Vom Buchstaben zur Bedeutung
  • 13.5 Was passiert im Gehirn bei der Worterkennung?
  • 13.6 Wortproduktion
    1. 13.6.1 Umsetzung von lexikalen Konzepten in Wörter
    2. 13.6.2 Umsetzung von Lemmata in Wortformen
  • 13.7 Was passiert im Gehirn beim Sprechen von Wörtern?
    1. 13.7.1 Neuronale Korrelate der Sprachproduktion
    2. 13.7.2 Wenn es nicht einwandfrei funktioniert: Aphasien
  • 13.8 Anwendungsbeispiele
  • 13.9 Ausblick
  • 13.10 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

Worterkennung und -produktion sind für das Verstehen, Planen und Produzieren geschriebener, gesprochener und gebärdeter Sprache unverzichtbare kognitive Prozesse. Die beteiligten Repräsentationen bilden semantische, syntaktische, morphologische und phonetisch-phonologische EigenschaŸen ab. Dieses Kapitel bietet einen Überblick über unbeeinträchtigte und beeinträchtigte Worterkennung- und -produktion. Prozesse, Repräsentationen, Modelle sowie (erworbene) Störungen (Aphasien) der Sprachverarbeitung und -produktion und des Lesens und Verstehens geschriebener Wörter (Dyslexie) werden beschrieben.

Schlüsselwörter: Spracherkennung; Sprachproduktion; Sprachstörung (Aphasie); Wort; Mentales Lexikon (Wortgedächtnis); Konzept (Wortbedeutung); Lemma; Wortform; Morphem; Phonem; Worterkennung; Wortproduktion

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Kapitel 14: Sätze und Texte verstehen und produzieren

  • 14.1 Einleitung: Kommunizieren über Sachverhalte
  • 14.2 Syntaktische Verarbeitung von Sätzen
    1. 14.2.1 Syntaktische Struktur von Sätzen
    2. 14.2.2 Erfassen der syntaktischen Struktur von Sätzen (Parsing)
    3. 14.2.3 In welcher Form liegt unser syntaktisches Wissen vor?
  • 14.3 Semantische Verarbeitung von Sätzen
    1. 14.3.1 Semantische Struktur von Sätzen
    2. 14.3.2 Erfassen der Satzbedeutung
  • 14.4 Pragmatische Verarbeitung von Sätzen
  • 14.5 Textverstehen
    1. 14.5.1 Struktur von Texten
    2. 14.5.2 Erfassen der Textbedeutung
  • 14.6 Verstehen als Simulation
  • 14.7 Sprachproduktion
    1. 14.7.1 Aspekte der Produktionsforschung
    2. 14.7.2 Sprachproduktionsmodelle
    3. 14.7.3 Dialog
    4. 14.7.4 Zusammenhang Verstehen und Produktion
  • 14.8 Neurobiologische Grundlagen
  • 14.9 Anwendungsbeispiele
  • 14.10 Ausblick
  • 14.11 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

In diesem Kapitel beschäftŸigen wir uns mit den Prozessen, die der menschlichen Sprachverarbeitung jenseits der Wortebene zugrunde liegen. Zunächst werden die unterschiedlichen Aspekte der menschlichen Sprachverarbeitung vornehmlich aus der Perspektive der Sprachverstehensforschung behandelt. Hier geht es um die syntaktische, semantische und pragmatische Analyse von Sätzen sowie die Forschung zum Textverstehen. Die Sprachproduktion wird in einem gesonderten Abschnitt behandelt. An Ende des Kapitels werden die neurobiologischen Grundlagen der menschlichen Sprachverarbeitung diskutiert, einige Anwendungsbeispiele aufgeführt und ein Ausblick auf zukünftŸige Forschung im Bereich der Sprachpsychologie gegeben.

Schlüsselwörter: Ambiguität; Bedeutung; Bedeutungskomposition; Kohärenz; Parsing; Pragmatik; Satzverstehen; Semantik; Sprachproduktion; Sprachwissen; Syntax; Textlinguistik, Textverstehen; Versprecher

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V Denken und Problemlösen

 

Kapitel 15: Logisches Denken

  • 15.1 Einleitung: Logik und vernünftiges Denken
  • 15.2 Sicheres logisches Schließen
    1. 15.2.1 Konditionales Schließen
    2. 15.2.2 Syllogistisches Schließen
    3. 15.2.3 Relationales Schließen
  • 15.3 Unsicheres logisches Schließen
    1. 15.3.1 Anfechtbares Schließen
    2. 15.3.2 Überzeugungsänderung
    3. 15.3.3 Denken mit mehr als zwei Wahrheitswerten
    4. 15.3.4 Nichtmonotones Schließen
    5. 15.3.5 Defaults und präferierte mentale Modelle
    6. 15.3.6 Nachdenken über Mögliches und Notwendiges
    7. 15.3.7 Ramsey-Test
    8. 15.3.8 Bayesianisches Denken
    9. 15.3.9 Induktives Denken
  • 15.4 Neuronale Korrelate des logischen Denkens
    1. 15.4.1 Logisches Denken im intakten Gehirn
    2. 15.4.2 Logisches Denken nach Hirnschädigungen
  • 15.5 Drei wichtige Fragen der Psychologie des logischen Denkens
    1. 15.5.1 Welche Rolle spielt Wissen für das logische Denken?
    2. 15.5.2 Hilft Visualisierung beim logischen Denken?
    3. 15.5.3 Ist logisches Denken rationales Denken?
  • 15.6 Anwendungsbeispiele
  • 15.7 Ausblick
  • 15.8 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

Als „logisch“ bezeichnet man ein Denken, das bei Abwägung der verfügbaren Informationen als folgerichtig und widerspruchsfrei gelten kann. Beim sicheren logischen Schließen ist eine Schlussfolgerung sicher wahr, wenn man von wahren Voraussetzungen ausgeht. Beim unsicheren logischen Schließen können Schlüsse auch möglich, plausibel oder wahrscheinlich sein. Bei der Bewertung solcher Schlüsse wird auf Rationalitätsnormen Bezug genommen. Empirische Befunde zeigen, dass sich Menschen oftŸ an diese normativen Vorgaben halten, aber manchmal auch von diesen Sollwerten abweichen. Die Theorien, die diese Abweichungen erklären wollen, werden diskutiert und ihre neuronalen Grundlagen dargestellt. Es werden außerdem einige wichtige Fragen des Forschungsgebiets diskutiert. Dabei geht es auch um die Beziehung zwischen logischem Denken und Rationalität und die Frage, was als vernünŸiges Denken, Argumentieren, Urteilen und Entscheiden gelten soll.

Schlüsselwörter: Logik; Rationalität; Denken; Argumentation; Deduktion; Konditionales Schließen; Relationales Schließen; Syllogismen; Nichtmonotones Schließen; Logisches Gehirn

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Kapitel 16: Problemlösen

  • 16.1 Einleitung
  • 16.2 Definitorische Grundlagen
    1. 16.2.1 Problemtypen
    2. 16.2.2 Einfache und komplexe Probleme
  • 16.3 Komplexe Probleme
    1. 16.3.1 Kriterien komplexer Probleme
    2. 16.3.2 Klassische Untersuchungen zum komplexen Problemlösen
    3. 16.3.3 Weitere Aspekte komplexen Problemlösens
  • 16.4 Das Lösen einfacher Probleme
    1. 16.4.1 Historische Grundlagen der Problemlöseforschung – Sultan der Problemlöser
    2. 16.4.2 Computer lösen Probleme – die Problemraumtheorie
  • 16.5 Erweiterung der Problemraumtheorie
    1. 16.5.1 Umstrukturierung aus gestaltpsychologischer Sicht
    2. 16.5.2 Weitere Aspekte von Umstrukturierung beim Problemlösen
    3. 16.5.3 Kognitive Theorien einsichtsvollen Problemlösens
  • 16.6 Methoden der Problemlöseforschung
    1. 16.6.1 Blickbewegungsstudien
    2. 16.6.2 Neuropsychologische Untersuchungen
    3. 16.6.3 Neuronale Korrelate beim Lösen von Problemen
  • 16.7 Expertise beim Problemlösen
    1. 16.7.1 Schachexpertise
    2. 16.7.2 Voraussetzungen des Expertentums
  • 16.8 Problemlösen durch analogen Transfer
    1. 16.8.1 Grundlegende Überlegungen zum analogen Transfer
    2. 16.8.2 Klassische Untersuchungen zum analogen Transfer
    3. 16.8.3 Neuronale Korrelate zum analogen Transfer
  • 16.9 Anwendungsbeispiele
  • 16.10 Ausblick
  • 16.11 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

In dem vorliegenden Kapitel werden zunächst die definitorischen Grundlagen eines Problems festlegt und unterschiedliche Problemtypen vorgestellt. Einen besonderen Schwerpunkt stellt das einsichtsvolle Problemlösen dar. Es soll gezeigt werden, dass Vorwissen manchmal hinderlich für die Problemlösung sein kann. In dem Abschnitt über Expertise soll dafür sensibilisiert werden, wie Problemlösen positiv durch Vorwissen beeinflusst werden kann. Thematisch abgeschlossen wird das Kapitel mit dem Themenbereich Problemlösen durch analogen Transfer, das zeigen soll, wie bereits bestehendes Vorwissen genutzt werden kann, um neue, bisher unbekannte Probleme zu lösen.

Schlüsselwörter: Problemlösen; Einfache Probleme; Komplexe Probleme; Umstrukturierung; Expertise; Analoges Schließen; Heuristik; Problemraumtheorie

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Kapitel 17: Urteilen und Entscheiden

  • 17.1 Einleitung
    1. 17.1.1 Urteilen und Entscheiden – Abgrenzung und Gemeinsamkeiten
    2. 17.1.2 Historische Einordnung
    3. 17.1.3 Grundbegriffe und Methoden
    4. 17.1.4 Gliederung des Kapitels
  • 17.2 Strukturmodelle
    1. 17.2.1 Was ist eine gute Entscheidung?
    2. 17.2.2 Erwartungswert und Erwartungsnutzen
    3. 17.2.3 Verletzung der Axiome
    4. 17.2.4 Prospect-Theorie
    5. 17.2.5 Das „große Ganze“ und neuere Entwicklungen
  • 17.3 Modelle mit psychologischen Einflüssen
    1. 17.3.1 Das Bayes-Theorem und der Basisratenfehler
    2. 17.3.2 Ein umfassendes Rahmenmodell des Urteilens
  • 17.4 Kognitive Prozessmodelle des Urteilens und Entscheidens
    1. 17.4.1 Was ist ein Prozessmodell?
    2. 17.4.2 Der adaptive Entscheider und seine „Werkzeugkiste“
    3. 17.4.3 Andere kognitive Mechanismen
    4. 17.4.4 Welche Faktoren bestimmen die Art des Entscheidungsprozesses?
    5. 17.4.5 Abschließende Bemerkungen
  • 17.5 Anwendungsbeispiele
  • 17.6 Ausblick
  • 17.7 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

Menschen müssen ständig unterschiedlichste Situationen beurteilen oder Entscheidungen treffen. Dabei können die Informationen mehr oder weniger eindeutig und die Folgen der Entscheidung mehr oder weniger schwerwiegend sein. Die Psychologie erforscht die Struktur von Urteilen und Entscheidungen sowie Einflussfaktoren und Prozesse, die sowohl „gute“ als auch „irrationale“ Urteile und Entscheidungen hervorbringen. Die empirische Erforschung des Urteilens und Entscheidens hat faszinierende Einblicke in die einzelnen Bestandteile des Entscheidens gewährt, zum Bespiel über typische Fehlleistungen, verwendete Strategien der Suche nach relevanter Information sowie über deren weitere Verarbeitung. Spannende Befunde und die daraus entwickelten psychologischen Theorien des Urteilens und Entscheidens werden in diesem Kapitel vorgestellt.

Schlüsselwörter: Urteilen; Entscheiden; Informationsverarbeitung; Rationalität; Heuristik; Täuschungen; Strategie

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VI Handlungsplanung und -ausführung

 

Kapitel 18: Planung und exekutive Kontrolle von Handlungen

  • 18.1 Einleitung
  • 18.2 Planung einfacher Handlungen
    1. 18.2.1 Motorische Programme
    2. 18.2.2 Programme und Parameter
    3. 18.2.3 Nutzung von Vorinformationen über Handlungsmerkmale
    4. 18.2.4 Programmierung von Handlungsmerkmalen
    5. 18.2.5 Reprogrammierung von Handlungsmerkmalen
    6. 18.2.6 Integration von Handlungsmerkmalen
    7. 18.2.7 Programmierung und Spezifikation von Handlungen
    8. 18.2.8 Programmierung und Initiierung von Handlungen
    9. 18.2.9 Programme, Pläne und Ziele
  • 18.3 Planung von Handlungssequenzen
    • 18.3.1 Programmierung von Handlungssequenzen
    • 18.3.2 Sequenzierung von Handlungselementen
    • 18.3.3 Planung langer und geübter Handlungssequenzen
  • 18.4 Planung und Koordination multipler Handlungen
    1. 18.4.1 Untersuchungsmethoden
    2. 18.4.2 Aufgabenkoordination
    3. 18.4.3 Reizverarbeitung und Gedächtnis
    4. 18.4.4 Reiz-Reaktions-Übersetzung und Reaktionsauswahl
    5. 18.4.5 Reaktionsinitiierung
  • 18.5 Wechseln zwischen Handlungen
    1. 18.5.1 Untersuchungsmethoden
    2. 18.5.2 Aufgabenvorbereitung
    3. 18.5.3 Proaktive Effekte
    4. 18.5.4 Residuale Wechselkosten
    5. 18.5.5 Implementierung und Aktualisierung von Aufgabensets
  • 18.6 Anwendungsbeispiele
  • 18.7 Ausblick
  • 18.8 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

Dieses Kapitel befasst sich mit der Frage, wie wir intentionale, zielgerichtete Handlungen planen und ausführen, wie wir längere Handlungsketten planen und die Reihenfolge ihrer Elemente organisieren, ob bzw. inwiefern wir mehrere Handlungen zugleich ausführen und wie wir zwischen verschiedenen Aufgaben hin und her wechseln können.

Schlüsselwörter: Motorische Programme; Handlungsplanung; Sequenzierung von Handlungen; Übung von Handlungen; Handlungskoordination; Aufgabenwechsel

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Kapitel 19: Motorisches Lernen

  • 19.1 Einleitung
  • 19.2 Sensomotorische Adaptation
    1. 19.2.1 Sensomotorische Transformationen
    2. 19.2.2 Experimentelle Paradigmen zur Untersuchung sensomotorischer Adaptation
    3. 19.2.3 Mechanismen sensomotorischer Adaptation
  • 19.3 Fertigkeitserwerb
    1. 19.3.1 Theorien und Modelle des Fertigkeitserwerbs
    2. 19.3.2 Was beeinflusst den Fertigkeitserwerb?
  • 19.4 Fitness oder evolutionäres motorisches Lernen
  • 19.5 Anwendungsbeispiele
  • 19.6 Ausblick: Tear down this Ivory Tower, Nimrod!
  • 19.7 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

In diesem Kapitel geben wir einen Überblick über unterschiedliche Forschungstraditionen im Bereich des motorischen Lernens, indem wir motorisches Lernen auf unterschiedlichen Zeitskalen betrachten: Sensomotorische Adaptation beschreibt motorisches Lernen auf der kürzesten Zeitskala. Fertigkeitserwerb bezieht sich auf den länger andauernden Erwerb eines neuen Bewegungsablaufs. Fitness oder evolutionäres motorisches Lernen thematisiert angeborene Verhaltensweisen, die sich im Lauf der Stammesgeschichte als nützlich erwiesen haben, und wird der Vollständigkeit halber am Ende des Kapitels kurz umrissen.

Schlüsselwörter: Sensomotorische Adaptation; Fertigkeitserwerb; Körpertransformation; Werkzeugtransformation; Feedbackregelung; Feedforwardsteuerung; Übungsgestaltung; Explizites und implizites Lernen

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Kapitel 20: Motorische Kontrolle

  • 20.1 Einleitung
  • 20.2 Theorien und Modelle der menschlichen Bewegungskontrolle
    1. 20.2.1 Regelung und Steuerung sind die zwei grundlegenden Arten der motorischen Kontrolle
    2. 20.2.2 Die Idee einer zentralen Repräsentation von Bewegung
    3. 20.2.3 Generalisierte motorische Programme
    4. 20.2.4 Interne Modelle der Motorik
  • 20.3 Neuronale Repräsentationen von Bewegung
    1. 20.3.1 Der motorische Cortex
    2. 20.3.2 Die motorische Funktion der Basalganglien
    3. 20.3.3 Das Kleinhirn
  • 20.4 Anwendungsbeispiele
  • 20.5 Ausblick
  • 20.6 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

Die Kontrolle von Bewegungen bildet die Basis für das menschliche Handeln. Menschliche Verhaltensäußerungen und Bewegungsmuster können oftŸ hochkomplex sein, aber selbst die Ausführung augenscheinlich einfacher motorischer Akte wie das Stehen oder Gehen erfordert die gezielte Aktivierung von Gruppen von Muskeln mit Tausenden von Muskelfasern. Dieses Kapitel thematisiert, wie unser Nervensystem ein biomechanisches System wie den menschlichen Körper mit seinen vielen unabhängigen Freiheitsgraden kontrolliert. Abschnitt 20.2 vermittelt einen Überblick zu klassischen und aktuellen Modellen der motorischen Kontrolle. Es wird speziell darauf abgehoben, welche Bewegungsinformationen für die motorische Kontrolle eigentlich notwendig sind und wie diese Information zentral gespeichert sein könnten. Abschnitt 20.3 thematisiert die neuronalen Grundlagen der Motorik bzw. wie angeborene oder erlernte Bewegungsmuster im Nervensystem repräsentiert sind. Neben dem Spinalmark sind drei große supraspinale Strukturen essenziell für die willkürliche Kontrolle von Bewegung: Der sensomotorische Cortex, das Kleinhirn und die Basalganglien. Neben der neurophysiologischen Funktion jeder dieser einzelnen sensomotorischen Systeme wird dargestellt, welche Auswirkungen spezifische neuronale Schädigungen auf die menschliche Motorik haben.

Schlüsselwörter: Basalganglien; Interne Modelle; Kleinhirn; Cortex; Motorik; Motorische Kontrolle; Motorische Programme; Reflexe; Sensomotorik; Sensomotorische Integration; Stammhirn

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Kapitel 21: Embodiment und Sense of Agency

  • 21.1 Einleitung
  • 21.2 Handlungsvorstellungen
    1. 21.2.1 Gemeinsamkeiten von vorgestellten und ausgeführten Handlungen
    2. 21.2.2 Faktoren, die die Dauer von vorgestellten im Vergleich zu ausgeführten Handlungen beeinflussen
    3. 21.2.3 Unterschiede von vorgestellten und ausgeführten Handlungen
    4. 21.2.4 Fazit
  • 21.3 Handlungsbeobachtung
    1. 21.3.1 Handlungssimulation und automatische Imitation
    2. 21.3.2 Vorhersage von Handlungen anderer Personen
    3. 21.3.3 Handlungssimulation und Handlungsvorhersage im sozialen Kontext
    4. 21.3.4 Handlungserfahrung und Expertise
    5. 21.3.5 Sind biologische Bewegungen wirklich besonders?
    6. 21.3.6 Fazit
  • 21.4 Sense of Agency
    1. 21.4.1 Untersuchungsmethoden
    2. 21.4.2 Vorhersagbarkeit von Handlungskonsequenzen
    3. 21.4.3 Flüssigkeit der Handlungsauswahl
    4. 21.4.4 Valenz der Handlungskonsequenzen
    5. 21.4.5 Fazit
  • 21.5 Handlungsbezogene Sprache
    1. 21.5.1 Theoretische Annahmen
    2. 21.5.2 Befunde
    3. 21.5.3 Flexibilität und Kontextabhängigkeit
    4. 21.5.4 Handlungserfahrung und Expertise
    5. 21.5.5 Ebene der Handlungssimulationen
    6. 21.5.6 Verständnis abstrakter Sprache und nicht handlungsbezogener Sprache
    7. 21.5.7 Fazit
  • 21.6 Anwendungsbeispiele
  • 21.7 Ausblick
  • 21.8 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

Embodiment (embodied cognition) zufolge werden körperliche Signale, innere Zustände und Handlungen als bedeutsame Bestandteile kognitiver Prozesse betrachtet. Im vorliegenden Kapitel werden vier Bereiche der Handlungsforschung dargestellt, die mit Embodiment in Verbindung gebracht werden: Handlungsvorstellungen, Handlungsbeobachtung, Sense of Agency und handlungsbezogene Sprache. Insgesamt sprechen die Befunde eher für eine schwache Form von Embodiment (der Körper und Handlungen informieren kognitive Prozesse und schränken diese ein) als für eine radikale Form von Embodiment (der Körper und Handlungen sind obligatorisch für kognitive Prozesse).

Schlüsselwörter: Embodiment; Handlungsvorstellung; Handlungsbeobachtung; Sense of Agency; Handlungsbezogene Sprache

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Kapitel 22: Handlung und Wahrnehmung

  • 22.1 Einleitung
  • 22.2 Die sensomotorische Perspektive menschlichen Verhaltens
  • 22.3 Trennung oder Koppelung von Wahrnehmung und Handlung?
    1. 22.3.1 Reiz-Reaktions-Kompatibilität
    2. 22.3.2 Zwei-Pfade-Modelle
    3. 22.3.3 Unbewusste Reaktionsbahnung
  • 22.4 Handeln verändert die Wahrnehmung
  • 22.5 Ziele bedingen Handlungen, nicht Reize
  • 22.6 Einheit von Wahrnehmung und Handlung
    1. 22.6.1 Motorische Wahrnehmungstheorien
    2. 22.6.2 Ideomotorik
  • 22.7 Vermittlungsversuche zwischen sensomotorischen und ideomotorischen Ansätze
  • 22.8 Anwendungsbeispiele
  • 22.9 Ausblick
  • 22.10 Weiterführende Informationen

 

Zusammenfassung

Die Allgemeine Psychologie hat Wahrnehmung und Handlung lange Zeit getrennt voneinander betrachtet. Das ist zum einen das Ergebnis einer fast unvermeidlichen Arbeitsteilung unter WissenschaftŸlern. Andererseits liegt es aber auch an bestimmten Modellvorstellungen, die davon ausgehen, dass Wahrnehmung und Handlungssteuerung unabhängig voneinander operieren. Wahrnehmung macht aber nur Sinn, wenn sie der Handlungskontrolle dient. Umgekehrt dienen Handlungen dazu, bestimmte Wahrnehmungen zu erzeugen. Diese Überlegungen führen zu theoretischen Konzepten, die eine strikte Trennung von Wahrnehmung und Handlung aufgeben.

Schlüsselwörter: Handlung; Stadienmodell; Reiz-Reaktions-Kompatibilität; Zwei-Pfade-Modell; Unbewusste Bahnung; Ideomotorik

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